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von Lilith DeNoir    erstellt: 23.02.2010    letztes Update: 23.12.2011    Geschichte, Romanze / P16 Slash    (pausiert)
So, meine Lieben, wie versprochen das zweite Kapitel und das für meine Verhältnisse einmal richtig schnell! Mich hat einfach die Muse geküsst =)


Ich danke euch, für die lieben Reviews und die Favoeinträge!!!

LeCri: Ja, ich mag es auch wenn es am Anfang langsam geht und weil es so wenige Geschichten gibt, die so sind, schreibe ich eben selbst eine. =D Ja, ich weiß, der Titel ist doof ^.^ Aber daran arbeite ich noch … *grübel* ich glaube ja daran, dass mir während dem Schreiben was Kreativeres einfällt!! Und dazu, dass du gerne wissen würdest wie Sirius wirklich denkt: da ich diesmal nicht den allwissenden Erzählstil gewählt habe und sozusagen nur James Gedanken beschreibe wirst du das nicht so direkt lesen können ^-^ Allerdings wird er sicherlich einmal darüber sprechen ;)

Und nun viel Spaß beim zweiten Kapitel =D




++++++++Kapitel zwei++++++++




„Au, verdammt“,  rief James und schreckte aus seinen Gedanken auf, als er unsanft den Ellbogen seines Sitznachbarn in seinen Rippen spürte. „Tatze, wieso machst Du das, …“, weiter kam er nicht, denn er wurde unterbrochen.

„Mr. Potter, ist alles in Ordnung mit ihnen?“, erkundigte sich Professor Flitwick, Lehrer in Zauberkunst. „J..Ja“, stammelte James und als sich der alte Zauberer wieder einer Schülerin widmete, funkelte der Gryffindor mit den strubbligen Haaren Sirius wütend an.


„Schau mich nicht so an Krone, du sitzt jetzt seit einer halben Stunde mit Blick auf eine gewisse Person gerichtet herum und hast es bisher nicht geschafft deine Blume verschwinden zu lassen. Außerdem versuche ich seit fünf Minuten deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Das war jetzt mein letzter Ausweg“, grinste Sirius frech.

„Hm“, brummte James und schüttelte nur den Kopf. „Und nur zur Info, ich starre Übrigends überhaupt niemanden an“, fügte er noch hinzu.

„Natürlich nicht“, kicherte Tatze und zwinkerte seinem besten Freund zu. „Aber hey“, begann er nun  jetzt mit gesenkter Stimme. „Lass uns heute am Abend über die Sache von gestern reden. Vielleicht hilft dir das.“

„Ja … vielleicht“, seufzte James und lenkte nun endlich seine Aufmerksamkeit auf die Blume vor ihm.


++++++++++++++++++++++

Natürlich schaffte der Gryffindor es bis zum Ende der Doppelstunde nicht seine Blume verschwinden zu lassen. Er meinte zwar, sie würde schon ein bisschen blasser aussehen, aber Sirius der ein besseres Ergebnis zu Stande gebracht hatte, lachte nur und schüttelte den Kopf.

Das bis jetzt positivste an diesem Tag waren zum einen die Tatsache, dass jetzt das Mittagessen folgte und dass Freitag war. Das bedeutete, dass der morgige Tag zum Entspannen genutzt werden konnte. Oder für Schularbeiten, doch Ersteres klang deutlich besser.

Doch bevor es soweit war würden noch zwei Stunden Zaubertränke auf die jungen Gryffindor’s warten. Professor Slughorn war eigentlich recht okay, trotzdem würde James jetzt viel lieber frei haben. Das Wetter draußen war schön und am liebsten würde er seinen Besen holen und ein bisschen fliegen. Beim Fliegen fühlte er sich frei und glücklich. Es schien als ob die Sorgen auf der Erde zurück bleiben würden. Als wären sie zu langsam um ihn einzuholen.



James seufzte und schüttelte seinen Kopf. `Wehmut tut selten gut‘, dachte er und musste fast über den blöden Spruch lachen.

„Hey Krone, was ist eigentlich los mit dir?“, diesmal war es nicht Sirius der James fragte, sondern Remus Lupin, von seinen Freunden nur Moony genannt. Der Spitzname kam daher, weil Remus ein Werwolf war und sich bei Vollmondnächten verwandelte. Natürlich nicht hier in der Schule, sondern in der heulenden Hütte, ein kleines Gebäude zu dem man nur durch einen Geheimgang hingelangen konnte.

„Ach nichts“, murmelte Krone und zuckte mit den Schultern. Er wollte das Thema „Lily“ jetzt nicht vor allen ausbreiten. Schon gar nicht hier, am Weg zum Speisesaal. Irgendwie wollte er mit Sirius darüber sprechen, aber auch nur mit ihm. Natürlich mochte er auch Remus und Peter, der auch immer dabei war, gerne; aber Sirius war sein allerbester Freund. Bei ihm hatte er ein Gefühl der Sicherheit, das sich nicht richtig deuten ließ.

„Aha“, meinte Remus nur und ließ es bleiben. James war sich sicher, dass sein Freund wusste was los war. Moony war zweifelsohne der intelligenteste von ihnen vier. Er las sehr viele Bücher und war sehr feinfühlig. Trotzdem wollte er lieber mit Sirius sprechen.

„Ja, ist doch egal, es gibt gleich essen“, sagte Sirus schnell, James fand es war ein bisschen so, als wollte er von dem Thema wegkommen und ehe James sich versah hatte Sirius schon einen Arm um seine Schulter gelegt und legte ein schnelleres Gangtempo ein.

James lächelte nur. Sirius schaffte es immer, auch wenn es nur kleine Gesten waren, ihn sich besser fühlen zu lassen.


++++++++++++++++++++++

Das Mittagessen wäre eigentlich relativ ereignislos verlaufen, wenn Sirius es geschafft hätte nur einmal in seinem Leben Snape nicht anzusteigen und ihm dessen Bücher aus der Hand zu schlagen.

James konnte natürlich nicht anders als mitzumachen, allerdings verging ihm das Lachen als er merkte dass sich Lily zwischen Sirius, ihn und Snape gestellt hatte und die beiden Gryffindor’s wütend anfunkelte.

„James Potter“, sagte sie bedacht darauf ruhig zu bleiben, doch ihre Stimme zitterte. James war auf der Stelle wie zur Salzsäule erstarrt und klappte hilflos den Mund auf und zu.

„Was denkst du dir eigentlich dabei? Macht es dir Spaß auf andere grundlos loszugehen. Du fragst mich ständig wieso ich nicht mit der ausgehe du Egoist. Hier hast du es nochmal: Du bist taktlos und gemein und unreif. Hör auf mich zu fragen, ich treffe mich mit dir nicht!“, die Stimme des grünäugigen, hübschen Mädchens wurde zum Ende hin immer lauter.

James konnte sich noch immer nicht rühren und auch Sirius stand wie angewurzelt da. Remus schüttelte nur seinen Kopf und Peter Pettigrew versteckte sich hinter Sirius.

„Ich brauche deine Hilfe nicht“, erklang es eisig kalt hinter Lily Evans. Severus Snape funkelte sie böse an und verließ den Speisesaal, eine verwirrte Lily zurücklassend. Das Mädchen fing sich aber rasch wieder.

„Und ihr verschwindet besser auch aus meinem Blickfeld. Wir haben jetzt Zaubertränke und ich würde gut aufpassen was er in euren Trank tut. Ich würde es Severus gönnen einmal Rache zu nehmen. Ihr seid so etwas von eklig zu ihm“, ihr Blick schwankte von wütend zu traurig und dann verschwand auch sie aus dem Speisesaal.

„Ähhhm“, fing Sirius an, doch brach ab. James glaubte gleich zusammen zu sinken, es fühlte sich an, als hätte sich ein Messer in sein Herz gebohrt. War das eben gerade wirklich geschehen? Hatte Lily das alles wirklich gesagt? In der Stimme des hübschen Mädchens lag eine solche Abscheu dass James es fast nicht ertragen konnte.

„Scheiße“, murmelte er und senkte den Kopf, atmete tief durch. Weinen würde er ganz bestimmt nicht. Verdammt, sie befanden sich hier schließlich im Speisesaal, sie wurden sowieso schon von mehr als genug Schülern angestarrt.

„Hey“, der Gryffindor mit den strubbligen Haaren hörte Sirius sanfte Stimme und spürte eine Hand auf seiner Schulter und plötzlich war ihm noch viel mehr zum weinen, aber er riss sich zusammen. „Nicht“, murmelte er mit zittriger Stimme, schüttelte die Hand ab und eilte aus dem Speisesaal.

Er stürmte in die Männertoilette, drehte das kalte Wasser aus und schwappte sich etwas davon ins Gesicht. Sein Herz raste mittlerweile in seiner Brust. James sah auf und blickte in den Spiegel. Braune Augen schauten ihm entgegen und er befand, dass er eigentlich sehr gut aussah. S gab so viele Mädchen die ihm nachschauten, sich über ein Date mit ihm sehr freuen würden Doch er wollte Lily haben. Doch das hatte er sich wohl gründlich versaut.

James hörte die Eingangstür zur Toilette aufgehen und wieder zuschlagen. Hinter ihm erkannte er Sirius der ihn mit undefinierbarem Blick ansah. James blickte durch den Spiegel zurück und seufzte. „Was ist nur los mit mir Sirius? Wieso um Himmelswillen kann ich Schniefelus nicht einmal in Ruhe lassen? Vielleicht würde Lily mich dann wollen?“

Sirius schüttelte nur den Kopf, fasste James an den Schultern und drehte ihn zu sich um. „Krone, …“, Tatze machte eine kleine Pause, so als wüsste er nicht was er sagen sollte. „Weißt du, … die kriegt sich schon wieder ein“, kam es dann in einem ziemlich ungläubigen Ton.

James senkte den Blick, schon wieder ein Gefühl als ob sich ein Messer in seine Brust rammte. „Das glaubst du doch selber nicht. Scheiße Sirius, ich werde nie in Lilys Augen jemand sein…“, Krones Stimme wurde immer leiser und er war schon wieder fast den Tränen nahe. Doch er würde ganz sicher nicht weinen. Das war etwas für Mädchen.

„Hey“, sagte Sirius weich, hob die Arme, legte sie an James Schultern und zog seinen besten Freund an sich. Der braunhaarige Gryffindor stand nur da und versuchte zwanghaft keine Träne frei zu lassen. Das war schon die zweite Umarmung in vierundzwanzig Stunden und sie fühlte sich schon wieder so gut an. Wieder nach Sicherheit und Freundschaft, nach Wärme und Geborgenheit, danach weinen zu dürfen auch wenn man ein Junge war.

Und als James sich das dachte hielt er sich an Sirus Robe fest und begann zu weinen. Seine Schultern zuckten und er fühlte sich furchtbar schlecht und irgendwie auch gut zugleich.
Er fühlte sich schlecht wegen Lily, er fühlte sich schlecht hier zu weinen, er fühlte sich gut weil er umarmt wurde und er fühlte sich unheimlich verwirrt das alles auf einmal zu spüren.

Sirius stand nur da und hielt seinen besten Freund fest, seine Arme schlossen sich festen um Krone. James hatte irgendwann das Gefühl, nicht mehr weinen zu können, jetzt waren das Gefühl der Wut auf sich selbst und das Gefühl des Schämens in ihm. Er schämte sich für seinen Gefühlsausbruch.

Sirius kannte ihn zweifelsohne, jedoch hatte er noch nie vor ihm geweint. James drückte sich von seinem Freund weg und senkte den Blick. Was würde Siri nur jetzt von ihm denken? „Entschuldigung“, murmelte Krone und fuhr sich nervös durch die Haare, riskierte einen Blick in die Augen des anderen, sah Besorgnis und etwas, dass er nicht definieren konnte. Etwas dass er noch nie in Sirius Augen gesehen hatte.

„Kein Thema“, sagte Sirius vorsichtig. „Dafür sind Freunde ja hier“, fügte der Langhaarige noch hinzu.

„Ja“, murmelte James und machte sich daran sein Gesicht nochmals mit kaltem Wasser zu waschen. Es war eine Sache hier vor Sirius zu weinen, aber eine völlig andere es vor allen anderen preiszugeben. Auch vor Moony und Peter wollte er das nicht ausbreiten. Sie waren alle Freunde, aber Siri war Siri.

James starrte sein Spiegelbild an. Seine Augen waren noch immer rot. Es sah einfach scheiße aus, musste er zugeben. Doch es würde gleich der Unterricht beginnen, also drehte er sich zu Sirius um und wollte schon zu einem Satz ansetzten, doch bevor er überhaupt anfangen konnte wurde er unterbrochen.

„Schon klar Krone, das hier bleibt unter uns“, Sirus lächelte James aufmuntern an und sein bester Freund nickte dankbar. Der Braunhaarige wusste auch, dass das wahr war. Sirius konnte er vertrauen, sie waren schließlich echte, beste Freunde.

„Lass uns gehen Siri“, seufzte James nochmals und die beiden machten sich auf den Weg.


++++++++++++++++++++++

Als sie bei den Kerkern unten ankamen, hatte der Unterricht schon begonnen und Professor Slughorn zog Gryffindor zehn Punkte für „Unpünktlichkeit“ ab.
Die restlichen anderthalb Zaubertrankstunden verliefen ohne gröbere Vorkommnisse. James stand zwar so neben sich, dass er seinen Trank absolut versaute, doch Slughorn konnte rechtzeitig die richtigen zutaten dazu fügen und so Schlimmeres verhindern.


„Merlin, heute war ich noch mieser in Zaubertränke, als in meinem letzten Geschichte der Zauberei Test.“, murmelte James vor sich hin, als er mit seinen drei Freunden das Klassenzimmer verließ.

Weder Sirius, noch Moony oder Peter antworteten darauf. James vermutete, dass niemand auf die Situation von nach dem Mittagessen anspielen wollte. Zwar wusste sein bester Freund von den wahren Begebenheiten auf der Toilette, doch Peter und Remus konnten zumindest ahnen was vorgefallen war.

„Hey, lasst uns doch ein wenig nach draußen gehen?“, sagte Peter ein wenig zu schnell, er wollte sicherlich das Thema wechseln. „Die Sonne scheint!“, versuchte Peter es fast schon zu überschwänglich weiter.

Doch James Herz machte tatsächlich einen kleinen Hüpfer und er schien nicht mehr ganz so betrübt zu sein. „Ja, es wäre schönes Wetter um ein bisschen zu fliegen“, sagte er und er hörte wie Peter erleichtert ausatmete.

„Okay“, rief Sirius nun ebenfalls ein bisschen zu freudig und versuchte James anzustrahlen. „Moony, Peter, ihr reserviert uns einen schönen Platz, vielleicht unter einem Baum am See und wir holen unsere Besen!“

Die beiden Angesprochenen nickten und bogen Richtung Ausgang ab, James und Sirus wandten sich den Treppen, die hinauf in den Gryffindorturm führten zu.

„Hey, das wird schon wieder“, Sirius schaffte diesmal ein wirkliches lächeln, knuffte James in die Seite und zog ihn mit sich die Treppe hinauf.

James schüttelte den Kopf. Der Tag konnte nur noch besser werden. Schön, dass er jemanden wie Sirius hatte.



++++++++TBC++++++++




Wie findet ihr eigentlich, dass James auch einmal eine gewisse Schwäche zeigt? Ich mag diesen Gedanken irgendwie. Nach außen hin cool und stark, aber bei Sirius anders. =)

Wie immer hoffe ich auf konstruktive Kritik, Vorschläge, Anmerkungen oder was ihr sonst so sagen wollt. =)


Liebe Grüße,
Lilith
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