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von AnniiLiebtSeverus    erstellt: 13.02.2010    letztes Update: 15.03.2010    Geschichte, Romanze / P12    (abgebrochen)
Hallo Menschen, ihr da draussen.
Heute ein neues Kapitel
Einen Tag später.
Wieder etwas kurz.

Trotzallem: Viel Spaß mit dem zweiten Kapitel.

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- 2 -
Begegnungen im Einkaufsrausch



Ich schob meinen Einkaufswagen vor mir durch den Supermarkt.
Eigentlich schob mein Zauberstab den Einkaufswagen voran, und meine Hände sammelten meine benötigten Lebensmittel und Zutaten. Die Muggel um mich herum bemerkten das Alles nicht.
Neben mir lief eine kleine ältere Dame. Ihr fiel eine Büchse Erbsen aus der Hand und ich half ihr sie aufzuheben. Sie bedankte sich höflich und ging weiter.
Eine weitere Frau in meiner Reihe ärgerte sich mit ihrem kleinen Sohn herum. Geschätze sechs Jahre. Er wollte unbedingt die Schokolade essen, doch seine Mutter verbot es ihm.  Er schrie herum, rollte sich auf dem Fußboden herum und trommelte mit den Händen auf den Fußboden ein.
Die Mutter reagierte ganz locker und meinte zu ihm: „Der Fußboden wird dir auch keine Schokolade geben, auch wenn du weiterhin auf ihn einprügelst.“
Der Junge streckte ihr die Zunge raus, rappelte sich auf und fragte die Frau:
„Krieg ich mog’n Schoki?“
„Ja, meinetwegen kriegst du morgen ‚Schoki‘, antwortete sie ihm mit gespielt genervten Ton und verdrehte übertrieben die Augen. Man konnte ihr ansehen, dass sie kurz vorm Lachen war und piekste ihrem kleinen Sohn in den Bauch.
Auf einmal kam noch ein zweiter Junge zu der kleinen Familie, ich schätzte ihn auf 11, der seiner Mutter ein Buch unter die Nase hielt, welches er gerne haben wollte. Sie bejahte und er legte es in den Einkaufskorb.
Heute Abend würde Jack zu Besuch kommen.
Jack war nicht ganz Muggel und auch nur fast Zauberer. Jack war ein Squib.
Mit ihm war ich seit circa einem Jahr zusammen und heute Abend wollten wir uns mal wieder seit zwei Wochen sehen. Ich war unglaublich aufgeregt, und auf Grund meiner wenig ausgeprägten Kochkünste hatte ich ein wenig Angst das Essen zu ruinieren.
Allerdings wischte ich diese Seite beiseite, wozu sonst hatte ich denn sonst noch diesen verhexten Stock, außer zum Toaster verzaubern, Einkaufswägen schieben und eben kochen.
Die Jungen und ihre Mutter gingen mir nichtmehr aus dem Kopf.
Ich packte schnell eine Tafel Schokolade in meinen Wagen, ging zur Kasse und bezahlte.
Dann sprintete ich in einer enormen Geschwindigkeit auf den Parkplatz wo ich hoffte, dass  die kleine Familie noch nicht gefahren war. Sie war es nicht. Der ältere der beiden war gerade dabei in das Auto zu steigen und der Kleine saß noch immer im Einkaufswagen und wartete darauf herauszudürfen.
Ich verlangsamte meine Schritte und am Auto angekommen räusperte ich mich.
Der größere Junge, dessen eines Bein gerade anfing sich zu heben, hielt in der Bewegung inne und starrte mich an. Der Kleine hörte auf einmal auf zu erzählen und sah mich fasziniert an.
Die Mutter der beiden kam hoch und sah mich fragend an.
„Hallo, ich bin Smith. Samanta Smith“, stellte ich mich vorsichtig vor.
„Hey Samanta, ich bin Katja McLynn“, antwortete mir die Mutter mit einem freundlichen Lächeln, „und das sind Billy“, sie zeigte auf den Kleineren, „und Blair“, jetzt nickte sie mit dem Kopf in die Richtung des Größeren. Jetzt sah mich Katja wieder ein wenig verwirrt an, weil sie sich jetzt womöglich fragte was ich von ihr wollte.
„Ich bin ihnen nicht gefolgt oder so, naja eigentlich schon, aber ich habe nichts Böses im Sinn.“
Katja nickte und Blair beäugte mich seltsam. Billy starrte mich noch immer verträumt an. An seiner Mimik hatte sich noch nicht das Geringste verändert.
„Ich habe eben zufällig mitbekommen, dass ihr Kleinster Schokolade haben will, und… Ich kam nicht umhin ihm diesen Wunsch zu erfüllen.“ Ich nahm die Schokolade aus meinem Einkaufswagen und hielt sie Billy unter die Nase. Beim Anblick dieses Schatzes löste er sich aus seiner Trance und kreischte einmal kurz und laut auf. Er zappelte vor Freude und ich gab sie ihm.
„Was sagt man, Billy?“, erinnerte ihn Katja.
„Danke, Samy“, sagte er und grinste mich verschmitzt an.
„Kein Problem. Das war’s auch schon. Mal sehen, vielleicht sieht man sich ja noch mal. Auf Wiedersehen.“
Die drei McLynns winkten mir zum Abschied und auf dem Weg zum Auto merkte ich, dass ich in meine, letzten Satz ziemlich oft das Wort „sehen“ benutzt hatte. Die Tatsache dessen, und dass ich eben einer fremden Familie eine Tafel Schokolade geschenkt hatte ließen mich lauthals auflachen und den ganzen Weg nach Hause grinste ich noch immer vor mich hin.
Mein Haus lag abseits der Stadt, in der Nähe eines Waldes.
Durch den Wald floss ein kleiner Bach, in dem ich mich im Sommer erfrischt hatte. Ich mochte den Bach. Und ich mochte ihn gleichzeitig auch nicht.
Sein ewiges Rauschen trieb mich ab und zu in den Wahnsinn, und ab und zu beruhigte es mich vollkommen.
Sein ewiger Fluss erinnerte mich an die Zeit. Sie schien manchmal nicht zu vergehen, und manchmal viel zu schnell.
Als ich an meinem Haus ankam war es bereits um fünf. Um sieben würde Jack kommen.
Mein Haus war weinrot angestrichen und sehr klein. Türen und Fenster waren aus braunem Holz. Nussbaum. Der Vorgarten war ein kleiner Urwald aus Farn, Efeu und verschiedensten Moosen.
Wenn man nicht ganz genau wusste wo das Gartentor ist, oder dass es überhaupt eins gab, würde man es wohl übersehen. Generell, wenn man nicht ganz genau wusste, dass da überhaupt ein Haus stand, übersehe man es höchstwahrscheinlich.
Ich machte den Kofferraum auf und holte die Zutaten für Spaghetti Bolognese heraus, ging in meine Küche und stellte alles auf den Küchentisch.
Kaum angekommen klingelte auch schon das Telefon. Ich rannte zur Station und das Display verriet  mir „Jack <3“.
„ Sag nicht, dass du es nicht schaffst oder vergessen hast. Ich war nämlich gerade einkaufen.“, maulte ich ihn sofort an. Zu oft hatte er mich schon versetzt, vergessen oder es war etwas Anderes dazwischengekommen.
„Nein, Kleines. Habe ich nicht vergessen und ich werde es auch schaffen. Meine Frage ist nur: Soll ich was mitbringen? Flasche Wein, Whiskey, Blumen?“, beruhigte es mich schnellstens.
„Ne Flasche Whiskey und Blumen wären okay.“, sagte ich fröhlich. Ich hatte eine Schwäche für Pflanzen. Blumen. Bäume. Sträucher. Alles Mögliche.
„Alles klar, bis heut Abend. Ich liebe dich“, sagte er schnell und legte auf.
Ich nahm das Telefon mit runter in die Küche und warf noch einmal einen Blick auf die Uhr.
Halb sechs. Nun aber schnell.
Ich setzte Wasser für die Nudeln auf und machte nebenbei das Radio an. Es lief gerade „Bloc Party“ mit „I still remember“. Ich wippte im Takt mit dem Kopf mit und war gerade ziemlich glücklich.
Ich freute mich Jack wiederzusehen. Wir lernten uns kennen, weil wir in einer Apotheke aneinander gerannt sind. Liebe auf den ersten Blick oder sowas in der Art. Beiderseits.
Als Nudeln und Bolognese fertig waren, der Tisch gedeckt, Kerzen angezündet und eine Schallplatte aufgelegt war klingelte es auch schon an der Tür und ich machte ihm auf.
Als ich in seine blauen Augen sah machte mein Herz einen Hüpfer.
Ich mochte blaue Augen schon immer.
Soweit ich mich erinnern kann hatten bis jetzt alle meine männlichen Lebenspartner blaue Augen.
Weibliche hatte ich nie.
Ich glaubte auch nicht, dass es eine schönere Augenfarbe gab als blau.
Außer eventuell jene, die ich jeden Morgen im Spiegel  betrachtete.
Nicht, dass ich arrogant war.
Aber grün war wahrlich eine sehr schöne Farbe für Augen.

* * * * * * * * * * * * *  * * *  * * * * * * * * * * * * *

Ich hoffe es gefiel ein wenig.
Mir persönlich ganz gut ^^
Ein wenig kurz vielleicht.
Beim nächsten Mal.
Da gibt's auch mehr Stoff.
Ich hoff man bleibt dran, und ich krieg Reviews, Favoriteure und alles was dazu gehört ^^

Dank an:
Max, der mich wachgehalten hat.
Und Bloc Party für Musikbegleitung.

Liebste Grüße,
only in love with Severus Snape ♥
Annii
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