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von Mareno
erstellt: 03.03.2010
letztes Update: 03.03.2010
Kurzgeschichte, Drama, Horror / P16
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Ich widme diese Story Albert Wesker. Happy Todestag, Albert. *ihm Kuchen hinstell*
Irgendwie ist das makaber.
Das hier ist jedenfalls etwas, was ich mal geträumt habe, ich hoffe es gefällt euch.
Viel Spaß :D ♥
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„Soon, even you will understand, Chris. One glimpse of my new world and it will all make perfect sense."
-Albert Wesker
Der Himmel stand in Flammen. Es war nicht das Blau, was man an Sommernachmittagen zu sehen bekam und auch nicht das Grau, was man erwartete, sobald es zu regnen anfing. Nein, der Himmel war in rotes Feuer getaucht, wie ein Mahnmal zur Zerstörung all dessen, was jemals existiert hatte.
Weskers Plan hatte funktioniert, wie er es vorausgesehen hatte. Die ganze Welt war zu einem Schauplatz der unglaublichen Macht, die er besaß geworden, alles, was es nicht wert war zu leben, war vergangen. Endlich war seine Kreation fertig, seine perfekte Welt war erschaffen. "The right to be a god. That right... is now mine." Er lachte böse, bei der Vorstellung, wie Spencer jetzt reagieren würde. Der großartige Traum des alten Mannes war real geworden, nur war nicht er es, der ihn träumte.
Wesker lächelte zufrieden. Er befand gerade auf dem Dach eines zerstörten Hochhauses und sah mit Genugtuung auf die Szene des Schreckens hinab.
Ja, die Menschheit war endlich bestraft worden, für ihre Dummheit und Ignoranz, für die ganze Zeit, in der sie nichts verstanden hatten.
Es war nicht einfach gewesen, gab er zu, aber für ein übermenschliches Wesen wie ihn doch noch leicht zu erreichen. Selbst Chris Redfield hatte ihn nicht mehr aufhalten können und sein Körper lag jetzt mit gebrochenen Knochen irgendwo im Staub, während seine Partnerin Sheva Alomar von einer Flugzeugturbine zerfetzt worden war.
Sie hatten nicht verstanden, was Wesker vorgehabt hatte, hatten nichts verstanden, wie alle anderen. Es war so offensichtlich, so unglaublich leicht zu erkennen, welche Genialität hinter diesem Plan steckte. Unendliche Macht, unendliches Leben und niemand, die sich mit ihm messen konnte. Was gab es sonst noch, wofür es sich zu leben lohnte?
Mit einem Sprung landete er sicher auf der verkohlten Erde. Jeder Mensch wäre tot gewesen, aber er nicht, denn er war schon lange kein Mensch mehr.
In einem Punkt hatte Spencer recht gehabt, und zwar als er gesagt hatte, dass seine Schöpfung endloses Potenzial hatte.
Wesker lachte leise bei dem Gedanken daran, wie sehr der alte Mann sich danach verzehrt hätte, jetzt hier zu sein und selbst ein Teil dieser einzigartigen Welt zu werden. Aber das war ihm verwehrt gewesen, seine ganz persönliche Bestrafung dafür, dass er Wesker nur benutzt hatte, als ein Werkzeug, um sich alleine grenzenlose Macht anzueignen.
Er musste zugeben, dass ihn das überrascht hatte. Die ganze Zeit war er in dem Glauben gewesen, die Fäden in der Hand zu haben und dann erfuhr er, dass alles, selbst sein Verrat an Umbrella, nur Teil des Plans gewesen war.
Aber das war jetzt vorbei, jetzt, wo die Kreation den Schöpfer getötet und dessen Macht bekommen hatte. Jetzt besaß Wesker und nicht Spencer das Recht, über die Welt, die er erschaffen hatte, als ein Gott zu richten.
Zwar wusste er nicht, was er fühlen würde, wenn er dazu in der Lage wäre, aber er war sich sicher, dass es das war, was er sich wünschte. Was gab es sonst noch, wofür es sich lohnte zu sterben?
Während er noch in Gedanken an all das Neue, an all die Macht, versunken war, näherte sich ihm etwas.
Denn selbst in der zerstörten Welt, der ein Neuanfang bevorstehen sollte, gab es noch etwas außer ihm.
Wesker fuhr herum. Hinter ihm stand in einiger Entfernung ein Wesen, was unverkennbar nur von Uroboros geschaffen worden war. Wahrscheinlich war es früher ein Mensch gewesen, eine dieser schwachen und erbärmlichen Kreaturen, die schon vor langer Zeit hätten ausgelöscht werden sollen.
Es hatte beinahe menschliche Größe und Gestalt, aber der ganze Körper war von Tentakeln bedeckt, die sich wie ein Bienenschwarm andauernd bewegten, in andere Richtungen zuckten und sich ab und zu auch hungrig in seine Richtung ausstreckten.
Unwillkürlich breitete sich auf Weskers Gesicht ein Lächeln aus. Anscheinend hatte es noch Menschen gegeben, die Uroboros nicht abgewiesen hatte.
Die Bewegung dauerte nur einen Herzschlag an, schneller als ein Blitzschlag stürzte sich das Wesen auf seinen Gegenüber, versuchte, ihm alle Tentakel in den Körper zu bohren. Wesker war wie erstarrt gewesen.
Dieses Monster bewegte sich noch um einiges schneller als er, beinahe wäre es ihm nicht gelungen, auszuweichen.
"Ignorant Being! Can't you see this is my world? I am a GOD, so beg for my mercy!" Die Kreatur hielt inne, als habe sie jetzt erst verstanden, mit wem sie es zu tun hatte.
Wesker hatte nicht erwartet, dass sie sprechen konnte, wurde aber überrascht. "You took my life...You took my existence..." Er kannte die Stimme, obwohl sie verzerrt klang und jedes Wort mit einem schlangenhaften Zischen beendete, er hatte sie schon einmal gehört.
Das Monster startete erneut einen Versuch, ihm die Kehle mit einer Klaue aufzureißen und diesmal streifte sie sogar seinen Hals, weil er nicht rechtzeitig auswich.
Blut lief aus der Wunde, klebte auch an seinen Händen, als er die Verletzung berührte. "Blood...? But I'm not human... I have no weakness... I am... a god...", sagte er und starrte auf die rote Flüssigkeit, wie sie langsam zu Boden tropfte. Es war zu menschlich für ihn. Er war kein Mensch mehr, war auch nie einer gewesen, hatte niemals diese Sterblichkeit gehabt....
Aber was war, fiel ihm dann ein, wenn auch der Schöpfer dieser Welt von seiner Kreation getötet werden konnte? Wenn dieses Wesen seinen Platz einnehmen wollte?
"I will not let you take what was given to ME!" Seine Worte hallten auf der ausgestorbenen Straße nach, das Echo klang hohl.
Aber seine Angriffe hatten keine Wirkung. Das Monster wich nicht einmal zurück, als er es mit voller Wucht trat, es wankte für keine Sekunde. "That's not possible...", flüsterte Wesker. Und trotz allem erfüllte mit einem Mal Angst sein totes Herz.
Wie schnell er vom Jäger zum Gejagten geworden war.
Und dann tat er etwas, was er noch nie in seinem Leben getan hatte, so weit er sich erinnerte.
Albert Wesker rannte davon. Zwar gab ihm das Virus noch immer die Kraft, sich schneller zu bewegen als jeder Mensch, aber das Monster war schneller. Auch wenn er ungeheure Kraft besaß, so war das Monster stärker
Er hatte Angst davor, die gleiche Schwäche zu besitzen, die er über alles verabscheute. Er hatte Angst davor, dass das Wesen ihn töten würde, obwohl er eigentlich unsterblich war. Und er hatte Angst davor, dass er auch seinen letzten Traum, alles was ihm geblieben war, verlieren würde.
"You cannot escape me... ", hörte er die Stimme des Monsters sagen, bevor es vor ihm auftauchte und ihn mit einem Schlag zu Boden schleuderte.
Wesker schlug schwer auf dem Boden auf. Noch bevor er wieder klar denken konnte, packte ihn die Klaue des Wesend am Hals und nahm im den Atem. Egal, wie sehr er versuchte, den Griff um seinen Hals zu lösen, es gelang ihm nicht. Während er spürte, wie er langsam schwächer wurde, gingen ihm die Ideen aus, wie er sich befreien konnte. Und aus der Angst, die ihm so fremd war wie nichts anderes, wurde Verzweiflung.
"Release me... ", stieß er hervor. Das Monster tat nichts dergleichen, er spürte nur, wie sich der Griff um seinen Hals ein winziges bisschen lockerte.
Ihm fiel nichts mehr ein, was er tun konnte. Weskers Kopf fühlte sich an, als würde er gleich explodieren und seine Augen tränten vom Druck, der es ihm unmöglich machte, zu atmen.
"I am only saving, what's left of you." Er konnte nicht mehr klar denken, doch diese Worte verwirrten ihn.
Und dann fiel ihm ein, woher er die Stimme kannte. Auch wenn sie jetzt anders klang, nicht mehr menschlich, er hatte sie oft gehört, hatte ihr oft Befehle erteilt. "A... da?", krächzte er, während er merkte, wie er begann, das Bewusstsein zu verlieren.
Das, was man in den Tentakeln als Gesicht erkennen konnte, zuckte zurück. Trotzdem ließ sie ihn nicht los.
Die Angst fiel von Wesker ab. Was glaubte sie, was sie war? Sie konnte ihn nicht töten, Nein, sie war nur ein unbedeutender Mensch, den Uroboros auserwählt hatte, sie hatte keine Chance gegen einen Gott.
In der Sekunde, als er eine Hand in den Körper stieß und ihr das Herz rausriss, bohrten sich die Tentakel durch ihn. Zwar war der Griff um seinen Hals verschwunden, aber sein Körper war durchlöchert und wäre in sich zusammengesackt, wenn sie ihn nicht aufrecht gehalten hätte.
Blut lief auf seinem Mund und aus den Wunden und er wusste, dass es vorbei war.
Doch auch ihr Leben schwand. Noch in den Sekunden, in denen sie ihn aufspießte, ließ der Virus von ihr ab. Uroboros würde jemanden anders finden, jemanden, der sich leichter kontrollieren ließ.
Ihre Blicke trafen sich noch einmal. "So... senseless... ", sagte er stockend. "It was not senseless... I wanted to save, what's left of the man I loved..."
Es war ein blutiges Bild, der Kampf, den beide verloren hatten. Das Licht des brennenden Himmels tauchte das Blut in dunklere Farben.
Und alles, was übrig blieb, nachdem das Leben die Menschen verlassen hatte und ihre toten Körper in ihrer ewigen Verbundenheit blieben, war Stille.
Wesker schrak hoch und sah sich verstört im Raum um. Alles war ruhig, kein Anzeichen von Feuer, Blut und Tod. "What is wrong?", fragte Ada und schmiegte sich an seine Schulter, ohne wirklich wach zu sein.
"Nothing, dear. Only a nightmare."
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