Geschichte: Fanfiktion / Prominente / Sport / Fußball / Pain.
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von Lobo    erstellt: 28.02.2010    letztes Update: 18.07.2010    Geschichte, Drama / P16 Slash    (abgebrochen)
Titel: Pain.
Kapiteltitel: But I have not left your side
Autor: Lobo de la luz polar
Bereich: Sport / Fußball
Genre: Drama/ Romanze
Rating: Slash; PG- 16
Sichtweise: allwissender Erzähler
Disclaimer: Alles hier ist frei erfunden. Hiermit will ich niemandem schaden. Auch keinen Rufmord begehen, oder sonstiges. Ich verdiene hiermit kein Geld und die Personen gehören sich selbst.
Anmerkung: Es tut mir leid, dass ich bei meinen anderen Geschichten nicht weiterkomme – die Klausurphase hat angefangen, ich muss eine Facharbeit zu Ende schreiben und – ich will ehrlich sein – im Moment kann ich keine Geschichte mit den Leverkusenern mehr sehen,, irgendwie, zumindest tu ich mich ziemlich schwer und deshalb ist das hier dabei rausgekommen –, aber das Schreiben ganz sein lassen kann ich auch nicht, von daher hab ich mich meiner Momentanen Liebschaft zugewendet, dem BvB, mal wieder (ich bete, dass das niemand hier mitbekommt ... die Laufen mir die Bude ein -.-°), auch wenn ich ziemlich deprimiert war, dass sie das Revierderby verloren haben. Egal. Ein Dank an Crowness, die sich das Ganze immer wieder angesehen und fleißig verbessert hat (Sollten noch Fehler drin sein, sagt es mir, damit ich die armen Kleinen einsammeln kann. Ausserdem haben wir, Crowness und ich, Arbeitszeiten, die zum Haareraufen sind, da passiert es schon einmal, dass man nicht mehr sieht, was man da eigentlich genau schreibt bzw. liest. Von daher bitte ich da um Verständnis.), Danke auch an Anki, die mir immer wieder in den Hintern getreten hat, damit ich weiter schreibe. Die Geschichte ist fast fertig, von daher wird die nicht in einen Engpass kommen (hoff ich oO).
Nun, genug gelabert, ich wünsche euch viel Spaß und lasst doch bitte eure Meinung da :)

Legende:
"...." - Gesprochenes;
>....< - Sms

Days go on forever
But I have not left your side
We can chase the dark together
If you go, then so will I

(Breaking Benjamin - Anthem of the angels)


But I have not left your side



Mats Hummels ist kein Mann, der sich leicht aus der Ruhe bringen lässt. Sagt zumindest sein bester Freund. Und wenn es trotzdem passiert, dass Mats die Nerven verliert, dann muss es etwas dramatisches sein, denkt Marcel und betrachtet Mats, der ein bisschen abwesend auf sein Handy starrt und auf der Unterlippe kaut. Marcel runzelt die Stirn. Irgendetwas scheint den Anderen in letzter Zeit eine Menge Sorgen zu bereiten.

Ein weiterer Blick streift das Handy in seinen Händen. Immer noch nichts. Kein Anruf, keine Sms, kein Signal. Schlecht oder gut, weiß er nicht. Will er auch nicht wirklich.
„Scheiße“, murmelt er, hätte fast erschrocken aufgeschrieen, als es anfängt zu vibrieren, kann sich zusammenreißen, es bleibt bei einem Keuchen.
„Alles in Ordnung?“, fragt Marcel und setzt sich neben ihn. Mats schaut immer noch auf sein Handy, das ihm anzeigt, dass er eine Sms erhalten hat. „Mats, Mann, ich red mit dir“, meint Schmelle lauter und legt ihm eine Hand auf die Schulter, blickt den Dunkelhaarigen besorgt an.
„Schmelle“, murmelt Mats und schaut ihn aus müden Augen an. „Sorry, ich hab ... ja, was gibt’s?“, meint er leise und der Blonde schüttelt den Kopf, nickt auf Mats' Hände.
„Seit Tagen bist du schon so, das ist doch nicht mehr normal, ich mein ... Du starrst die ganze Zeit auf dein Handy und wenn es 'n Ton von sich gibt, gehst du fast an die Decke, weil du dich so erschreckst“, erklärt Marcel leise und Mats zuckt mit den Schultern.
„Kann dir doch egal sein, oder?“, flüstert er fast und steht dann auf, steckt das Handy in die Hosentasche, ohne ein Blick auf die Sms geworfen zu haben und zieht seine Jacke an. „Bis morgen, ne?“, meint er, nickt Marcel noch einmal zu und geht langsam aus der Kabine. Einfach nach Hause, denkt er. Schlafen, am Besten gar nicht mehr nach draußen gehen, die nächsten Tage krankmelden oder so.

Marcel schüttelt den Kopf, betrachtet Mats, der mit hängenen Schultern nach draußen schlurft und steht schnell auf, schultert seine Tasche. Er würde sicher nicht einfach nur zusehen, wie Mats durch die Gegend schleicht.

„Was machst 'n heute noch?“, ruft der Blonde ihm hinterher. „Lass mich einfach, ja?“, meint Mats nur, dreht sich nicht um. Er schließt seinen Wagen auf und lässt die Tasche in den Kofferraum fallen. Er setzt sich auf den Fahrersitz, seufzt leise auf, zieht sein Handy wieder hervor und beißt sich auf die Unterlippe. Wie lange hat er schon vermieden, die Sms genauer anzusehen? Wie oft hat er Anrufe in letzter Zeit einfach weggedrückt?

„Verdammt, verdammt, verdammt“, knurrt er und schlägt auf das Lenkrad.
„Mats?“ Neven steht, eine Hand auf das Dach gelegt, die andere Hand am Rand der Tür, und schaut ihn lächelnd an. Er verdreht die Augen und starrt Neven feindselig an. „Was willst du?“, knurrt er, schmeißt das Handy auf den Beifahrersitz und wendet sich wieder zu Neven. „Würd gern fahren, weißte?“, nickt er und Neven schlägt die Tür schnaubend wieder zu. Er schließt die Augen einmal kurz und startet dann seinen Wagen.
Er stößt seinen Freunden vor den Kopf, weiß er, tut ihm weh, verdammt, aber er kann im Moment nicht anders. Kann nicht mehr machen, als morgens zum Training fahren, unangenehmen Fragen ausweichend die Übungen absolvieren und danach so schnell wie möglich nach Hause fahren. Irgendwas machen, nur um dann zum Nachmittagstraining zu erscheinen. Sich auszupowern, so sehr, dass die Anderen keine Fragen stellen, wenn er danach direkt wieder nach Hause fährt.

Nur nicht auffallen, denkt er seufzend, als er seinen Wagen vor der Wohnung parkt und müde durch seine Haare fährt, ein Blick in den Rückspiegel zeigt ihm, dass er auch schon einmal fiter aussah. Hatte in den letzten Wochen auch nicht wirklich viel geschlafen. Gegessen hatte er auch gestern das letzte Mal, wenn er sich recht erinnert. Also nicht das, was man unter einem geregelten Leben versteht.

Mit schweren Schritten geht er zu seiner Wohnung, schließt die Tür auf und lehnt sich einen Moment dagegegen, nachdem er sie hinter sich geschlossen hat. „Mann, du machst scheiße“, flüstert er, schmeißt seine Tasche in den Flur und geht in die Küche, holt sich etwas zu trinken. Danach geht er ins Wohnzimmer, schaltet das Licht ein und lässt sich auf das Sofa fallen.
Sein Laptop liegt auf dem Tisch und er schaltet ihn an, hat schnell eine Internetverbindung aufgebaut und checkt seine E-Mails.

Eine Gänsehaut zieht sich über seinen Rücken, als er seine Privatadresse abruft und er schließt gequält die Augen. Nicht das auch noch, denkt er verzweifelt, öffnet dann die Augen wieder, doch an der Situation hat sich nichts geändert. Immer noch hat er drei neue Mails – zwei von alten Schulfreunden, zu denen er den Kontakt nicht verloren hat – und eine, die er sich gar nicht erst traut zu öffnen. Drückt schnell den Aus-Knopf des Gerätes – ist ihm doch egal, falls die Festplatte dadurch Schaden nimmt – und geht schnell in die Diele, um nach dem Telefon zu suchen. Hat es schnell gefunden und schaltet es mit zitternden Fingern an. Fünf Anrufe in Abwesenheit lassen ihn sich leise stöhnend durch die Haare fahren und er wählt Marcels Nummer.
„Schmelzer“, meldet sich sein Kollege und er atmet tief durch.
„Hey Schmelle, hier is' Mats“, murmelt er, geht in die Küche und lässt sich auf den Hocker fallen. „Ich wollte ...“, beginnt er, leckt sich über die aufgesprungenen Lippen. „Marc, kann ich 'n paar Tage bei dir pennen? Bitte?“, flüstert er dann und er kann sich vorstellen, wie Marcel auf der anderen Seite die Stirn runzelt.
„Wieso'n das, Mann? Mein, is' was passiert, oder wie?“, fragt er, hört sich ein wenig besorgt an. Mats lacht kurz freudlos und murmelt dann ein „Ne, is' nicht'“. So ganz überzeugend ist das nicht, weiß er selber.
„Klar, kannst machen, warum nicht? Mein nur, wenn was ist, wo ich helfen kann, Mats, sagt das, ja? Ist denn etwas...“ Mats lässt ihn nicht ausreden, sondern unterbricht ihn schnell.
„Bitte, Schmelle, ich ... Ich sag es dir, ja? Gleich, aber bitte, ich ... Muss hier raus, nur ein paar Tage, okey?“, fragt er noch einmal leise und Marcel bejaht sofort.
„Mats, du Nuss, komm her, oder soll ich dich abholen? Ich ... Mann, mach mir doch nur Sorgen, hörst dich nämlich scheiße an, ehrlich“, brummt der Blonde und Mats seufzt.
„Danke, Marcel, wirklich.“ Legt grußlos auf und läuft schnell ins Schlafzimmer, wo er eine Reisetasche aus dem Schrank zieht und schnell ein paar Sachen wahllos hineinwirft.




Eine Stunde später steht er vor Marcels Tür und schaut sich unwohl um, den Kragen seiner Jacke hat er hochgeschlagen und einen Schal bis über das Kinn gezogen, eine Mütze auf dem Kopf. Leichter Schneefall hat eingesetzt und er ist durchgefroren bis auf die Knochen, ist die ganze Strecke gelaufen. Mit zitternden Fingern drückt er den Klingelknopf und leise ertönt der Summer.
„Mats“, lächelt Marcel, zieht ihn in die Wohnung und eine sanfte Umarmung, in die er sich nur zu gerne fallen lässt. „Mann, was machst'e denn für Sachen? Zieh erstmal die Jacke aus, ich mach 'n Kakao, ja? Biste gelaufen, oder was biste so kalt, hm?“, redet Marcel leise vor sich hin und Mats hebt nur leicht die Schultern, schält sich aus der Jacke und folgt ihm ins Wohnzimmer. Seine Tasche lässt er erstmal neben der Wohnzimmertür stehen und mit langsamen Schritten macht er sich auf den Weg zum Sofa. Lässt sich seufzend darauf fallen und schaut Marcel leicht lächelnd an, als der durch die Tür kommt und zwei dampfende Tassen in den Händen hält, ihm eine in die Hand drückt.

Er schlingt seine kühlen Finger um die wärmende Tasse und seufzt leise. Nippt kurz, mit geschlossenen Augen, an dem Kakao und stellt die Tasse dann vorsichtig auf den Tisch.
„Also, Mats, erzähl schon, ist was passiert?“, sagt Marcel leise und schaut Mats besorgt an. Er zuckt nur mit den Schultern und zieht die Füße auf die Sitzfläche, legt sein Kinn auf seine Knie.
„Ich ... ich weiß nicht, wie ...“, meint er stockend und schaut seinen besten Freund an.
„Mann Mats, erzähl, ja? Weil – Alter, du siehst seit Tagen aus, als hättest du 'n Geist gesehen, weißte?“, meint Schmelle leise und schaut den Anderen lange an, seufzt dann und lehnt sich zurück, stellt sich auf ein längeres Gespräch ein.
„Ich weiß eben nich', wo ich anfangen soll, ne?“, zuckt der Dunkelhaarige mit den Schultern und seufzt dann ebenfalls, schlingt seine Arme fester um seine Beine, macht sich noch kleiner.

Ein sanftes Vibrieren, aus der Tasche, die immer noch an der Tür steht, lässt ihn die Augen aufreißen und Marcel die Stirn runzeln.
Mit wackeligen Schritten steht Mats schnell auf, geht auf die Tasche zu und kramt nach dem Handy. Zwei Sms werden ihm angezeigt und kurz schließt er die Augen, öffnet die Nachrichten.
Kurz huschen seine Augen über die ältere Nachricht, ehe er die Andere öffnet.
>Kannst dich auch nicht beim Schmelzer verstecken, glaub mir!<
Lässt ihn die Augen erneut schließen und kurz wimmern. „Scheiße“, flüstert er rau und fährt zusammen, als Marcel ihn anspricht und sich neben ihn kniet.

„Hey, Mann Mats, jetzt sag endlich was los ist, klapp mir hier nicht zusammen, klar!“, meint er eindringlich und wirft einen kurzen Blick auf Mats' zitternde Hände. „Was ist das?“, fragt er und greift nach dem Handy.
„Nichts“, meint Mats, schlägt seine Hand beiseite und schaut ihn wütend - erschrocken, verzweifelt – an und schüttelt dann den Kopf. „Nich', Mann. Is' nichts, kla'? Is' nur ..., lass einfach, ne?“, murmelt er wirr und Marcel schnaubt.
„Wenn du nicht gleich redest, Mats, dann werd' ich dir das schon rausprügeln, wenn es sein muss, klar? Ich werd' mir nich' anseh'n, wie du vor die Hunde gehst, okey?“, knurrt Schmelle, zieht seinen Kollegen auf die Beine und schiebt ihn zurück zur Couch. „Also?“, fragt er und schaut seinen Freund auffordernd an. Mats schielt immer wieder zu seinem Handy, spielt damit, dreht es in seinen Fingern.

„Mats, leg das verdammte Ding weg“, murrt Marcel irgendwann, als der Ex-Münchener noch immer keine Anstallten gemacht hat zu antworten.
„Ich kann nicht“, flüstert Mats irgendwann und schaut auf. Schaut seinen besten Freund mit zusammengezogenen Augenbrauen an. „Ich hab scheiße gebaut“, zuckt er mit den Schultern und schüttelt dann den Kopf. „Und jetzt ... hab ich 'n Problem.“
„Und dein Problem liegt darin, dass du ... dein Handy immer wieder anblicken musst?“, fragt Schmelle und nimmt dem Anderen das Handy langsam aus der Hand legt aus auf den Tisch. Seufzend blickt Mats auf den Tisch und nickt dann.
„Ich ...“ Er leckt sich über die Lippen und sucht einen Moment nach den richtigen Worten. „Es is' 'n bisschen komplizierter“, murmelt der Jüngere und streicht sich durch die dunklen Locken.

„Mats“, seufzt Marcel und schüttelt leicht den Kopf, lächelt den Anderen an. „Ich will dich nicht zwingen, dass du mir alles erzählt, klar? Ich will einfach nur wissen, was mit dir los ist, wenn du mich schon anrufst und mich anflehst bei mir schlafen zu können.“ Mats nickt nur.
„Ist mir klar, Schmelle, ernsthaft. Kann ich verstehen, würd mich ja auch fragen, was los ist, aber ... Ich weiß einfach nicht was ... Ist eben nicht einfach, okey?“, antwortet er und greift nach der Tasse und trinkt einen kleinen Schluck von dem noch lauwarmen Kakao.
„Ist ja auch egal, schalt das Handy einfach aus und lass uns schlafen, ja? Ich bin nämlich kaputt und ich glaub, dir würde es auch mal gut tun zu schlafen, hm? Ich wollt mich zumindest ins Bett legen und noch 'n bisschen lesen, kannst ja fernsehen, wenn du willst. Fühl dich einfach wie Zuhause“, lächelt Marcel. Mats lächelt leicht zurück und ist irgendwie dankbar, dass der Andere nicht weiter nachfragt.
„Danke“, murmelt er nur und Marcel nickt lächelnd.
„Nicht dafür, ne?“, meint er nur und streicht dem Anderen kurz durch die Haare. „Na los, ich leg dir Bettzeug raus.“
 
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