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Geschichte: Fanfiktion
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von Eldalie
erstellt: 20.02.2010
letztes Update: 21.03.2010
Geschichte, Abenteuer / P12
(abgebrochen)
Ich hielt das Brot fest umklammert und meine nackten Füße berührten kaum den Asphalt. Ich verschwendete keine Zeit damit, mich umzusehen, ich wusste, dass ich verfolgt wurde und wie ich die Verfolger abhängen konnte.
"Dreckskerl, bleib stehen!" rief der Mann, dem ich den frisch gebackenen, noch warmen Laib entzogen hatte. Ich kletterte an einem Fässerstapel auf das Dach eines Hauses und blieb dort sitzen, wie eine Katze auf dem Sprung.
"Suchst du mich? Hier oben!" rief ich und er wandte sein hässliches, fettes Gesicht nach mir.
"Verdammter Mistkerl, du..."
"Also bitte. Ich bin ein Mädchen!" Grinsend sprang ich auf meine Füße und mit Anlauf auf das Dach des nächsten Hauses. Hier oben war ich in Sicherheit, nur die wenigsten nahmen diese Abkürzung, und wenn ich jemanden traf, fragte keiner, was der andere tat.
Als ich mir sicher war, den Bäcker abgehängt zu haben, kletterte ich wieder auf die Straße und stopfte mir hungrig die eine Hälfte des Brotes in den Mund. Dann hielt ich inne und überlegte kurz, doch ich verwarf den Gedanken, das ganze Brot zu essen, schnell wieder.
"Jay? Jay, wo bist...?" rief ich, doch ich verstummte, als ich das Gesicht meines besten Freundes hinter einem der kleinen Fässer in unserem Versteck hervorlugen sah.
"Ich habe Brot mitgebracht. Hier, für dich, guten Appetit." sagte ich und lächelte, als er sich das Brot in Sekundenschnelle einverleibte.
"Danke, Samantha." sagte er und sah mich dankbar an. Ich lächelte doch winkte ich nicht ab.
"Bitte, gerne. Ich muss los. Bis bald, hoffe ich." sagte ich und stand auf, um mir meine besten Kleider anzuziehen.
Meine Haltung, der Körperbau und meine Ausdrucksweise ließen auf einen jungen Adeligen schließen, einzig meine Haare, die offen bis über meine Schulterblätter lagen, störten das Bild.
Meine besten Kleider. Das waren eine Hose aus dunklem Leder und ein Leinenhemd. Ich hatte keine Schuhe, doch auf diese hatte ich längere Zeit gespart und mir fehlten nur noch ein Silbertaler und ein paar Pennies.
"Kann ich ihnen behilflich sein?" fragte ich ein ein junge Frau, die ein kleines Mädchen an der Hand hielt und mitten in der tiefsten Gosse stand. Ein paar zwielichtige Gestalten hatten die beiden ins Auge gefasst und ich hoffte auf eine kleine Spende, wenn ich ihnen half.
"Kennst du dich hier aus?" fragte die Frau und musterte mich abschätzend.
"Ja, M'am. Kann ich sie irgendwo hinführen?"
"An den Hafen, bitte."
"Aye. Ich meine, natürlich, kommen sie."
Ich drehte mich um und winkte den beiden, dann trat ich den Weg durch das Labyrinth an, in dem ich mein ganzes, zehnjähriges Leben verbracht hatte.
"Wie heißt du?" fragte das Mädchen.
"Ich? Warum sollte ich... Verzeiht. Mein Name ist Sam. Und deiner?"
"Elisabeth."
"So, gleich sind wir da, man riecht schon das Brackwasser, nicht wahr?" fragte ich und beschleunigte meine Schritte. Kurze Zeit später standen wir direkt am Wasser und ich lächelte stolz.
"Vielen Dank... Sam?" fragte die junge Frau und ich nickte. "Darf ich dir eine Frage stellen?"
Wieder nickte ich. "Was machst du da drinnen?"
"Verzeihung, ich möchte die Frage ungerne beantworten, M'am."
"Oh. Schade. Aber erlaubst du mir, dich für deine Hilfe zu entlohnen?" Sie lächelte und zog eine Goldmünze aus der Tasche und drückte sie mir in die Hand. Stumm sah ich sie an, nickte ihr kurz zu und murmelte ein kurzes 'Vielen Dank, M'am ' und lief weg.
Als ich an dem Häuserblock ankam, wo sich der Schuster befand, blieb ich stehen und atmete tief durch. Ich hatte die Szene oft in meinem Kopf durchgespielt, doch...
Ich schlug die Tür auf und setzte meine arroganteste Miene auf.
"Ich brauche ein Paar Schuhe. Und zwar schnell, sonst sage ich meinem..."
"Ich verstehe, Sir. Was haben sie sich denn vorgestellt?"
Ich glaube, dass jeder, der auch nur die kleinste Verbindung zu irgendeinem einflussreichen Mann in dieser Stadt hat, ist so schlimm wie eine Naturkatastrophe für einen Mann wie den Schuster. Also muss man tun, als hätte man diese Macht. Wenn ich Glück haben würde, würde er nicht reinfallen, ansonsten hätte ich die einzige Chance auf ein neues Paar Schuhe vergeigt. Und ich würde die Schuhe billig bekommen, ich wusste, dass der Preis für heruntergekommene Menschen mindestens doppelt so hoch war.
Doch der Schuster sprang und als ich den Laden verließ, trug ich wunderschöne Lederschuhe. Es war sogar noch Geld übrig, so dass ich mir eine Jacke und ein neues Hemd kaufen konnte und noch immer etwas übrig hatte.
Ich steckte das Restgeld in meine Tasche und ging dann los, um zu versuchen, mehr Geld zu verdienen. Einem heruntergekommenen Straßenjungen bietet man keine Botengänge an, man gibt ihm auch keinen guten Rat sondern allen Falls eine Ohrfeige und ein paar Schimpfwörter mit auf den Weg.
Als ich jedoch jetzt durch Port Royal strich, beachtete man mich kaum noch.
"Dreckskerl, bleib stehen!" rief der Mann, dem ich den frisch gebackenen, noch warmen Laib entzogen hatte. Ich kletterte an einem Fässerstapel auf das Dach eines Hauses und blieb dort sitzen, wie eine Katze auf dem Sprung.
"Suchst du mich? Hier oben!" rief ich und er wandte sein hässliches, fettes Gesicht nach mir.
"Verdammter Mistkerl, du..."
"Also bitte. Ich bin ein Mädchen!" Grinsend sprang ich auf meine Füße und mit Anlauf auf das Dach des nächsten Hauses. Hier oben war ich in Sicherheit, nur die wenigsten nahmen diese Abkürzung, und wenn ich jemanden traf, fragte keiner, was der andere tat.
Als ich mir sicher war, den Bäcker abgehängt zu haben, kletterte ich wieder auf die Straße und stopfte mir hungrig die eine Hälfte des Brotes in den Mund. Dann hielt ich inne und überlegte kurz, doch ich verwarf den Gedanken, das ganze Brot zu essen, schnell wieder.
"Jay? Jay, wo bist...?" rief ich, doch ich verstummte, als ich das Gesicht meines besten Freundes hinter einem der kleinen Fässer in unserem Versteck hervorlugen sah.
"Ich habe Brot mitgebracht. Hier, für dich, guten Appetit." sagte ich und lächelte, als er sich das Brot in Sekundenschnelle einverleibte.
"Danke, Samantha." sagte er und sah mich dankbar an. Ich lächelte doch winkte ich nicht ab.
"Bitte, gerne. Ich muss los. Bis bald, hoffe ich." sagte ich und stand auf, um mir meine besten Kleider anzuziehen.
Meine Haltung, der Körperbau und meine Ausdrucksweise ließen auf einen jungen Adeligen schließen, einzig meine Haare, die offen bis über meine Schulterblätter lagen, störten das Bild.
Meine besten Kleider. Das waren eine Hose aus dunklem Leder und ein Leinenhemd. Ich hatte keine Schuhe, doch auf diese hatte ich längere Zeit gespart und mir fehlten nur noch ein Silbertaler und ein paar Pennies.
"Kann ich ihnen behilflich sein?" fragte ich ein ein junge Frau, die ein kleines Mädchen an der Hand hielt und mitten in der tiefsten Gosse stand. Ein paar zwielichtige Gestalten hatten die beiden ins Auge gefasst und ich hoffte auf eine kleine Spende, wenn ich ihnen half.
"Kennst du dich hier aus?" fragte die Frau und musterte mich abschätzend.
"Ja, M'am. Kann ich sie irgendwo hinführen?"
"An den Hafen, bitte."
"Aye. Ich meine, natürlich, kommen sie."
Ich drehte mich um und winkte den beiden, dann trat ich den Weg durch das Labyrinth an, in dem ich mein ganzes, zehnjähriges Leben verbracht hatte.
"Wie heißt du?" fragte das Mädchen.
"Ich? Warum sollte ich... Verzeiht. Mein Name ist Sam. Und deiner?"
"Elisabeth."
"So, gleich sind wir da, man riecht schon das Brackwasser, nicht wahr?" fragte ich und beschleunigte meine Schritte. Kurze Zeit später standen wir direkt am Wasser und ich lächelte stolz.
"Vielen Dank... Sam?" fragte die junge Frau und ich nickte. "Darf ich dir eine Frage stellen?"
Wieder nickte ich. "Was machst du da drinnen?"
"Verzeihung, ich möchte die Frage ungerne beantworten, M'am."
"Oh. Schade. Aber erlaubst du mir, dich für deine Hilfe zu entlohnen?" Sie lächelte und zog eine Goldmünze aus der Tasche und drückte sie mir in die Hand. Stumm sah ich sie an, nickte ihr kurz zu und murmelte ein kurzes 'Vielen Dank, M'am ' und lief weg.
Als ich an dem Häuserblock ankam, wo sich der Schuster befand, blieb ich stehen und atmete tief durch. Ich hatte die Szene oft in meinem Kopf durchgespielt, doch...
Ich schlug die Tür auf und setzte meine arroganteste Miene auf.
"Ich brauche ein Paar Schuhe. Und zwar schnell, sonst sage ich meinem..."
"Ich verstehe, Sir. Was haben sie sich denn vorgestellt?"
Ich glaube, dass jeder, der auch nur die kleinste Verbindung zu irgendeinem einflussreichen Mann in dieser Stadt hat, ist so schlimm wie eine Naturkatastrophe für einen Mann wie den Schuster. Also muss man tun, als hätte man diese Macht. Wenn ich Glück haben würde, würde er nicht reinfallen, ansonsten hätte ich die einzige Chance auf ein neues Paar Schuhe vergeigt. Und ich würde die Schuhe billig bekommen, ich wusste, dass der Preis für heruntergekommene Menschen mindestens doppelt so hoch war.
Doch der Schuster sprang und als ich den Laden verließ, trug ich wunderschöne Lederschuhe. Es war sogar noch Geld übrig, so dass ich mir eine Jacke und ein neues Hemd kaufen konnte und noch immer etwas übrig hatte.
Ich steckte das Restgeld in meine Tasche und ging dann los, um zu versuchen, mehr Geld zu verdienen. Einem heruntergekommenen Straßenjungen bietet man keine Botengänge an, man gibt ihm auch keinen guten Rat sondern allen Falls eine Ohrfeige und ein paar Schimpfwörter mit auf den Weg.
Als ich jedoch jetzt durch Port Royal strich, beachtete man mich kaum noch.
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