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Geschichte: Fanfiktion
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von LyParker
erstellt: 20.02.2010
letztes Update: 14.10.2011
Geschichte, Romanze / P16
(fertiggestellt)
,,Habt ihr schon eine Ahnung mein Freund?" fragte sie leise und betrachtete die Torbogen. Gandalf starrte vor sich hin und schüttelte nur verdrossen den Kopf.
,,Was war es, was damals zwischen euch vorgefallen war?" fragte er jetzt Calea und sie wusste,worauf er an sprach,doch sie wollte nicht sagen, was sie die ganze Zeit für sich behielt.
,,Er ist ein guter Elb und das weisst du," flüsterte Gandalf und sah zu ihr, ,,er würde es verhindern,sollte dir Gefahr drohen."
,,Er hat nicht gehandelt,wie es für einen guten Elb, wie du ihn nennst, gerecht wird. Dennoch war er der Grund, die Qual der Gefangenschaft mit Stolz und Würde zu überstehen."
,,Was hat er getan?"
,,Nichts, ich habe mir nur geschworen,niemals vor ihm und seinem Vater nieder zu knien,wie niederes Volk."
,,Gandalf," Frodo beobachtete Etwas,während er sich den Beiden näherte, ,,da unten ist irgendetwas."
,,Das ist Gollum," erklärte Gandalf,ohne sich auch nur umzudrehen, ,,er folgt uns schon seid drei Tagen." Frodo sah den Zauberer mit einer Mischung aus Entsetzen und Erstaunen an.
,,Er ist entkommen aus den Verließen von Barad-Dur?"
,,Entkommen oder frei gelassen." Calea sah zur Gemeinschaft und beobachtete,wie Merry und Pippin sich über den Rest des Essens her machten.Sie sah diesem Treiben mit einem Lächeln zu.Für einen kurzen Augenblick wich das Gefühl von Angst und sie spürte das Leben, das Gefühl,auch in schwierigen Situationen nicht allein zu sein.Ein Gefühl,von Glück und Zufriedenheit.Aragorn redete mit Boromir, während Sam die Reste des Essens auf seinem Teller zu sich nahm.Als wenn dies ein Ausflug wäre.Ihr Blick schweifte zu Legolas.Er nickte ihr zaghaft zu und Calea konnte sich seinen Augen nicht entziehen.Wie lange mochte er sie schon beobachten?Welche Worte schweiften durch seine Gedanken?Calea fühlte,wie das Lächeln verschwand,als sie an den Elben dachte,der ihr voller Hochmut gegenüber stand,als sie nach tagelanger Gefangenschaft in den Saal seines Vaters geführt wurde.Er hatte sie von oben herab angesehen,während sein Vater verlangte,das sie nieder kniete.
,,Ah!" Calea sah überrascht zur Seite,als Gandalf rasch aufstand.,,Das ist der Weg." ,,Gandalf erinnert sich!" hörte sie Merry rufen und stand ebenfalls auf um dem Zauberer zu folgen
.,,Nein,Merry,nur ist hier die Luft nicht so unangenehm."
Nach endlos scheinenden Stufen erreichten sie die grossen Hallen der Zwerge und durchquerten sie ebenso geräuschlos,wie zuvor die Pfade.
,,Hört ihr das?" fragte Boromir laut,damit es auch die Anderen hörten und ein Jeder blieb stehen und lauschte.
,,Trommeln." stellte Aragorn erstaunt fest und im nächsten Moment ertönten die widerlichen Schreie der Orks,die plötzlich erschienen
.,,Zur Brücke von Khasad-dum!" rief Gandalf.Während die Gemeinschaft versuchte,die Hallen zu durchqueren, erschienen immer mehr von diesen Kreaturen. Sie krochen aus Felsspalten im Boden,kamen aus den unzähligen Türen und kletterten von der Decke herrab wie abscheuliches Spinnengetier,immer begleitet von den unzähligen spitzen Schreien,die ihre Freude auf ein Festmahl zeigten.Bald waren sie umzingelt und die Gemeinschaft war eingekreist.Wie hungriges Getier hetzten sie sich gegenseitig auf.Ihre Augen waren riesig,aufgrund des langen Lebens in Dunkelheit,ihre Haut war weiss und fast durchsichtig,man konnte die Adern sehen und der Speichel tropfte ihnen aus den Mundwinkeln.Calea spannte den Bogen und sah aus den Augenwinkeln den Zweiten in der Gemeinschaft.Er stand dicht bei ihr und war bereit zu schiessen.Die Orks kamen gefährlich nahe und sie wussten,das es ein ausgewegsloser Kampf werden würde,würden die Geschöpfe der Nacht sich entschliessen,anzugreifen.Ein Beben liess den Boden erzittern,plötzlich ängstlich klingende Schreie der Orks erfüllten den Raum ,übertönt von einem Grollen.Sie flohen,die Orks begannen,sich wieder in ihre Verstecke zu verkriechen und Calea hörte,wie Gimli halb belustigt,halb mit fragendem Unterton lachte.Ein weiteres Grollen liess den Boden erneut zittern und hinter Calea erschien ein rotes Licht. Sie drehte sich um und sah Flammen,die sich langsam aus einem Tor erhoben und an der Decke entlang züngelten.Die Hallen wurden Tageslicht erhellt und das Grollen ging jetzt zu einem tiefen Knurren über.
,,Was ist das für eine neue Teufelei?" fragte Boromir voller Angst und Abscheu in seiner Stimme,aber Calea wusste auch ohne Gandalf`s Antwort,was diese Kreatur war.
,,Ein Balrog," sprach Gandalf aus, ,,Ein Dämon aus der alten Welt.Ein Feind,gegen den ihr Nichts ausrichten könnt." Calea begann,sich zu entfernen und auch die anderen Gefährten taten es ihr gleich.
,,Lauft!" schrie Gandalf und sie begannen,in die Richtung zu laufen,an der sich die rettende Brücke befand. Hitze breitete sich aus,die Luft zum atmen wurde weniger.Calea lief hinter den Hobbits,damit Keiner zurück blieb und trieb Sam weiter an,der langsamer wurde. Die Brücke war schmal und sie liefen jeder hintereinander darüber.Der Raum wurde von rotem Licht erfüllt und als Calea sich umdrehte,entdeckte sie das Geschöpf,dessen Gandalf sich in den Weg gestellt hatte.
,,Gandalf!" Frodo schrie und wurde von Boromir gehalten,der verhinderte,das Frodo zu dem Zauberer lief und sich in Gefahr brachte.Es bestand aus Feuer,seine riesigen Hörner ragten aus den Flammen herraus und es erfüllte fast den ganzen Raum mit seinem Körper.Es knurrte und spie Feuer aus,als es langsam auf Gandalf zukam.
,,Ich bin ein Diener des geheimen Feuers,Gebieter über die Flamme von Arnohr!"Gandalf`s Stimme war voller Zorn und er spie diese Drohung aus,die dem Balrog Einhalt gebieten sollte.Doch er bewegte sich auf ihn zu.
,,Das dunkle Feuer wird dir nichts nutzen,Flamme von Udun!Zurück zu den Schatten!" Der Balrog ging erneut einige Schritte auf Gandalf zu,als dieser seinen Stab hob.
,,Du kannst nicht vorbei!" schrie er und schlug mit der Spitze des Stabes auf den Boden auf.Die Kreatur erhob sich und trat einen Schritt auf die Brücke,als diese zusammen brach.Calea sah,wie der Balrog in die Tiefe stürzte und ein unbeschreibliches Gefühl von enormer Angst und Vorahnung überfiel sie.
,,Gandalf!" schrie sie und wollte zu ihm,aber Legolas hielt sie fest umklammert.Sie fühlte,das es nicht vorbei war,das ihr Freund in Gefahr war und es dennoch nicht erahnen vermochte.Sie sah,wie etwas nach Gandalf packte und ihn runter riss.Er versuchte,sich an den Überresten der Brücke fest zu halten,aber seine Augen verrieten,das er entschieden hatte.Calea`s Angst erdrückte sie und sie schrie,versuchte,genau wie Frodo,zu Gandalf zu gelangen und ihm zu Hilfe zu eilen,aber man liess sie nicht.
,,Flieht,ihr Narren!"Sie sah,wie Gandalf diese Worte formte,als er im nächsten Moment los liess und in die Tiefe stürzte.Der Schrei Frodo`s erfüllte die Hallen und die Herzen der Gefährten.Das Knallen von Pfeilspitzen auf Stein und die Schreie der Orks ertönten wieder,als die Gefährten die Minen von Moria durch den rettenden Ausgang verliessen.Legolas hielt sie noch immer,als sie nach draussen traten und Calea sich erschöpft fallen liess.
,,Wir dürfen hier nicht verweilen." sagte er laut und auch Aragorn entschied so.Trotz der Trauer mussten sie hier weg,bevor die Nacht herrein brach und die Orks aus ihrem Versteck kamen.Calea stand auf und folgte ihnen,allen vorran Aragorn.Immer wieder sah sie die Szene vor sich,als Gandalf seinen Halt los liess und in die Dunkelheit stürzte und dem Balrog folgte.
,,Wir müssen vor Einbruch der Nacht in Lorien sein!" rief Aragorn der Gemeinschaft zu,doch es drang nicht zu Calea.Das Grollen des Balrog`s würde sie nie vergessen.
Sie erreichten Lorien noch vor Anbruch der Nacht und Calea wurde erst jetzt bewusst,das es für sie kein zurück gab.Kein Ausweg wäre jetzt noch möglich gewesen,denn
während sie durch den Wald schlichen,wurden sie bereits beobachtet.Sie hatte schon nach dem Aufbruch von Moria ihren Cape hoch gezogen,um nicht erkannt zu werden.
Sie verbag ihr Gesicht in der Kapuze und sah halb auf den Boden,denn sie fühlte die Anwesenheit der Grenzwächter von Lorien.Sie waren gut darin und Calea sah,das selbst
der erfahrenste Elb wie Legolas,sie noch nicht entdeckt hatte.Wie oft war sie mit ihnen durch die Wälder Lorien`s gestreift,um die Herrin Galadriel vor Feinden zu schützen.
Ihre Gegenwart war mehr als erdrückend und Calea fühlte,wie sie zitterte.Wäre doch nur Gandalf hier,er würde sie ablenken,ihr Mut zu sprechen,um endlich ihrer Mutter
entgegen zu treten.Doch er war gefallen.In die tiefe Dunkelheit von Moria.Um die Gefährten zu beschützen.
,,Bleibt in der Nähe junge Hobbits,"hörte sie Gimli sprechen,,, Man sagt,dass eine grosse Zauberin in diesen Wäldern lebt." Calea bildete den Abschluss und zwischen ihr und Gimli waren die Hobbits.Sie hob leicht den Kopf und lauschte dem Gespräch.
,,Eine Elbenhexe von unsäglicher Macht," sie lachte leise,so bezeichnete man ihre Mutter ausserhalb Lorien`s?
,, Alle die sie erblicken,erliegen ihrem Zauberbann.Und werden nie wieder gesehen." schloss Gimli seine Erzählungen.Frodo und Sam hatten aufmerksam zugehört und Calea erkannte,das Frodo schon erfahren hatte,was Gimli erzählte.Er sah sich suchend und hektisch um und schien verwirrt.Calea`s Nerven waren gespannt,sie wusste,das ihr Kommen entdeckt worden war.Ein Kribbeln breitete sich über ihren Körper aus und sie fühlte,wie sie näher kamen. Leise und darauf bedacht,nicht entdeckt zu werden.Einige schlichen sich von der Seite an,Andere kamen von den Plattformen unter den Baumkronen. Wieviele würden es sein? Welche Gruppe würde es sein?
,,Immerhin ist hier ein Zwerg und den kann sie nicht so leicht umgarnen." sagte Gimli in einem Tonfall,der Entschlossenheit preis gab
.,,Ich habe die Augen eines Habichts," sie waren da,waren fast bei ihnen,
,,und die Ohren eines Fuchses." Das Geräusch von Bogensehnen,die gespannt wurden, erstaunte Ausrufe von Gimli und den Hobbits.Calea sah,das Legolas zu seinem Bogen gegriffen hatte und auch Boromir hatte sein Schwert gezogen.Sie waren eingekreist durch die lautlosen Wesen von Lorien.Calea betete,das Jemand anderes diese Gruppe anführte.Sie entdeckte schwarzes langes Haar,erkannte ihre Freundin wieder und erkannte im selben Augenblick,das ihr Hoffen vergebens war.
,,Der Zwerg atmet so laut,wir hätten ihn im Dunkeln erschiessen können."
Sie schloss ihre Augen und senkte den Kopf.Haldir durfte sie nicht erkennen,auch ihre Freundin durfte keine Möglichkeit haben,sie zu erkennen.Haldir befahl der Gemeinschaft ihnen zu folgen. Ihr Weg führte sie zu den Aussichtsplattformen der Waldelben,die sie nur zu gut kannte. Erinnerungen,die blass erschienen,wurden mit einem Mal lebendig.Es gab keine Möglichkeit zu fliehen.In dieser Höhe würde Keiner den Sturz überleben.
,,Mae Govannen." hörte sie Haldir und ihre Erinnerungen und der Schmerz wurden stärker denn je.Sie konnte ihm nicht in die Augen sehen,konnte ihm nicht erklären,weshalb sie gegangen war.Er redete mit Aragorn über den Grund ihres Erscheinens und Calea schöpfte Hoffnung.Sie sah,wie der Mensch und der Waldelb sich stritten. Legolas,der nur etwas entfernt bei ihnen stand und die Umgebung betrachtete und überall waren Grenzposten,die nach weiteren Eindringlingen Ausschau hielten.Die Anderen saßen da,wo sich ihnen eine Gelegenheit bot.Niemand sprach.
,,Ihr werdet mir nun folgen!" rief Haldir.Es war ein halber Tagesmarsch,den Calea früher im Schutze der Dunkelheit ging,um ungesehen an den Grenzwächtern vorbei zu kommen.Fast jede Nacht hatte sie sich hier her begeben,um nah bei ihrer Familie zu sein.Sie spürte,wie die Trauer sie einnahm und wie ihr Herz schwer wurde.Wie würde ihre Mutter reagieren?
,,Ich habe das Gefühl,euch zu kennen Fremde." flüsterte eine Elbin hinter ihr und sie erkannte,das es ihre Freundin Irnia war,mit der sie so oft im Wald umher gestreift war,um Haldir zu ärgern.Calea reagierte nicht.Sie konnte nicht.
,,Calas Galathorn,das Herz des Elbentums auf Erden,"sprach Haldir mit Stolz in der Stimme und Calea wagte,den Kopf zu heben.Vor ihr sah sie die Heimat die sie so vermisste.Glück und Angst gleichermassen umhüllten sie,die Welt um sie herrum schien still zu stehen und Freude auf ein Wiedersehen nahmen sie nun ein.Sie war endlich wieder zu Hause und Calea lächelte,spürte,wie die Tränen sich ihren Weg suchten.
,,Das Reich des Herren Celeborn und von Galadriel,der Herrin des Lichts."
Calea hob nun ganz den Kopf,sie konnte sich nicht von diesem Anblick fern halten,wie lang schon hatte sie sich danach gesehnt.Sie war zu Hause.Es war wie ein langes suchen,das nun sein Ende fand.
,,Willkommen zu Hause Calea." flüsterte Irnia dicht an ihrem Ohr und Calea liess den Tränen freien Lauf,während sie vor Glück leise lachte.
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