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von toshizo    erstellt: 13.02.2010    letztes Update: 25.03.2010    Geschichte, Abenteuer / P16    (abgebrochen)
Es ist ein angenehmer Spätsommerabend. Die Sonne war schon längst untergegangen und die Mücken fielen über jeden her der noch draußen war. Ein hochgewachsener Mann mittleren Alters Kniete an einen Grab von dem die wenigsten wussten das es existiert.
„Hi großer Bruder, wie geht’s dir? Ich weiß, ich war schon lange nicht mehr hier. Soll dich von Bobby, Ellen und Jo grüßen. Wir vermissen dich alle schrecklich. Grad an Tagen wie diesen fehlen deine sarkastischen Sprüche und deine unbesiegbare optimistische Ader. Wir haben es geschafft. Wir haben es wirklich geschafft die Apokalypse zu entfesseln.
Sieht schlecht für uns aus. Wenn es so weiter geht werden wir versagen. Ich weiß was du jetzt sagen würdest. Was stehst du denn noch hier rum und jammerst mir dir Ohren voll. Ich will dich hier unten noch nicht sehen. Tja das wäre es wohl was du sagen würdest. Doch ich muss dich doch an deinen 10 Todestag besuchen kommen.
Denkst ja sonst noch das wir nicht mehr an dich denken. Ich weiß, ich soll nicht mehr jagen, aber ich kann nicht anders. Wer beschützt sonst die Menschen vor den Geistern und Monstern wenn unsere Familie es nicht tut. Ja, von unserer Familie ist nicht mehr viel über.
Aber manchmal, bei größeren Sachen fühlt es sich an als wenn nicht nur wir beide zusammen jagen, sondern Mom und Dad auch dabei sind und auf mich aufpassen. Es tut mir Leid, aber ich glaube, ich werde weiter machen. Zum studieren bin ich schließlich schon zu alt. Es tut mir wirklich Leid. Ich habe die letzten Jahre nach allem möglichen gesucht aber immer noch nichts gefunden.
Dabei hab ich es dir doch hoch und heilig versprochen das ich einen weg finden werde. Einen Weg um deine Seele aus der Hölle zu befreien. Und jetzt, jetzt bist du schon 10 Jahre da. Aber vielleicht sehen wir uns ja bald wieder.
Sorry Dean, aber ich muss wieder los.
Wir müssen ja schließlich die Apokalypse verhindern. Wenn alles vorbei ist komm ich dich wieder besuchen, versprochen.“ Er stand auf und ging zum Impala. Sam Winchester, der letzte lebende aus der Familie der Jäger, fuhr zum Schrottplatz zurück. Dort und im Roadhouse war jetzt sein Zuhaue. Früher war es der Impala seines Bruders, auch wenn er das nie zugegeben hätte. Er hatte seinen Bruder nicht alles gesagt. Es stand um einiges Schlimmer als er es gesagt hatte.
58 der 66 Siegel waren schon verloren. Wenn sie das über leben wollten, mussten sie verhindern das noch ein Siegel gebrochen werden würde. Nur das wurde von Tag zu Tag schwerer. Die Reihen der Jäger lichteten sich. Keiner traute mehr dem anderen über den Weg. Zwar war es nie so das einer den anderen von Anfang an Bedingungslos vertraute und sich regelmäßig meldete.
Aber jetzt wo es drauf ankam versagte die Jägergesellschaft. Nur im Roadhouse herrschte Frieden unter ihnen. Man konnte es eigentlich besser als Waffenstillstand bezeichnen, der Frieden wurde dadurch bewahrt das Ellen keine Schlägereien mochte und jeder der eine Anfing lebenslanges Hausverbot bekam, wenn er Glück hatte.

Er war Frei. Endlich nach 1200 Jahren Schmerzen, nach 1200 Jahren Qualen wie die wenigsten Menschen es sich vorstellen konnten, nach 1200 Jahren war er endlich der Hölle entkommen. Eigentlich musste er froh sein, doch er war es nicht. Er hatte jedes Gefühl verloren außer Hass. Hass und Wut waren alles was er noch hatte und ein Auftrag.
Den Auftrag Sam Winchester umzubringen wenn dabei noch ein paar andere Jäger drauf gingen war das nicht sein Problem. Ihm war es nur recht. Wenn er welche findet, würde er sie töten, sie würden mit ihm schließlich das gleiche machen.
Er schwebte auf einer Straße und sah in die ferne mit einen fiesen grinsen. Er würde alles tun um die Apokalypse voran zu treiben. Das einfachste war es die Jäger zu jagen. Er wusste auch wo er anfangen musste zu suchen. Die Jagd war eröffnet.
 
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