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von Rei Hino    erstellt: 23.02.2010    letztes Update: 27.03.2010    Geschichte, Allgemein / P18    (abgebrochen)
„Ich verstehe immer noch nicht, warum du unbedingt willst, dass wir mit denen in den Urlaub fahren. Hast du irgendwie eine masochistische Ader oder was? Willst du dir die ganze Zeit ansehen, wie sie da mit ihrem Freund rummacht?“, fragte Taiki, der auf dem Beifahrersitz des Mitsubishi Grandis saß. Die Brüder Kou waren mit einem Leihwagen auf dem Weg zum Hikawa Tempel, wo sie sich mit den anderen treffen wollten. Es war am Morgen des Tages, an dem sie die Reise nach Izu-Oshima antreten wollten. „Auch wenn ich Bunny nicht haben kann, sie ist mir trotzdem als Mensch sehr wichtig.“ „Du bist immer noch hinter ihr her und machst dir Hoffnungen. Mensch, du bist ein Kou! Ein Kou läuft einem Mädchen nicht hinterher! Die Mädels sind diejenigen, die sich uns an den Hals schmeißen!“
„Halt die Klappe Taiki“, mischte Yaten sich ein, „die ganzen Weiber, die hinter uns her sind, die sehen in uns doch nur die Stars, nicht, wie wir wirklich sind.“
„Ja und? Zum Spaß haben reicht es doch…“
„Zu mehr auch nicht. Die dummen Gören sind vor allem wegen Geld und Ruhm hinter uns her. Mit wahrer Liebe hat das nichts zu tun…“
„Und natürlich, weil wir so tolle Typen sind. Wozu Liebe, wenn es einem das Herz bricht? Wozu einer Frau hinterher weinen, wenn man doch so viele haben kann?“
„Vergiss es, Yaten, Taiki hat noch nicht begriffen, dass Liebe nichts mit Logik zu tun hat.“
„Wie soll er auch, wo doch seine große Liebe die Logik ist!“
Taiki schnitt eine Fratze. „Wenn ihr euch mehr an meine Ratschläge halten würdet, dann würde es euch auch besser gehen und ihr würdet mir nicht dauernd die Ohren voll heulen.“
„Ja, ok, du hast Recht – es ist wohl völliger Irrsinn, dass ich noch immer sehr viel für Schätzchen empfinde. Aber was soll ich tun? Ich kann meine Gefühle halt nicht abstellen…“
„Du hättest aber versuchen können, ihr aus dem Weg zu gehen – das wäre jetzt, wo wir Ferien haben, auch einfach gewesen. Aber nein, du wolltest ja unbedingt die Einladung von denen annehmen, mit ihnen zu vereisen…“
„Jetzt halt doch endlich die Klappe, Taiki. Wir haben uns entschieden in den Urlaub zu fahren und damit Basta. Wir werden jetzt ganz bestimmt nicht absagen, weil du uns mit deinen klugen Sprüchen dazu rätst“, sagte Yaten. Er konnte Seiya verstehen, wie es war, wenn man jemanden nicht mehr aus dem Kopf bekam, denn auch er war verliebt. Allerdings war die Dame seines Herzens im Gegensatz zu Bunny nicht vergeben und er wollte schon alleine wegen ihr mit auf die Reise. Sollte Taiki doch bloß still sein, nicht, dass Seiya nachher noch auf ihn hörte und doch nicht mehr mit wollte! Er brauchte seine Brüder als Verstärkung, für den Fall, dass ihm irgendwer auf die Nerven ging, zum Beispiel, wenn die Kampflesbe Haruka mit ihrer Freundin hinzukommen würde. Taiki und Seiya konnten die nämlich auch nicht leiden.

Schließlich waren sie am Hikawa Tempel angekommen. Mamorus Auto stand schon davor an der Straße. Seiya, Yaten und Taiki stiegen aus, um die anderen zu begrüßen. „Hi Schä…schön euch zu sehen“, sagte Seiya, als er Bunny erblickte. Natürlich hätte er fast den Spitznamen, den er immer für sie verwendete, fast genannt, aber Mamoru stand direkt neben ihr und er wollte nicht schon vor Antritt der Reise den ersten Streit vom Zaun brechen.
Makoto und Minako standen beide bei Motoki, jede von ihnen versuchte, von der Konkurrentin abzulenken und seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Yuichiro schleppte gerade angestrengt zwei große Koffer die Treppen vor dem Tempel herunter. Er war sehr schwer und ihm standen schon Schweißperlen auf der Stirn. „Hey, brauchst du so viele Klamotten, dass du gleich zwei so riesige Gepäckstücke mitnehmen musst?“, rief Seiya ihm zu.
„Das sind nicht meine, die gehören beide Rei. Oh mein Gott, sind die schwer! Ah!“ Er wäre fast mit dem Fuß umgeknickt. „Pass gefälligst besser auf, Yuichiro! Wehe du lässt die Koffer fallen! Nicht, dass sie aufgehen und meine ganzen Sachen hier auf der Treppe herumfliegen! Dann musst du alles wieder aufsammeln und einpacken!“, schrie Rei, die mit einer Handtasche hinter ihm her kam.
Armer Kerl, dachte Seiya, die Frau hat ihn voll im Griff und er pariert bei Fuß.
Am Ende der Treppe knallte Yuichiro die Koffer auf den Boden. Fast wäre er noch mit der Last zusammen gebrochen. „In welches Auto soll ich die Koffer packen?“, fragte er vor Erschöpfung keuchend.
„Wir haben noch gar nicht besprochen, wer bei wem mitfährt“, stellte Mamoru fest. Er hatte Bunny, Motoki und Makoto abgeholt und zum Tempel gefahren. Ami und Minako wurden von Minakos Eltern gebracht.
„Für mich kommt nur einer in Frage, neben dem ich auf dem Beifahrersitz sitzen möchte.“ Bunny strahlte Mamoru verliebt an. Seiya blickte weg. Es war klar, dass sie ihn nicht gemeint hatte. Leider. Dabei hätte er sie so gerne neben sich, an seiner  Seite gehabt…
„Für mich gibt’s auch eine Person, neben der ich unbedingt sitzen will, nämlich meine liebe Rei!“ Yuichiro versuchte sie, unter seinen Stirnfransen mit einem Dackelblick milde zu stimmen.
„Ja klar, immer neben mir, du Nervensäge“, knurrte Rei.
„Ich will neben Motoki sitzen!“, sagte Minako entschieden. „Nein, ich!“, erwiderte Makoto sofort. Motoki, dem es fast schon unangenehm war, dass sie die beide um den Platz neben ihm streiten wollten: „Ihr könnt doch beide neben mir sitzen. Eine links, eine rechts.“
Sie einigten sich schließlich darauf, dass Minako, Motoki und Makoto bei Bunny und Mamoru mitfuhren; Ami, Rei und Yuichiro teilten sich die Rückbank im Auto der Kou Brüder. Endlich konnte die Fahrt losgehen.

Mamoru war die ganze Zeit voran gefahren. Als sie auf die Autobahn kamen, hatte Seiya genug. Er war eifersüchtig auf ihn, weil Mamoru die Person an seiner Seite hatte, die er so sehr begehrte. Und dann sollte er diesem Typen auch noch mit seiner dicken Karre, mit der der Grandis, in dem sie saßen, einfach nicht mithalten konnte, vor ihm fahren? Sein männliches Ego brauchte endlich mal wieder einen Kick. Er war ein Kou! Zu Hause hatten er und seine Brüder noch viel teurere Autos, aber er würde jetzt zeigen, dass er jetzt auch noch aus dieser Karre etwas rausholen konnte! Er blinkte, fuhr auf die Überholspur und trat kräftig aufs Gas, sodass das Auto kräftig beschleunigte. Hinten fingen Rei und Ami an zu kreischen.
„Was ist denn jetzt los?!? Warum fängst du an so zu rasen!“, schrie Rei.
Taiki hingegen fand die Aktion seines Bruders voll cool und winkte den anderen in Mamorus Auto zu.
„Hey cool, das Auto hier kann ja doch was.“ Yuichiro gefiel das schnelle Fahren ebenfalls. Einzig Yaten zeigte keinerlei Reaktion. Er war mies gelaunt, weil ihm seine Traumfrau heute noch keinerlei Beachtung geschenkt hatte.
Seiya hingegen lächelte zumindest wieder etwas. Der kleine Schub Testosteron tat ihm gut.

„Ich hab so einen Hunger“, sagte Bunny, nachdem sie einige Zeit gefahren waren, „ich brauche dringend etwas zu essen!“ Ihr Magen grummelte schon mächtig, so leer war er. Außerdem verlangte ihr Appetit nach etwas schön Deftigem!
„Eben stand da ein Schild, dass es nur noch 1000 Meter zu einem MacDonalds sind“, meinte Makoto, „dann muss man rechts abbiegen.“
„Au ja, da müssen wir unbedingt halten!“
„Dann muss nur mal jemand von euch einen von den anderen anrufen“, sagte Mamoru.
„Das übernehme ich! Ich rufe Rei an!“ Bunny kramte ihr Handy aus ihrer Tasche und suchte Rei’s Nummer. „Rei, wir müssen dringend halten! Ein Notfall! Ihr müsst in 1000 Metern rechts abbiegen!“
„In weniger als 1000 Metern – wir sind ja jetzt schon etwas weiter gefahren“, korrigierte Motoki sie.
„In etwas weniger als 1000 Metern meine ich – aber es ist ganz dringen!“
„Was ist los? Mit eurem Auto ist doch hoffentlich alles in Ordnung?“, fragte Rei.
„Ja, damit schon! Aber die Rast ist jetzt gaaaaaanz dringend!“
„Ok, ich werd’s ausrichten“, sagte Rei. „Das war Bunny – sie hat gesagt, dass wir dringend anhalten müssen – also gleich wohl rechts“, sagte sie zu Seiya.
Bei der nächsten Abfahrtsmöglichkeit fuhren sie auf den Parkplatz einer Raststätte, neben der auch direkt ein MacDonalds war. Alle stiegen aus. „Eben am Telefon hat es echt dringend geklungen – dann mal schnell, bevor du dir in die Hose machst“, sagte Rei zu Bunny.
„Ich muss nicht aufs Klo – ich muss dahin!“ Sie zeigte mit dem Finger auf den Macces. „Ich hab so einen Hunger, ich sterbe gleich!“
Während ein paar der anderen zu kichern anfingen, seuftze Rei nur genervt. „Das ist ja wieder typisch, kaum sind wir ein paar Meter gefahren, denkst du nur wieder ans Fressen! Ist das überhaupt noch was anderes in deinem Kopf drin?“
„Das willst du gar nicht wissen, was sonst noch drin ist in meinem Kopf“, meinte Bunny grinsend. Wenn Rei gewusst hätte, dass sie in letzter Zeit öfter an Schmutziges gedacht hatte. Sie dachte dabei nämlich vorfreudig daran, was sie mit Mamoru imUrlaub endlich erleben wollte. Er würde sie endlich zur Frau machen. Sie waren nun schon so lange zusammen und hatten es immer noch nicht getan. Aber sie spürte, dass es nun langsam endlich an der Zeit war, es zu wagen.

Die Freunde gingen in den MacDonalds rein, die Threelights hatten sich Cappies und Sonnenbrillen aufgesetzt, damit sie nicht gleich von jedem erkannt wurden.
„Was nehme ich nur?“, überlegte Makoto laut, „ein Menü mit BigMac, einem Hamburger Royal TS oder mit McChicken?“
„Mako, für mich ist das ganz klar – ich nehme ein Maxi Menü mit all diesen Sachen! Und  dazu noch Farmkartoffeln und einen McFlurry Smarties!“
„Sag mal, willst du aus deinem Schwimmzeug rausplatzen, du Fresssack?“, fragte Rei, „oder als dicke Boje im Wasser rumschwimmen?“
„Das ist unsere Bunny“, lachte Makoto, „na dann kann ich mir ja auch ein Menü mit zwei Burgern und Nachtisch gönnen.“
„Ich nehme nur einen Chicken Caesar Salad“, sagte Minako naserümpfend und blickte dabei Makoto an, „ich achte nämlich auf meine Figur.“ Sie wollte möglichst schlank sein, denn schließlich würde Motoki sie im Bikini sehen. Deswegen hielt sie seit der Reiseplanung auch strickte Diät und aß fast nur noch Gemüse. Sie hatte sich schon erfolgreich einige Kilos runtergehungert. Natürlich vermisste sie schon ab und zu etwas Süßes und Gehaltvolles, aber sie wollte um keinen Preis, auch nur ein Gramm Fett zu viel haben. Wenn sie nur dünn genug war, würde sie aussehen wie ein Topmodel und die besten Chancen bei Motoki haben, dachte sie.
Makoto war natürlich der abschätzige Blick von Minako nicht entgangen. Sie selbst war ja schon immer die jenige von ihren Freundinnen gewesen, die etwas mehr auf den Rippen hatte. Sie war nicht übergewichtig, aber sie kam sich neben der immer dünner werdenen Minako schon bald dick vor. Vor allem störte es sie, dass diese so auf sie herabblickte, weil sie eben nicht so perfekt schlank war. Das tat ihr weh. Früher war Minako nicht so gewesen, aber seitdem sie wussten, dass Motoki mit ihnen verreisen würde, hatte sie sich ganz schön verändert und zeigte ihr bei jeder passenden Gelegenheit ihre spitzen Ellenbogen.
Bin ich deswegen hässlich, weil ich keinen flachen Bauch habe?, fragte sich Makoto. Würde Motoki mich deshalb am Strand ekelig finden? Sollte ich vielleicht doch lieber etwas weniger essen?
Also entschied sie sich für nur einen Burger und keinen Nachtisch.
Ami bestellte einen Chicken Fresh Wrap, einen Crisby Chicken Caesar Salad und Hohes C Multivitaminsaft, denn sie wollte ein gesundes Essen zu sich nehmen. Auch die anderen Freunde gaben ihre Bestellungen auf.  Allerdings waren nicht mehr alle Speisen vorrätig und es wurden einige Nummern Schildchen verteilt. Seiya hätten sie fast vergessen, eine Nummer zu geben, was bedeutet hätte, dass er ein Menü ohne jenen Burger gehabt hätte.  Yaten traf es aber noch besser. „Ein Maxi Menü mit großer Pommes, BigTasty Bacon,..“
„Mich leid tun, BigTasty Bacon nicht mehr haben wir“, antwortete die ausländische Bedienung.
„Dann halt mit einem normalen BigTasty und…“
„Auch nicht mehr haben normale BigTasty.“
Yaten war eh schon schlecht gelaunt und wurde langsam noch genervter. „Dann eben einen Chicken Bacon Onion!!!“
„Ich bedauern, wir nicht mehr haben Extrawurstburger heute. Vielleicht du nehmen Veggieburger?“
Das brachte bei Yaten das Fass zum überlaufen. „Ich glaub bei Ihnen hackts wohl! Was ist das überhaupt für ein Scheißladen hier, dass Sie nicht mal die Sachen haben, die auf der Karte stehen? Und Ihre blöden Gemüseburger können Sie sich hinten reinschieben, ich bin doch kein Karnickel! Ich glaube, Sie wissen nicht, wen Sie da vor sich haben!“, brüllte er die Angestellte an, lehnte sich voll über den Tresen  und schwenkte seine rechte Faust drohend in der Luft hin und her. Dabei wirkte er auf die Bedienung so bedrohlich, dass diese kreischend nach hinten sprang und beinahe auf die wenigen Burger im Regal gefallen wäre.
Seiya packte ihn von hinten. „Man, reg dich ab, Yaten, die Leute gucken schon voll blöd. Gleich weiß der ganze Laden, wer wir sind!“, zischte er ihm ins Ohr.
„Er nimmt einen McRibb“, sagte Taiki zu der Bedienung, „keine Angst, er ist heute nur etwas schlecht drauf.“
„Und nen Schokomilchshake“, knurrte Yaten noch.
„Mich Leid tun, Milchshakemaschine in Wartungsarbeit sein…“
Bevor Yaten noch mal explodieren konnte, zog Seiya ihn zum Tisch zu den anderen und Taiki erledigte den Rest der Bestellung für ihn.
„Sag mal, musste das sein, dass du hier so ein Theater machst? Musst du die Leute auch noch so auf uns aufmerksam machen? Wenn  Dai das mitbekommt, kastriert er dich.“ Dai Hata war Manager der Threelights, streng und äußerst darauf bedacht, dass  Seiya, Taiki und Yaten in Interviews das Richtige sagten und sich in der Öffentlichkeit bestens verhielten um jenen Skandal zu vermeiden. Seiya war sich sicher – würde die Presse Schlagzeilen bringen wie „Yaten Kou verprügelt McDonalsangestellte“, würde Dai Hackfleisch aus Yaten machen.
„Ist doch kein Wunder, dass man bei diesem Saftladen sauer wird.“ Yaten biss in seinen McRibb, sodass die rote Soße zwischen den Brötchenhälften herausquoll und auf seine Hose tropfte. „Da siehst du, was für ein Mist – die sind hier zu blöd, das Zeug ordentlich zuzubereiten!“
„Was ist eigentlich los mit dir, du bist schon den ganzen Morgen so mies gelaunt?“
„Hey, seid ihr nicht die Three Lights?“ Ein Grüppchen von ein paar Mädchen hatte  die Drillinge schließlich doch erkannt. Seiya betete insgeheim, dass bloß niemand von der Presse etwas von Yatens Ausraster mitbekommen hatte und dass auch die Leute im McDonalds nicht allzu viel mitbekommen hatten.
„Hey ja, richtig erkannt. Ihr wollt bestimmt Autogramme“, sagte Taiki zu den Fans.
„Oh ja, das wär super! Dürfen wir auch Fotos mit euch machen?“, fragte das eine der Mädchen.
„Ja klar, für unsere Fans tun wir doch alles!“ Zum Glück war Taiki mehr auf Zack als Yaten und konnte die Situation noch retten, dachte Seiya. Yaten blickte immer noch ziemlich muffelig und böse drein, sodass er ihm unter dem Tisch einen Tritt vors Schienenbein verpasste. Dafür erntete er noch mal einen ganz besonders finsteren Blick, aber immerhin hatte Yaten nun gerafft, dass er sich zusammenreißen musste und ließ sich auf die Fans ein.
Ganz Profi legten Taiki, Seiya und Yaten ihre Arme um die Mädels. Für die Fotos stand immer ein Mädel zwischen einem Thrilling. Das eine Mädchen hatte Ami ihre Kamera gegeben, sodass diese die Schnappschüsse machte. Man merkte deutlich, dass die Fans total fröhlich waren, ihre Idole zufällig live getroffen zu haben und nun sogar mit ihnen auf Tuchfüllung gehen konnten. Es war schon schön, von so vielen Mädchen umschwärm zu werden, dachte Seiya. Wenn doch nur die eine, die in seinem Herz war, für ihn auch etwas schwärmen würde. Er blickte zu ihr hin, doch sie blickte gerade fröhlich Mamoru an. Das gab ihm einen Stich. Würden denn seine Gefühle für sie nicht mal endlich verschwinden? Warum musste er jemanden lieben, wo er doch so viele andere Frauen hätte haben können?

Als die Fans wieder gegangen waren, setzten sich die Threelights wieder zu den anderen an den Tisch. Zum Glück war der Macces nicht gerade übervoll, sonst hätte es bestimmt lange gedauert, bis sie hätten weiter essen können.
„Auf meinem FischMac ist gar keine Soße drauf“, beklagte sich Yuichiro.
Oh nein, bitte nicht schon wieder einer am meckern, nicht, dass Yaten auch wieder anfängt, dachte Seiya.
„Ein richtiger Drecksladen ist das hier“, kam es auch gleich von diesem.
„Wer bestellt auch schon FischMac – ich hab mal gehört, da wäre gar kein echter Fisch drin. Wer weiß, was du da für ein Seltsames Zeug isst“, meinte Rei, die neben ihm saß, „vielleicht irgendwelche Reste oder Fischmehl oder so einen Müll.
Yuichiro blieb fast ein Bisschen im Hals stecken. „Ach, deswegen schmeckt das so komisch?“ Misstrauisch beäugte er sein Brötchen.
„Die Geschichte, dass auf dem FischMac kein echter Fisch drauf ist, ist ein alter Hut. Fakt ist, dass die Produkte von McDonalds strengsten Lebensmittelkontrollen unterliegen. Die können sich gar nicht erlauben, Müll auf ihre Burger zu tun, sondern achten auf Qualität! Auf einem FischMac ist echtes Seefischfilet drauf!“ Taiki wusste da genau Bescheid.
Yuichiro blieb vor staunen der Mund offen stehen.
„Wenn man dich so reden hört könnte man meinen, du würdest dafür bezahlt, so was zu erzählen. Hab ihr einen Werbedeal bei McDonalds unterschrieben?“, fragte Motoki.
Minako neben ihm kicherte.
„Nein, aber die Idee ist gar nicht schlecht“, lachte Taiki.
„Ich werd ganz bestimmt nicht für so nen Scheißladen Werbung machen!“, fauchte Yaten zu ihm rüber und schlug mit der Faust auf den leeren Karton des McRibbs. Dann stand er auf und verließ den McDonalds.
Betroffen sahen sich die am Tisch sitzen gebliebenen an.
Was ist mit dem bloß los, dachte Seiya. Das er seine Mucken hatte indem er manchmal fiese Kommentare machte und unhöflich war, kannten sie natürlich. Aber das heute war mehr als das, was normal war. Irgendwas hatte Yaten, da war er sich sicher.
„Du bist doch wohl noch nicht satt?“, fragte Rei Minako, die von ihrem Salat das ganze Gemüse gegessen hatte und nur ganz wenig von dem Hühnchen.
„Doch, irgendwie bin ich schon total voll“, antwortet diese ganz ernsthaft.
„Das kann doch nicht dein Ernst sein!?! Du hast doch nur mit deiner Gabel ein bisschen im Grünzeug rumgestochert?“
„Ich hab halt ziemlich gut gefrühstückt.“
Rei glaubte ihr kein Wort. Minako war in den letzten Wochen so schmal geworden, irgendwie war ihr Essverhalten nicht mehr normal. Aber immer, wenn man sie darauf ansprach, wich sie aus und tat so, als ob nichts wäre.  
Tja, die eine isst noch nicht mal für eine Person, während eine andere gleich für mehrere isst, dachte Rei. Bunny war in Punkto Essen das komplette Gegenteil von Minako – sie schlang genussvoll ihre Burger runter und stopfte sich gierig Pommes und Kartoffelspalten in den Mund. Ihr sah man die Freude beim Essen richtig an und auch wenn ihre Tischmanieren zu wünschen übrig ließen, war eine schmatzende Bunny Rei noch immer lieber als eine Minako, die sich mit aller Gewalt runterhungerte. Sie würde das mit Ami mal unter vier Augen besprechen, vielleicht konnte sie Minako wieder zur Vernunft bringen.
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