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Geschichte: Fanfiktion
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von Melie
erstellt: 17.02.2010
letztes Update: 05.02.2012
Geschichte, Romanze / P12
(pausiert)
Danke, danke danke ^^
So, dann wünsch ich euch und ich denke mal, dass ich das auch im Sinne von Floure tue, viel Spaß beim lesen.
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Viermal ließ ich das Telefon klingeln, bevor ich entnervt wieder auflegte. Mareike und ihr Telefon – wirklich eine Welt für sich. Wahrscheinlich lag es nur mal wieder im Kühlschrank oder so, das alles kannte ich schon von ihr.
Anscheinend hatte sie ihr Telefon doch gefunden, denn es fing an, wie wild in meiner Hand zu vibrieren und dabei komische Laute von sich zu geben.
„Mareike?“, ging ich fragend ran und hörte sofort ihr Lachen.
„Weißt du immer wer am Telefon ist, bevor du rangehst?“
„Nur bei Leuten, die ich gerade angerufen habe“, brummte ich. „
Oh…“, Mareike wurde kleinlaut, „du hast angerufen. Okay blöde Frage, natürlich hast du angerufen. Immerhin rufe ich dich gerade zurück, weil du angerufen hast! Ach, ich bin verplant…“
„Ich merke es“, antwortete ich und studierte dabei die Plastikblume auf der Fensterbank, „und ich bin in Hamburg.“
„Na endlich“, quietschte sie, „lass mich auf meinen Arbeitsplan gucken.“
Ihre Schritte polterten auf dem Boden, dann raschelte Papier und schließlich quietschte sie noch einmal,
„Jaaa. Ich muss in den nächsten Tagen nur einen Artikel über eine Theatervorstellung und eine Reportage über einen Kindergarten, der sich sozial engagiert, schreiben, also wann hast du Zeit?“
Ich konnte sie förmlich bis hierhin strahlen sehen. Mareike und ihr Volontariat bei einer Zeitung im Kulturbereich, es war wie für sie geschaffen gewesen. Obwohl Sport vielleicht besser gepasst hätte.
„Ich weiß nicht wann ich Zeit habe“, erzählte ich ihr, „immerhin weiß ich nicht, was mein Cousin so mit mir plant.“
Dieser streckte gerade den Kopf durch die Tür, ohne anzuklopfen natürlich, und winkte mit ein paar Handtüchern.
„Brauchst du welche?“, fragte er.
Ich nickte und klemmte das Telefon zwischen Kopf und Schulter, während ich sie ihm abnahm.
„Wenn du noch was brauchst, einfach rufen!“, lachte Piotr und ich grinste zurück.
„Wie früher.“
Er grinste ebenfalls breit und zeigte mir einen Daumen nach oben, bevor er den Flur entlang ging und ich die Tür wieder schloss. Mareike am anderen Ende des Telefons war ganz still geworden. Lediglich ihren Atem konnte ich hören.
„Alles okay?“, fragte ich skeptisch.
Keine Antwort.
„Maaareikeeee.“
„Ja.. ja klar ist alles okay“, stammelte sie und ihr Atem ging stoßweise. Da war gar nichts okay. Wahrscheinlich krallte sie sich gerade an ihrer Tischplatte fest, ich seufzte.
„Jaja.“
„Ja wirklich“, bekräftigte Mareike und ich beließ es dabei.
„Erzähl mal, wie gefällt es dir hier?“, wechselte sie das Thema und ich musste lachen.
„Also, eure Autobahnen sind schön, wirklich.“ Sie brummelte.
„Blöde Frage. Ich weiß.“
„Eben. Ich bin ja gerade mal…“, ein kurzer Blick auf die Uhr, „drei Stunden hier, maximal.“
„Aber ich weiß schon was wir machen können…“, und dann fing sie an zu reden.
Die Pläne, Vorschläge, Möglichkeiten sprudelten nur so aus ihr heraus und ich machte es mir währenddessen in meinem Bett gemütlich. Sollten wir das alles nur tun? Schlecht anhören tat es sich nicht.
Irgendwann später spürte ich, wie ich anfing zu gähnen.
„Du Mareike?“, unterbrach ich sie.
„Ja Melie?“
„Telefonieren wir morgen?“, noch ein Gähnen und ich merkte, wie sich kleine Tränen in meinen Augenwinkeln bildeten, wie immer, wenn ich müde war.
„Klar. Wir haben ja Zeit.“
Wieder konnte ich sie lächeln sehen und nachdem wir uns verabschiedet hatten, legten wir auf. Ja wir hatten Zeit, ganz viel.
Kurz nachdem ich mein Handy zum laden weggelegt und mich umgezogen hatte, kam Piotr noch mal ins Zimmer. Natürlich ohne mal wieder anzuklopfen.
„Duhu? Hast du noch ein bisschen Zeit für mich oder bist du schon sehr müde?“ fragte er und schaute mich dabei mit seinem Dackelblick treuherzig an.
„Eigentlich, bin ich schon sehr müde. Aber für dich mache ich doch immer eine Ausnahme.“ antwortete ich ihm, wobei ich ihm auch noch sagte, dass er sich nicht wundern sollte, wenn ich doch einschlief.
„Seit wann bist du den auf?“
„Wegen der Schule heute seit ungefähr fünf Uhr.“
„Iiihhh .... ist das aber früh!“
„Ja, was soll ich denn machen? Ich bin in der Ausbildung und mein Schulweg ist selbst mit dem Auto gute 45 Minuten lang.“ erklärte ich ihm und kuschelte mich ein bisschen bei ihm ein.
Während ich das tat, bemerkte ich, wie er seinen Gedanken nach ging. Denn dabei sah er immer in die Ferne und war relativ abwesend.
„Dann mach deine Ausbildung doch einfach hier in Hamburg. Hier gibt es genug Unternehmen und die Berufsschule liegt auch mitten im Zentrum.“ sagte Piotr nach einer Weile und sah mich fragend an.
Meine Ausbildung in Hamburg zu machen, darüber nachgedacht hatte ich auch schon. Aber wie sollte ich das machen? Und vor allem wo?
„Darüber nachgedacht hatte ich schon. Aber wo soll ich denn arbeiten und vor allem, wo soll ich wohnen?“ teilte ich ihm meine Überlegung mit und sah ihn dabei genauso fragend an, wie er kurz zuvor mich.
„Hmm. Gute Frage.“ überlegte Piotr kurz, bevor ihm die Idee kam. „Du könntest doch bei mir wohnen. Und was das Andere angeht, da wirst du mit Sicherheit etwas finden.“
„Eigentlich klingt das ja ganz gut, wenn das alles nur so einfach wäre. Wenn ich jetzt mal ehrlich bin, mit dir zusammen wohnen wäre einfach genial, wäre da nur nicht deine Verlobte. Meinst du, dass das so gut wäre, sie und ich unter einem Dach?“ fragte ich ihn und sah ihm dabei mit einem ernsten Gesichtsausdruck direkt in sein Gesicht.
„Hmm. Ich weiß ja, dass du und Melanie nicht so miteinander klar kommt. Aber wenn es vielleicht möglich ist, würde es dann die Möglichkeit geben, dass du und sie euch vertragt?“
„Geben tut es die Möglichkeit schon, solange sie dann auch dabei mitzieht.“ antwortete ich und versuchte dann das Thema auf etwas Anderes zu lenken, indem ich ihm von meiner Ausbildung und den Geschichten von zu Hause erzählte.
Obwohl ich doch ziemlich müde war, redeten wir noch eine ganze Weile. Ich glaube es war sogar schon kurz nach Mitternacht, als ich dann wirklich nicht mehr konnte und an seiner Schulter einschlief.
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