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von Lorena92    erstellt: 28.02.2010    letztes Update: 06.04.2010    Geschichte, Drama / P12    (abgebrochen)
Hey ihr Lieben!  

Hier und heute kommt das 2te Kapitel meiner neuen FF… hoffentlich lasst ihr mir diesmal ein paar mehr Reviews zurück, denn richtig motivierend ist ein einzelnes Review nicht.

Ich danke missfcbayern95 für das erste Review und ihr möchte ich dieses Kapitel auch widmen.

So, nun ganz viel Spaß und ich hoffe auf viele Reviews…
 

*****************************


2 Wochen später:

„Clari, ich muss dir echt sagen, du machst das perfekt…  so wie du das machst, kann das  keiner…”
„Dafür kann ich mir auch nichts kaufen..”
„Warum bist du denn heute so zickig? Mit dem falschen Fuß aufgestanden?”

Langsam drehte sich Michael auf der Massageliege um und schaute mir  ins Gesicht. Wahrscheinlich schaute ich grimmig drein, mit einem Gesichtsausdruck wie sieben Tage Regenwetter.

„Willst du mir irgendetwas erzählen?”, fragte Michael Rensing und setzte ein viel wissendes Lächeln auf, denn er wusste schon, was jetzt kam.
„ Ach, alles ist scheiße! Mein Leben ist der letzte Müll!“, antwortete Clarissa und setzte sich zu Michale auf die Liege, der sich mittlerweile auch hingesetzt hatte.
„ Oh..  lass mich raten:  fängt der Grund für deine miese Laune mit „P“ an und hört mit „hilipp“ auf?“ , fragte Michael und grinste in sich herein.
„ Weißt du, wenn du eh schon alles weist, dann frag doch erst gar nicht, ja. Behalt deine schlauen Sprüche bitte für dich alleine!“, meckerte Clarissa.
„Oh Gott, oh Gott… was hat er denn jetzt wieder gemacht? Hat er deinen lieben Schwester ein Auto gekauft?“

Als Antwort bekam Michael  nur ein kurzes Kopfschütteln.

„ Hat er ihr einen Urlaub geschenkt, auf die Malediven oder so?“
,, Nein, hat er nicht!“
„ Clarissa, kannst du mir nicht einfach sagen, was los ist? Das vereinfacht das ganze hier und wir können das Problem schneller lösen“
„ Nein, das Problem ist nicht zu lösen.. die Beiden werden heiraten, 3 Tage nach der WM..“, sagte ich  und es sammelten sich schon wieder Tränen in meinen Augen.
„ Sie werden was?? Nicht im Ernst, oder?“
„ Doch, ganz im Ernst, sie haben es uns an Silvester gesagt. Meine Eltern sind fast geplatzt vor lauter Stolz. Sie haben ja schon lange auf das Ganze gewartet“
„ Na das war ja ein Klasse Start ins neue Jahr, oder?“
„ Das kannst du laut sagen. Wie soll ich das denn durchstehen? Die ganzen Vorbereitungen, vielleicht noch mitfahren zum Brautkleid kaufen, der Polterabend und die Hochzeit an sich. Sie nimmt ihn mir für immer weg… und das tut soo schrecklich weh, das kannst du dir echt nicht vorstellen, als würde dir jemand alle paar Minuten ein Messer in die Brust rammen, und demjenigen macht das sogar noch Spaß!“

Nun war es um mich geschehen. Alle Dämme brachen und ich fing hemmungslos an zu weinen. Sofort zog mich Michael an seine immer noch nackte Brust und ich schniefte ihn an. Aber im Grunde war mir das egal, denn kein anderer Mann hatte eine Chance meine Sinne zu wecken, auch wenn er völlig nackt vor mir stehen würde. Nur dieser eine Kerl hatte mein Herz geklaut, doch er wollte es nicht.

„ Weißt du Michi, ich bin wirklich am überlegen, ob ich nicht einfach den Job hier kündige und abhaue, irgendwo hin, weit, weit weg von hier. An irgendeinen Ort, an dem ich die beiden Turteltauben nicht sehen muss und ich vielleicht endlich mal mit dem Thema abschließen kann.  Vielleicht auch mal wieder glücklich werden.“
„ Jetzt fängst du aber echt an zu Spinnen, oder? Du kannst doch hier nicht abhauen. Wer geht denn dann mit mir shoppen und wer kocht denn abends was für mich, weil ich es nicht kann? Und vor allem: wer massiert mich? Keiner kann das so gut wie du, aber das hab ich ja eben schon mal gesagt…“, sagte er leicht empört.
„ Ja, aber… dann muss ich das wenigstens nicht jeden Tag sehen. Wie sie ihn küsst, ihn umarmt.. und wenn ich höre wie sie andere Sachen machen..“
„ Wie andere Sachen..?“, fragte Michael und ich fragte mich, ob er nur so blöd tat oder es echt nicht wusste, deswegen antworte ich erst gar nicht.
„ Aber jetzt mal im Ernst. Zum Beispiel heute hast du doch deinen Traumprinzen noch gar nicht gesehen, da kann deine Laune auch mal wieder ein wenig besser werden. Das hält ja echt keiner aus. Also, keep smiling!“ , sagte er und für einen winzigen Zeitraum von 20 Sekunden besserte sich meine Laune auch, aber dann kam, was kommen musste.

Denn wenn man vom Teufel spricht, dann kommt er um die Ecke. Und auf einmal standen Philipp und Bastian im Raum.

„ Hey Clarissa, haste nachher noch mal ne halbe Stunde Zeit für einen alten Mann, dem der Rücken weh tut?“, fragte Bastian lächelnd und schaute mich dabei mit engelsgleichen Augen an.
„ Ja, kannst so gegen 5 nochmal hier herkommen, da müsste ich dann noch einen Termin haben“, antwortete ich.

„Hat denn meine zukünftige Schwägerin auch noch ein Wenig Zeit für mich? Kann mein Nacken schon wieder kaum bewegen“, sagte Philipp und schon wieder versetzten diese Worte meinem Herzen einen Stich.
„Ja, wenn Bastian nachher fertig ist, dann kannst du gerne kommen…“, sagte ich leise und versuchte mir nichts anmerken zu lassen.
„ Oh, das ist aber schlecht, denn ich will noch mit Claudia zum Juwelier, sie möchte so gerne schon mal nach Eheringen schauen. Früher wird es nichts mehr?“, fragte er und schaute mich mit einem Dackelblick an, wie nur er ihn drauf hatte.

Zwar versetzten diese Worte mir wieder Schmerz im Herz, dennoch sagte ich:

„ Ja, dann geh rüber und zieh dich um, Michael ist eh fertig, deshalb hab ich jetzt ein paar Minuten Luft“
„ Hey, ich bin gar nicht…“

Noch bevor Michael die Worte aussprechen konnte, hatte ich ihn mit einem bitterbösen Blick angeschaut, der ihn sofort verstummen lies. Er nahm sich seine Trainingsjacke, zog sie sich über und verschwand aus dem Zimmer. Ohne Worte gestikulierte er mir, das wir später noch telefonieren wollten.
Nur wenige Minuten später kam Philipp in den Massageraum, fast nackt, nur mit Boxershorts bekleidet. Das war zwar normal, alle Spieler und auch die Trainer kamen so zu mir um sich durchkneten zu lassen.
Aber bei Philipp war das anders. Sein Anblick löste in mir so viel aus, was ich nicht definieren konnte.  Dazu kam aber auch noch Freude, Leid, Lieben, Traurigkeit… .
Doch niemand außer Michael wusste das, und auch niemand merkte es. Weder meine Familie, noch meine Freunde, niemand, nur Michael. Zu ihm hatte ich seit wir uns kennengelernt hatten, das stärkste Vertrauen. Er war absolut mein bester Freund, so blöd wie es auch klang, ich konnte mit ihm besser reden, als mit jeder Frau. Er verstand mich, und ich verstand ihn.
Ich war so in Gedanken, dass ich gar nicht merkte, dass Philipp sich schon gemütlich hingelegt hatte und bereit war, von mir massiert zu werden.

„Du Clari, ich will ja nicht drängeln, aber ich muss nachher echt pünktlich bei deiner Schwester sein, sonst ist sie wieder sauer, aber du weißt ja selber, wie sie ist“, sagte Philipp plötzlich und riss mich aus meinen Gedanken.
„ Ja, geht gleich los“, sagte ich schnell und griff nach einer Flasche Massageöl.

Ich träufelte mir ein paar Tropfen davon auf die Hände und ließ es darin warm werden. Dann legte ich sie Philipp in den Nacken, welcher er gleich wohlig seufzte.
Ich spürte seine warme und gleichermaßen weiche Haut unter meinen Finger und gleich darauf den Schmerz, der sich mal wieder in mir breit machte.  

Ich liebte ihn, das wurde mir in diesem Moment wieder klar, mehr als alles andere und jeden Tag ein bisschen mehr.. doch ich hatte ihn schon lange verloren, durch meine persönliche Dummheit, an meine eigene Schwester…

************
Wie hat es euch gefallen? Ich hoffe doch gut.. würde mich sehr über ein kleines Feedback freuen…
Danke schon mal im Voraus…
     
Eure Lorenaaaaa…..aaaaa92^^
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