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von Krystalica
erstellt: 06.03.2010
letztes Update: 22.05.2011
Geschichte, Romanze / P16 Slash
(fertiggestellt)
Bill Kaulitz Krankenakte:
05.03.20**
Um 10:32 Uhr wurden zunehmende Lebenszeichen aufgenommen.
Um 10:34 Uhr fiel der Patient wieder in den gewohnten Rhythmus.
Um 11:09 Uhr wurden wieder zunehmende Lebenszeichen aufgenommen.
Bisher noch keine Anhaltspunkte warum diese Lebenszeichen auftreten.
Dauerschlafzustand immer noch ein Rätsel.
05.03.20**
10:32 Uhr
Tom hasste es früh morgens aus dem Bett gerissen zu werden, er hasste es auch Brötchen holen zu gehen, weil seine Mutter ausgerechnet die Brötchen von dem Bäcker am Ende der Stadt mochte, weil Bill sie gemocht hatte, obwohl das schon fast zehn Jahren her war, er hasste es, weil er dann jedes Mal am Krankenhaus vorbei musste.
Zwar mochte er die Brötchen ebenfalls, weil sie einfach schön herzhaft waren, aber dennoch mit einer knusprigen Hülle, aber das würde er nie zugeben.
Alle würden ihn für Schwach halten wenn er zugab, wie sehr er seinen Bruder vermisste.
Wie sehr er sich selbst die Schuld für das alles gab.
Er hasste es auch jeden Samstag von neuem daran erinnert zu werden.
Tom wusste nicht, ob seine Mutter sich dessen bewusst war oder ob es einfach nur Zufall war.
Aber woher sollte sie auch wissen, dass er Bill vermisste? Er hatte über seinen Zwilling nie mehr auch nur ein Wort verloren.
Oder wollte sie absichtlich, dass Tom sich an Bill erinnerte, weil sie sich selbst jeden Tag daran erinnern wollte?
Weil sie jeden beschissenen Tag ins Krankenhaus fuhr, nur um dann Abends mit roten Augen zurück zu kommen, mit dem selben Wissen, dass Bill´s Zustand sich nicht durch ihre Anwesenheit änderte.
Aber am meisten an dieser Sache hasste er sich selbst.
Weil er nicht über seinen Schatten springen konnte und seinen Bruder besuchen konnte. Oder überhaupt über ihn reden konnte.
Deswegen hasste er das alles.
Und als er um die Ecke zum Krankenhaus bog und das weiße, klotzige Gebäude sah wurde ihm schlecht.
Sofort schossen ihm Bilder durch den Kopf, einen lachenden, weinenden, wütenden und schlafenden Bill.
Tom lief schneller und wieder hasste er sich selbst, weil er immer wieder vergaß, sein Fahrrad mitzunehmen. Oder vergaß er es Absichtlich zu Hause, weil er sich selbst klar zu machen versuchte, wie elendig er war?
Weil er wieder und wieder sein Versprechen brach?
Wild schüttelte er seinen Kopf und die Cornrows die ihm am Hals locker ab standen kitzelten seinen Nacken.
Zwei Wochen nachdem Bill ins Krankenhaus gekommen war, hatte er sich seine Dreads raus machen lassen, entfilzen lassen und die Haare fest an den Kopf flechten lassen.
Ziemlich einfach nach hinten und doch hatte diese Wahl der Zöpfe eine Bedeutung für ihn. Geradlinig und einfach. So wie er Bill früher immer am liebsten gehabt hatte.
In seinen Gedanken bekam Tom gar nicht mit, dass er schon am Krankenhaus vorbei war. Aber auch schon bald beim Bäcker, von dem er dann schon bald wieder zurück laufen musste.
Meistens flirtete er noch mit der neuen Auszubildenden, doch die war natürlich nicht immer da. Heute auch nicht wie er feststellte, als er auf dem Platz vor dem kleinen Haus stand.
Ihr Auto war nicht hier.
Also war nur der Chef da und auch wenn er ihn ebenfalls recht gern hatte, fand er nie ein Gesprächsthema mit dem er sich länger mit dem Mann unterhalten konnte.
Missmutig öffnete er die Tür und ein Klingeln ertönte.
„Guten Morgen, Tom.“
„Morgen.“
„Na, nicht gut geschlafen heute?“
Tom zuckte mit den Schultern und deutete auf die Uhr, woraufhin der Bäcker nur wissend lächelte.
„Das selbe wie sonst?“
Wieder nickte Tom und wartete ungeduldig. Er wollte heim, sich in seinem Zimmer verkriechen und leiden.
Er wollte nicht wieder an dem Krankenhaus vorbei, doch die Straße war die einzige die die beiden Stadtteile miteinander verband, auch wenn das Stadtteil, in dem der Bäcker war, wesentlich kleiner war.
Der Bäcker schien ihn zu verstehen, jeder wusste von dem Kaulitzdrama und jeder vermied es die beiden darauf anzusprechen, also packte er schnell drei Brötchen und zwei Gebäckteilchen ein, reichte ihm die Tüte und nahm das passende Geld, dass Tom schon längst auf den Tresen gelegt hatte und sich dann eilig die Tüte schnappte, aus dem Laden ging und die Straße entlang lief, so schnell es seine weite Baggy nur zuließ.
Zu hause war allerdings kein Verkriechen im Kinderzimmer angesagt, weil seine Mutter darauf bestand, dass er erst mit ihr Frühstückte.
Genervt und gefrustet setzte er sich an den gedeckten Küchentisch und kaute auf seinem Gebäckteilchen herum.
Auf Brötchen hatte er jetzt eher weniger Lust, er würde seine beiden für später bunkern oder seiner Mutter überlassen, sie seit dem Unfall sowieso sehr wenig aß.
Besagte beobachtete ihn ausgieben und es schien sie dabei nicht zu stören, dass Tom das mitbekam und sie immer wieder scharf ansah.
Er hasste es.
Seit Bill nicht mehr hier war, um alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und er nun in den Mittelpunkt gerückt war. Er hatte es gemocht, Bill dabei zuzusehen, wie er sich in Aufmerksamkeit aalte und doch nicht damit angab.
„Ich hab keinen Hunger.“
Damit sprang er auf und ging ohne einen weiteren Kommentar in sein Zimmer, wo er sich auf das Bett schmiss und mit seiner Fernbedienung seine Anlage anmachte und mit voller Lautstärke die Bässe auf ihn einwirken lies.
Minuten später schlief er in voller Monitur ein.
05.03.20**
Um 10:32 Uhr wurden zunehmende Lebenszeichen aufgenommen.
Um 10:34 Uhr fiel der Patient wieder in den gewohnten Rhythmus.
Um 11:09 Uhr wurden wieder zunehmende Lebenszeichen aufgenommen.
Bisher noch keine Anhaltspunkte warum diese Lebenszeichen auftreten.
Dauerschlafzustand immer noch ein Rätsel.
05.03.20**
10:32 Uhr
Tom hasste es früh morgens aus dem Bett gerissen zu werden, er hasste es auch Brötchen holen zu gehen, weil seine Mutter ausgerechnet die Brötchen von dem Bäcker am Ende der Stadt mochte, weil Bill sie gemocht hatte, obwohl das schon fast zehn Jahren her war, er hasste es, weil er dann jedes Mal am Krankenhaus vorbei musste.
Zwar mochte er die Brötchen ebenfalls, weil sie einfach schön herzhaft waren, aber dennoch mit einer knusprigen Hülle, aber das würde er nie zugeben.
Alle würden ihn für Schwach halten wenn er zugab, wie sehr er seinen Bruder vermisste.
Wie sehr er sich selbst die Schuld für das alles gab.
Er hasste es auch jeden Samstag von neuem daran erinnert zu werden.
Tom wusste nicht, ob seine Mutter sich dessen bewusst war oder ob es einfach nur Zufall war.
Aber woher sollte sie auch wissen, dass er Bill vermisste? Er hatte über seinen Zwilling nie mehr auch nur ein Wort verloren.
Oder wollte sie absichtlich, dass Tom sich an Bill erinnerte, weil sie sich selbst jeden Tag daran erinnern wollte?
Weil sie jeden beschissenen Tag ins Krankenhaus fuhr, nur um dann Abends mit roten Augen zurück zu kommen, mit dem selben Wissen, dass Bill´s Zustand sich nicht durch ihre Anwesenheit änderte.
Aber am meisten an dieser Sache hasste er sich selbst.
Weil er nicht über seinen Schatten springen konnte und seinen Bruder besuchen konnte. Oder überhaupt über ihn reden konnte.
Deswegen hasste er das alles.
Und als er um die Ecke zum Krankenhaus bog und das weiße, klotzige Gebäude sah wurde ihm schlecht.
Sofort schossen ihm Bilder durch den Kopf, einen lachenden, weinenden, wütenden und schlafenden Bill.
Tom lief schneller und wieder hasste er sich selbst, weil er immer wieder vergaß, sein Fahrrad mitzunehmen. Oder vergaß er es Absichtlich zu Hause, weil er sich selbst klar zu machen versuchte, wie elendig er war?
Weil er wieder und wieder sein Versprechen brach?
Wild schüttelte er seinen Kopf und die Cornrows die ihm am Hals locker ab standen kitzelten seinen Nacken.
Zwei Wochen nachdem Bill ins Krankenhaus gekommen war, hatte er sich seine Dreads raus machen lassen, entfilzen lassen und die Haare fest an den Kopf flechten lassen.
Ziemlich einfach nach hinten und doch hatte diese Wahl der Zöpfe eine Bedeutung für ihn. Geradlinig und einfach. So wie er Bill früher immer am liebsten gehabt hatte.
In seinen Gedanken bekam Tom gar nicht mit, dass er schon am Krankenhaus vorbei war. Aber auch schon bald beim Bäcker, von dem er dann schon bald wieder zurück laufen musste.
Meistens flirtete er noch mit der neuen Auszubildenden, doch die war natürlich nicht immer da. Heute auch nicht wie er feststellte, als er auf dem Platz vor dem kleinen Haus stand.
Ihr Auto war nicht hier.
Also war nur der Chef da und auch wenn er ihn ebenfalls recht gern hatte, fand er nie ein Gesprächsthema mit dem er sich länger mit dem Mann unterhalten konnte.
Missmutig öffnete er die Tür und ein Klingeln ertönte.
„Guten Morgen, Tom.“
„Morgen.“
„Na, nicht gut geschlafen heute?“
Tom zuckte mit den Schultern und deutete auf die Uhr, woraufhin der Bäcker nur wissend lächelte.
„Das selbe wie sonst?“
Wieder nickte Tom und wartete ungeduldig. Er wollte heim, sich in seinem Zimmer verkriechen und leiden.
Er wollte nicht wieder an dem Krankenhaus vorbei, doch die Straße war die einzige die die beiden Stadtteile miteinander verband, auch wenn das Stadtteil, in dem der Bäcker war, wesentlich kleiner war.
Der Bäcker schien ihn zu verstehen, jeder wusste von dem Kaulitzdrama und jeder vermied es die beiden darauf anzusprechen, also packte er schnell drei Brötchen und zwei Gebäckteilchen ein, reichte ihm die Tüte und nahm das passende Geld, dass Tom schon längst auf den Tresen gelegt hatte und sich dann eilig die Tüte schnappte, aus dem Laden ging und die Straße entlang lief, so schnell es seine weite Baggy nur zuließ.
Zu hause war allerdings kein Verkriechen im Kinderzimmer angesagt, weil seine Mutter darauf bestand, dass er erst mit ihr Frühstückte.
Genervt und gefrustet setzte er sich an den gedeckten Küchentisch und kaute auf seinem Gebäckteilchen herum.
Auf Brötchen hatte er jetzt eher weniger Lust, er würde seine beiden für später bunkern oder seiner Mutter überlassen, sie seit dem Unfall sowieso sehr wenig aß.
Besagte beobachtete ihn ausgieben und es schien sie dabei nicht zu stören, dass Tom das mitbekam und sie immer wieder scharf ansah.
Er hasste es.
Seit Bill nicht mehr hier war, um alle Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und er nun in den Mittelpunkt gerückt war. Er hatte es gemocht, Bill dabei zuzusehen, wie er sich in Aufmerksamkeit aalte und doch nicht damit angab.
„Ich hab keinen Hunger.“
Damit sprang er auf und ging ohne einen weiteren Kommentar in sein Zimmer, wo er sich auf das Bett schmiss und mit seiner Fernbedienung seine Anlage anmachte und mit voller Lautstärke die Bässe auf ihn einwirken lies.
Minuten später schlief er in voller Monitur ein.
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