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von Eleyna    erstellt: 09.02.2010    letztes Update: 13.02.2011    Geschichte, Allgemein / P12    (abgebrochen)
Nachdem mein Oneshot soviel Anklang gefunden hat, möchte ich mich bei euch mit einer Zugabe bedanken. Vielen lieben Dank an Andromeda, Dani, Midsummernightdream, Swani ;o), Chaosbraut, Velena und lonely-soul .
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Am nächsten Morgen war ich sehr müde.
Obwohl ich ausschlafen konnte, weckte mich meine innere Uhr bereits um halb sieben, als stünde ein normaler Arbeitstag an.
Verschlafen blinzelte ich durch meine schweren Lider und dachte an den gestrigen Abend.
Es war spät geworden.
Als ich begonnen hatte die alten Fotoalben raus zu kramen war es bereits kurz nach zehn gewesen.
Wir hatten uns bis in die frühen Morgenstunden auf der Couch Bilder angeschaut, uns an Anekdoten erinnert und dazu kurzerhand ein Gläschen Wein getrunken.
Es war schön noch jemanden erwachsenen im Haus zu haben und sich entspannt unterhalten zu können, normalerweise war ich nach der Arbeit zu müde um Freunde treffen.
Sobald ich Chibiusa ins Bett gebracht und ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen hatte, machte ich es mir sonst vor dem Fernseher gemütlich oder las ein Buch.

Bevor Haruka in der Nacht gefahren ist, haben wir verabredet heute vielleicht mit den Mädchen in den Vergnügungspark zu gehen.
Eigentlich war ich geneigt nein zu sagen, als sie den Vorschlag machte, dass ich am nächsten Tag mit den Kindern zu ihr und Michiru kommen solle, um gemeinsam nach Sanrio Puroland zu fahren.
Ich wollte Mamoru nicht ausstechen, denn dieser Park war seine Idee gewesen und ich wollte ihm den aufgeschoben Ausflug mit seiner Tochter nicht kaputt machen.
Doch ich hatte mich bereit erklärt heute morgen mein kleines Mädchen erst einmal zu fragen, ob es für sie auch okay wäre mit Mami und Co, statt mit Papa in den Park zu gehen.
Wohlig seufzend grub ich mich noch einmal tiefer in die Kissen und Decken.

Beim zweiten Augenaufschlag strahlte die Sonne schon durch die große Glasfront meines Schlafzimmers und kitzelte meine Nase.
Ich schwang die Beine über die Bettkante, meine Zehen gruben sich in den flauschigen Teppichen und tasteten nach den Hausschuhen.
Dann richtete ich mich auf, klemme meine blonden Haare mit der Spange auf dem Nachttisch zurück und ging ins angrenzende Badezimmer.
Gerade als ich Zahnpasta auf meine Bürste schmierte, ging schwungvoll die Tür auf und zwei rosa Zöpfe wirbelten herein.
Ohne aufzublicken wurde der Klodeckel scheppernd hochgeschlagen und mit einem erleichterten Seufzer ließ sie sich nieder.
Erst dann registrierte sie mich, denn eine leichte Röte zog sich über ihre Wangen.
„Guten Morgen mein Schatz.“ ich spuckte ins Waschbecken und spülte mir den Mund aus.
„Habt ihr gut geschlafen? Wir haben euch noch ziemlich lange Kichern gehört.“
Chibiusa rollte Papier ab, betätigte die Spülung und trat neben mich, um sich die Hände zu waschen.
„Ja, aber Hotaru ist vor mir eingeschlafen.“ Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht drehte sie sich zu mir und ich wuselte ihr liebevoll durch die Haare.
„Kommt dann frühstücken, ich mache euch Pfannkuchen.“ Sie klatschte in die Hände. „Oh fein!“

In der Küche band ich mir die Schürze um, schaltete das Radio ein und stellte den Herd an.
Nachdem ich den ersten Pfannkuchen gewendet hatte hörte ich Kinderlachen auf der Treppe und zwei Sekunden später saßen sie schon am Tisch.
„Guten Morgen Hotaru.“ begrüßte ich nun auch unseren Schlafgast.
Das Mädchen mit den dunklen Augen lächelte mich an und ich beneidete sie kurzzeitig um ihre nicht enden wollende Jugend.
Nach dem Sieg über Galaxia war die Kriegerin des Todes als einzige als Baby wieder geboren worden, somit war sie heute wie damals drei Jahre älter als ihr beste Freundin.
Ich legte den Mädchen ihre Pfannkuchen auf die Teller und wandte mich dann an meine Tochter
„Sag mal mein Schatz, was hältst du davon wenn wir heute trotzdem in den Vergnügungspark gehen, zusammen mit Hotaru, Haruka und Michiru?“
Zwei paar leuchtende Kinderaugen blickten mich an, dann wurde ich von vier Kinderhändchen gedrückt.
„Jaaaaaaa! Das wäre toll Mami.“ Chibiusa fasste Hotaru am Arm und wirbelte mit ihr durch die Küche.
Ich lächelte und dankte Haruka im stillen für diesen Vorschlag. „Fein, dann esst auf damit wir los fahren können.“
Die beiden schaufelten fröhlich weiter während ich ein paar Snacks für unseren Picknickkorb fertig machte, denn die Preise im Park waren sicher nicht gerade erschwinglich.

Mit zwei hibbeligen Mädchen auf dem Rücksitz, die lauthals irgendeinen Song im Radio mit sangen bog ich in die lange Auffahrt zum Anwesen meiner Freunde.
„Bleibt bitte im Auto, ich klingle nur schnell und dann können wir auch schon weiter.
Der Kies knirschte leise unter meinen Turnschuhen, als ich auf die große Tür zu schritt.
Bevor ich den Klingelknopf drücken konnte wurde die Tür bereits aufgerissen und Haruka trat heraus.
„Da seid ihr ja.“ Sie schloß die Tür hinter sich zu und zog den Schlüssel ab.
„Hallo Haruka, wo ist denn Michiru?“ „Sie ist kurzfristig zu einer Galerieeröffnung eingeladen worden und kommt später nach. Soll ich fahren?“
Ich blickte Haruka von der Seite an, dann schaute ich zu meinen Wagen - einen weißen Toyota Avensis - und wieder zurück zu meiner Freundin.
„Würdest du mich mit deinem Baby fahren lassen?“ Sie schaute mich irritiert an und zog dabei fragend eine Augenbraue hoch.
Dann schmunzelte sie und schüttelte den Kopf.
„Siehst du!“ ich hakte mich bei ihr unter „aber du darfst meine Beifahrerin sein und sagen wo es lang geht.“
Wir stiegen ein, Haruka begrüßte Hotaru und Chibiusa, ich wendete den Wagen und fädelte mich in den belebten Straßenverkehr ein.

„Zwei Erwachsene, eine Schülerin und ein Kind.“ teilte ich der Dame am Eingang mit.
„Mama! Ich bin kein Kind mehr!“ Chibiusa verschränkte die Arme vor der Brust und zog einen Schmollmund.
„Macht 10.700 Yen.“ Während ich bezahlte hatte sich Haruka zu meiner Tochter gekniet und redete auf sie ein.
Mit dem Finger wies sie auf die Tafel mit den Eintrittspreisen.
„Mami!“ jetzt zog meine Kleine an meinem Ärmel und ich beugte mich ebenfalls herab.
„Haruka sagt, wir haben gerade 700 Yen gespart, weil ich als Kind durch gehe. Stimmt das?“
Nickend riss ich die Karten auseinander und verteilte sie.
„Dann hab ich also noch 700 Yen zum ausgeben.“ Triumphierend blickte sie mir ins Gesicht und ich konnte nur verblüfft zurück schauen.
Chibiusa reckte das Kinn in die Höhe, griff nach Hotarus Hand und marschierte auf das Drehkreuz zu.
Dort streckte sie dem Kontrolleur ihr Ticket entgegen und sagte mit stolzer Stimme „Ein Kind!“.
Schnell beeilte ich mich den beiden Mädchen zu folgen und auch Haruka richtete sich wieder auf.
Zum Samstag war hier sehr viel los, wenn wir sie jetzt aus den Augen verloren, würden wir sie vor der Schließung nicht wieder finden.

Zu viert schlenderten wir an den vielen verschiedenen Attraktionen vorbei.
Überall begegnete man den berühmten Hello-Kitty-Figuren, in den Studenten steckten und sich mit den Kindern fotografieren ließen.
Mit „Ahhh“, „Ohhhh“ und viel „Mami, guck mal!“ wurde ich von meiner Tochter durch den Park gezogen.
Ich erfreute mich an ihrem Glück, denn in ihre strahlenden Augen zu blicken gab mir Kraft für den Alltag.
Später setzen wir uns etwas abseits vom Geschehen auf eine Bank und schlemmten aus meinem mitgebrachten Korb.
Wir schauten uns mehrere Shows an und Chibiusa holte für 'ihre' 700 Yen zwei Schlüsselanhänger.
Einen davon schenkte sie Hotaru, die sich wahnsinnig darüber freute.

Es war bereits dunkel als ich zum zweiten Mal an diesem Tag die lange Auffahrt hoch fuhr und vor der Villa hielt.
Das Verandalicht ging an und Michiru kam aus dem Haus.
Ich stellte den Motor ab, um aus zu steigen und sie zu begrüßen.
„Bunny, hallo!“ rief sie mir freudig entgegen und kam auf mich zu.
„Michiru. Schön dich zu sehen.“ Ich schloss die schlanke Frau mit den meerblauen Haaren in meine Arme.
„Es tut mir Leid, dass ich nicht nachgekommen bin, aber ich war so fertig nach der Eröffnung.“ schuldbewusst senkte sie den Blick, doch ich verstand sie sehr gut.
„Ach was. Ich kenne das doch selbst gut genug. Wenn ich von Arbeit komme habe ich auch zu nichts mehr Lust und kann mich nur schwer auf rappeln das Haus noch mal zu verlassen.“
„Möchtest du noch auf einen Tee mit reinkommen?“ sie dirigierte mich bereits Richtung Haustür, doch ich drehte den Kopf und blickte zum Auto.
Haruka war ebenfalls ausgestiegen und hatten die hintere Wagentür geöffnet.
Hotaru und Chibiusa schliefen tief und fest auf der Rückbank.
Daher musste Haruka sie selbst abschnallen, dann hob sie das dunkelhaarige Mädchen hoch, um sie ins Haus zu tragen.
„Danke für die Einladung Michiru, ein andern Mal gerne. Aber ich möchte jetzt doch lieber nach Hause fahren und Chibiusa ins Bett bringen, es war ein langer Tag.“
Winkend verabschiedete ich mich von meinen Freunden, die jetzt im Türrahmen standen und mir nachblickten.
Haruka hatte einen Arm um ihre Partnerin gelegt, Michiru lehnte sich leicht an sie. Es war ein schönes, sehr harmonisches und auch romantisches Bild, welches sich mir im Rückspiegel bot.
Ein kleiner Stich der Eifersucht machte sich in meinem Herzen breit und ich trat etwas heftiger auf das Gaspedal, um das Gefühl hinter mir zu lassen.
Die beiden waren meine Freundinnen und ich gönnten ihnen ihr Glück von ganzem Herzen.
Irgendwann würde ich auch wieder die Liebe finden und nicht mehr alleine sein.
Der Mond begleitete mich mit seinem warmen Licht den ganzen Heimweg über.
Mein Spiegel zeigte mir ein neues Bild - Chibiusa schnarchte leise hinter mir und ein kleiner Sabberfaden hing in ihrem Mundwinkel.
Ich lächelte bei diesem Anblick. 'Genau, ich bin nicht alleine!' sagte ich mir gedanklich. 'Es gibt viele Arten von Liebe und die Liebe zu meiner Tochter ist ebenfalls ein wunderbares Geschenk.'
Unser Haus lag dunkel und verlassen, als ich das Garagentor per Fernbedienung öffnete und ein parkte.
Doch mit den eben gehabten Gedanken im Kopf, hob ich mein Mädchen aus dem Auto und lief ins Haus.
Ich hievte sie die Treppe hoch, für ihre zehn Jahre war sie ganz schön schwer.
Dann zog ich ihr den Pyjama an und deckte sie zu.
Für einen Moment setzte ich mich an ihr Bett und betrachtete ihr kleines Gesicht.
Meine Finger strichen durch das rosarote Haar. „Schlaf schön mein Engel. Ich hab dich lieb“ flüsterte ich und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn.
Leise verließ ich das Kinderzimmer.

Auf dem Weg ins Schlafzimmer blieb mein Blick an dem kleinen Flurtisch mit dem Anrufbeantworter hängen.
Das Lämpchen blinkte rot, also drückte ich die Wiedergabetaste.
„Frau Chiba? Hier Kazuo Taoka.“ Angewidert verzog ich das Gesicht.
Zum ersten, weil ich mit Mamorus Nachnamen angesprochen wurde. ‚Ich muss endlich die Scheidungspapiere zusammen suchen.’
Gedanklich machte ich mir eine Notiz, um mich gleich morgen um das Problem zu kümmern.  
Das zweite Naserümpfen galt dem Anrufer – mein Chef, was konnte der zum Wochenende wollen?
Ich konzentrierte mich auf die weitere Nachricht und atmete erleichtert auf.
„Es hat sich eine neue Stelle für sie ergeben. Wenn sie noch Interesse daran haben melden sie sich Montag früh um zehn in meinem Büro, dann könne wir ihre Versetzung besprechen.“
Freudig ballte ich die Hand zur Faust und stieß sie in die Luft, zusammen mit einem spitzen Schrei.
Endlich war das Glück wieder auf meiner Seite.
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