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von MaryReilly
erstellt: 26.02.2010
letztes Update: 18.03.2010
Geschichte, Romanze / P16 Slash
(fertiggestellt)
Autor: MaryReilly
Fandome: Lost
Pairing: Jack x Sawyer
Genre: Romatik, Drama, Slash
Inhalt: Jack und Sawyer sehen sich nach drei Jahren wieder, hat ihre Beziehung noch eine Chance? Warnung: Slash – Pairing Jack x Sawyer; SPOILERWARNUNG Bitte lesen!!!
SPOILERWARNUNG!!!! Ich habe bereits Details erwähnt, die erst am Ende der 5. Staffel zur Sprache kommen (zwar nur angedeutet, aber dennoch schreib ich was ungefähr passiert!), also wer das nicht wissen möchte, sollte noch warten, bis die 5. Staffel zu Ende ist :)... wems nichts ausmacht, viel Spaß beim Lesen!
A/N
Ich hab mir einfach überlegt, was würde passieren wenn... XD mehr verrate ich noch nicht...
Kapitel 1
Die Sonne schickte noch ihre letzten Strahlen für diesen Tag zur Erde und tauchte die Umgebung in ein wohlig warmes Licht. Wenn man sich umsah hätte man glatt den Eindruck gewinnen können, in einer friedlichen Vorstadt zu leben, statt auf einer Insel mitten im Nirgendwo. Doch Jack wusste wo er war und auch das Bild des friedlichen Dorfes konnte ihn nicht darüber hinwegtäuschen. Der Arzt hatte sich gegen einen Pfosten auf der Veranda gelehnt und sah den anderen Bewohnern des DHARMA-Dorfes dabei zu, wie sie ihre Gärten bearbeiten oder Wäsche abhängten, so als wären sie nicht mitten in einem Wald in dem ein Rauchmonster existierte, dass sie jederzeit töten konnte oder die anderen Inselbewohner, mit denen sie angeblich Waffenstillstand vereinbart hatten.
Während die Bewohner langsam den Tag ausklingen ließen, hing Jack seinen Gedanken nach. Dass sie ausgerechnet in dieser Zeit landen würden, damit hatte wohl keiner gerechnet. Aber es war ja schon mehr als ein einfacher Zufall, dass sie dann auch noch genau auf Sawyer, Juliet, Jin und Miles trafen. Es musste einfach Schicksal sein, dass sie sich wieder getroffen haben. Obwohl Jack normalerweise ja nicht an Schicksal glaubte, aber das war schon mehr als merkwürdig.
Es war 3 Jahre her. 3 verdammte Jahre. Eine lange Zeit, in der sie sich nicht gesehen hatten. Irgendwie hatte er gehofft, er könnte seine Gefühle für James unterdrücken, doch er schaffte es einfach nicht. Er hatte es zu Hause in L.A. auch schon nicht hinbekommen. Hatte den Tag verflucht, an dem er in diesen verdammten Hubschrauber gestiegen war, um von dieser Insel wegzukommen. Und dann? Was tat dieser Mistkerl? Sprang einfach raus, schwamm zurück zur Insel und ließ ihn alleine. Das hatte Jack nicht gewollt. Dieses Opfer! Das Einzige was für ihn wichtig gewesen wäre, wäre nach Hause zurück zu kehren, gemeinsam mit ihm. Sie hätten doch etwas aus ihrem Leben machen können, von vorne anfangen können und vielleicht hätte ja auch zu Hause funktioniert, was auf der Insel mehr als gut gelaufen war. Wie viele Abende hatten sie sich gemeinsam ausgemalt, wie es wohl werden würde, wenn sie diesen Ort hinter sich ließen. Sie könnten gemeinsam essen gehen, einen Film ansehen oder in Urlaub fahren. So vieles hatten sie sich vorgestellt, meist nachdem sie miteinander geschlafen und sich noch ein wenig aneinander gekuschelt hatten.
Und jetzt? Jetzt war er wieder zurück auf dieser verdammten Insel, weil er es zu Hause nicht mehr ausgehalten hatte. Er hatte nicht wieder in sein normales Leben zurückfinden und das vergessen können, was in den letzten Monaten hier geschehen war. Nein, er abgestürzt in eine Alkohol- und Tablettenabhängigkeit, von seinem Job suspendiert worden und hatte sich selbst nicht mehr im Spiegel ansehen können. Wie oft war mit dem Flugzeug geflogen und hatte gehofft abzustürzen, um wieder auf dieser Insel zu landen. Bei James zu landen und ihn endlich wieder zu sehen. Doch jetzt wo er hier war, schoss diese eine Frage in seinem Kopf herum. War es wirklich gut, dass er zurück war? Mittlerweile wusste Jack, in welcher Zeit sie gelandet waren, im Jahr 77 und dass Sawyer seit einiger Zeit sein Haus und sein Bett mit Juliet teilte. Aber er konnte es ihm noch nicht mal verübeln, immerhin hatte er ja auch etwas mit Kate angefangen, als sie zu Hause gewesen waren. Und trotzdem hatte es ihn hart getroffen, als er die beiden zusammen gesehen hatte. Bisher hatte Jack noch keine Gelegenheit gehabt, sich mit James über etwas Privates auszutauschen. Er, Kate und Hugo waren in bestimmte Bereiche eingeteilt worden und Sawyer hatte wohl selbst alle Hände voll zu tun.
Und obwohl Jack den Blonden verstehen konnte und er selbst in den letzten drei Jahren nicht enthaltsam gelebt hatte, war er eifersüchtig. Jetzt war er hier und hatte ihn endlich wieder gesehen, konnte ihn aber nicht in seine Arme schließen oder gar küssen. Es war doch zum Verzweifeln.
Seufzend schloss Jack die Augen. Es war schön gewesen, ihn wieder zu sehen, dass musste er zugeben. Sawyer hatte sich kaum verändert. Seine Haare waren etwas länger geworden und am liebsten wäre Jack auf der Stelle zu ihm gerannt und hätte ihn in seine Arme geschlossen, doch so einfach war das leider nicht. Zu viel war passiert und zu viel Zeit lag zwischen ihnen. Zu viel Unausgesprochenes vor allen Dingen. Er wusste nicht, wie die Dinge zwischen ihnen jetzt standen und im Nachgang betrachtet, war es besser gewesen, dass er sich zurückgehalten hatte. Immerhin waren sie kein Paar mehr und Sawyer gehörte jetzt an die Seite von Juliet. Da wollte er sich, trotz Eifersucht, nicht dazwischen drängen. Immerhin hatte James sich drei Jahre lang ein Leben hier aufgebaut, sich angepasst und war allem Anschein nach auch glücklich gewesen... nun sofern man bei der DHARMA-Initiative glücklich werden konnte. Jack selbst konnte das nicht nachvollziehen, aber er war ja auch nicht hier gewesen. Vielleicht hätte er dann genauso gehandelt wie Sawyer.
„Hey Alter, willst mit kommen zu Kate und Juliet, wir wollen was spielen. Karten oder so was. Hat Kate vorgeschlagen.“, wollte Hugo von ihm wissen. Jack hatte gar nicht bemerkt, wie sein Mitbewohner das Haus verlassen und auf die Veranda getreten war. „Nein Hurley, danke. Ich bleib hier. Ich bin irgendwie müde.“, erklärte er, lächelte matt und ließ sich auf den Holzstufen der Verandatreppe nieder. „Okay. Falls du es dir anders überlegst, wir treffen uns bei Juliet.“, erklärte er und danach stapfte er davon. Manchmal, dachte Jack, wäre es einfacher so zu sein wie Hurley. Er war einfach ein gutmütiger Mensch, den man gern haben musste und der sich nicht mit solchen Gedanken rumschlug wie er gerade. Seufzend und niedergeschlagen stützte er seinen Kopf auf seine Hände und schloss kurz die Augen. Er dachte daran, wie er und Sawyer zusammen gekommen waren und an die schönen Zeiten auf dieser Insel. Ja auch die hatte es gegeben, zwar hatten die schlechten überwogen, aber es hatte wirklich schöne Momente mit James gegeben, Momente die er auch nicht mehr missen wollte
Flashback
„Verdammt noch mal, du hast keine Ahnung wie es mir geht!“, schrie Jack wütend. Warum konnte dieser verdammte Idiot nicht endlich einsehen, dass er sich das hier auch nicht ausgesucht hatte. „Das will ich auch gar nicht!“, konterte Sawyer gleich und verengte die Augen sauer. „Das ist wieder typisch für dich. Du wirfst jemandem etwas vor, aber den Versuch ihn zu verstehen, wagst du nicht mal!“, murrte der Arzt und stemmte die Hände in seine Hüfte. „Meinst du wirklich, ich wäre froh darüber gewesen, dass man mich zum Anführer gemacht hat?“, hakte Jack nach. „Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, musst du zugeben, dass du ständig alles kontrollieren willst. Wer hat damals denn den Koffer mit den Waffen bewacht wie ein Schießhund?!“, nannte Sawyer ein Beispiel. Über was sie stritten wusste keiner von beiden mehr wirklich, aber sie hatten sich so sehr in diese Situation reingesteigert, dass sie momentan nicht zurück konnten. „Was hätte ich denn tun sollen? Euch die Waffen überlassen, damit ihr euch gegenseitig abknallt?!“, wollte Jack jetzt wissen. „Wer hat denn immer davon gepredigt, -ab jetzt ist Herr der Fliegen-? Wer? Meinst du wirklich jemandem wie dir könnte man die Rolle eines Anführers übertragen?“ „Du hast es ja noch nicht mal versucht!“, warf James ihm vor und Jack schüttelte den Kopf. „Nein, weil du schon am ersten Tag Leichenfledderei betrieben hast.“ „Ich hab nur brauchbare Dinge aus dem Flugzeugwrack genommen, genauso wie du, falls du dich erinnerst. Oder was war mit den Medikamenten?“ „Natürlich, die waren ja auch alle nur für mich!“, erklärte Jack sarkastisch.
Wenn das so weiterlief, würden sie gleich übereinander herfallen. Jacks Wut war ins unermesslich gestiegen und Sawyer war nicht minder sauer. Sie blickten sich noch einige Sekunden lang wütend in die Augen und dann war alles zu spät. Sawyer stürzte sich auf den Arzt und warf diesen zu Boden. Jack wehrte sich natürlich. James holte aus und schlug Jack ins Gesicht. Dieser hatte gleich darauf den metallenen Geschmack von Blut im Mund, was seine Wut nur noch mehr anstachelte und so schaffte er es den Südstaatler von sich zu stoßen, um diesen gleich wiederum anzugreifen. Er zahlte es ihm mit gleicher Münze heim und drückte ihn dann zu Boden. „Du hast keine Ahnung was diese verdammte Aufgabe mit mir gemacht hat. Du weißt nicht wie es ist, wenn man Entscheidungen treffen muss, die man gar nicht treffen will!“, schrie Jack jetzt und griff Sawyer an seinem Hemdkragen. „Denkst du das wirklich?“, wollte der Blonde wissen und sah in die braunen Augen des Inselarztes. „Ja Sawyer, das denke ich wirklich. Weil du nicht in meiner Situation bist.“, antwortete Jack etwas ruhiger und erwiderte den Blick.
Die blauen Augen des anderen schienen sich in seine zu bohren, aber er würde nicht der Erste sein, der wegblickte. Er würde standhaft sein und… seine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als Sawyer sich noch etwas weiter vorbeugte und Jacks Lippen mit den seinen verschloss. Der Mediziner war so geschockt, dass er erst gar nicht reagieren konnte, doch als sich James wieder löste und ihm einige Sekunden in die Augen blickte, war es um ihn geschehen. Er ließ Sawyers Hemdkragen los und legte stattdessen seine Hände an das Gesicht des anderen, um ihn näher zu sich heran zu ziehen und ihn gleich darauf leidenschaftlich zu küssen. Im nächsten Moment rissen sich beide die Kleider vom Leib und folgten nur noch ihren Gefühlen.
Flashback - Ende
tbc
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