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Geschichte: Fanfiktion
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von Bellamee
erstellt: 08.02.2010
letztes Update: 19.02.2012
Geschichte, Allgemein / P16 Slash
(pausiert, keine anonymen Reviews)
so, dass wars auch schon von mir, schließlich wollt ihr jetzt wahrscheinlich lesen:]
glg Bellamee☺
Ps: Vielleicht sollte ich euch sagen, dass ich nicht sehr gut darin bin, spannende Überschriften zu finden, also verzeiht mir=)
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Ein Ruck lief durch den Zug, die Räder knirschten auf – sie waren am Bahnsteig angekommen. Die Schüler strömten in Massen aus dem Zug, nur die Slytherins waren die Ruhe selbst. Selbstsicher und auf andere arrogant wirkend, schritten sie lässig aus ihren Abteilen zum Bahnsteig. Ihre riesigen, edlen Koffer ließen sie dort stehen und machten sich schließlich auf den Weg zu den Kutschen. Sie machten einen so einschüchternden Eindruck, dass andere Schüler es vorzogen, Platz zu machen und lieber länger zu warten.
Der Stimmenpegel am Bahnhof war hoch.
Tausende verschiedene Stimmen redeten durcheinander und veranstalteten in Draco Kopfschmerzen der schlimmsten Sorte. Anmerken ließ er sich jedoch nichts, nur ein kleiner Schweißstreifen zog sich über seine blasse, käsige Stirn. Ein Slytherin zu sein, bedeutete schließlich, eine Maske zu tragen, die es niemanden ermöglichte hinter diese zu gucken, wenn man selber es nicht wollte. Genau so eine Maske setzte sich Draco Malfoy auf, wann immer er in der Öffentlichkeit war. Jemand Fremdes ging seine Gefühlswelt schließlich nichts an. Man war so leicht verletzbar, wenn man Gefühle zeigte. Die anderen Häuser verstanden es nicht, wollten es nicht verstehen. Doch das war den Slytherins egal. Sie waren schon immer ein Außenseiterhaus gewesen, standen immer alleine da.
Dann standen sie plötzlich da, unmittelbar vor den Kutschen, die von Pferdeartigen Wesen gezogen wurden. Diese Wesen, Thestrahlen, man konnte sie nur sehen, wenn man den Tod gesehen hatte, hatten eine gräuliche mit Falten überzogene Haut und riesige, bedrohlich wirkende Fangzähne. Ihre Flügel waren ledrig und groß, man sah deutlich das Gerippe darunter hervor blitzen. Draco mochte sie nicht besonders, so erinnerten sie ihn immer wieder an den Tag, an dem seine verrückte, nun in Askaban inhaftierte, Tante Bellatrix, sein erstes Haustier getötet hatte und das nur, weil er es damals gewagt hatte, ihr einmal zu wiedersprechen. Seit diesem, lang in der Vergangenheit zurückliegendem Ereignis, hatte er es nie wieder getan. Nie wieder einem Erwachsenen widersprochen, aus Angst vor der Strafe. Eigentlich wusste er ja, dass das ziemlich lächerlich war, so würden seine Eltern ihm nie so eine Strafe geben und trotzdem, konnte er sich nicht dagegen wehren.
Die nächste Kutsche war frei. Draco stieg ein und nun saßen sie, alle miteinander, schweigend, als wäre jemand gestorben, nebeneinander. Sein blondes Haar wehte ihm leicht ins Gesicht, durch den schwachen Frühlingswind. Einzelne Strähnen seines Ponys verfingen sich in seinen blonden Wimpern und blieben daran kleben. Seine grauen Augen blitzen leicht auf, als er sie mit einem schweren Seufzer zurückstrich. Sein Blick huschte über seine Freunde, die in missmutiges Schweigen verfallen waren.
Pansy kaute gelangweilt auf einer ihrer braunen Haarsträhnen von ihr herum während Milli neben ihr, vor und zurück wippte und zwar in solch einem Tempo, als wollte sie einen Wettbewerb gewinnen. Crabbe rechts von Pansy, hielt eine Hand auf seinen Bauch und machte einen leidenden Eindruck. Goyle, gegenüber vom ihm, machte das Gleiche, was Draco nicht wirklich verwunderte. Die beiden waren fast wie Zwillinge, nur das sie halt nicht verwandt waren. Draco konnte sich gut vorstellen, an was die Beiden dachten. Höchstwahrscheinlich schwelgten sie in Gedanken wahrscheinlich schon beim riesigen Willkommensessen von Hogwarts. Draco musste schon zugeben, dass das Essen in Hogwarts nirgendwo zu toppen war. Allein schon, wenn er an das hausgemachte Tiramisu dachte, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Aber das war auch wirklich spitze, anders konnte man es nicht sagen. Noch immer in Gedanken an das köstliche Dessert, bemerkte er aus den Augenwinkeln, wie Blaise neben ihm, seine Hände über den Kopf zusammenschlug. Seine Beine zitterten leicht und Draco wusste, dass er der Grund für Blaise seltsames Verhalten war. Nur er alleine, schaffte es, Blaise richtige Emotionen zu entlocken.
Er beschloss sich vor dem Schlafengehen noch mal mit Blaise zu reden, so wollte er schließlich nicht mit seinem besten Freund streiten. Im Grunde genommen, war Draco eine herzensgute Person, er würde so gut wie alles für seine Freunde machen, aber das mussten ja die restlichen Häuser nicht wissen. Bevor er jedoch noch weitere Gedanken an Blaise und seine eigene Person verschwenden konnte, hielt die Kutsche so plötzlich an, dass Draco den Halt verlor und nach vorne fiel. Dank Crabbes guter Reaktion passierte jedoch nichts schlimmeres, wofür Draco wirklich froh war, hatte er doch keine Lust auf Gerede, wegen einem Blau Fleck oder Ähnlichen.
Sorgsam darauf bedacht sich nicht schmutzig zu machen, stiegen sie nacheinander aus den Kutschen und gingen mit ruhiger Eleganz zum Schloss. Crabbe und Goyle rieben sich schon begierig die Hände, ihre Mägen knurrten immer wieder nach kurzen Abständen, was ihnen belustigte Blicke von Pansy einbrachte.
Da sie einige der ersten waren, die in eine Kutsche gestiegen sind, war es noch relativ leer, was jedoch keinen von ihnen störte. Eher genossen sie die wenigen Minuten der Ruhe, bevor der Lärm wieder ausbrechen würde. Sie gingen durch das Portal an einigen Rawenclaws vorbei, weiter zur großen Halle. Wie jedes Mal traf das Wunder sie unvorbereitet. Egal, wie sehr man an sie gewöhnt war, die große Halle war jedes Mal aufs Neue ein Blickfang. Und was für einer! Das Lichtermeer an Kerzen schwebte wie eine Gottheit über den Tischen, dahinter erstreckte sich die funkelnde Nacht mit tausenden von blinkenden Sternen. Den Blick nicht abwendend gingen sie mit langsamen Schritten zum Slytherintisch und ließen sich dort nieder.
Müde ließ er sich auf sein Bett fallen. Die Auswahl war nicht besonders interessant gewesen. Niemand, um ihn jetzt extra zu benennen war nach Slytherin gekommen. Draco vergrub seinen Kopf leicht in seinem silbernen Kopfkissen. Sein Kopf brannte regelrecht, er zitterte und hatte leichte Bauchkrämpfe. Ein Schweißfilm hatte sich auf seiner Stirn gebildet und sein Atem ging unregelmäßig. Die anderen saßen noch im Gemeinschaftsraum, doch er hatte keine Lust mehr gehabt. Er wollte einfach nur, dass die Schmerzen weniger wurden, oder am besten ganz aufhörten. Doch dieser Wunsch würde sich ihm nicht erfüllen. Aber es musste doch noch eine andere Lösung geben?
Draco grübelte leicht vor sich hin, doch sein Gehirn arbeite nur träge vor sich hin, so dass er es bald aufgab. Er musste morgen unbedingt mit Onkel Severus sprechen, vielleicht wusste der ja eine Lösung, für sein unschönes Problem. Mit Blaise hatte er zum Glück schon geredet, er hätte nicht die Nerven gehabt, dies Morgen noch zu tun. Mit diesen Gedanken fiel Draco in einen traumlosen Schlaf, der ihm ein Teil seiner Kräfte zurückbrachte.
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