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von Katja    erstellt: 25.02.2010    letztes Update: 18.03.2010    Geschichte, Allgemein / P18    (abgebrochen)
Die Sekunden verstrichen. Elena wusste nicht, was sie als nächstes tun sollte. So schnell wurde sie Damon also nicht los...
"Also gut: Spucks aus- Was willst du?"
Damons Miene war undurchdringlich und er schien mit seinen Augen direkt durch sie hindurch zu sehen. So als ob er mit sich ringen würde.
"Nun ja...es ist viel passiert in letzter Zeit." begann er. "Daran warst du nicht ganz unschuldig!" entgegnete Elena scharf.
Ein Lächeln glitt über seine Lippen und machte aus der undurchdringlichen Maske für einen kurzen Augenblick wider einen Menschen. Das was er einst war.
"Ich weiß. Doch es ist schwer alte Gewohnheiten aufzugeben." versuchte er Elena gnädig zu stimmen.
Diese trat von ihm weg und ging stattdessen auf ihr Fenster zu. Fast hoffte sie dort unten im Garten könnte ihr Geliebter stehen und auf sie warten. Doch nichts als die schwarze Nacht und der alte Ahornbaum der vom Mondlicht beschienen wurde, waren zu sehen.
Lautlos trat Damon hinter sie. Sie konnte seinen Atem auf ihrem Haar spüren.
"Es sind viele Jahrzehnte vergangen, seit Katharina mich und Stefano verwandelt hat. Während mein kleiner Brunder nie akzepiert hat, was er ist, habe ich diese neue Existenz als eine zweite Chance gesehen, das Leben in vollen Zügen zu genießen."
Er stand jetzt direkt hinter ihr, seine Hände berührten zu beiden Seiten ihre Taillie und zogen sie zu sich heran.
Im ersten Moment dachte Elena daran, ihn von sich zu stoßen und in seine Schranken zu weisen.
Doch sie war ja nur ein schwacher, zerbrechlicher Mensch. Und außerdem begann sie sich zu fragen, was das ganze hier sollte, geschweige denn werden sollte.
"Doch ich bin müde und es Leid umherzuziehen. Ich sehne mich nach dem, was Stefano gefunden hat...auch wenn ich es wohl nie freiwillig zugeben würde. Ich habe Menschen leben und sterben sehen und glaub mir, nichts davon hat mich je interessiert. Jetzt bin ich hier, und komme mir vor wie der größte Schwerverbrecher aller Zeiten, weil ich weiß, dass ich nie mehr gut machen kann, was ich getan habe. Vielleicht ist die Art zu leben, die Stefano gewählt hat, doch nicht so falsch, wie ich immer geglaubt habe."
Elena wartete, was er als nächstes sagen würde. Sie dachte über seine Worte nach, als keine mehr folgten. Nach all den Jahren, scheint Damon doch endlich so etwas wie Reue zu empfinden, doch warum erzählt er das alles mir? Er sollte es Stefano sagen, ihn um Vergebung bitten und endlich seine ewige Feindschaft beenden.
"Du solltest das nicht mir sagen, sondern Stefano!" meinte sie schließlich.
"Du denkst schlecht von mir." stellte er mit einem Mal fest.
"Für dich bin ich nur der böse Bruder von Stefano." wisperte er in ihr rechtes Ohr. Sein Atem strich über ihre bloße Haut am Hals.
"Ich möchte dir das Gegenteil beweisen!"
Bei diesen Worten lief ein Schauer über ihren Rücken. Sämtliche Alarmglocken in ihrem Kopf schlugen Alarm, dass sie ihn sofort von sich stoßen sollte.
Doch andererseits empfand sie Mitleid mit ihm. Denn hinter dieser kaltschnäuzigen Fassade schien Damon einsam und ja vielleicht sogar verletzlich zu sein.
Er schien auf eine bestimmte Reaktion von ihr zu warten, als diese jedoch nicht eintrat, drehte er sie zu sich herum.
Ihre Körper noch immer an den seinen gepresst und es schien ihr merkwürdig, ihm so nah zu sein.
Falsch. Verrückt. Unmöglich.
Sein Gesicht näherte sich dem ihrem. Als seine Lippen mit einem Mal auf den ihren lagen hielt Elena den Atem an.
Er hatte sie schon einmal geküsst. Gegen ihren Willen.
Und auch jetzt war sie sich nicht sicher, ob sie das wirklich wollte.
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