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von Eldalie
erstellt: 23.02.2010
letztes Update: 22.04.2010
Geschichte, Abenteuer / P12
(abgebrochen)
Mein Name ist Joanne und ich bin siebzehn Jahre alt. Ich habe dunkelbraune Haare und rehbraune Augen und keine vornehm blasse Haut, ich bin von Natur aus leicht gebräunt. Ich besuche ein Klosterinternat und wohne dort, denn ich wurde vor sieben Jahren ohnmächtig am Strand gefunden. Zusammen mit einigen Planken und vollkommen ausgemergelt.
Doch zum großen Leiden aller Nonnen und allen voran der Äbtissin bin ich ein ziemlicher Wirbelwind, treibe mich am liebsten draußen herum und wenn im Gottesdienst jemand fehlt, bin das normalerweise ich.
Die anderen Schülerinnen wissen oft nicht, was sie von mir halten können, doch keiner hat wirklich etwas gegen mich. Der Hauptgrund ist, dass ich mich als Einzige traue und die Geschickteste bin, also klettere ich nicht selten über die Klostermauer, so dass ich direkt an den Klippen stehe.
Das Meer zog mich magisch an und ich liebte sowohl das stürmische Grau als auch das malerische Türkisblau des Meeres. Das Rauschen der Wellen war Musik in meinen Ohren und ich konnte schwimmen wie ein Fisch. Dass ich das wusste, verdankte ich einem heimlichen Ausflug nach unten, an den Strand.
Wenn ich also wieder über die Mauer geklettert war, spielte ich von Zeit zu Zeit Postbote und hielt den Briefwechsel einiger Mitschülerinnen und jungen Männern von draußen am Leben. Die Mädchen gaben mir dafür Deckung.
Innerhalb der Mauern war es tadlangweilig für mich und seit einigen tagen planten ich einen Ausbruch. Da ich kaum etwas besaß, was mir wichtig war, würde ich kein Gepäck zu tragen haben, zu wenig jedenfalls um aufzufallen.
Meine Kette, einen kleinen Dolch, den ich von einem der Jungen draußen bekommen hatte und der nicht auffiel, wenn ich ihn in den Strumpf steckte, das wenige Geld, das sich in meinem Besitz befand.
"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen." beendete die gesamte Kirche das Vaterunser und ich stand auf, um möglichst schnell nach draußen zu kommen.
Ich saß auf einer der Bänke, die im Garten aufgestellt waren und holte ein kleines Seidensäckchen aus meiner Rocktasche. Schnell vergewisserte ich mich, dass niemand dabei war, dann nahm ich die Kette heraus, an der ein Anhänger aus Holz hing.
Auf dem Holz war eine Rune eingebrannt, mit der Hilfe der Sonne und einer der Bibliothekslupen. Die gleiche Rune befand sich an meinem rechten Fuß, unter dem Knöchel, unter meiner Haut. Ich wusste nicht, woher ich es hatte, doch ich kannte die Bedeutung des Tattoos: Familie.
"Joanne! Wo bleibst du, beeil dich!" rief Schwester Ilona, die uns in Französisch und Englisch unterrichtete. Erschrocken packte ich die Kette weg und lief zu ihr.
"Verzeihung, Schwester Ilona."
Für morgen stand ein Ausflug nach Port Royal an, die Stadt lag ungefähr eine Meile vom Kloster entfernt. Dort würden wir die örtliche Kirche besichtigen.
Nach der Abendandacht gingen wir in unsere Schlafsäle, in jedem standen zehn Betten. Ich schlief beinahe sofort ein und träumte vom Hafen Port Royals, direkt am Meer.
"Unnd das ihr mir ja nicht verloren geht." sagte die strenge Schwester Maria und wir nickten, brav wie Lämmer. Verstohlen griff ich in meine Tasche, und prüfte, ob ich alles dabei hatte. Die Münzen waren da, das Seidensäckchen ebenfalls.
Als wir unten in Port Royal ankamen, war es Nachmittag und es herrschte reges Treiben. Doch ich würde mich erst von der Gruppe trennen, wenn wir vom Kirchenbesuch zurückkämen.
Tief durchatmen! befahl ich mir und dann, als die nächste größere Gruppe Menschen vorbei kam, mischte ich mich einfach unter die Menge. Es war einfacher, als ich gedacht hatte, und jetzt stand ich da. Es war Abend geworden und langsam kühlte sich die Luft ab, die Sonne ging langsam unter und es roch herrlich nach Meer.
Fürs Erste war das Geld genug, ich ging in die nächste Schenke und bestellte mir ein Abendessen. Entspannt saß ich an dem Tisch und stellte mir vor, wie es wäre, nicht in dem harten, ungemütlichen Bett im stickigen Schlafsaal zu schlafen, als ein panischer Mann hereinstürzte. Er hatte eine Kopfwunde und schrie etwas Unverständliches.
Nur ein Wort hörte ich aus dem Gestottere heraus: Piraten.
Panik brach aus und ich nahm meine Tasche und lief nach draußen. Es roch verbrannt und ich hörte Schreie. Dann stolperte ich über einen Mann, auf dessen Hemd sich langsam ein roter Fleck ausbreitete. In seiner Brust steckte ein Messer und nachdem ich ihm die Augen geschlossen hatte, zog ich das Messer heraus und schlich vorsichtig weiter.
Irgendwie war ich in die falsche Richtung gelaufen, denn plötzlich stand ich vor einem großen, wunderschönen Anwesen. Es war das Haus des Governors und zu meinem großen Entsetzen war die Tür aufgebrochen und zwei Männer führten eine junge Frau heraus.
Elizabeth Swann, die Tochter von Governor Swann. Und weder wehrte sie sich, noch bedrohten die beiden sie großartig. Ich versteckte mich schnell hinter einem Busch und folgte ihnen dann.
Sie gingen zum Hafen und setzten sich in ein Boot. Dieses ruderten sie weiter nach draußen auf ein anderes zu, groß und unheimlich.
Ich verbannte die leise, warndende Stimme in meinem Hinterkopf und stieg in ein weiteres, kleineres Ruderboot, welches verlassen im Wasser gelegen hatte. So leise und unauffällig wie möglich ruderte ich ihnen hinterher und dankte Gott, dass sie mich nicht entdeckten.
Ich besaß kein Geld mehr, das letzte, was jetzt noch Schaden nehmen könnte, wäre die Kette oder mein Dolch und das Messer, doch jetzt war mir alls egal: Ich ließ mich ins Wasser gleiten und schaffte es wie durch ein Wunder, zur Gelleonsfigur zu klettern und mich auf die Stelle zwischen der Meerjungfrau und dem Schiffsrumpf zu setzen.
Doch zum großen Leiden aller Nonnen und allen voran der Äbtissin bin ich ein ziemlicher Wirbelwind, treibe mich am liebsten draußen herum und wenn im Gottesdienst jemand fehlt, bin das normalerweise ich.
Die anderen Schülerinnen wissen oft nicht, was sie von mir halten können, doch keiner hat wirklich etwas gegen mich. Der Hauptgrund ist, dass ich mich als Einzige traue und die Geschickteste bin, also klettere ich nicht selten über die Klostermauer, so dass ich direkt an den Klippen stehe.
Das Meer zog mich magisch an und ich liebte sowohl das stürmische Grau als auch das malerische Türkisblau des Meeres. Das Rauschen der Wellen war Musik in meinen Ohren und ich konnte schwimmen wie ein Fisch. Dass ich das wusste, verdankte ich einem heimlichen Ausflug nach unten, an den Strand.
Wenn ich also wieder über die Mauer geklettert war, spielte ich von Zeit zu Zeit Postbote und hielt den Briefwechsel einiger Mitschülerinnen und jungen Männern von draußen am Leben. Die Mädchen gaben mir dafür Deckung.
Innerhalb der Mauern war es tadlangweilig für mich und seit einigen tagen planten ich einen Ausbruch. Da ich kaum etwas besaß, was mir wichtig war, würde ich kein Gepäck zu tragen haben, zu wenig jedenfalls um aufzufallen.
Meine Kette, einen kleinen Dolch, den ich von einem der Jungen draußen bekommen hatte und der nicht auffiel, wenn ich ihn in den Strumpf steckte, das wenige Geld, das sich in meinem Besitz befand.
"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes, Amen." beendete die gesamte Kirche das Vaterunser und ich stand auf, um möglichst schnell nach draußen zu kommen.
Ich saß auf einer der Bänke, die im Garten aufgestellt waren und holte ein kleines Seidensäckchen aus meiner Rocktasche. Schnell vergewisserte ich mich, dass niemand dabei war, dann nahm ich die Kette heraus, an der ein Anhänger aus Holz hing.
Auf dem Holz war eine Rune eingebrannt, mit der Hilfe der Sonne und einer der Bibliothekslupen. Die gleiche Rune befand sich an meinem rechten Fuß, unter dem Knöchel, unter meiner Haut. Ich wusste nicht, woher ich es hatte, doch ich kannte die Bedeutung des Tattoos: Familie.
"Joanne! Wo bleibst du, beeil dich!" rief Schwester Ilona, die uns in Französisch und Englisch unterrichtete. Erschrocken packte ich die Kette weg und lief zu ihr.
"Verzeihung, Schwester Ilona."
Für morgen stand ein Ausflug nach Port Royal an, die Stadt lag ungefähr eine Meile vom Kloster entfernt. Dort würden wir die örtliche Kirche besichtigen.
Nach der Abendandacht gingen wir in unsere Schlafsäle, in jedem standen zehn Betten. Ich schlief beinahe sofort ein und träumte vom Hafen Port Royals, direkt am Meer.
"Unnd das ihr mir ja nicht verloren geht." sagte die strenge Schwester Maria und wir nickten, brav wie Lämmer. Verstohlen griff ich in meine Tasche, und prüfte, ob ich alles dabei hatte. Die Münzen waren da, das Seidensäckchen ebenfalls.
Als wir unten in Port Royal ankamen, war es Nachmittag und es herrschte reges Treiben. Doch ich würde mich erst von der Gruppe trennen, wenn wir vom Kirchenbesuch zurückkämen.
Tief durchatmen! befahl ich mir und dann, als die nächste größere Gruppe Menschen vorbei kam, mischte ich mich einfach unter die Menge. Es war einfacher, als ich gedacht hatte, und jetzt stand ich da. Es war Abend geworden und langsam kühlte sich die Luft ab, die Sonne ging langsam unter und es roch herrlich nach Meer.
Fürs Erste war das Geld genug, ich ging in die nächste Schenke und bestellte mir ein Abendessen. Entspannt saß ich an dem Tisch und stellte mir vor, wie es wäre, nicht in dem harten, ungemütlichen Bett im stickigen Schlafsaal zu schlafen, als ein panischer Mann hereinstürzte. Er hatte eine Kopfwunde und schrie etwas Unverständliches.
Nur ein Wort hörte ich aus dem Gestottere heraus: Piraten.
Panik brach aus und ich nahm meine Tasche und lief nach draußen. Es roch verbrannt und ich hörte Schreie. Dann stolperte ich über einen Mann, auf dessen Hemd sich langsam ein roter Fleck ausbreitete. In seiner Brust steckte ein Messer und nachdem ich ihm die Augen geschlossen hatte, zog ich das Messer heraus und schlich vorsichtig weiter.
Irgendwie war ich in die falsche Richtung gelaufen, denn plötzlich stand ich vor einem großen, wunderschönen Anwesen. Es war das Haus des Governors und zu meinem großen Entsetzen war die Tür aufgebrochen und zwei Männer führten eine junge Frau heraus.
Elizabeth Swann, die Tochter von Governor Swann. Und weder wehrte sie sich, noch bedrohten die beiden sie großartig. Ich versteckte mich schnell hinter einem Busch und folgte ihnen dann.
Sie gingen zum Hafen und setzten sich in ein Boot. Dieses ruderten sie weiter nach draußen auf ein anderes zu, groß und unheimlich.
Ich verbannte die leise, warndende Stimme in meinem Hinterkopf und stieg in ein weiteres, kleineres Ruderboot, welches verlassen im Wasser gelegen hatte. So leise und unauffällig wie möglich ruderte ich ihnen hinterher und dankte Gott, dass sie mich nicht entdeckten.
Ich besaß kein Geld mehr, das letzte, was jetzt noch Schaden nehmen könnte, wäre die Kette oder mein Dolch und das Messer, doch jetzt war mir alls egal: Ich ließ mich ins Wasser gleiten und schaffte es wie durch ein Wunder, zur Gelleonsfigur zu klettern und mich auf die Stelle zwischen der Meerjungfrau und dem Schiffsrumpf zu setzen.
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