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Geschichte: Fanfiktion
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/ Umzug - Segen oder Fluch?
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von LostInThought
erstellt: 27.02.2010
letztes Update: 14.01.2011
Geschichte, Allgemein / P12
(abgebrochen)
In dieser Geschichte geht es zwar wieder um die selben zwei Personen, aber ich hoffe, das ist nicht schlimm...
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Schon wieder eine neue Stadt. In diesem Schuljahr sind wir bestimmt schon 4 mal umgezogen. Jetzt wohnen wir in Magdeburg. Toll... Was soll ich mir unter dem Namen schon vorstellen? Und warum sind wir jetzt hier? Nur, weil mein Vater mich und meine Mutter verlassen hat. Naja, was heißt verlassen. Meine Eltern haben einfach gemerkt, das es nicht mehr so ist wie früher und haben sich beide nach langem hin und her dafür entschieden, sich zu trennen. Und ich hatte die tolle Wahl, wo ich leben möchte. Dann habe ich mich dazu entschlossen, bei meiner Mama zu bleiben. Ich war am Anfang auch so oft es ging bei meinem Vater, aber das kann ich jetzt auch vergessen. Mit jedem Umzug sind wir weiter weg von ihm gewesen und ich hatte nicht mehr die Möglichkeit, mehrmals in der Woche zu ihn zu gehen. Jetzt kann ich glücklich sein, wenn ich einmal im Monat zu ihm kann.
Und meine Mutter ist jetzt ständig nur noch mit ihrer Arbeit beschäftigt. Das ist auch der Punkt, wieso wir so oft umgezogen sind. Entweder wird sie befördert, oder ihr Chef gibt ihr einen gut gemeinten Tipp und sagt ihr, wo sie vielleicht etwas mehr verdienen kann. Und meine Mutter nimmt natürlich alles an. Wenn ich sie darauf anspreche meint sie nur, sie tut das alles für mich und damit wir genug Geld haben. Aber an meine Gefühle denkt sie daran nicht. Ich habe auch schon keine Lust mehr, neue Freunde zu finden, weil ich genau weiß, ich werde sie irgendwann nie wieder sehen. Und Liebe entwickelt sich schon mal gar nicht mehr. Manchmal denke ich, es wäre besser gewesen, wenn ich zu meinem Vater gezogen wäre, aber dann denke ich auch immer wieder, das meine Mama mich braucht. Ich glaube nicht, das sie es verkraftet hätte, uns beide zu verlieren. Sie haben sich zwar beide dafür entschieden, getrennte Wege zu gehen, aber ich glaube, meine Mama liebt ihn schon noch. Und darum hat sie mit der Trennung immer noch schwer zu kämpfen. Mein Vater hingegen hat schon eine neue Freundin gefunden. Die beiden sind jetzt etwa ein Jahr zusammen.
Meine Eltern waren 10 Jahr verheiratet und sind jetzt seit 4 Jahren getrennt. Ich war 2, als die beiden geheiratet haben und 12, als sie sich getrennt haben. Das war für mich sehr schwer und ich wünschte mir immer noch, alles wäre wir vorher.
„Und, freust du dich auf morgen?“, fragt mich meine Mutter beim Abendbrot.
„Darauf muss ich jetzt nicht wirklich antworten, oder?“
Es war jetzt Sonntag Abend und ab morgen werde ich in meine neue Schule gehen. Es ist jetzt Winter und bald wird Weihnachten sein. Zum Glück muss ich jetzt nur ein paar Wochen zur Schule und dann fangen die Winterferien an. Ich bin erst vor kurzem 16 geworden und es beginnt bald das zweite Halbjahr der zehnten Klasse.
„Sei nicht sauer. Ich mache das doch nur, damit wir uns auch mal was leisten können und so. Das weißt du doch.“, kam es von meiner Mama.
„Was interessiert es mich? Mir würde es schon reichen, wenn wir genug Geld hätten um zu leben. Wir brauchen doch nicht so viel Geld, nur um uns mal was leisten zu können.“
„Was willst du denn?“
„Was ich will? Meine Eltern. Und Freunde, mit denen ich reden kann. Aber nein, dank dir habe ich noch nicht mal irgend wen zum reden.“
„Du weißt genau, dass das alles sein muss.“
„Dich interessiert es ja eh nicht. Du bist doch eh nur unterwegs und arbeitest.“
„Natürlich möchte ich, das es dir gut geht.“
„Klar, darum bin ich so oft alleine. Du hast nur noch deine Arbeit im Kopf.“
„Jetzt werde nicht frech. Du weißt es gar nicht zu schätzen, was ich alles machen muss.“
„Ach, lass mich einfach in Ruhe.“
Ich steh auf und gehe in mein Zimmer. Ich fange an zu weinen. Zwischendurch wird es einfach zu viel für mich. Vor allem, wenn wir frisch umgezogen sind, reagiere ich empfindlich auf solche Sachen. Und vor allem vermisse ich meinen Vater mit jedem Tag mehr. Es war für mich aber schon ein großer Schock, als er sagte, er hat eine neue Freundin. Ich weiß nicht... irgendwie fühlte ich mich ersetzt worden. So genau kann ich es gar nicht beschreiben. Kinder haben die beiden nicht, ich weiß auch nicht, ob sie welche haben wollen. Ich hasste meine Mama auch dafür, dass sie so viel arbeitete und wir so oft umziehen mussten. Das ist es auch, warum ich manchmal so gemein ihr gegenüber bin. Es tut mir zwar auch Leid, aber an manchen Tagen kann ich einfach nicht anders, als es einfach mal raus zu lassen.
Ein Klopfen an der Tür reißt mich aus meinen Gedanken.
„Was?“, frage ich genervt.
„Können wir nochmal reden?“, will meine Mutter wissen.
„Nein, ich will jetzt schlafen.“
„Es geht auch schnell.“
„Ich bin müde. Gute Nacht.“
Als ich sicher bin, das sie weg ist, gehe in ins Bad, putze mir die Zähne und schminke mich ab.
Ich will gerade wieder gehen, da steht meine Mam hinter mir.
„Ich habe gedacht, du willst schlafen.“, stellt sie mich zur Rede.
„Genau. Aber davor muss ich mich eben fertig machen.“, meine ich und drehe mich zu ihr um.
„So, so. Aber wenn du schon mal hier bist... Was ist eigentlich los mit dir?“
Na super. Im Bad gefangen. Ich gucke verzweifelt zur Tür, aber bis dort hin kann ich erst gar nicht, weil sie davor steht. Jetzt muss ich mir wohl oder übel ihr Gerede anhören.
„Was soll schon sein?“, sage ich.
„Ja, hör dir doch mal selber zu. Wie du mit mir redest.“
„Ich höre mir gut genug zu und ich weiß genau, wie ich mit dir rede.“
„Ist es nur, weil wir umgezogen sind?“
„Nur? Ich korrigiere dich mal. Wir sind -mal wieder- umgezogen. Wie soll ich mir denn so ein vernünftiges Leben aufbauen, wenn wir jedes mal umziehen, wenn ich mich gerade an eine Stadt gewöhnt habe?“
„Jetzt übertreibst du aber. Jeder zieht doch mal um.“
„Ja, aber nicht so oft. Ich will jetzt schlafen.“
„Süße... Ich kann dich ja verstehen. Aber kannst du mich nicht auch etwas verstehen?“
„Nein, das kann ich nicht. Und jetzt lass mich durch. Ich muss schließlich morgen früh aufstehen.“
„Okay. Wir reden morgen weiter darüber, wenn wir beide eine Nacht drüber geschlafen haben, ja?“
„Mal sehen.“, sage ich leise und dränge mich an meine Mam vorbei.
In meinem Zimmer ziehe ich mir meine Schlafsachen an, stelle den Wecker und gehe dann ins Bett. Es dauerte seine Zeit, aber dann schlief ich ein.
Mein Wecker reißt mich aus meinem unruhigen Schlaf. Und als ob das noch nicht genug ist, kommt meine Mutter auch ins Zimmer rein.
„Guten morgen, Liebling. Hast du gut geschlafen?“, fragt sie mich.
„Passt schon. Und du?“
„Es war in Ordnung. Möchtest du was essen?“
„Nein danke.“
„Gut, dann mache ich dir ein Brot für die Schule, ja?“
„Mach doch.“
Sie ging wieder aus dem Zimmer und erst jetzt mache ich meine Augen auf. Der Tag fängt ja schon super an. Meine Mam hätte mich auch nachher fragen können. Dafür hätte sie nicht in mein Zimmer kommen müssen. Hat sie es etwa immer noch nicht begriffen, das ich morgens etwas Zeit brauche? Und vor allem war ich immer noch etwas sauer über den jetzigen Umzug.
Widerwillig stehe ich auf, gehe ins Bad und mache mich fertig. Danach hole ich meine Schultasche und gehe in die Küche, wo meine Mutter mir das Brot gibt.
„Gehst du etwa schon?“, will sie wissen.
„Klar. Es wird langsam Zeit.“, antworte ich.
Darauf sagt sie nichts mehr. Ich ziehe mir meine Jacke und meine Schuhe an und gehe zur Bushaltestelle. An der Haltestelle standen nicht viele Leute. Ich hörte Musik, um mich etwas zu beruhigen. Auch wenn ich oft die Schule Wechsel, bin ich jedes mal aufgeregt.
Nach ein paar Minuten kommt dann auch der Bus und ich steige dort ein.
Ich muss ungefähr 30 Minuten bis zur Schule fahren. Als ich einstieg, war der Bus noch relativ leer, aber nach und nach wird der Bus richtig voll. An der richtigen Haltestelle steige ich dann aus und mit mir auch fast alle anderen. Nur wenige bleiben noch sitzen. Das sind jedoch schon erwachsene Leute, die wahrscheinlich zur Arbeit fahren. Ich bin etwas unsicher, wo ich jetzt lang muss. Aber ich muss ja einfach nur den anderen hinter her laufen. Das klappt schon.
Als ich nach 5 Minuten an der Schule angekommen bin, betrete ich das Schulgebäude und suche die Klasse, in die ich von nun an gehe. In der Klasse wartet schon eine Lehrerin auf mich.
„Hallo, ich bin Frau Schneider.“, stellt sie sich freundlich vor und gibt mir die Hand.
„Ich bin Samantha.“, stelle ich mich ebenfalls vor und reiche ihr auch meine Hand.
„Freut mich, dich kennen zu lernen.“
„Freut mich auch.“
„Wir warten noch, bis alle anderen da sind und dann stellen wir dich allen vor und dann gucken wir mal, wo du dich hin setzten kannst.“
„Okay.“
Frau Schneider und ich reden noch eine Weile, bis es dann klingelt und jeder auf seinem Platz sitzt. Alle gucken mir irritiert und prüfend an, aber das bin ich ja schon gewohnt.
„Das ist Samantha. Sie geht jetzt auf unsere Schule und ich würde mich darüber freuen, wenn ihr sie nett behandelt und ihr alles zeigt.“, meint Frau Schneider.
Manche geben genervte Töne von sich und manche gucken einfach desinteressiert durch die Gegend. Viel Interesse ist nicht zu erkennen.
„Mal schauen. Ja, wir haben noch genau einen Platz frei. Würde es dir was aus machen, neben Bill zu sitzen?“, fragt die Lehrerin mich.
Ich gucke durch die Klasse und finde schließlich den besagten Platz und gucke mir den Jungen daneben an.
Was war das denn für einer? Er hat schwarze Haare, die waren bestimmt gefärbt. Er hat ein Augenbrauen Piercing, eher dunkle Klamotten und außerdem hat er schwarz geschminkte Augen und ich sehe noch schwarze Fingernägel hervor blitzen. Aber das Tattoo an seinem Unterarm sieht interessant aus. Ich weiß nicht, wie ich diesen Jungen einschätzen soll, aber irgendwie sieht er auch sehr mysteriös aus. Aber was auch immer.
„Ja klar, ist in Ordnung.“, sage ich und setze mich dort hin, nachdem ich meine Tasche abgestellt habe.
„Muss das sein?“, fragt Bill sofort.
Ach, der soll sich mal nicht so anstellen. Ihn hat ja keiner dazu verpflichtet mich zu mögen, dann ist das doch wohl eine Kleinigkeit.
„Ich denke, da hat sich gerade ein Freiwilliger gemeldet, um Samantha nachher alles zu sagen!?“, sagt Frau Schneider unberührt.
„Aber...“, will Bill sich raus reden.
„Nichts aber. Du zeigst ihr nachher alles und jetzt keine Ausreden mehr oder dumme Bemerkungen.“
„Ist ja gut.“, sagt Bill sauer und gibt sich geschlagen.
Ich finde das auch nicht gerade toll. Ich wäre auch super alleine klar gekommen. Aber jetzt konzentriere ich mich einfach auf den Unterricht und gucke, was der Tag noch bringt.
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