Geschichte: Fanfiktion / Prominente / Sport / Fußball / Pain.
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von Lobo    erstellt: 28.02.2010    letztes Update: 18.07.2010    Geschichte, Drama / P16 Slash    (abgebrochen)
Titel: Pain.
Kapiteltitel: You want somebody just anybody
Autor: Lobo de la luz polar
Bereich: Sport / Fußball
Genre: Drama/ Romanze
Rating: Slash; PG- 16
Sichtweise: allwissender Erzähler
Disclaimer: Alles hier ist frei erfunden. Hiermit will ich niemandem schaden. Auch keinen Rufmord begehen, oder sonstiges. Ich verdiene hiermit kein Geld und die Personen gehören sich selbst.
Anmerkung:So, ich habe lange überlegt, aber ich denke, dass ich schon ein neues Kapitel hochladen kann. Allein wegen der tollen Kommentare.
Also, immer schön eure Menungen dalassen (= Nein, mal im Ernst. Ich freu mich, dass es euch bis jetzt gefällt. Falls es das nicht tut, lasst es mich bitte wissen, nur so kann ich daran arbeiten.
Nun ja, ich bedanke mich auf jeden Fall bei allen, die es lesen. Viel Spaß!
Legende:
"..." - Gesprochenes;
>...< - Sms

You want somebody just anybody
To lay their hands on your soul tonight
You want a reason
To keep believin´
That someday
You´re gonna see the light

(Stanfour - Desperate)


You want somebody just anybody



Später liegt Mats zusammengerollt auf der Couch und starrt sein Handy an, das immer noch auf dem Wohnzimmertisch liegt. Wieder blinkt. Eine neue Sms, die empfangen wurde, als er gerade im Bad war. Und die er immer noch nicht gelesen hatte, denkt er und schaut wieder zum Fernseher, der leise im Hintergrund läuft. So langsam macht er sich wirklich Sorgen. Die Nachrichten werden häufiger, präziser. Und er weiß, dass er sich bei Marcel aufhält. Lässt ihn wissen, dass sein Aufenthaltsort bekannt ist.

Seufzend setzt Mats sich auf und greift nach dem Handy und öffnet schnell die Nachricht.
>Ich erfahre, wenn da mehr zwischen euch läuft. Leg es nicht drauf an.<
Er wirft das Handy wieder auf den Tisch und schaltet den Sleep-Modus des Fernsehers ein, knautscht das Kissen zusammen und legt sich bequemer hin. Hofft einfach, dass er sich nicht traut vorbeizukommen, oder ähnliches. Er vertraut einfach auf die Sicherheit von Marcels Anwesenheit.



Sanft fährt Marcel dem schlafenden Mats durch die Haare und legt eine Hand auf dessen Schulter. „Mats, hey. Wach auf“, weckt er ihn sanft und der Jüngere zieht grummelnd die Augenbrauen weiter zusammen, presst die Lippen aufeinander und drängt sich näher an die Rückenlehne. „Mats“, sagt Marcel noch einmal, rüttelt ihn noch einmal an der Schulter und seufzt dann leise. Streicht ihm durch die dunklen Locken. Er macht sich Sorgen um den Jüngeren, wirkliche Sorgen. Irgendwas läuft in dem Leben des Anderen im Moment richtig schief, denkt er seufzend und lenkt seinen Blick kurz auf den Tisch. Ob er ... Nein, denkt er schnell, er würde nicht an das Handy des Anderen gehen. War schließlich endringen in die Privatsphäre.

„Mats“, versucht er es noch einmal, ein wenig lauter diesmal. Mats dreht sich ein wenig weg, seine Lider zucken und träge hebt er eine Hand und fährt sich mit den Handballen über die Augen.
„Mhm“, nuschelt er und schaut den Blonden blinzelnd an. „Morgen“, murmelt er und lächelt verwackelt.
„Hey“, grinst Marcel zurück und streicht ihm weiter durch die Haare. „Wie geht es dir, konntest du ein bisschen schalfen?“, fragt er und Mats zuckt mit den Schultern.
„War okey, ne?“, seufzt er. Durchgeschlafen hatte er nicht, war immer wieder aufgeschreckt, wenn er das Gefühl hatte wirklich einzuschlafen. Und erst um halb sechs hatte er das Gefühl schlafen zu können.
„Du siehst krank aus, Mats“, meint Marcel ernst und streicht ihm über die Wange. „Wirklich. Was hälst du davon, wenn wir frühstücken und dann legst du dich ins Bett und ich meld dich beim Training ab“, schlägt er vor und Mats schüttelt den Kopf.
„Und wie willst du erklären, dass ich bei dir bin?“, fragt er, Marcel lächelt nur.
„Wir sagen, dass ich dich abholen wollte und dass du so mies ausgesehen hast, dass wir dich dagelassen haben. Muss ja nicht sagen, dass du bei mir bist, hm? Na komm, steh auf, geh ins Bad, ich mach's Frühstück.“

Marcel steht auf, hält seinem Kollegen die Hand hin und zieht den immer noch verschlafenen Mats hoch. Müde blickt er den Blonden an, grinst schief und gähnt einmal ausgiebig, fährt sich durch die Haare.
„Na los“, lächelt Marcel noch einmal und beobachtet den Anderen, der ins Bad tapst. „Mann, Mats, was machst du nur?“, flüstert er und beißt sich auf die Unterlippe. Mats' Handy liegt noch immer auf dem Tisch und langsam streckt Marcel seine Hand danach aus. Eine Weile dreht er es in seinen Händen, überlegt wirklich, ob er das seinem Freund antun kann. Überlegt, was ihm wichtiger ist; Mats' Privatsphäre oder dessen Sicherheit.

Er öffnet schnell das Menü und ruft die letzte Sms auf. Seine Augen weiten sich mit jeder Sms, die er liest und er schluckt trocken, fährt sich durch die Haare und atmet tief durch. Sein Blick huscht über die wenigen Zeilen, immer wieder öffnet er eine neue Nachricht – wahllos, ändert nichts daran, dass er begreift, dass es sich hierbei um etwas Ernstes handelt.

>Warum schaltest du dein Haustelefon aus? Glaubst du, das macht es besser? Ich erreich' dich trotzdem, weißt du, ne?<
>Ich seh dich beim Training, Mats. Jeden Tag. Siehst gut aus, die neue Farbe steht dir, wirklich.<
>Nur weil du gegangen bist, heißt es nicht, dass ich so einfach verschwinden werde.<

„Marc“, knurrt Mats, als er ins Wohnzimmer kommt und starrt seinen Kumpel feindselig an. „Lass deine Finger von meinem scheiß Handy, verdammt“, schnauzt er und nimmt ihm das Gerät aus der Hand. „Was soll das, Mann? Schon mal was von Privatsphäre gehört? Was gehst du einfach an meine Sachen, Marcel, warum?“, fragt er, wird leiser und seine Fingerknöchel treten weiß hervor, so fest krallt er sich an sein Handy. „Was ... Was hast du gelesen?“, fragt er rau, ruhig.
„Mats“, seufzt Marcel und zieht den Anderen zu sich, neben sich auf die Couch. „Was war das? Was ... Was heißt das?“, fragt er leise und Mats seufzt.
„Ich ... Erzähl es dir nach dem Training, okey? Lass ... Lass uns erstmal frühstücken und dann gehst du und heute mittag koch ich und dann können wir reden“, murmelt er an Marcels Schulter, an die er sich gelent hat und Marcel seufzt leise.
„Ungern, wirklich. Das ist kein Spiel, Mats. Da will jemand was von dir. Das ist kein Spaß. Nichts, was du so einfach ignorieren kannst, darfst.“
„Ich weiß, Marc. Nichts neues, ne?“, zuckt er mit den Schultern, lehnt sich kraftlos an den Anderen und atmet laut aus. „Tut mir Leid“, murmelt er.
„Was? Was tut dir Leid, Mats, dass ich es weiß?“
„Nein, dass ich ... dass du dir jetzt Gedanken machst und so.“
„Du bist doch blöd, Mann. Ich sag dir mal was“, fängt Marcel an und schiebt Mats ein bisschen von sich und schaut in fest an. Betrachtet den Anderen einen Moment. Mats hat dunkle Ringe unter den Augen und sieht müde, erschöpft – abgestumpf – aus. Die Haare hängen matt in Mats' Gesicht und seine Stirn liegt in Falten. „Ich bin dein Freund und ich werd nicht zusehen, wie du dich damit fertig machst, klar?“ Mats nickt leicht und grinst wieder schief. „Na los, lass uns mal essen. Wann hast du das eigentlich das letzte Mal, hm? Siehst nämlich so aus, als hättest' da im Moment keinen Draht zu“, murmelt Schmelle sanft und Mats lacht leise.
„Mann Schmelle, behandel mich nicht wie'n rohes Ei, okey? Bitte?“, fragt Mats leise und Marcel lacht, wuschelt ihm durch die Haare und zieht in von der Couch.
„Wir machen das, ne? Bin ja noch da“, murmelt Marcel, eher zu sich, als zu Mats. Meint es ernst, wird ihn jetzt sicher nicht hängen lassen.

Das Handy piept kurz und Mats zuckt zusammen, schaut Marcel entschuldigend an und öffnet die Nachricht.
>Hoffe, du hast gut geschlafen. War wahrscheinlich unbequem auf der Couch, oder? Du hast doch auf der Couch geschlafen, oder? Wenn nicht, ... Schmelzer geht zum Training, denk dran.<
„Was ist?“, fragt Marcel und auf die Lippe beißend hält Mats ihm sein Handy hin. Marcel überfliegt die kurzen Zeilen und schnaubt dann verächtlich. „Er bedroht ... mich? Mats, du bleibst heute hier, okey, du schließt die Tür ab, gehst nicht hin, wenn es klingelt und ich werde gleich zum Training gehen und ganz normal weitermachen. Und heute Mittag überlegen wir uns, was wir machen können und fahren in die Stadt um dir eine neue Handynummer zu besorgen“, redet Marcel sich in Rage und blickt Mats fest an.

„Ich kann die Nummer nicht wechseln, Marc“, nuschelt Mats schulterzuckend und Marcel runzelt die Stirn. „Mir ... wurde davon ... abgeraten“, meint er nur und Marcel seufz.
„Dann holen wir dir ein neues Handy und das andere läuft nebenher. Ich mein, dann hast du eins, wo wir dich erreichen und du hast dann nicht immer Angst 'ne Nachricht zu öffnen, wenn wir dir mal schreiben, hm?“, erklärt Marcel und steht dann auf. „Ich muss jetzt auch gleich los. Mats, ich bitte dich, iss gleich was und leg dich hin und schlaf noch ein bisschen, ja? Ich bin in zwei Stunden denk ich wieder da und dann fahren wir eben, okey?“, nickt Marcel und geht in sein Schlafzimmer um sich umzuziehen und steht dann mit seiner Sporttasche im Flur.

Mats tapst mit nackten Füßen in den Flur, lässt sich noch einmal von dem Blonden umarmen, der ihm durch die Haare streicht und dann lächelnd die Wohnung verlässt. Mats steht einen Moment in der Diele und starrt dann auf den Schlüssel, den Schmelle auf die Komode gelegt hat. Er schüttelt kurz den Kopf, nein, er würde sich hier nicht verschanzen, denkt er und dreht sich um, um in die Küche zu gehen. So langsam merkt er, dass er Hunger bekommt. Hat seit vorgestern nichts gegessen, es gestern vollkommen vergessen gehabt.

Er lässt sich auf den Stuhl fallen, während er auf die Brötchen im Backofen starrt. Noch zwei Stunden, dann ist Marc wieder da, seufzt er. Fährt sich mit zitternden Fingern durch die Haare. Er würde hier nicht durchdrehen, schüttelt er den Kopf. Er war ja kein Mädchen, das Angst hat, wenn es alleine ist, nicht mit ihm.

Noch eine Stunde und 50 Minuten.
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