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von Oceanrose    erstellt: 14.02.2010    letztes Update: 18.05.2010    Geschichte, Abenteuer / P16    (abgebrochen)
Hey :)

Sooo, hier nun das zweite Kapitel :) würd mich echt über reviews freuen und bedanke mich noch einmal bei denen, die bereits eins geschrieben haben :):):) *Kekse geb^^*

And now enjoy it :):)

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Der Wind auf dem Meer hatte sich wieder etwas gelegt und stellenweise brach sogar der Schein des Mondes durch die nun immer dünner werdende Wolkendecke. Doch das ungewöhnlich hell erscheinende Licht konnte kaum etwas gegen die schwere Dunkelheit tun, wodurch der Rest des Ozeans bis hinter den Horizont weiter darin vehüllt war.
Der junge Waffenschmied fror etwas und zog die Decke, die um seine Schultern lag, enger an sich. Jack hatte ihm zwar nach dem wortwörtlichen Untertauchen der “Fisch-Männer” sofort angeboten, in seine Kajüte zu gehen und sich dort trockene Kleidung zu holen, doch Will hatte abgelehnt. Er war froh, die Kälte in dieser verhangenen Nacht zu fühlen, denn sie war das einzige, was er wahrnahm. Kälte. Sie passte unbeschreiblich gut zu seinem derzeitigem Gemütszustand, seitdem vor einer Woche der verhängnisvolle Brief seiner  nun Ex-Verlobten eintraf. Urprünglich war geplant, dass er und Elizabeth die Hochzeitsplanung gemeinsam machten und sie detailliert an den Hofstab ihres Vaters gaben, damit dieser mit den aufwendigen Vorbereitungen beginnen konnte. Während die Bediensteten auf Hochtouren arbeiteten, wollte sie nach England segeln, um ein Kleid zu suchen und ihre Verwandten persönlich einzuladen. Will hingegen würde in der Zwischenzeit einen Weg suchen, seinen Vater aus Davy Jones’ Crew zu retten, wobei ihm der Captain der Pearl zu seinem Erstaunen seine Hilfe angeboten hatte. Nun aber, da Elizabeth sich von ihm getrennt hatte und Norrington heiraten würde, war alles anders. Sie hatte ihm noch nicht einmal Gründe für ihre Entscheidung genannt. Er hatte nun nichts und niemanden auf dieser Welt, die ihm jetzt so grau und eben kalt vorkam.
,,Will?” Jack trat von hinten an ihn heran, der Schmied ließ ihn aber links liegen und konzentrierte sich auf die kleinen Wellen, die im kargen Mondlicht glitzerten.
,,Junge, du kannst dich doch nicht ewig in Schweigen hüllen.” Er seufzte.
,,Irgendwann musst du sie vergessen, was soll sonst aus deinem Leben werden?”
,,Ach?! Du erwartest also allen Ernstes, dass ich jetzt schon einen konkreten Plan habe?!” Jack hatte mit vielem gerechnet: einem bösen Blick, einem Schnauben - aber nicht mit einem zusammenhängendem Satz!
,,Äh...aye! Genau das.” Nun gab Will das erwartete Seufzen von sich, jedoch gepaart mit weiteren Worten:
,,Also gut, ich werde mir in Tortuga eine Crew suchen, ein ordentliches Schiff kapern und Pirat werden. Zufrieden?!”
,,Und du wirst sie nicht suchen?”
Der Wind hatte sich nun völlig gelegt.

Über St. Kitts prangte der Mond, umringt von unzähligen Sternen, die hell leuchteten. Ab und an rannte eine Katze durch die kleinen Gassen und suchte scheinbar nach jemandem, mit dem sie spielen konnte. Doch in den verlassenen Straßen fand sie offensichtlich niemanden. Liz, die mit einer Kerze in der Hand auf dem Fensterbrett saß, wusste, was das kleine Tier fühlte. Genauso dasselbe wie sie: Einsamkeit und auch etwas Angst.  Zitternd umklammerte sie die Kerze fester. Sie war nicht groß, aber es reichte, um ihr etwas Wärme zu spenden und die dunklen Schatten um sie herum zu vertreiben. Liz wünschte sich, jetzt jemanden zu haben, der sie umarmte und tröstete, jemanden, wie ihr Vater es gewesen war. Sie schaute hinauf zum Kirchturm und ihre Gedanken glitten an den Tag zurück, an dem der ganze Alptraum angefangen hatte.
Jeffrey hatte sie frühmorgens geweckt und zum Arzt geschickt, da es ihrem Vater nicht gut ging und er bei ihm bleiben mußte. Sorgenvoll  war sie losgelaufen, um Dr. Shannon zu holen. Dieser hatte am Krankenbett aufgrund Charles’ hohen Pulses und der Bleichheit Blutarmut diagnostiziert. Liz eilte sofort in den nächsten Laden, um Arnikatee zu besorgen. Doch er hatte nichts geholfen, das Herzklopfen erhöhte sich im Verlauf des Tages und letztendlich starb ihr Vater an den Folgen seiner Krankheit. Die Erinnerung an den Moment, als der Arzt Jeffrey und ihr diese Hiobsbotschaft überbrachte, trieb ihr Tränen in die Augen, welche einige Sekunden später die kleine Kerze in ihrer Hand löschten.

,,Wen meinst du mit ‘sie’?”
,,Na, ‘sie’ eben. Die Frau für’s Leben, klar soweit?” Jack korrigierte den Kurs des Schiffes ein wenig. Schließlich mußte er sich nicht nur um den Welpen, sondern auch um die Pearl kümmern!
,,Du weißt, dass ich zurzeit weder Kraft noch Lust für so ein Gespräch habe...?” murrte der Waffenschmied.
,,Klar.” Will seufzte entnervt auf. Dieser Pirat brachte ihn noch um den Verstand!
,,Du könntest ‘sie’ doch auch mal suchen, oder?!”
,,Hab’ sie doch schon gefunden!” grinste Jack stolz und tätschelte das schwarze Steuerrad. Der Schmied hingegen zog skeptisch eine Augenbraue nach oben.
,,Ich bezweifle stark, dass man mit einem Schiff reden kann.”
,,Brauchst du nich‘, Welpe, ich zeig’s dir.” Er sah zu den Segeln und rief:
,,Hey, Pearl! Wie nennt man einen dicken Pirat? Weißt du’s? Ok ich sag’s dir: Rumkugel! Der war gut, oder?” Die - zumindest vom Captain - erwartete Reaktion blieb aus.
,,Scheinbar war der Witz doch schon zu alt. Früher hat sie immer vor Vergnügen geknarrt.”
,,Ahja...” ließ der Jüngere vernehmen und starrte weiter den Horizont an. Es gab Zeiten, da machte Jack Sparrow ihm Angst.

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Hoffe, s hat euch gefallen :)
Bis bald^^
Oceanrose
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