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Geschichte: Fanfiktion
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von Vampi von Krolock
erstellt: 07.03.2010
letztes Update: 07.01.2012
Geschichte, Drama, Romanze / P16
(in Arbeit)
Ich weiß, Nacherzählungen des Ringkrieges mit eigenem Charakter gibts schon viele und das Thema ist abgelutscht, doch auch ich möchte meine eigene Interpretation zum Besten geben^^
Und alles, außer Rharwen, gehört dem tollen Tolkien ;) Nicht wundern, wenn euch das alles SEHR bekannt vorkommt, aber ich musste mir erstmal 'ne Grundlage verschaffen...
Bei Fragen, wendet euch an mich, ansonsten : ENJOY!
Ich spürte, dass ich zu spät war. Ich kam meistens zu spät, doch das stört mich wenig. Zwar hatte ich nun die ersten Minuten des Rates der letzten freien Völker Mittelerdes verpasst, aber ich bezweifelte, dass außer den obligatorischen Begrüßungsformeln nicht viele Worte gewechselt worden waren. So beeilte ich mich zur Terrasse zu gelangen. Auf dem Weg dort hin begegnete ich einigen Elben, die mir freundlich zu nickten.
Kurz bevor ich die Terrasse betrat, atmete ich noch einmal kurz durch, strich mein Kleid grade und straffte die Schulter.
Ich betrat die Runde aus Elben, Zwergen und Menschen. Dort sah ich Elrond und Gandalf, ja sogar ein Halbling war da. Das musste Frodo Beutlin sein. Der Hobbit, der den Ring nach Bruchtal brachte.
„Habe ich etwas verpasst?“, lächelte ich in die Runde.
„Rharwen! Wie schön, dass du auch kommen konntest!“, Elrond schloss mich in seine Arme.
„Meine Mutter schickt mich. Ich soll euch ausrichten, dass wir nichts mit dem Einen Ring zu tun haben wollen und ihn nicht an uns nehmen werden.“, sprach ich an alle gewandt.
„Das dachte ich mir. Doch mache ich dich wohl besser erst einmal bekannt.“, damit drehte er sich zu allen um, „Dies ist Rharwen, Tochter des Herren Celeborns und Galadriel, Herrin des Lichts. Und dies sind Boromir, Sohn des Denetors, Abgesandter der Menschen. Hier sitzt Gimli, Gloins Sohn, geschickt von den Zwergen. Legolas, Thandruils Sohn, Vertreter der Elben aus dem Düsterwald“, er deutete auf einen großen, blonden Elben, der mir bekannt vor kam. Er musste mir in Lothlorien schon einmal über den Weg gelaufen sein. Und ganz links erkannte ich Aragorn.
Ich setzte mich auf einen freien Platz und lauschte dem Menschen, Boromir, der so eben aufgestanden war und zu sprechen begann:
„In einem Traum, sah ich den östlichen Himmel sich verfinstern, doch stand im Westen noch ein bleiches Licht und eine Stimme rief: ‚Das Ende steht bevor! Isildurs Fluch ist gefunden! Isildurs Fluch…’“, er hatte sich dem Ring, der auf einem Stein lag, genähert und streckte nun die Hand danach aus.
Doch ehe er in berühren konnte, war Gandalf aufgestanden und sprach Worte in einer Sprache, die ich nicht verstand, doch bereitete sie mir Kopfschmerzen.
„Niemals zuvor hat jemand es gewagt, Worte in jener Sprache in Imladris auszusprechen.“, fuhr Elrond Gandalf zornig an.
„Doch bitte ich nicht um Entschuldigung, Herr Elrond.“, entgegnete Gandalf, „ Denn die schwarze Sprache Mordors wird vielleicht schon bald in allen Winkeln des Westens vernommen werden. Der Ring ist durch und durch böse.“ Ich hörte praktisch nur mit einem Ohr zu, während ich den blonden Elben Legolas musterte. Woher kam er mir bloß so bekannt vor?!
Auch er sah nicht allzu interessiert aus, aber als Boromir erneut aufgestanden war, um irgendetwas über „das Blut seines Volkes“ und „Wir werden eure Länder verteidigen können“ zu erzählen und nun vorschlug, den Ring den Menschen Gondors zu geben, wurde er hellhörig. Genau wie ich. Das konnte nicht wahr sein! In den Händen der Menschen war der Ring am meisten gefährdet. Vor allem in den Händen Denetors, Boromirs Vater. Er würde den Ring dazu benutzen, sich alle Völker zu unterwerfen. Da konnten sie den Ring auch Sauron persönlich geben. Die Menschen waren einfach zu schwach für so eine mächtige Waffe.
Nun mischte sich auch Aragorn ein: „Du kannst ihn nicht einsetzten! Niemand kann das! Denn der Eine Ring gehorcht nur Sauron allein. Er ist es der ihn beherrscht.“
„Ein Waldläufer versteht nichts von diesen Dingen.“, ein leicht arroganter Unterton schwang in Boromirs Stimme mit. Er nannte Aragorn einen Waldläufer?! Gut für alle Außenstehenden schien er wie ein Waldläufer, doch war er eigentlich Isildurs Erbe.
Legolas sprang auf. Plötzlich fiel mir wieder ein, woher ich ihn kannte! Er und sein Vater waren schon öfters von meiner Mutter eingeladen worden. ‚Um die Freundschaft zwischen Lothlorien und dem Düsterwald zu wahren.’
„Er ist kein einfacher Waldläufer! Das ist Aragorn, Arathorns Sohn. Du bist ihm zur Treue verpflichtet.“
„Aragorn!? Das also ist Isildurs Erbe.“ Boromirs Stimme war schwer von Spott und Hohn.
„Und er ist der Thronerbe von Gondor.“, fügte Legolas hinzu.
„Havo dat, Legolas.“, Aragorn selbst war ruhig geblieben. [„Setz dich, Legolas.“]
„Gondor hat keinen König. Gondor braucht keinen König.“ Oh doch, Gondor brauchte einen König, sonst würde es kläglich von Sauron überrollt werden. Boromir setzte sich wieder und Gandalf sprach erneut.
„Aragorn hat Recht. Wir dürfen ihn nicht einsetzten.“
„Es gibt nur einen einzigen Weg. Der Ring muss vernichtet werden.“, Elrond hatte seit langem wieder gesprochen.
„Worauf warten wir denn noch?“, fragte der Zwerg Gimli, stand auf, schwang seine Axt und hieb auf den Ring ein. Gimli wurde von der Wucht des Aufpralls zurückgeschleudert und lag nun auf dem Rücken. Seine Axt war in kleine Teile zersprungen.
„Der Ring kann nicht zerstört werden, Gimli, Gloins Sohn.“, sagte Elrond an den Zwerg gewandt, der von einigen anderen Zwergen auf die Beine gehoben wurde. „Jedenfalls von keiner Kraft, die wir hier besitzen. In den Feuern des Schicksalsberges erschaffen, kann er nur dort vernichtet werden. Man muss ihn tief nach Mordor hineinbringen und in die feurige Kluft zurückwerfen, aus der er stammt. Einer von euch muss das tun.“ Totenstille. Nur die Vögel sangen munter ihr Lied weiter. Einer von uns sollte den Ring direkt nach Mordor bringen? Ich bezweifelte, dass sich irgendwer freiwillig dazu meldete.
„Man kann nicht einfach nach Mordor spazieren.“, Boromir schien dagegen zu sein.
„Seine schwarzen Tore werden von schlimmeren bewacht als Orks. Das Böse dort schläft niemals und das große Auge ist stets wachsam. Nichts weiter als karges Ödland, überseht mit Feuer, Asche und Staub. Selbst die Luft, die man atmet ist wie giftiger Dampf. Nicht mit zehntausend Männern könnt Ihr das schaffen. Das ist Wahnsinn!“ Er kannte sich wohl aus.
„Habt ihr nicht gehört, was Herr Elrond gesagt hat?! Der Ring muss vernichtet werden!“, Legolas war wieder aufgestanden, doch nun schaltete sich auch Gimli ein: „Und Ihr haltet euch wohl für den, der das tun soll!?“ Ich ahnte, dass diese Versammlung in einer hitzigen Diskussion enden würde, in der niemand mehr dem Anderen zuhörte.
„Was ist wenn es misslingt!? Was ist, wenn Sauron sich zurücknimmt, was ihm gehört?!“ Mir schien, Boromir war ein Pessimist.
„Eher will ich sterben, als dass ich den Ring in den Händen eines Elben sehe!“, brüllte Gimli. Das ging zu weit! Ich sprang, wie einige andere Elben, auf. Es war zwar allgemein bekannt, dass Elben und Zwergen sich nicht leiden konnten, doch das war eine Beleidigung!
„Niemand traut einem Elben!“ Nun erhoben sich auch alle anderen und stritten sich. Und auch ich mischte kräftig mit.
Gandalf erhob die Stimme: „Begreift Ihr denn nicht!? Während wir uns hier streiten, nimmt Saurons Macht weiter zu! Keiner wird ihr entrinnen. Wir werden alle vernichtet! Eure Häuser werden nieder getrampelt! Eure Familien werden sterben!“
„Die Menschen haben schon immer gezeigt, dass sie stark sind!“ Boromir und Gandalf stritten heftig.
„Ich nehme den Ring!“ Der kleine Hobbit Frodo war aufgestanden und in die Mitte gegangen, „Ich nehme den Ring! Ich bringe den Ring nach Mordor.“ Alle waren still geworden und hatten sich zu ihm umgewandt. „Obwohl ich den Weg nicht weiß.“
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