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von Cloud Strife    erstellt: 03.03.2010    letztes Update: 08.06.2010    Geschichte, Romanze / P16 Slash    (fertiggestellt)
Tja, was kommt raus, wenn an einem Dienstag Mittag um 14 Uhr, bis Abends um 22 Uhr das Interner ausfällt? Ganz einfach: Eine Idee zu einer Cloud x Reno story! ^^ Ich bin stolz darauf das ich auch Zehn Seiten geschafft habe, hehe... Bei meinem ersten Kapitel / erster Geschichte! *freu* xD Ich hoffe es gefällt dir! ( mit "dir" bist du genannt! Ja, genau du! kannst dich angesprochen fühlen ^^ )
Viel Spaß beim Lesen *Teller Kekse und Tasse Milch hinstell* ( Irgendwie ist Weihnachten ja schon vorbei... Wen Juckts xD )



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Kapitel 1: Kindergarten- und Schulzeit



Kindergartenzeit:

Reno spielte gerade vergnügt mit seinem Plastikhelikopter, er hatte für ihn sogar einen Landeplatz aus Legosteinen gemacht. Er war sehr stolz auf sich das er so etwas gebaut hatte und wollte niemand anders mit seinem Spielzeug spielen lassen.
Aus dem Spielzeuglandeplatz hatte er sogar ein paar Playmobilmännchen hingestellt, einer von ihnen war Blond und sah etwas grimmig drein.

Cloud aber spielte in dieser Zeit mit seinen Pappschwert, auf welches er ganz stolz war, schließlich hatte er es selbst gebastelt und angemalt. Nicht einmal die Kindergärtnerin hatte ihm helfen müssen!

„Ey, macht es Spaß mit unsichtbaren Freunden zu spielen?“, machte Reno ihn blöd von der Seite an und verschränkte die Arme vor der Brust. „Kannst du auch mal deinen Mund halten?“

Es klang ja schon irgendwie süß wenn man bedenkt das die beiden noch nicht in der Pubertät waren; also auch noch keinen Stimmbruch hinter sich hatten.

Reno streckte ihm frech die Zunge entgegen, genauso wie Cloud ihm, aber dann nahm er den Kleber und klatschte eine Menge davon in das Blonde stachelige Haar. „Reno!“, schrie Cloud und versuchte sich hektisch das klebrige Zeug aus seinen Haaren zu zupfen.
Letzte Woche war es ein Kaugummi der in den Haaren von ihm klebte…

Das gibt Rache, dachte sich Cloud, nahm die Schere und nahm den -  noch kurzen – Pferdeschwanz des Rothaarigen und schnippelte ihn einfach ab. „Alter, meine Haare!“

„Tja, das hast du jetzt davon!“, schrie Cloud ihn mit seiner süßen, hohen Kinderstimme an.

„Alter, weißt du wie lange es gedauert hat bis die so lang waren? Das bekommst du zurück, yo!“, jeder wusste das er zu viel fern geschaut hatte, besonders wegen dieser außergewöhnlichen Sprache die er sich angeeignet hatte. Oder es waren einfach nur seine Geschwister Schuld die auch immer so redeten.

Woher er das freche hatte? Seine Mutter hatte ihm gesagt das er schon immer frech war und den Arzt bei seiner Geburt auch schon böse angegrinst hat. Und seine Mutter hatte in der Schwangerschaft bestimmt nicht geraucht oder Alkohol getrunken! Sein Vater schon…

Reno schubste Cloud auf den harten Boden, warf sich auf ihn und zog an seinen Haaren, genauso wie es Cloud bei ihm machte. Sie zwickten sich, bissen sich, zogen an ihren Kleidern und Haaren und traten sich bis…

„In die Ecke ihr zwei! Aber jetzt sofort! So etwas darf man nicht machen!“, meinte die strenge Kindergärtnerin und deutete auf die Ecke mit den zwei kleinen Kinderstühlen.

„Tut mir leid…“, murmelten die beiden und gingen, den Kopf gesenkt, zu den Stühlen und setzen sich, Rücken an Rücken, mit verschränkten Armen hin.

„Du bist doch ein Blödmann, siehst du was du angerichtet hast, yo?“, giftete Reno ihn leise an. „Ich? Du bist doch der Idiot der angefangen hat!“

Ein paar Mädchen sahen zu ihnen herüber und kicherten leise, wobei eine Blonde, die einen ziemlich bösen Blick drauf hatte, nur Vorwurfsvoll zu Reno sah. Ihr Name war Elena; bestimmt würde sie ihn noch mehrere Jahre begleiten.

Während Reno sich darüber ärgerte das Cloud das böse I-Wort gesagt hatte – also Idiot – zogen beide eine beleidigte Schnute und seufzen genervt.

„Das sind ja schon so zwei Rabauken.“, kicherte eine Braunhaarige in einem pinken Kleid, auf dem vorne eine weiße Blume abgebildet war, und sah zu einer anderen.

Das andere Mädchen hatte ein gelbes Röckchen an und ein Weißes Shirt darüber und besah sich im Spiegel. „Meine Mami kauft mir immer die falschen Sachen ein… ich mag diese Farben nicht!“, meinte sie und stampfte einmal wütend auf den Boden, bevor sie sich zu der Braunhaarigen umdrehte.

„Ach was, du siehst richtig süß mit diesen Farben aus.“, lächelte die Braunhaarige, Aerith, sie an. „Nö… Du bist viel süßer!“, kicherte Tifa, sah dann aber zu Cloud.

„Wow! Wer ist denn der Blonde Junge da drüben?“, fragte sie Aerith und zeigte zu ihm hinüber. „Weiß ich nicht… Die beiden haben sich vorhin gestritten und müssen jetzt da drüben sitzen. Geh doch hin und frag ihn?“, Tifa wurde leicht rot um die Nase, nickte dann zögerlich und ging dann langsam zu ihm hin.

„Hey! Wer bist du?“, fragte sie einfach drauf los. „Cloud… und du?“, „Tifa, hihi…“, kicherte sie, wusste dann aber nicht was sie sonst noch sagen sollte und ging wieder zurück.

„Und? Wie heißt er?“, fragte Aerith. „Er heißt Cloud hihi…“, kicherte Tifa weiter hin vergnügt.

Cloud und Reno ignorierten die beiden kichernden Mädchen und zogen noch immer die beleidigte Schnute hin.

Ein paar andere Mädchen, die in der Verkleidungsecke waren, lugten mal kurz schüchtern zu dem Rotschopf hinüber und kicherten leise. „Der ist richtig süß!“

„Wow, sieht der gut aus!“

„Ich frag ihn mal ob wir Freunde werden sollen, hihi…“

Die Mädchen schwärmten eigentlich nur von ihm, was Reno dann bemerkte und zu ihnen zwinkerte.

Im nächsten Moment kam aber Elena bei ihm vorbei, nahm seine Hand und grinste ihn frech an.

„Hey, was machst du da?“, fragte Reno und sah sie verwundert an. „Fühl mal, hab ich an meinem Arm etwas?“, fragte sie und sah ihn zuckersüß an. Reno berührte ihren Arm und im nächsten Moment schrie Elena einmal, so als hätte sie schmerzen.

„Elena was ist denn passiert? Hast du dir weh getan?“, fragte eine Betreuerin und kniete sich zu ihr herunter. „Ja…“, machte sie ein schluchzen nach, „Reno hat mich gezwickt!“, sagte sie und zeigte auf den Rothaarigen. „Hab ich gar nicht!“, leugnete es Reno und sah leicht überrascht zu der Blonden.

„Aua…“, jammerte diese und hielt sich den Arm.

Cloud kicherte hinter Reno nur düster…

Eines was sicher: Cloud und Reno würden noch lange Feinde bleiben.

Am nächsten Tag sollte der Fotograph zu ihnen in den Kindergarten kommen, man musste ja auch eine Erinnerung an diese schöne Zeit haben, in der Fingerfarben malen noch was tolles war.

Alle Kinder stellten sich nebeneinander, hatten sich fein gemacht und lächelten. Aerith trug ein weißes, mit pinken Blumen besetztes, kurzes Kleid. Ihr standen diese Farben ja. Tifa hingegen trug einen grünen, kurzen Rock und ein weißes Shirt mit grünen Streifen. Ihr hingegen standen diese Farben nicht, aber ihrer Mutter gefielen sie einfach. Elena hatte eine dunkelblaue kurze Hose, ein weißes T-Shirt und eine schwarze Jacke an, dessen Ärmel ihr bis zu den Ellenbogen reichten. Auch hatte sie eine lange, goldene Kette um den Hals, was ihr wirklich ausgezeichnet stand, den der Anhänger sollte ein kleiner Engel und ein kleiner Teufel darstellen. Man sah also deutlich, das sich die Mädchen schick gemacht hatten für ihr Foto.

Reno hingegen hatte seine übliche dunkelblaue Jeans an, darüber ein weißes Shirt und eine dunkelblaue Jacke darüber, von denen die Knöpfe offen waren. Auf dem Shirt von ihm war ein Helikopter abgebildet, was ihm wirklich sehr gefiel. Eigentlich hatte seine Mutter ihm gesagt dass er dieses Shirt nicht anziehen sollte, weil es einen Pizzafleck am Kragen hatte, aber so frech wie der Rotschopf war, tat er es trotzdem.

Cloud hatte sich einen dunkelblauen Pullover gekrallt, eine Schere genommen und einen Ärmel abgetrennt. Auch den Kragen hatte er etwas gekürzt und ein paar Einzelne Fäden hatte er verknotet. Eigentlich sah dieser Pullover so viel besser aus. Dazu trug er eine schwarze Hose, an dessen Enden Reißverschlüsse nach oben gingen, diese aber geschlossen waren. Am liebsten wollte er sein Pappschwert noch mit nehmen, aber das durfte er leider nicht.

Reno und Cloud standen genau nebeneinander – das konnte nicht gut Enden; so wie es offensichtlich war. Bei dem ersten Foto bekam Cloud die Hasenohren gezeigt, bei dem zweiten Reno und bei dem dritten konnte man sehen wie sie sich gerade an den Haaren zogen und… hatte Reno ihn etwa in die Hand gebissen?!

„Kinder, beruhigt euch mal. Seit wenigstens die paar Sekunden freundlich zueinander, sodass der liebe Fotograph auch das Bild machen kann, ja? Ihr wollt euch später bestimmt an die schöne Zeit hier erinnern.“, bat die Kindergärtnerin. Cloud und Reno nickten stumm, stellten sich hin und warteten bis der Fotograph endlich das Foto schoss. Sehr toll wurde das ganz bestimmt nicht, denn beide spürten in ihren Fingerspitzen schon das Gefühl, endlich den anderen zu schlagen, an den Haaren zu ziehen oder sonstiges. Dennoch grinsten sie; Reno ziemlich frech, so wie er nun mal war; und endlich wurde das Foto geschossen.

Man konnte sich bestimmt denken wie die restlichen Tage im Kindergarten verliefen, denn zwischen herumgespritzten Farben, kaputten Stiften und Stühlen und jede Menge Kleber auf dem Boden und den Tischen, waren Cloud und Reno, welche sich schon wieder stritten…


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Schulzeit ( 11. Klasse ) :

„Macht die Übungen auf Seite 119 und 120 in eurem Mathebuch, ich muss kurz zu dem Direktor.“, meinte die Lehrerin und verließ den Raum.

Reno und Cloud waren in die selbe Klasse gekommen; Tifa, Aerith und Elena natürlich auch.

„Ach, komm schon… Kein Mathe…“, seufzte Cloud und lehnte sich zurück. „Das schaffst du schon, Cloud. Wenn du willst, gebe ich dir Nachhilfe.“, bot Aerith ihm an, sie wusste wie schlecht der Blonde in Mathe war.

„Kannst du den Satz des Pythagoras?“, fragte er sie mit hochgezogener Augenbraue. „Na hör mal, in der letzen Arbeit hatte ich eine zwei Plus.“, lächelte Aerith und setzte sich neben ihn.

„Ich hol kurz mein Heft aus meinem Fach.“, meinte Cloud und stand auf.

Aerith ging in dieser Zeit wieder zu Tifa und machte mit ihr ein Treffen für den Nachmittag aus.

Reno hatte sich in dieser Zeit einen Reißnagel geholt und ihn auf den Stuhl, mit der Spitze nach oben, von Cloud gelegt. Einen Moment lang sah er zu dem Blonden nach hinten, bemerkte das er gerade wieder zu ihm lief und setzte sich so schnell wie möglich auf seinen Platz. Im nächsten Moment kam ihre Lehrerin wieder in den Klassenraum und setzte sich an das Pult.

Reno lugte zu Cloud hinüber, grinste gerade als er sich setzen wollte, und rieb sich unter dem Tisch die Hände als dann der Langersehnte, schmerzverzogene Schrei endlich ertönte und Cloud sich den Reißnagel aus dem Ihr-wisst-schon-was zog.

Sofort sah der Blonde zu Reno hinüber, welcher genüsslich mit dem Stuhl nach hinten wippte und ihn frech grinsend ansah.

„Cloud? Warum schreist du denn so?“, fragte die Lehrerin und sah ihn ernst an.

„Reno hat mir einen-“, das wollte er nun wirklich nicht vor der ganzen Klasse sagen. Der Rothaarige grinste nur weiter und warf einen Blick auf die Uhr. Noch eine Minute dann wäre endlich Pause.

„Cloud, Reno. Ihr beide kommt nach der Stunde zu mir.“, und sofort platzte der Traum von Reno, hinter der Schule eine zu Rauchen, sodass kein Lehrer es bemerkte, wie eine Seifenblase.

„Was? Ach kommen Sie…“, jammerte der Rothaarige. „Nichts da, hier bleiben. Beide.“, meinte sie ernst. Reno hatte gerade den Mund aufgemacht und wollte noch einmal etwas sagen, aber dann klingelte es.

Die anderen waren in Rekordzeit aus dem Klassenzimmer verschwunden, ein paar Blätter flogen noch durch die Luft und ein paar Stifte auf den Boden, aber dann war es still, nur die Lehrerin sah die beiden abwartend an.

„Also… Cloud? Was hat Reno gemacht?“, fragte sie ihn freundlich.

„Mir einen Reißnagel auf den Stuhl gelegt.“, Reno konnte sich ein leises lachen nicht verkneifen. „Und Reno? Was hast du zu sagen?“, „Öh… Was ich zu sagen hab? Jackpot!“, grinste er und sprang bei dem letzten Wort noch jubelnd in die Luft.

„Nachsitzen, Reno. Heute eine Stunde länger. Da schreibst du die Schulordnung ab.“, gab die Lehrerin ihm seine Strafe. „Ihr könnt in die Pause gehen. Und Reno, wir sehen uns nachher.“

Auf dem Pausenhof ging Cloud zu seinen Freunden, Tifa, Aerith und Zack. Zack war erst neu zu ihnen in die Klasse gekommen, war aber schon Frauenheld der ganzen Schule; machte beinahe Reno Konkurrenz. „Und, wie lief das Gespräch?“, fragte Zack.

„Reno darf Nachsitzen kommen.“, ein Schadenfrohes grinsen stahl sich auf Clouds Lippen. „Hat er aber auch verdient! Er ist immer so frech zu jedem. Er und seine ‚Gang’“, sagte Aerith, wobei sie bei dem letzen Wort mit ihren Händen die Gänsefüßchen nach machte.


„Ey, Kumpels.“, begrüßte er seine drei Schulfreunde, Rude, Tseng und Elena. „Na, was ging da drin ab?“, fragte Elena und lehnte sich an die Wand zurück. „Darf heut zum Nachsitzen antreten, aber Cloud dafür schmerzen zuzufügen… hat sich gelohnt.“, grinste er.

„Du konzentrierst dich wirklich immer auf deine Streiche, oder? Da frage ich mich wann zu Zeit hast zum lernen.“, entgegnete ihm Tseng. „Lernen? Öh… ich schreib doch immer von dir ab.“

Das war ungelogen! Tseng war schließlich der Klassenbeste. Was wohl aus dem Schüler wurde, welcher ihn damals Streber genannt hatte… Reno hatte die Schuld immer auf Elena geschoben, welche es aber leugnete. Aber so gut wie alle wussten das es Elena war, allerdings hatte sie ihre Überredungs- und Lügen Technik eingesetzt um, um das Nachsitzen zu kommen. Wie naiv die Lehrer auf dieser Schule doch wahren…


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In der nächsten Stunde hatten sie Sport und jeder brauchte einen Partner. Die Mädchen und Jungen hatten natürlich getrennt Sport, so verlangte es die Schulordnung ab der 6. Klasse.

Der Sportlehrer hatte so einen Hippie Kerl geholt ( schließlich war er selbst auch einer, nach Renos Worten zu urteilen ) und nun mussten sie die Vertrauensübung machen.

Bei eigentlich allen klappte es perfekt, nur hatten Cloud und Reno das Pech und mussten zusammen diese Übung machen. „Na macht schon. Ihr müsst eure spirituelle Energie freien Lauf lassen, das geht am besten, wenn ihr euch gegenseitig Vertraut. Ihr müsst euch Seelisch zu einem Kreis formen, nicht zu einem Viereck, denn das hat seine Ecken und Kanten. Aber ein Kreis geht immer weiter und weiter hat also kein Ende…“, hielt der Hippie seine Rede, war bereits bei einem ganz anderem Thema angelangt: Geometrie.

Ein paar der anderen Jungen konnten sich daraufhin ein leises kichern nicht verkneifen, während Cloud und Reno sich noch immer weigerten. „Was hätten wir davon?“, fragte Reno. „Vielleicht einen neuen Freund, oder ein besseres Gewissen, ein sozialer Dienst…“
„Eine bessere Note! Jetzt Fang Reno endlich auf, Cloud!“, schrie ihr richtiger Sportlehrer und unterbrach so auch den anderen.

Cloud und Reno seufzten. Ein kurzer Blick auf die Uhr, die verriet das in weniger wie Zehn Sekunden die Schule aus war, ließ Cloud schmunzeln.

Reno hatte die Zeit völlig vergessen, stellte sich also vor Cloud und ließ sich nach hinten fallen. Der Blonde hatte sich bereit gemacht ihn aufzufangen, schmunzelte innerlich das Reno tatsächlich dumm genug war und glaubte das er ihn auffangen würde.

Dann klingelte es, Cloud ging einen Schritt zurück und an dem Lehrer vorbei und sagte dabei: „Ich hab meinen sozialen Dienst erledigt.“ Und dann: KLATSCH. Reno war auf den Boden gefallen.

Ich habe der Welt einen gefallen getan, grinste er in sich hinein.

„Cloud, Nachsitzen. Du kannst gleich mit Reno eine Stunde länger dableiben.“, bestrafte ihn der Lehrer. „Öh… aber wir sind in verschiedenen Klassenzimmern oder?“, fragte Reno und rieb sich den Kopf.

„Nein, ihr werdet beide im gleichen Klassenzimmer bleiben.“, „Was?! Ne, alter, oder? Das können Sie nicht machen! Vergessen Sie’s, mit diesem Depp bleib ich doch in keinem Klassenzimmer, yo!“, weigerte sich Reno. „Und ich will nicht mit diesen Idioten allein sein!“

Schon wieder… Das böse I-Wort. Wie sehr es Reno hasste so genannt zu werden und wie sehr es Cloud liebte ihm dieses Wort immer und immer wieder an den Kopf zu schmeißen.


Das Nachsitzen war für beide mehr wie langweilig. Besonders als die Lehrerin eintrat begann die Strafe, denn sie befahl ihnen, sich an den Händen zu nehmen und eine positive Sache an dem anderen zu finden.

Cloud musste anfangen. Sich die Hände zu geben war ja eigentlich schon schlimm genug, aber jetzt auch noch etwas positives an Reno zu finden? An Reno! Er überlegte einen Moment, grinste dann aber frech zu ihm hinüber. „Positiv an dir ist dass… du immer so toll reagierst wenn man dich einen Idioten nennt.“

„Cloud, jetzt im ernst.“

Reno drückte seine Hand fester zu. „Gut, gut… Etwas positives an dir? Ähm…“, einen Moment lang sah er überlegend zu der Lehrerin. „Darf man auch Lügen?“ fragte er sie, was die Lehrerin nur hoffnungslos seufzen ließ. „Okay… ich mach ja schon… Positiv an dir ist… Das man mit dir so schön streiten kann.“, gab er zu.

Eigentlich war dies nicht dass, was sich die Lehrerin erhofft hatte, aber wenigstens ein Anfang; und das war ungelogen! Es machte Cloud wirklich Spaß sich mit Reno zu streiten, schließlich kann man sich bei dieser Beschäftigung so einiges einfallen lassen.

„Gut, Cloud. Reno, jetzt du.“, die Lehrerin sah zu dem Rotschopf. „Positiv an dir sind deine Schreie wenn du dir weh tust.“, grinste Reno. „Reno!“, „… Wenn man dir einen Kaugummi in die Haare klebt…“

„Reno, jetzt im ernst, bitte. Wenn du das gemacht hast, dann dürft ihr beide gehen, das hält man ja nicht aus…“, seufzte die Lehrerin und hob sich die Hand an die Stirn.

„Gut. Positiv an dir ist… deine Stimme.“, er hatte nicht gesagt auf welche er dies bezog. Man konnte dies so verstehen das er es liebte wenn er ihn Wütend anschrie, oder sonstiges sagte. Die Lehrerin bezog es auf das allgemeine Reden und ließ die beiden gehen.


Schön würde das letzte Schuljahr auf dieser Schule bei den beiden bestimmt nicht mehr werden. Schon allein die Tatsache das sie öfters Nachsitzen mussten, der Hippie öfters in den Sport-Unterricht kam und dann auch noch der Abschlussball!

Reno war so sozial gewesen und hatte gleich fünf Dates auf einmal ausgemacht, während Zack sich zufrieden gab mit Aerith und Cloud allein ging. Zugegeben, er wollte Tifa fragen, war aber zu schüchtern dazu. Hätte er gewusst das sie ihn auch fragen wollte, dann hätte er bestimmt gelacht.

„Reno, du bist ja so durchtrainiert!“, schwärmte eines der Mädchen und fühlte seine Armmuskeln. „Und du hast so tolle Haare.“, meinte ein anderes und ließ seinen Pferdeschwanz durch ihre Hand gleiten. „Du bist aber ein ganz schön böser Bube, so oft wie du Nachgesessen hast. Oder hast du noch andere unartige Dinge gemacht?“, fragte wiederum ein anderes. Der Rotschopf hatte sich auf ein Ecksofa, das in dem Restaurant war, gesetzt. Zu seiner linken saßen drei und zu seiner rechten zwei Mädchen – und man konnte ganz bestimmt nicht sagen das sie nicht heiß waren.

Reno grinste nur amüsiert, doch das grinsen verschwand als eine etwas dickere Frau zu ihm kam. Dick, war noch harmlos ausgedrückt… Durch ihr schwarzes, enges Kleid konnte man überhaupt sehen wie eng es war! Sie hatte womöglich länger gebraucht um dort rein zu kommen, aber geschafft hatte sie es - hatte sie bemerkt dass das Kleid an der linken Seite an der Naht anfing zu reißen?

„Hallo, süßer.“, meinte sie und fuhr sich einmal durch die kurzen, braunen Locken und nahm sich ihre Brille ab, putzte sie einmal und setzte sie wieder auf. „Wollen wir heute Nacht zu mir gehen?“, fragte sie, sah ihn leicht verführerisch an.

Cloud, Zack, Aerith und Tifa grinsten nur, sie waren in der Gegenüberliegenden Ecke und sahen vergnügt zu ihnen herüber. „Cloud, du kommst auf Ideen.“, kicherte Aerith. „Rache ist süß.“, lächelte der Blonde und hob die Zehn Gil schon bereit in seiner Hand. „Und es hat dich nur satte Zehn Gil gekostet.“, schmunzelte nun auch Zack, ehe er einen Arm um die Braunhaarige legte. „Das war es mir Wert.“

Reno sah einen Augenblick lang zu den anderen hinüber, wusste sofort was los war – er konnte auch mal seine Intelligenz anstrengen; besonders wenn es um Frauen ging – und sah wieder zu der etwas fester gebauten Frau. „Okay… Linda“, er sah sie einen Moment mit gerunzelter Stirn an , „Wie viel bekommst du für das hier?“, „Zehn Gil.“, kam es wie aus der Pistole geschossen und sie sah ihn ernst an. „Ich geb’ dir das Doppelte wenn du Leine ziehst.“, machte er ihr ein Angebot. „Gut. Her mit dem Geld!“, gesagt, getan, Reno gab ihr das Geld.

Linda, so wie diese Frau angeblich hieß, ging wirklich.

Cloud grinste nun noch breiter. „Warum grinst du denn? Dein Plan ist gescheitert.“, meinte Zack und sah ihn fragend an. „Nein, ist er nicht.“, „Okay…Was war dein eigentlicher Plan?“

Schon wieder schlich sich dieses grinsen auf seine Lippen. „Also… ich habe die Frau, Linda, gebeten zu Reno zu gehen und mit ihm zu flirten. Dafür hätte sie Zehn Gil bekommen. Aber das Geld hätte sie erst später bekommen, Reno hat es herausgefunden und ihr das Doppelte gegeben.“, erklärte Cloud den anderen.

„Aber wenn er das nicht weiß, dann bringt das doch nichts, oder?“, fragte Tifa ihn. „Nun ja… Sieh einfach hin und staune.“, Cloud musste irgendeinen Hintergedanken haben…

Reno hatte den anderen Mädchen und sich selbst ein oder zwei Drinks bestellt, hatte eigentlich gedacht das es ihn nichts kosten würde. Normalerweise ging das auf das Konto der Schule, zumindest bei einem Abschlussball.

Cloud hatte, als die Lehrerin gesagt hatte dass sie es selber zahlen müssten, bemerkt das Reno mit seinem MP3-Player Musik hörte; es also nicht mit bekommen hatte. Sprich: Die perfekte Gelegenheit ihn einen Streich zu spielen.

Tifa und Aerith verschwanden einen Moment lang auf der Toilette, machten sich auch wieder frisch und sahen sich an. „Na?“, „Was, na?“, Tifa wusste nicht so recht was Aerith meinte. „Hast du es Cloud schon gesagt?“, fragte sie.

„Was hätte ich Cloud sagen sollen?“

„Na das du ihn liebst.“

Tifa stockte. „Glaubst du das wirklich? Nein, ich liebe ihn nicht. Nur Freundschaftlich.“

„Tifa“, Aerith legte ihr eine Hand auf die Schulter und sah ihr in die Augen, „Ich war dabei als du dich in ihn verliebt hast. Weißt du noch? Im Kindergarten.“, grinste die Braunhaarige.

„Nein, nein, wirklich Aerith ich empfinde nur Freundschaft für ihn. Damals im Kindergarten… ich war ein Kind, also drei Jahre alt. Damals war ich auch verliebt in Bussi den Glücks-Chocobo.“, erinnerte sich Tifa an die Kindergartenzeit. „Nun ja… du hast ja Recht.“

Nun war es Tifa die ihr eine Hand auf die Schulter legte, „Aber sag mal… Wie läuft es zwischen dir und Zack? Habt ihr es euch schon gesagt?“, fragte Tifa sanft. „Du weißt das ich zu schüchtern dazu bin…“, Aerith wurde leicht rot um die Nase, „Und ich glaube nicht das Zack sich in mich verliebt hat… Du weißt doch, er könnte jede haben, wenn er nur möchte.“

„Stimmt, er könnte jede haben. Aber Aerith, schau mal… Er hat dich gefragt ob du mit ihm zum Abschlussball gehen möchtest. Nicht irgendjemand anderen. Außerdem sieht man doch wie Verlegen er wird wenn du auftauchst, oder du mal zur Sprache kommst.“, „Ihr habt über mich geredet?“, „Das ein oder andere mal schon.“, lächelte Tifa und besah sich einen Moment lang im Spiegel. „Was habt ihr denn so gesagt?“, wurde die Braunhaarige neugierig und richtete sich ein paar einzelne Haarsträhnen zurecht. „Das du süß bist… wunderschön, freundlich, süß, witzig, sanft, süß… Hab ich süß erwähnt? Immer wenn du nicht da bist schwärmt er so oft von dir! Glaub mir, er ist voll in dich verschossen, er ist nur zu schüchtern es dir zu sagen und hat Angst dich zu verlieren. Kennt man doch, auch aus Filmen. Man möchte die Freundschaft nicht riskieren und sagt nichts.“, berichtete Tifa.

„Glaubst du… das unsere Freundschaft deswegen zerstört wird?“, fragte Aerith und hatte leicht wackelige Knie vor Aufregung. „Ich weiß das nicht. Aber lass uns wieder zurück gehen, ja?“, lächelte Tifa, strich Aerith freundschaftlich über die Wange und sah sie dann an, „Es wird schon klappen.“


„Na, Cloud? Schon mit Tifa geredet?“, fragte Zack. „Worüber hätte ich mit ihr reden sollen?“, „Na, das du dich voll in sie verliebt hast!“, „Zack, das hab ich nicht. Du weiß das wir nur Freunde sind.“, antwortete Cloud nur Kopfschüttelnd. „Tz…“, „Und bei dir und Aerith?“

„Ach… Alles gut. So wie immer eben.“, Zack kratzte sich verlegen am Hinterkopf. „Du, ich würde mich beeilen. So eine Hübsche wie Aerith ist nicht lange Single. Außerdem gehen so einige Gerüchte über euch durch die Schule…“, gab Cloud preis. „Was für Gerüchte?“, „Kennst du doch… Alle glauben das du sie nur haben möchtest für einen One-Night-Stand. Besonders die etwas jüngeren reden so einen Unsinn. Aber wenigstens haben sie gerade aufgehört darüber zu reden.“, berichtete es der Blonde.

„Ich soll Aerith… was?! Wer hat das gesagt, der bekommt Bekanntschaft mit Dolores…“, er hob seine linke Faust nach oben, „Und mit…“, die rechte folgte , „Die hat noch keinen Namen.“, Cloud rollte nur mit den Augen, sah dann aber wieder zu Reno. Innerlich freute er sich immer mehr und mehr auf den Augenblick, welcher den Abend wirklich perfekt machen würde.

Und dann war es soweit…

„Sir, die Rechnung.“, kam der Butler und übergab ihm die Rechnung. Reno nahm das Stück Papier, besah sich den Preis und seine Augen wurden groß.

Tifa und Aerith gesellten sich gerade wieder zu den beiden Jungs, fragten sich warum die gerade so grinsten und sahen dann ebenfalls zu Reno hinüber.

„120 Gil?! Das kann nicht sein! Das geht doch alles aufs Schulkonto!“, beschwerte sich der Rotschopf. „Sir, das müssen sie selbst bezahlen.“

„Soll das heißen du hast keine Kreditkarte?“, „Ich dachte du wärst Reich!“, „Hattest du nicht gemeint das dein Vater Millionär wäre?“, nacheinander standen die Mädchen auf, gaben ihm eine Ohrfeige und verschwanden hochnäsig aus dem Restaurant.

„James… So darf ich Sie ja nennen, oder? Also… James, James, James…“, seufzte er und legte einen Arm um den, etwas älteren, Butler, „Wir werden uns doch bestimmt irgendwie einig, oder?“, „Sir, was würden Sie denn vorschlagen?“, fragte der Butler.

„Dass… ich gehe und wir das einfach vergessen?“, einen versuch war es Wert, doch das es auch funktionierte hat keiner garantiert.

Um 22 Uhr verließen Cloud, Zack, Aerith und Tifa lachend das Restaurant, sahen einen Augenblick in die Küche und erblickten Reno, welcher die Teller abwusch, abtrocknete und einräumte.

Cloud, das gibt Rache. Und wenn es das letzte ist was ich tue!, dachte sich der Rotschopf. Der Blonde hatte sich an diesen Abend prächtig amüsiert, während es für Reno nicht ganz so toll Endete… Fünf Mädchen hatte er verloren, 20 Gil bezahlt für nichts, und eine Rechnung in Höhe von 120 Gil hatte er bekommen. Und was blieb ihm übrig? Er durfte noch eine Stunde in dem Restaurant den Abwasch machen, weil dieses ja angeblich zu Arm war um sich eine Spülmaschine zu leisten.

Als er dann, nach Mitternacht, nach Hause kam, ging er gerade an der Küche vorbei, ging aber wieder zurück, als er sah das auf dem Tisch ungelesene Post lag.

Einer der Briefe sah mehr wie Offiziell aus, denn er kam von Shinra. Hastig machte er die Post auf, überflog den unwichtigen Teil und blieb an einer Stelle mit seinen Augen stehen. Er hatte die Ausbildungsstelle bekommen um Turk zu werden! Wenigstens eine positive Sache, ehe er schlafen ging.


Cloud kam etwa um die selbe Zeit nach Hause, hatte auch seine Post bekommen und noch nicht gelesen. Auch er hatte eine Zusage zur Ausbildung als Soldat bekommen, arbeitete also nach seiner Schulzeit in Shinra. Also durfte er zusammen mit Zack arbeiten, dieser hatte schließlich schon oft davon geschwärmt das er die Ausbildungsstelle bekommen hatte, sogar schon den ein oder anderen kannte.  



Ich hoffe wirklich sehr das es gut geworden ist ^^ Habe mir viel Mühe gegeben. Zeit hatte ich ja jede Menge :):)
 
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