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von Gryffin    erstellt: 25.02.2010    letztes Update: 06.05.2010    Geschichte, Drama / P16    (abgebrochen)
Hallo zusammen! Dies ist meine erste fanfic im Bereich der zauberhaften Hexen. Ich hoffe, sie gefällt euch. Für Kommentare, Anregungen und Kritik bin ich immer offen. Bitte teilt mir mit, was ihr über die Geschichte denkt.
Viel Spass beim lesen.


Sirenen heulten in der Ferne und die Luft brannte vor Hitze. Der Rauch trieb ihr die Tränen in die Augen. Fast blind rannte sie durch den Park, vorbei an umgekippten Säulen, verkohltem Gras und qualmenden Aschehaufen. Sirrende Späher umkreisten ihren Kopf, aber sie beachtete sie nicht. Sie hatte nur ein Ziel und von dem würde sie sich auf keinen Fall abbringen lassen. Sie wusste, dass nur noch wenige Meter vor ihr lagen. Bald würde sie da sein. Ein letztes Mal umschiffte sie mühelos die Spuren des Krieges, bevor sie den schmalen Körper hinter der steinernen Bank ausmachte. Schnell war sie bei ihm und kniete nieder. In langsamen, kaum merklichen Atemzügen hob und senkte sich sein Brustkorb. Der Puls war nur noch schwach zu spüren. In letzter Hoffnung nahm sie seinen Arm und versuchte mit ihm wegzuorben, doch nichts geschah. Verzweifelt unterdrückte sie einen Schmerzensschrei. Sie wusste, dass was sie immer befürchtet hatte, war eingetroffen. Sie war zu spät.
Sanft drückte sie ihm einen Kuss auf seine Wange, dann auf seine Hand. Er sollte wissen, dass sie hier war. Fest hielt sie ihn in ihren Armen und Tränen strömten über ihr Gesicht, als die Atemzüge immer schwächer wurden, bis sie schliesslich ganz erloschen. Weinend brach sie über ihm zusammen. Ihr Herz zerriss.

Es mussten Stunden vergangen sein, als sie wieder zu sich kam. Selbst in ihrer schmerzvollen Trance konnte sie weder Sirenengeheul, noch Spähersirren ausmachen. In dieser kranken Stadt war so etwas wie Nachtruhe eingekehrt, aber sie traute dem Frieden nicht. Es war ein Wunder, dass ihr nichts passiert war, während sie ihrer Trauer nachgegeben hatte. Doch mit dem musste jetzt Schluss sein. Sie konnte es sich nicht leisten, denn sie wurde gebraucht. Trotz allem konnte es durchaus ein guter Zeitpunkt sein, um zu verschwinden. Mit beiden Händen löste sie ihre Kette von ihrem Hals. Ein Ying – Yang – Zeichen, gepaart mit der Triquetra erschien auf ihrer Handfläche. Vorsichtig legte sie es ihm in die Hand und schloss seine Finger darum. Sie würde ihr Zeichen nicht mehr benötigen. Als Einzige von den dreien übrig geblieben, hatte sie ihre beste Hälfte verloren.Schweren Herzens liess sie seinen Arm auf den kalten Boden gleiten. Es war Zeit Abschied zu nehmen, aber sie wusste, dass sie sich wiedersehen würden. Eines Tages...... Langsam, mit einem letzten Blick zurück, verliess sie den Ort. Sie war besser weg, wenn die anderen ihn fanden. Ausserdem warteten nun andere Aufgaben auf sie. Je eher sie diese in Angriff nahm, umso besser.


Schweissgebadet schrak Jayda aus dem Schlaf. Ihr eigener Schrei hatte sie geweckt. Die Augen weit aufgerissen, raste ihr Puls und sie keuchte. Sie brauchte Licht! Hektisch polterte sie auf dem Nachtisch umher, bis sie den Schalter fand. Ein düsteres Licht erhellte nun den Raum und sie versuchte tief einatmend, wieder etwas herunter zu kommen. Es war ja nur ein Traum gewesen. Leider ein etwas zu realer für ihren Geschmack.
Sie schüttelte den Kopf und tadelte sich selbst. Die Gerüche, die Gefühle und Stimmen waren einfach zu lebendig gewesen, als dass es „nur“ ein Traum gewesen sein konnte. Verflixt nochmal!! Was sollte das bloss bedeuten? Sie hatte doch nicht eine solch kranke Fantasie! Aber sie konnte diese Dinge auch unmöglich erlebt haben. Oder doch? War es möglich, sich an Geschehnisse zu erinnern, welche eigentlich nie stattgefunden hatten? Oder erst stattfinden werden? Bei diesem Gedanken schüttelte sie sich. Nie wollte sie diese Geschichte auch nur ansatzweise erleben. Sie war so schrecklich und traurig. Selbst als blosser beschissener Albtraum hatte sie ihr Angst eingejagt. Ein Schauer fuhr ihr über den Rücken. Leider war es nicht das erste Mal gewesen, dass sie schreiend aus dem Schlaf aufgewacht war. Schon seit Wochen verfolgte sie dieser Albtraum, immer und immer wieder. Im Grunde genommen verlief er immer gleich. Hie und da änderten sich Details, was sich aber nicht gross auf das Hauptgeschehen auswirkte. Sie feixte. Wenn es eine ganz besonders schlechte Nacht war, kamen noch weitere, eher kleinere Träume hinzu und diese standen an Brutalität in nichts nach. Sie stand auf. An Schlaf war jetzt erstmals nicht zu denken, obwohl es noch mitten in der Nacht war. Resigniert schlurfte sie in die Küche, um etwas zu trinken.

Dunkle Augenringe begrüssten sie am nächsten Morgen. Es war wirklich keine gute Nacht gewesen. Seufzend versuchte sie mit Make-up und Rouge die Spuren zu vertuschen und ein einigermassen frisches Gesicht zu zaubern. Doch es wollte ihr nicht so recht gelingen. Schliesslich gab sie auf. Die Ausrede einer durchzechten Nacht musste wohl oder übel nochmals herhalten. Sie grinste. Die wievielte war dies jetzt schon? Wenn das so weiter ging, würde sie sich noch zu einer richtigen Partylöwin entwickeln.

„Himmel, siehst du scheisse aus!“ Ihre beste Freundin Scarlett übertraf sich selbst mit Komplimenten. „Zu lange gefeiert, oder was?“ Sie boxte Jayda in die Rippen. „Danke aber auch.“, erwiderte diese und zog eine Grimasse, dann winkte sie ab. „Schlecht geträumt, das ist alles.“ – „Oh je, schon wieder dieser Albtraum?“ Jayda nickte. „Also, Park, toter Mann, Triquetra?“ Autsch, so wie es Scarlett zusammenfasste, klang es echt heftig. „Schmerz und Verzweiflung nicht vergessen, bitte.“, erinnerte sie Jayda und grinste schief. Sie hatte ihrer Freundin den Traum schon hundertmal erzählt. Mittlerweile kannte diese jedes Detail. Kein Wunder, Scarlett war auch die einzige, mit der sie über diese Dinge sprach. Doch keine von beiden konnte sich einen Reim darauf machen, was dies alles bedeuten sollte.
„Mach dir nicht so viele Gedanken darüber.“, munterte Scarlett sie auf, „Wir lassen das grübeln und gehen heute abend aus. Deine Augenringe sollen doch einmal von einer echten durchgezechten Nacht herrühren. Ich habe einen Club entdeckt, welcher ich schon lange einmal besuchen wollte.“ – „Wie heisst denn dieser Club?“ – „Es ist das P3.“ Jayda stimmte zu. Ihre Freundin hatte einen guten Riecher, was Clubs anging und feiern war eine gute Idee. Sie konnte sowieso nicht schlafen, da sprach auch nichts dagegen, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen. Doch zuerst musste sie ersteinmal den Tag an der Uni überstehen. Bei Scarlett untergehakt, betrat sie das Gebäude.
 


Ich hoffe, es hat euch gefallen, auch wenn es nur ein kurzes Kapitel war
Um Reviews wird herzlichst gebeten.
 
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