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von ayoka-chan
erstellt: 24.02.2010
letztes Update: 24.02.2010
Geschichte, Abenteuer / P12
(fertiggestellt)
SInn des Lebens eines Samurai
Er hatte seit dem Zeitpunkt, als er den Audienzsaal des Tennos verlassen hatte, mit niemandem mehr gesprochen. Stumm liess er sich in sein Quartier bringen. Quartier… Es war nichts anderes als eine Gefängniszelle. Die Tatami-Matten waren alt und der Raum leer. Vor ihm am Boden lag das Kurzschwert, das man ihm da gelassen hatte. Er sah es stumm an.
Das Schwert ist die Seele eines jeden Samurai.
Der Tenno wusste das. Dennoch hatte er ein Gesetz erlassen, das es den Leuten verbot, Schwerter zu tragen. Ein Gesetz, das Samurai zwang, ihre Seele abzulegen.
Er hatte gehofft, der Kaiser würde ihm etwas sagen, wenn er sagte, dass nur er ihm befehlen konnte, die Schwerter abzulegen.
Aber er hatte geschwiegen.
Die oberste Pflicht eines Samurais ist, seinem Herrn zu gehorchen und ihm Ehre zu machen.
Er hatte gedacht, er diene Japan am besten, wenn er verhindern würde, dass die Gedanken der westlichen Welt sich nicht verbreiteten. Die Menschen aus dem Westen kannten keine Ehre und töteten wahllos Leute. Eine Feuerwaffe wählt kein Opfer. Im Kampfgewimmel tötet sie unzählig viele Gegner, egal wer in die Schussbahn gerät, egal, wer abdrückt.
Er hatte gelebt, um einen solchen Umgang mit Waffen zu verhindern. Er hatte gedacht, so würde er Japan am meisten helfen… so würde er dem Tenno am meisten helfen…
Ein Samurai lebt einzig für seinen Herrn.
Der Tenno passte sich der westlichen Welt an. Er wurde mehr und mehr wie diese Leute aus dem Westen und wurde immer mehr von seinen Beratern beeinflusst. Erst musste Katsumoto sich zurückziehen, dann sogar gegen die Armee verteidigen. Doch damit würde es nicht aufhören… Die Berater würden erst Ruhe geben, wenn der letzte Samurai gefallen war. Katsumoto wusste das nur allzu gut. Er hatte schon viele Männer im Kampf verloren.
Er hatte seit seiner Geburt gedacht, der Sinn des Lebens bestand darin, seinem Herrn willenlos zu gehorchen, ihm ein treuer Diener zu sein.
Aber nun fragte er sich, ob das nicht auch schlecht war. Schliesslich war niemand fehlerfrei – und der Tenno liess sich… Katsumoto hielt inne. So durfte er nicht denken.
Ein Samurai hat seinen Herrn immer mit Hochachtung zu betrachten.
Seit er ein Schwert halten konnte, hatte er einzig für das Wohl des Tenno und das Wohl Japans gelebt. Er hatte den Schwertkampf erlernt, um Japan und seinen Herrn beschützen zu können. Er hatte Bogenschiessen gelernt, um jeden Feind auf Distanz halten zu können. Hatte die Kunst des Schreibens ebenso wie die Kunst der Teezubereitung gelernt, um dem Tenno damit zu dienen.
Und jetzt sass er hier. Vor seinem Schwert und dachte über den Sinn des Lebens nach…
Der Tod erreicht jeden einmal. Aber wenn man die Ehre wahrt, kann man zur Legende werden. Legenden leben ewig. Deshalb ist es manchmal vielleicht besser, die Ehre anstatt das Leben zu wahren.
Die Ehre war das Wichtigste im Leben eines Samurais… Selbst ältere Kinder mussten, wurden sie entehrt, Seppuku begehen. Das Leben war dazu da, sich auf den Tod vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass man seinem Herrn möglichst gut dienen konnte.
Der Tod ist der ständige Weggefährte eines Samurai.
Ein Samurai musste auf den Tod vorbereitet sein. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr. Er lebte im Gewissen, dass er sterben würde, um seinen Herrn zu beschützen. Der Sinn darin war, seinem Herrn zu dienen.
Katsumoto betrachtete das Kurzschwert nachdenklich. Jeden Tag hatte er mit der Gewissheit gelebt, dass dieser Tag kommen würde. Aber die Umstände hatte er sich anders vorgestellt…
Ein Samurai fürchtet den Tod nicht. Niemals.
Man erwartete von ihm, dass er sich das Leben nahm. Aber er konnte noch nicht sterben. Er wollte, dass der Tenno eine letzte Lehre aus den Samurai zog – auch wenn klar war, dass niemand das kommende Gemetzel überleben würde. Dennoch wollte er bei seinen Leuten sein und seinem Herrn ein letztes Mal dienen. Ein letztes Mal dienen, in dem er ihm zeigte, was es wirklich hiess, ein Samurai zu sein.
Er hatte seit dem Zeitpunkt, als er den Audienzsaal des Tennos verlassen hatte, mit niemandem mehr gesprochen. Stumm liess er sich in sein Quartier bringen. Quartier… Es war nichts anderes als eine Gefängniszelle. Die Tatami-Matten waren alt und der Raum leer. Vor ihm am Boden lag das Kurzschwert, das man ihm da gelassen hatte. Er sah es stumm an.
Das Schwert ist die Seele eines jeden Samurai.
Der Tenno wusste das. Dennoch hatte er ein Gesetz erlassen, das es den Leuten verbot, Schwerter zu tragen. Ein Gesetz, das Samurai zwang, ihre Seele abzulegen.
Er hatte gehofft, der Kaiser würde ihm etwas sagen, wenn er sagte, dass nur er ihm befehlen konnte, die Schwerter abzulegen.
Aber er hatte geschwiegen.
Die oberste Pflicht eines Samurais ist, seinem Herrn zu gehorchen und ihm Ehre zu machen.
Er hatte gedacht, er diene Japan am besten, wenn er verhindern würde, dass die Gedanken der westlichen Welt sich nicht verbreiteten. Die Menschen aus dem Westen kannten keine Ehre und töteten wahllos Leute. Eine Feuerwaffe wählt kein Opfer. Im Kampfgewimmel tötet sie unzählig viele Gegner, egal wer in die Schussbahn gerät, egal, wer abdrückt.
Er hatte gelebt, um einen solchen Umgang mit Waffen zu verhindern. Er hatte gedacht, so würde er Japan am meisten helfen… so würde er dem Tenno am meisten helfen…
Ein Samurai lebt einzig für seinen Herrn.
Der Tenno passte sich der westlichen Welt an. Er wurde mehr und mehr wie diese Leute aus dem Westen und wurde immer mehr von seinen Beratern beeinflusst. Erst musste Katsumoto sich zurückziehen, dann sogar gegen die Armee verteidigen. Doch damit würde es nicht aufhören… Die Berater würden erst Ruhe geben, wenn der letzte Samurai gefallen war. Katsumoto wusste das nur allzu gut. Er hatte schon viele Männer im Kampf verloren.
Er hatte seit seiner Geburt gedacht, der Sinn des Lebens bestand darin, seinem Herrn willenlos zu gehorchen, ihm ein treuer Diener zu sein.
Aber nun fragte er sich, ob das nicht auch schlecht war. Schliesslich war niemand fehlerfrei – und der Tenno liess sich… Katsumoto hielt inne. So durfte er nicht denken.
Ein Samurai hat seinen Herrn immer mit Hochachtung zu betrachten.
Seit er ein Schwert halten konnte, hatte er einzig für das Wohl des Tenno und das Wohl Japans gelebt. Er hatte den Schwertkampf erlernt, um Japan und seinen Herrn beschützen zu können. Er hatte Bogenschiessen gelernt, um jeden Feind auf Distanz halten zu können. Hatte die Kunst des Schreibens ebenso wie die Kunst der Teezubereitung gelernt, um dem Tenno damit zu dienen.
Und jetzt sass er hier. Vor seinem Schwert und dachte über den Sinn des Lebens nach…
Der Tod erreicht jeden einmal. Aber wenn man die Ehre wahrt, kann man zur Legende werden. Legenden leben ewig. Deshalb ist es manchmal vielleicht besser, die Ehre anstatt das Leben zu wahren.
Die Ehre war das Wichtigste im Leben eines Samurais… Selbst ältere Kinder mussten, wurden sie entehrt, Seppuku begehen. Das Leben war dazu da, sich auf den Tod vorzubereiten und dafür zu sorgen, dass man seinem Herrn möglichst gut dienen konnte.
Der Tod ist der ständige Weggefährte eines Samurai.
Ein Samurai musste auf den Tod vorbereitet sein. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr. Er lebte im Gewissen, dass er sterben würde, um seinen Herrn zu beschützen. Der Sinn darin war, seinem Herrn zu dienen.
Katsumoto betrachtete das Kurzschwert nachdenklich. Jeden Tag hatte er mit der Gewissheit gelebt, dass dieser Tag kommen würde. Aber die Umstände hatte er sich anders vorgestellt…
Ein Samurai fürchtet den Tod nicht. Niemals.
Man erwartete von ihm, dass er sich das Leben nahm. Aber er konnte noch nicht sterben. Er wollte, dass der Tenno eine letzte Lehre aus den Samurai zog – auch wenn klar war, dass niemand das kommende Gemetzel überleben würde. Dennoch wollte er bei seinen Leuten sein und seinem Herrn ein letztes Mal dienen. Ein letztes Mal dienen, in dem er ihm zeigte, was es wirklich hiess, ein Samurai zu sein.
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