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von dracopotter    erstellt: 15.02.2010    letztes Update: 10.04.2010    Geschichte, Humor / P18 Slash    (fertiggestellt)
Einen wunderschönen guten Tag, ihr Lieben!

Wie einigen im Forumschat versprochen, startet heute unsere neue Story:

Switch – Verwirrung inklusive


Bevor es nun losgeht, muss ich euch mit zwei… drei langweiligen Dingen belästigen.

Zum einen: Diese Story müssen die meisten vermutlich ganz genau lesen. Man siehe ‚Verwirrung inklusive’ nicht nur als netten Nebensatz, sondern als unumstößliche Tatsache.

Zum anderen: Diese Story hat 22 Kapitel, ist komplett abgeschlossen und gepostet wird, wie gehabt Mittwoch und Samstag!

Nun zum Obligatorischen:

Rating: P-18 Slash
Pairing: Wir sind ja flexibel, das wisst ihr… *gg*
Eigencharaktere: Maddox Calbone, Connor Price, Sean Priestley und Jake Finn – das sind unsere dracopotter – Boys und das bleiben sie auch!
Genre: Humor, Romantik, Slash…

Summary: Harry und Draco unterliegen einem fiesen Zauber und fortan gibt es keine Möglichkeit, dem Feind auszuweichen. Plötzlich sind die Erzfeinde gezwungen, sich mit dem Leben des anderen komplett auseinander zu setzen… Es geht um Freundschaften, Feindschaften… es geht darum, die Werte des anderen zu schätzen, das zu beschützen, was dem Erzfeind so viel bedeutet…

So, und nun wünschen wir euch viiiiel Spass!

Knutscha
Jules & Claudi



Seife zum Frühstück


"Albus! Das können wir nicht machen! Glaubst du nicht, dass das, was du vorhast, unsere Befugnisse übersteigt?"
Minerva McGonagall sah den alten Mann, der ihr gegenüber saß, zweifelnd an, doch der erwiderte den Blick fest.
"Hast du eine bessere Idee, Minerva?"
"Wir... also..." Minerva setzte sich resigniert. "Heute Morgen dachte ich, die Schüler feuern mit Flüchen über die Frühstückstische. Es war erschreckend. Es hat sich nichts geändert."
"Nein, eher verschlechtert." Der Schulleiter stand auf und lief mit auf dem Rücken gelegten Händen auf und ab. "Sie geben sich jetzt gegenseitig die Schuld an der Schlacht."

"Und begreifen dabei nicht, dass keine der beiden Seiten schuldig ist." Seufzend schaute die Professorin aus dem Fenster in die Nacht hinaus. "Das kann so nicht weiter gehen. Okay, machen wir es!"
Die beiden standen sich gegenüber, murmelten leise Zauber, hüllten das Büro in glitzerndes Grün und Rot. Zwei Wolken, die aus dem Büro verschwanden. Die grüne flog zum Turm der Löwen, die rote in die Kerker.
"Es ist gleich halb vier, wir sollten noch etwas schlafen, meine Liebe", sagte Dumbledore lächelnd.
Die Frau nickte leicht. "Ja, du hast Recht. Albus... auch, wenn es sich jetzt nicht mehr rückgängig machen lässt... jedenfalls nicht so schnell... so habe ich kein gutes Gefühl dabei. Wir werden viel, viel Verwirrung stiften!"

Als Harry pünktlich um sieben Uhr die Augen aufschlug, streckte er sich, gähnte herzhaft und seufzte. "Mach mal einer den Wecker aus!", murrte er laut.
"Mach doch selbst!", kam es zurück.
Harry hob den Kopf, runzelte die Stirn und... 'Fuck, was...' Er starrte Blaise Zabini an; er starrte Theodor Nott an und machte den Mund auf, um zu fragen was der Mist sollte, doch es kam nichts raus. Statt dessen hatte er das Gefühl, er hätte Seife im Mund. Eklig.
"Ey, Malfoy, halt mal den Ball flach", kam es von Blaise, der ihm demonstrativ den Rücken zudrehte. "Es ist Samstag."

"Und warum klingelt dann der Wecker?", rutschte es ihm raus, doch gleichzeitig... 'Malfoy?' Er setzte sich auf, atmete tief ein und aus und sah sich um.
Blaise Zabini lag auf dem Bauch, die Arme links und rechts aus dem Bett hängend; Theo war in seine Decke eingewickelt, die Beine angezogen, wie ein kleines Kind. 'Fuuuuck, was ist hier los?'

Er sprang aus dem Bett und wollte ins Bad, doch da, wo normalerweise eine Tür war, war... nichts. Nur blanke Wand. Er widerstand der Versuchung, sich selbst zu kneifen. Das konnte nur ein Alptraum sein. Das MUSSTE ein beschissener Alptraum sein. Gleich würde er aufwachen, um...
"Hey, Malfoy, hast du den Weg zum Klo vergessen?" Blaise hatte sich umgedreht und musterte Harry grinsend.

"Äh... ich... ich..." Harry wollte ihnen sagen, dass er doch nicht Malfoy war. Warum nannte Blaise ihn schon zum zweiten Mal Malfoy? Der Seifengeschmack wurde immer schlimmer, und obwohl er es ignorieren wollte, konnte er nicht sagen, dass sein Name Harry war. "Ich... schlafe wohl noch."

Als Blaise sich kopfschüttelnd wieder umgedreht hatte, sah er sich nervös um. Dann fand er die Tür, die zu dem Raum führte, den er suchte. Sie stand halb offen und man konnte das Waschbecken dahinter erkennen, und  darüber hing... ein Spiegel.
'Ganz ruhig, Harry. Das ist nichts weiter, als ein Traum...' Harry stellte sich mit geschlossenen Augen vor den Spiegel und öffnete erst das linke ganz vorsichtig.
Was dann kam, riss Blaise und Theo aus den Betten.
Harry schrie; so laut und durchdringend, wie es keiner der Jungs je gehört hatte.

"Hey, alles klar?" Blaise war zuerst bei seinem Freund. Fragend sah er ihn an.
Harry machte den Mund auf, wollte sagen, dass das, was er da im Spiegel sah, nicht er war, dass... dass er doch eigentlich... Egal, denn nichts davon kam über seine Lippen.
"Du solltest dich wieder hinlegen", knurrte Blaise nur und verließ zusammen mit Theo, der völlig schlaftrunken in der Tür stand, das Bad.
"Aber..." Harry sah ihnen nach. 'Das darf doch alles nicht wahr sein' Was er im Spiegel sah, war fast... brutal. Platinblonde Haare, graue Augen und blasse Haut. Harry riss die Augen auf. Er war Malfoy! Er war der verkackte Draco Malfoy!

Im Gryffindorturm war Ron der erste, der aufwachte. Ein unentwegtes Surren hatte ihn geweckt. Verschlafen sah er sich um, dann erkannte er die Ursache. Genervt rappelte er sich auf und stieß seinen besten Freund an. "Hey, Harry... wach auf... dein verflixtes Feindglas ist kaputt... das surrt in einem Fort... mach’s aus oder wirf's aus dem Fenster..."
"Wasislos? Habkeinfeindglas...", nuschelte Draco, ohne die Augen zu öffnen.
"Ach, und was raubt uns hier den Schlaf?" Ron stand auf, griff nach dem Störenfried und schob es kurzerhand unter die Bettdecke seines Freundes.

"SPINNST DU?" Draco fuhr hoch und starrte Ron an... und starrte... und starrte... und starrte...
Ron, der das Ganze gar nicht richtig begriffen hatte, zeigte ihm einen Vogel und drehte sich um, um wieder in sein Bett zu krabbeln.
Draco starrte immer noch. Mit großen Augen, die er jetzt, wo Ron weiter weg war, zusammenkniff. 'Was war denn nun los?' Er befühlte seine Augen, sein Gesicht, die strubbeligen Haare und ein zweites Mal erschütterte ein kreischender Schrei das Schloss.
Ein dickes Kissen erstickte seinen Aufschrei.
"Klappe, Potter, sonst schicken wir dich zu den Schlangen", grummelte Sean.

"Nein!" Draco hatte das laut raus geplatzt, bevor er es hätte aufhalten können. Verwirrt runzelte er die Stirn. Warum, bei Salazar, lag er mit Weasley, Priestley, Finn und Price in einem Zimmer? Das musste ein beschissener Albtraum sein. Er stand auf, drehte sich um und starrte verwirrt die Wand an. 'Wo, zur Hölle, ist das Klo? Ich muss pinkeln!' Er stöhnte verzweifelt auf.

"Sag mal, ist dir gestern eins der Butterbiere nicht bekommen?" Connor hatte den Kopf gehoben und starrte den Schwarzhaarigen an. "Man... das Klo ist immer noch da, wo es immer war", er deutete auf eine Tür hinter sich, "sieh zu, dass du nicht daneben pinkelst... oder was auch immer du da machen willst..."
"Ich muss mal, du Idiot!", fauchte Draco und runzelte die Stirn. Schnell verschwand er im Badezimmer, erleichterte sich und blieb dann vor dem Spiegel stehen.
"Das glaub ich jetzt nicht...", flüsterte er. Schwarze Haare, grüne, leuchtende Augen und die berühmte Narbe. "Ich seh total scheiße aus!", platzte er erneut laut heraus.

"Ja, wo du Recht hast... mach dich mal vom Acker..." Connor, der, jetzt wo er schon mal wach war, beschlossen hatte, dass er auch zur Toilette gehen konnte, schob seinen Freund aus dem Weg. Völlig ungeniert ließ er die Hosen runter.
"Boah... waren vielleicht wirklich ein paar zu viel gestern", grinste er breit. "Man, Potter, ich hab' echt gedacht, du machst ernst, als du gedroht hast, dich zu den Schlangen zu schleichen... du solltest weniger saufen..."

Draco grübelte, starrte weiter in den Spiegel. Hatte er getrunken? Waren das die Auswirkungen des Alkohols? Nein, so was tat Alkohol nicht, oder? "Was genau haben wir eigentlich getrunken?", fragte er langsam.
Connor, der gerade seine Shorts hochgezogen hatte, sah ihn breit grinsend an. "Man, Potter, wenn du das nicht mehr weißt. Ein Hoch auf die aufgehobene Ausgangssperre für die Siebtklässler, aber... du solltest aufpassen, dass du  nicht übertreibst. Also, wir haben so ziemlich alles getrunken... obwohl bei dir eher gesoffen passen würde..." Er zwinkerte ihm frech zu und verließ dann den Raum.

Gesoffen... Draco grübelte. Wenn er gesoffen hätte... Quatsch, er hatte gar nicht gesoffen. Potter hatte gesoffen. Und dann hatte er irgendeine Scheiße angestellt, die dazu geführt hatte, dass er jetzt aussah, wie der verkackte Held... und der war einfach hässlich! Draco wimmerte leise auf und verkroch sich in seinem Bett, in Harrys Bett... es war verwirrend, wie Draco zu denken, aber wie Potter auszusehen.

"Hey, genug gepennt, Dray. Aufstehen! Los, wenn du noch unter die Dusche willst, dann solltest du deinen Knackarsch aus dem Bett schwingen. Wir wollen noch was vom Frühstück mitbekommen."
Blaise hatte seinem vermeintlichen Freund eiskalt die Bettdecke weggezogen.

Harry knurrte leise. Immer noch Malfoy. Okay, Dray, aber das machte es nicht besser, oder? Man, er hatte sich noch einmal hingelegt, in der stillen Hoffnung, dass er aufwachen würde und dieser Alptraum wäre vorbei.
Resigniert schwang er die Beine aus dem Bett und ließ den Kopf hängen. Ja, eine Dusche wäre jetzt genau das richtige, aber... er sah sich in dem Raum um... wohl kaum im Bad der Schlangen, oder?

Blaise und Theo beobachteten, wie Draco sich sein Handtuch schnappte, Klamotten und sich auf den Weg zur Tür machte. Doch irgendwie wirkte er verwirrt und unentschlossen.
"Dray, willst du bei den Mädels duschen gehen? Wo willst du hin?"
Harry biss sich verzweifelt auf die Unterlippe. Zu gern hätte er gesagt: Ich will im Turm duschen, doch kein Wort kam über seine Lippen, nur der penetrante Seifengeschmack. So langsam wurde ihm schlecht davon.

Er blieb stehen und legte ergeben den Kopf in den Nacken.
"Nein, kleiner Scherz", lachte er gezwungen und verschwand im Bad.
Noch bevor die Tür ins Schloss gefallen war, zwängte Theo sich ebenfalls hinein.
"Dray? Alles klar bei dir? Du siehst... mit Verlaub gesagt... beschissen aus."
"Theo...", sagte Harry und wunderte sich einen Moment, dass er sogar den Vornamen wusste. "Kannst... kannst..." 'Fuuuuck, warum kann ich nicht fragen, was hier los ist?', dachte Harry wütend. "Kannst du mir ein Handtuch bringen? Ich hab’s vergessen..."
Theo zog die Stirn kraus und musterte seinen Freund noch immer irritiert. "Nimm eins aus dem Regal... dazu sind sie da...", erklärte er mechanisch, ohne den Blonden aus den Augen zu lassen.
 
"Oh ja..." Harry lachte gekünstelt. "Ich geh... dann mal duschen..." Langsam bewegte er sich auf die Duschkabine zu, und wandte sich um. "Willst du mir zusehen? Noch nie was von Privatsphäre gehört?", fauchte er.
Der Brünette zog die Augenbrauen hoch und hob abwehrend die Hände. "Ist ja gut. Bin ja schon weg." Okay, alles auf Anfang. Vor wenigen Minuten hatte er noch gedacht, Draco wäre irgendwie... anders... aber das war eindeutig der Blonde, wie sie ihn kannten. Seufzend verließ er das Bad.
 
Blaise saß im Bett und schaute zur Badtür. "Seltsam heute, unser Blondi, was?", murmelte er.
"Ja, das habe ich bis eben auch gedacht." Theo warf sich auf sein Bett und sah seinen Freund an. "Er hat tatsächlich ein eigenes Handtuch verlangt. Bisher war er mit denen, die von den Hauselfen ins Bad gelegt wurden, immer zufrieden. Was mich eigentlich schon immer gewundert hat. Aber dann hat er mich angefaucht, dass er allein sein will. Ich kann dich also beruhigen. Nur die ganz gewöhnliche schlechte Laune am Morgen...", knurrte er und schloss nochmal die Augen. Wenn Draco als erstes im Bad war, hieß das für die anderen nur eins: Warten... lange warten!
 
Blaise lachte leise. "Er wollte allein sein? Man, ich kann gar nicht zählen, wie oft ich ihn schon nackt gesehen habe..." Kopfschüttelnd starrte er zur Badezimmertür.
Plötzlich ging die auf, Draco kam raus, mit Handtuch um den Hüften und nassem, wirren Haar. "Der nächste kann."
 
Theo und Blaise starrten ihn an.
"Äh... fertig? Jetzt schon? Sicher?"
"Ja... wie lange soll denn das dauern?" Harry runzelte die Stirn, dann klatschte er sich unüberlegt die Hand dagegen. Klar, Draco Malfoy... der ging vermutlich keinen Zentimeter, wenn nicht alle Falten aus den Haaren gebügelt waren. "Geht ihr erst, ich brauch ja doch wieder länger."
"Bist du sicher, dass es dir gut geht?" Jetzt machte auch Blaise sich langsam richtig Sorgen. Er ging auf ihn zu, um ihn in den Arm zu nehmen. So, wie er es eigentlich jeden Morgen tat - so, wie es normal war…
 
"Hey... ich... sorry, aber..." Harry schmeckte die Seife, schloss kurz die Augen und brachte es hinter sich. Fuck, kuscheln mit Zabini. Er war ein angesehener Zauberer und kuschelte mit Zabini!
 
Das hätte Draco zur gleichen Zeit sehr gern getan.
Statt dessen konnte er sich nur immer mehr über sich selbst wundern, denn er spielte tatsächlich mit dem Gedanken, aufs duschen zu verzichten.  
Er hatte Dutzende Male versucht, zu erklären, dass er nicht der war, für den ihn alle hielten, doch der grausame Geschmack in seinem Mund ließ ihn immer wieder innehalten. Sogar die ausgiebige Zahnputzaktion - mit Harrys Zahnbürste und Zahnpasta, was blieb ihm auch anders übrig - hatte nicht geholfen.  
 
"Harry, wenn du noch Frühstücken willst, solltest du endlich duschen gehen, und dass du das solltest ist ganz klar!" Ron grinste ,und Jake hielt seinem Freund Sean gespielt die Nase zu und wedelte mit der Hand in der Luft.
"Jungs, Harrylein ist heute etwas unwohl. Gestattet ihm, sich erstmal auszukotzen, bevor er über eure Witze lacht", kicherte Connor.  
"Schnauze, Price!"
Draco funkelte den anderen wütend an, dann griff er auf Geratewohl nach einem Handtuch, das auf seinem... auf Harrys Bett lag  und verschwand im Bad. Als die Tür gefallen war, fiel ihm ein, was er vergessen hatte. Seinen Zauberstab, um die Tür zu versiegeln... konnte ja sonst einer reinkommen... äh... Zauberstab?
 
Ron genierte sich nicht und kam frech hinterher. "Zick nicht rum, Harry. Wir haben alle viel getrunken. Du verträgst doch sonst auch mehr." Der Rothaarige stellte sich ans Waschbecken und begann, sich die Zähne zu putzen, während Jake sich unter die zweite Dusche stellte, Sean munter hinterher stieg und Connor zum Urinal ging.
 
"Was soll das werden? Badezimmer-Party? Ich würd' gern allein duschen."
"Tja, Baby, sieht ganz schlecht aus", grinste Connor sichtlich erleichtert, warf ihm einen Kussmund zu und verließ fröhlich pfeifend den Raum.
"Ich verschteh schwar nicht, wasch mit dir los ischt..." Ron spuckte die Zahnpasta aus. "Aber ich bin auch gleich weg."
 
"Schön!", fauchte Draco. Er stand demonstrativ mit verschränkten Armen im Bad und wartete. "Hey, könnt ihr vielleicht woanders vögeln?" Zu sehen, wie Jake Sean knutschend an die Wand drückte, trieb selbst Draco die Röte ins Gesicht.
"Oha, Harrylein wird prüde", grinste Sean. "Mach die Augen zu. Wirst schon alles finden", lachte er und wandte sich wieder seinem Freund zu.
 
'Das kann doch alles nicht wahr sein', grummelte Draco, rutschte in der Dusche auf den Boden und hielt sich demonstrativ die Ohren zu. Mit zusammengekniffenen Augen versuchte er, sich einen Reim auf das zu machen, was hier gerade passierte.
Warum, bei Merlins Unterhosen, saß er im Badezimmer der verkackten Gryffindors? Und warum, verfluchte Scheiße, sah er aus, wie... wie Harry Potter?
 
Jake störte sich nicht daran, dass sie nicht allein waren. Harry war zwar nicht schwul, aber gerade die Freunde munkelten, dass er zumindest bi war, so wie er die Jungs beobachtete - normalerweise.
"Kannst ja mitmachen, Baby... hinter mir ist noch Platz", knurrte Jake und stöhnte plötzlich laut auf, als Sean seine Finger um seine Erektion gelegt hatte.
 
"Macht, dass ihr fertig werdet und lasst mich endlich allein", keifte Draco zurück.
Er wusste nicht, wie die Jungs das machten, aber er konnte sich die Ohren zuhalten, so fest er konnte... das Stöhnen und Keuchen aus der Nachbarkabine drang trotzdem zu ihm durch. Und, was am schlimmsten war: Sein Körper reagierte darauf. Halt! Stopp! SEIN Körper? Verdammt, das war Potters Körper!
Sich weiter die Ohren zuhaltend, wagte er einen Blick gen Süden. 'Holla, die Waldfee. Scheiße im Kopf, aber reichlich in der Hose.' Er verdrehte die Augen, als es augenscheinlich zu den finalen Momenten neben ihm kam.
 
"Oh, scheiße, Jake, das war extrem geil...", keuchte Sean. "Müssen wir frühstücken? Sollen wir nicht einfach hier oben bleiben und es ausnutzen, dass alle unten sind?"
"Alle?" Jake sah um die Ecke und zu Draco runter. "Ich glaube, unser Kleiner braucht noch etwas länger... er muss noch en Problem beseitigen."
Sean tauchte hinter seinem Freund auf und grinste breit. "Vielleicht sollten wir ihm mal wieder unsere Hilfe anbieten? So einen netten Dreier hatten wir schon langte nicht mehr..."
 
"Verpisst euch endlich!", schrie Draco ungehalten. "Ich will in Ruhe duschen, verdammte Scheiße!"
"Ich glaube, das heißt nein", lachte Jake und zog seinen Freund zurück unter ihren Wasserstrahl. Sie beeilten sich tatsächlich und verschoben weitere Knutschereien auf außerhalb des Badezimmers.
Als er endlich die Tür des Schlafsaales hört, atmete Draco erleichtert aus. Himmel... was war hier los?
 
Harry hatte zugesehen, wie Blaise und Theo sich fertig gemacht hatten und war dann im Bad verschwunden. Wurde jetzt von ihm erwartet, dass er hier zwei Stunden verbringen sollte? Wie konnte er den anderen begreiflich machen, dass er nicht Malfoy war? Er stellte in Dusche und Waschbecken das heiße Wasser an und sah der Dampfbildung zu. An die Spiegel schrieb er 'Ich bin nicht Draco!', dann brüllte er nach Blaise und Theo.
 
Die beiden Jungs stürzten ins Bad, blieben jedoch sofort wie angewurzelt stehen.
"Boah, was ist denn los? Dray, spinnst du?" Theo versuchte, durch den Dampf seinen Freund auszumachen.
"Schaut auf den Spi... was..." Harry legte den Kopf schief, denn von seinen Worten war nichts mehr zu sehen, nur der penetrante Seifengeschmack in seinem Mund und ein riesiges Herz mit 'Slytherin' drin stehend, war auf dem Spiegel zu sehen.
 
Blaise schüttelte nur den Kopf, grummelte 'jetzt dreht er völlig am Rad' und Theo folgte ihm.
"Aber..." Hilflos sah Harry ihnen nach. 'Ich muss mit Malfoy reden.' Er verzichtete auf die Dusche, verzichtete darauf, noch Stunden im Bad zu verbringen. Er rannte in den Schlafsaal, zog eine Jeans über, ein Hemd, wobei er nicht darauf achtete, dass es verkehrt geknöpft war, zwei verschiedene Socken, die allerdings von Blaise waren und stieg auch noch in dessen Turnschuhe; dann verließ er den Schlafsaal; zerzaust, hektisch und mit tiefroten, fleckigen Wangen.
 
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