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Geschichte: Fanfiktion
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von Manu und Julee
erstellt: 23.02.2010
letztes Update: 24.08.2010
Geschichte, Thriller, Krimi / P18
(fertiggestellt)
Herzlich willkommen zum fünften Abenteuer der Kämpfer des Friedens und unserem zwischenzeitlich dritten gemeinsamen Werk. Das Euch vorliegende Abenteuer greift die dunkle Vergangenheit des Cygenics Manu nochmal etwas auf. Wie in "03. Summertime Story" stellenweise angeklungen hat der Junge ja einiges hinter sich. Wie sagte Colt mal so treffend: "Die Vergangenheit hat die Angewohnheit einen wieder einzuholen!" Was dass bedeutet, lest es nach! Um nicht zu viel vorweg zu verraten, im späteren Storyverlauf erhalten neben Detektive Del Spooner und Dr. Susan Calvin die aus dem Film I, Robot bestens bekannt sind noch Spiderman und zwei Detektives aus der Krimiserie "Criminal Intent" einen Gastauftritt.
Wir wünschen Euch ganz viel Spaß mit der Story!
Eure Julee Tiger und ManuB
PS: Da wir beide kaum Französisch sprechen, bitten wir möfliche fehler zu berücksichten. Gerne nehmen wir Verbesserungen entgegen!
Langsam aber Sicher hatte Irene sich wieder an den wenigen Schlaf gewöhnt. Sie stand morgens sehr früh auf und kümmerte sich dann um Kleinigkeiten, die auf der Krankenstation liegen geblieben waren. Sie hätte auch Jean bitten können das für sie zu erledigen, aber das war nicht Irenes Art. Sie hatte sich dazu bereit erklärt die Medikamente und das Verbandsmaterial regelmäßig nach auf Haltbarkeit zu prüfen und immer für genug Nachschub zu sorgen, also tat sie es auch. Ein Mal im Monat wollte sie sich einen Tag dafür nehmen, was während ihrer Semesterferien kein großes Problem war. Doch neben ihren Aufgaben am Xavier Institut und der Zeit, die sie mit lernen verbrachte, machte sie noch ein Praktikum bei Dr. Reed Richards.
Professor Xavier hatte ihr das Ermöglicht, da Irene gerne mehr über den Cygenic Manu wissen wollte, der buchstäblich vom Himmel gefallen war.
Es klopfte an die Tür zur Krankenstation.
„Ich hoffe, da bringt mir jemand einen Kaffee!“ sagte Irene. Sie sah von den Medikamenten auf und drehte sich zur Tür.
„Guten Morgen, Schwester Irene!“ sagte Jubilee. Sie sah ihr Gegenüber aus kleinen Augen an und ging langsam zu der Untersuchungsliege, wo sie Platz nahm.
„Was kann ich für dich tun, so früh am Morgen?“
„Ich habe Kopfschmerzen!“ sagte Jubilee. „Könnte ich bitte eine Tablette haben? Oder auch zwei?“
Irene musterte ihre Schülerin argwöhnisch und sagte schließlich: „Nein!“
„Sie können mir doch keine medizinische Hilfe verweigern!“ protestierte Jubilee.
„Wenn du Kopfschmerzen hast, dann kannst du wieder ins Bett gehen; vom Unterricht wärst du heute befreit. Wenn du heute Mittag immer noch Kopfschmerzen hast, dann können wir noch mal darüber reden.“
„Aber ich wollte doch heute Abend in die Disco!“
Irene kämpfte mit ihrer Selbstbeherrschung. Sie hatte nicht nur beruflichen Stress, nein sie hatte auch Knatsch mit Samantha; und nun strapazierte Jubilee ihre Nerven noch zusätzlich!
„Du kannst entweder jetzt eine Tablette haben, dich wieder ins Bett legen und ausruhen oder du kannst heute zum Unterricht und heute Abend mit deinen Freundinnen ausgehen, aber dann bekommst du keine Tablette. Entweder bist du Krank und bleibst im Bett, oder du bist Gesund, brauchst keine Medikamente und kannst heute Ausgehen!“
Vor Wut schnaubend sprang Jubilee von der Untersuchungsliege und steuerte auf die Tür zu.
„Und versuch es erst gar nicht woanders!“
Jubilee knallte die Tür hinter sich zu.
Nachdem Irene sich einen Kaffee geholt hatte, stellte sie das Radio an und machte sie sich wieder an die Arbeit.
„Paracetamol 500mg – 25 Tabletten – haltbar bis…“
…nun die Nachrichten! verkündete der Radiomoderator – Irene hörte aufmerksam zu.
Berichtet wurde um die aktuelle Lage im Nahen Osten, ein Verkehrsunfall auf dem örtlichen Freeway.
… wurde eine junge Frau gefunden. Laut Polizeisprecher war sie etwa fünfzehn Jahre alt und man hat ihr alle Lebenswichtigen Organe, so wie den Uterus und die Augen entnommen. Dies ist nun die achte Leiche, die so verstümmelt gefunden wurde. Ob es sich hier bei dem Opfer um eine Mutantin handelt konnte noch nicht bestätigt werden. Zur Stunde kann die Polizei noch nicht sagen, ob es sich um die Täter von Chicago handelt oder ob es sich hier um einen Trittbrettfahrer handelt. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten! Und nun zum Wetter!
„Ob ich den Mädchen verbieten sollte in die Stadt zu fahren?“ fragte sich Irene. Aber sie wusste auch, dass die Mädchen sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen lassen würden. Denn och würde sie den Mädchen sagen, dass sie sich auf dem Weg zur Disco und zurück nicht trennen sollten!
Irene eilte in die Küche und schnappte sich einen Apfel.
„Sorry, ich habe es eilig! Bis heute Abend, Honey!“ sagte Irene und drückte ihrer Verlobten einen Kuss auf den Mund, völlig ignorierend, dass Sam gerade noch ihre Omelett kaute.
Schnellen Schrittes eilte Irene zu ihrem Wagen, während das Garagentor sich automatisch öffnete. Sie warf ihre Umhängetasche auf den Beifahrersitz und startete den Motor. Während sie noch vom Grundstück fuhr, knabberte sie an ihrem Apfel. Sie stellte den CD-Player in ihrem Wagen an, drehte die Musik auf und gab Gas, während sie laut mitsang.
„Der Frisur nach war es Irene, aber nach der Geschwindigkeit war es Quicksilver!“ scherzte Logan, woraufhin leises Gekicher am Lehrertisch ausbreitete.
Nur Sam war nicht zum Lachen zu mute: „Sehr witzig! HA HA HA!“
„Bedrückt dich etwas?“ fragte Kurt. „Du bist doch sonst immer zu Scherzen aufgelegt.“
„Darf ein Empath nicht auch mal einen schlechten Tag haben?“ nörgelte Sam und aß ihr Omelett weiter.
Plötzlich verging ihr der Appetit, was aber nicht daran lag, dass ihr Frühstück schon kalt war. Sie sah zur Tür, wo gerade Manu an der Hand von Jubilee die Küche betrat.
„Gebt dem Mädchen eine Aspirin!“ fehlte Sam und massierte sich die Schläfen. Sie vermutete, dass sie sehr stark auf Man reagierte und ging ihm daher meistens aus dem Weg. Es war ihr einfach nicht begreiflich, wie eine Maschine Gefühle haben konnte. Und zu allem Überfluss hatte Jubilee auch noch Kopfscherzen, die mit Irenes Migräne hätten mithalten können.
„Tut mir Leid, Sam, aber Irene hat es uns untersagt!“ sagte Jean und berichtete ihr, was sich heute Morgen auf der Krankenstation abgespielt hatte.
„Verstehe!“ Sam erhob sich von ihrem Platz. „Aber das werde ich mir heute nicht antun!“ Sie sah noch mal zu Jubilee und dann zu Manu, bevor sie die Küche verließ.
Irene stand vor dem Aufzug der Tiefgarage des Baxter Buildings. Sie war eigentlich der Typ, der die Treppen vor zog, aber wenn sie mehr als sechs Etagen hoch musste, war es ein guter Grund für sie, doch den Aufzug zu nehmen!
„Warten Sie auf mich!“ rief eine ältere Frau um die sechzig Irene zu. „Warten Sie bitte auf mich!“
Sofort drückte Irene auf den Knopf um die Türen offen zu halten.
„Vielen Dank, Miss. In meinem Alter ist man eben nicht so schnell“, sie verwickelte Irene in ein Gespräch. „Ich habe sie hier schon öfters gesehen. Sind sie die neue Assistentin von Dr. Richards?“
„Nein, ich mache ein Praktikum bei ihm.“
„Ach so ist das. Ich will Ihnen oder Dr. Richards ja nichts unterstellen, aber er scheint ein Fable für blonde, junge und vor allem hübsche Frauen zu haben, so wie Sie es sind! Sind sie denn Naturblond? Das müssen Sie sein. Ihre Haarfarbe passt so gut zu Ihren schönen Augen...“
Irene wusste im ersten Moment nicht, ob man sie beleidigt sein sollte oder man ihr ein Kompliment gemacht hatte.
„Ja, ich bin Naturblond!“ sagte sie. Sie wollte sich nicht weiter mit der Frau unterhalten, die ihr erzählte, dass ihr Mann früh gestorben sei und sie von seiner Lebensversicherung im Luxus leben konnte.
„Aha…“ sagte Irene beiläufig und nahm ihre Brille ab um diese zu Putzen. Die Fahrt mit dem Aufzug kam ihr heute verdammt lang vor.
„Sie sollten Kontaktlinsen tragen!“ sagte sie. „Sie haben so schöne Augen, da ist es ein Verbrachen sie hinter einer Brille zu verstecken.“
„Das tue ich gelegentlich!“ sagte Irene. „Aber ich war heute so in Eile, dass ich die Brille vorzog.“
„Ja, du Jugend von Heute… immer muss alles schnell gehen! Oh, das ist meine Etage. Einen schönen Tag noch. Miss!“
Irene lächelte und deutete ein höfliches Nicken an: „Madam!“
„Morgen, Sue!“ begrüßte Irene Susan Storm, die Reed Richards Assistentin war. Sie hatten sich damals darauf geeinigt, sich mit den Vornamen anzureden, eine durchaus übliche Sache bei Kollegen.
„Guten Morgen, Irene“, erwiderte diese und reichte ihr einen Kaffee, „Sie wirken heute irgendwie gestresst.“
„Das bin ich auch“, sagte Irene, nippte von ihrem Kaffee und erzählte Susan, was heute Morgen Vorgefallen war. „… dachte ich, die Lady will mir eine Affäre mit Reed unterstellen!“
Sue lachte: „Du solltest sie nicht ernst nehmen. Letztens war mein Bruder hier, weil er mich abholen wollte. Sie hatte ihm dann wohl auch unterstellt, dass er Reeds Beuteschema passen würde.
Irene prustete los vor lachen. Sie hatte Sues Bruder auch kurz gesehen und wusste sofort, dass er alles andere als Schwul war.
„Was ist mit mir? Ich hab meinen Namen gehört?“ rief Reed, der in der Tür zum Labor stand. „Habe ich irgendetwas ausgefressen, dass Sie so lachen, Irene?“
„Es geht um Misses Chessnut!“ erklärte Sue, „Irene hat sie vorhin kennen gelernt!“
„Oh, mein Beileid!“ sagte Reed scherzhaft.
„Halb so schlimm!“ Irene machte abwertende Geste, „Ich habe gelernt nicht hinzuhören, wenn es nicht wichtig ist; gelegentlich ein AHA und keiner merkt es!“
Sam hatte Irene versprochen sich um Prinz zu Kümmern, wenn sie wegen ihrem Praktikum unterwegs war. Zurzeit war sie ja noch in New York und kam Abends nach Hause, aber bald würde sie Muir Island in Schottland gehen, um bei Moira MacTaggert ihre Doktorarbeit zu schreiben. Das wären dann wieder einige Wochen, in denen Sam ihre Verlobte nicht sehen würde.
„Vermisst du sie auch?“ fragte Sam.
Prinz, der schwarze Hengst von Irene, wieherte laut, stupste sie mit der Nase an und scharrte mit dem Vorderhuf.
Sam reichte ihm einen Apfel. Sie wusste nicht, ob ihre Empathie auf das Tier reagiert oder ob es daran lag, dass sie ihn so gut kannte um zu wissen, dass er Hunger hatte.
Nachdem Prinz den Apfel verspeist hatte, ließ er sich von Samantha das Zaumzeug anlegen und sich zum Tor frühren.
Auch wenn Sam wenige Zentimeter größer als Irene war, so war sie dennoch zu klein ohne Steigbügel auf den Rücken von Prinz zu gelangen. Das Reiten hatte Logan ihr damals heimlich beigebraucht (siehe Banshee – Schwester Irene) und hatte dabei die Tatsache berücksichtigt, dass Irene nie einen Sattel nutze.
„Ich merke schon, dass du dich auf deinen Ausritt freust. Na dann los!“ Sam trieb den schwarzen Hengst an und führte ihn Richtung Wald.
Sie hatte Mitleid mit dem Tier, denn wenn Samantha selber schon keine Chance hatte mit Irene zu reden, wie sollte Prinz das dann erst bewerkstelligen?
„Vielleicht sollte ich einfach gehen und dich mitnehmen!“ sagte sie zu Prinz. „Irene würde es bestimmt nicht merken!“
Prinz wieherte und warf den Kopf zurück.
„Schon gut, Prinz! Ich werde nicht einfach gehen und dich nicht einfach mitnehmen!“ sagte Sam und tätschelte ihm den Hals. Sie trieb Prinz zum Galopp an.
„Aber bleiben kann ich unter diesen Umständen auch nicht…“
Sam hatte Prinz auf die Koppel gebracht, wo er den Tag mit den anderen Pferden verbringen würde. Das Zaumzeug hatte sie ihm abgenommen und brachte es wieder zum Stall, als Janet ihr entgegen kam.
„Samantha…“ keuchte die Schülerin, als sie angerannt kam. „Ich habe sie schon überall gesucht!“
„Ist was passiert?“ fragte Sam. Sie spürte die Unruhe der Schülerin.
„Nein, ich habe es einfach nur eilig…“ Janet holte noch mal tief Luft. „Schwester Irene hat vorhin für sie angerufen. Sie lässt ausrichten, dass es heute Abend später wird. Sie sollen sich also keine Sorgen machen!“
„Danke, Janet!“ sagte Sam und stampfte davon. Sie war verdammt sauer. Irene hätte ihr auch eine SMS schreiben können, aber sie ließ sich über eine Schülerin entschuldigen!
Die Gabe der Empathie steigerte ihre eigene Wut. Wenn Sam sicht nicht bald abreagieren würde, dann würde sie sich bei dem erst bestem, der ihr über den Weg lief, Luft machen.
Am Haus angekommen ging es ihr schon wieder besser. Der kurze, aber stramme Marsch hatte dafür gesorgt, dass ihre Wut sich legte.
„Ist sie es überhaupt Wert, dass ich mich so aufrege?“ Sam seufzte und verschwand in den Schatten der Villa.
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