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Geschichte: Fanfiktion
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von DeniLovesGustav
erstellt: 08.02.2010
letztes Update: 12.02.2010
Geschichte, Drama / P18
(abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Lisa blieb stumm und es war klar, dass es ihr verdammt schlecht ging und dass sie das gestern nicht so einfach über die Bühne gebracht hatte. „Können wir uns irgendwo treffen“, fragte Lisa und Denise sah Gustav heute das erste Mal so richtig an. Auch ihm ging es schlecht und Bill wollte sie erst gar nicht angucken. Sie war sich nicht sicher, ob sie Lisa sagen sollte, wo sie war und dass es schlecht wäre, wenn sie jetzt einfach gehen würde. Sie strich Gustav durch die Haare und dieser grinste sie leicht an. „Deni?“, hörte sie Lisa sagen und schüttelte dann wieder den Kopf. „Ehm.. ja ich bin aber nicht zu Hause“, sagte sie dann. „Bist du bei den Jungs?“, fragte Lisa und Denise nickte. „Ja. Ach.. Lisa ich muss dir was sagen“. Sie stand auf und lief mit schnellen Schritten aus der Station. „Was ist?“.
„Tom. Also Gustav hat ihn hier her gebracht. Tom wurde sofort in die Isolierstation gebracht. Der Entzug muss wohl schon hart gewesen sein, als Gustav ihn hier her gefahren hat. Bill, Georg und ich sind auch erst seit einer Stunde hier“, rasselte sie alles sofort runter und war froh, dass sie es endlich gesagt hatte.
Sie konnte das zitternde Atmen von Lisa hören und wünschte sich, dass sie es nie ausgesprochen hätte. Gerade als sie das schweigen unterbrechen wollte legte Lisa auf und Denise stand da und wusste nicht, was zu tun war.
Denise fing an zu weinen und Urplötzlich wurde ihr bewusst, wie ernst die Lage um Tom doch war. Alles was passiert war blitzte in ihren Gedanken wieder auf und sie wollte einfach nur so schnell wie möglich weg von hier. Raus aus der Klinik, raus aus dem tristen Leben. Schnell lief sie zurück zu den Jungs und überlegte, was sie als nächstes tun sollte. „Gib mir deine Autoschlüssel, bitte“, bat sie Gustav hektisch und er reichte ihr die Schlüssel. „Wo gehst du hin?“. Er blicke sie vorsichtig an. Er konnte es nicht sehen, wenn seine Freundin weinte. „Ich muss hier weg“, sagte sie und war schon auf dem Weg zu den Treppen. Diese rannte sie nach unten und suchte auf dem Parkplatz nach Gustavs Wagen und setzte sich dann hinters Steuer. Sie startete sofort den Wagen und Second Chance von Shinedown dröhnte durch die Boxen. Gerade als sie den Rückwertsgang eingelegt hatte um auszuparken, ging die Seitentür auf und Gustav sprang in den Wagen. Sie lies sich nicht irritieren und fuhr einfach weiter, als er die Tür geschlossen hatte. Sie merkte, dass er anfangen wollte zu reden, doch das war genau das, was sie jetzt nicht haben wollte. Sie lies ihre Hand zum Radio gleiten und drehte die Musik demonstrativ lauter. Langsam flossen ihr immer noch kleine Tränen über die Backen, doch sie konnte sich trotzdem noch genau auf die Straßen konzentrieren. Wo genau sie hinwollte, wusste sie nicht, doch als sie an einem kleinen Waldstück vorbeifuhr blieb sie dort stehen und drehte sich ihrem Freund zu. Lange sahen sie sich an, aber keiner sagte etwas.
Lisa war in der Zwischenzeit fertig angezogen und lief aus ihrem Haus zu ihrem Wagen. Sie lies den Motor aufheulen und fuhr langsam aus der Garage. Währendessen hatte sie ihr Handy in der Hand und wählte Bills Nummer. „Ja?“, ging er auch gleich dran und sie bemühte sich, langsam und deutlich zu sprechen. „In welcher Klinik seit ihr?“, fragte sie ihn vorsichtig und riss sich zusammen, nicht wieder zu weinen. „Luisen-Klinikum“, gab er genauso gleichgültig von sich, wie es Gustav bereits bei ihm gesagt hatte. Damit hatte Lisa auch schon aufgelegt und fuhr auf die Autobahn. Sie kam eine dreiviertel Stunde später an der Klinik an und parkte so dicht am Eingang, wie es ihr möglich war. Dann sprintete sie nach drinnen und fragte die Empfangsdame, wo sie hinmüsste. Auf der Station angekommen, sah sie Georg und Bill schon von weitem sitzen. Beide sahen auf den Boden und sie sahen aus, als würden sie schon ewig hier sitzen.
„Hallo“, sagte sie leise, als sie vor den beiden stand. Bill und Georg sahen gleichzeitig zu ihr und Bill nickte bloß zu dem Stuhl neben sich und Lisa lies sich auf diesen sinken. Als Bill sich wieder nach vorne lehnte und seine Ellenbogen auf den Oberschenkeln aufstützte, legte sie ihre Hand auf seinen Rücken und strich langsam darüber. Er blickte kurz zur Seite und ein leichtes lächeln umspielte seine Lippen. Dann sah er wieder zu Boden. Es war eine so bedrängende Stille, dass Lisa sich nicht sicher war, ob es überhaupt erlaubt war hier zu reden. Aber sie musste alles wissen. „Wie hat er es geschafft, ihn her zu bringen?“. Als keiner reagierte, drehte Georg sich zu ihr und sah sie kurz schweigend an. Dann zuckte er mit den Schultern. „Wissen wir selbst noch nicht. „Und wo sind Gustav und Denise?“. „Wissen wir auch nicht. Denise wollte vorhin abhauen, nachdem sie mit dir telefoniert hatte. Seitdem haben wir beide nicht mehr gesehen“.
Lisa nickte ihm zu und beließ es dabei. Der Chefarzt kam auf die drei zugelaufen und blieb vor Bill stehen. „Herr Kaulitz? Können wir uns unterhalten?“, fragte er und blickte abwechselnd zu Lisa und dann zu Georg. „Ehm. Klar. Aber die beiden dürfen alles wissen“, sagte Bill dann und der Arzt bat alle in sein kleines aber überschaubares Arbeitszimmer. „So Herr Kaulitz. Ihrem Bruder geht es zunehmend schlechter, was ganz natürlich ist. Wir werden ihn weiter beobachten. Er wird mindestens eine Woche hier auf der Station bleiben. Danach sind die schweren Symptome vorzeitig überstanden. Dann brauch er zumindest keine 24 stündige Überwachung mehr. Das ganze wird sich auf einige Wochen hinziehen“, sagte er ruhig und Lisa zitterte am ganzen Körper. Georg nahm sie sachte in den Arm und Lisa versteckte ihr Gesicht an seiner Schulter. Langsam strich er über ihren Rücken und wenn er sie nicht halten würde, würde sie einfach in sich zusammen sacken. Sie wollte ihn doch gar nicht alleine lassen. Sie wollte jetzt bei ihm sein. Sie wollte seine Hand halten und mit ihm den schweren Weg gehen. Sie wollte gar nicht den Weg gehen müssen. Das einzige, was sie wollte, war ihr alter Tom. Den Tom, den sie damals kennen gelernt hatte, der immer gut gelaunt war und der sie liebte. Er sollte an der Stelle von Georg sein und sie im Arm halten. Sie wollte nur bei ihm sein.
Tränen rollten über ihre Wangen und sie bemühte sich nicht, diese aufzuhalten. Der Arzt hatte noch einige Worte mit Bill geredet und war dann gegangen.
„Ich bin mit schuld daran“, gab Lisa von sich und Bill legte seine Hand auf ihre Schulter. „Hör auf damit. Keiner von uns kann etwas dafür, dass es so gekommen ist“. „Gustav geht es auch nicht so schlecht. Und das nur, weil Deni und er sich einfach perfekt ergänzen. Bei Tom und mir ist das anders. Ich war nicht gut für ihn“. „Lisa halt bitte die Klappe. Keiner kann jetzt so was gebrauchen. Du liebst ihn und das ist das meiste, was du meinem Bruder geben kannst. Dass weiß ich. Und er liebt dich und genau deswegen werden wir ihn jetzt so gut es geht bei diesem Weg unterstützen. Uns fällt das allen gerade nicht leicht“.
„Ruf mal Gustav an und frag ihn, ob mit Denise alles klar ist“, sagte Lisa und sah Georg an. Er holte sofort sein Handy und wählte die Nummer. Die drei gingen gerade durch den Klinik Park und sie blieben stehen, als Georg auf den Lautsprecher – Knopf drückte. „Ja?“, hörten sie Gustav flüstern und Bill sah fragend in die Runde. „Ist bei euch alles klar? Ich mein.. auch mit Denise?“, fragte Georg. „Ja jetzt schon. Denise schläft. Wie haben an nem Waldstück gehalten und uns nach langem hin und her auf die Rückband verfrachtet“. Denise lag in seinen Armen und schlief tief und fest. Ihre Tränen waren getrocknet und sie fühlte sich einfach nur noch wohl und beschützt.
„Kannst du mit ihr her kommen?“. Lisa hatte sich das Handy genommen und sprach jetzt mit Gustav. „Komm bitte zu mir nach Hause. Sie wollte von der Klinik weg und ich will nicht, dass sie dort drin wieder aufwacht“, sagte er und Lisa nickte. „Ja ich komm zu dir“. Und schon hatten beide aufgelegt.
Gustav hievte seine Freundin sachte zur Seite und stieg dann nach vorne in den Wagen und fuhr zu sich nach Hause. Sie waren zum Glück nicht weit weg von Magdeburg und so brauchte er nur eine halbe Stunde bis er dort ankam. Er stieg aus und Denise wachte langsam auf. „Komm Süße wir gehen nach drinnen“. Sie sah sich kurz um und sah erst jetzt, dass sie bei ihrem Freund zu Hause war. Langsam stieg sie aus und dann liefen sie Arm in Arm zur Haustür, welche Gustav schnell aufgeschlossen hatte. Drinnen zogen beide ihre Jacke aus und hingen sie übereinander an die Garderobe. „Lisa wollte mit dir reden. Ich hab ihr gesagt, dass sie her kommen soll“, berichtete Gustav, als Denise schon auf dem Weg in das große Wohnzimmer war. „Okay“, sagte sie schmiss sich auf das große Sofa und sah ihren Freund von unten an. Dann klopfte sie neben sich und er legte sich auf dem Rücken neben sie. Sie Couch war so breit, dass sie locker so nebeneinander liegen konnten. Gerade als sie sich küssen wollten, klingelte es an der Tür und beide stöhnten leise auf. Dann lachte Gustav leise und stand auf, um die Tür auf zu machen. Lisa stand vor ihm und beide begrüßten sich mit einem Küsschen rechts und links auf der Wange.
Sie lief hinter ihm ins Wohnzimmer und Deni lag immer noch auf dem Bauch auf der Couch. Lisa sah Gustav nur kurz an und er wusste was sie wollte. „Ich bin oben“, sagte er und lief lachend die Wendeltreppe nach oben und verschwand im Wohnzimmer. Keine Sekunde später hörte man laute Musik, was sich als Metallica entpuppte.
„Was gibt’s?“. Deni setzte sich auf und sah ihre beste Freundin an. Sie setzte sich neben sie und schluckte schwer. „Ich…“, fing sie an und brach ab. Denise sah sie durchdringlich an und verlangte somit sofort eine Antwort von ihr. „Ich weiß nich mehr was ich machen soll. Und ich hoff, dass du mir sagen kannst, was die richtige Entscheidung wäre“. „Lisa! Um was geht es“, dränge Denise und wusste wirklich nicht, was ihre Freundin ihr sagen wollte. „Das alles passt gar nicht zusammen, das hätte nicht passieren dürfen. Vor allem nicht jetzt wo das alles mit Tom ist. Ich.. bin schwanger“. Stille.
Deni´s Mundwinkel klappte nach unten und sie starrte ihre Freundin einfach nur ungläubig an. „Glotz nich so. Ich weiß, dass es brutal scheiße ist“. Lisa stand auf und lief zum Fenster. Sie hatte ihre Hände in der Hosentasche und sah raus in den Garten. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie wollte das Baby niemals abtreiben aber sie wusste, wie sehr sie sich um Tom kümmern musste, wenn er aus der Klinik kam und in dieser Situation konnte sie schlecht ein Kind an der Backe haben. Geschweige denn Tom. Er würde durchdrehen, wenn er es erfahren würde. Er könnte es jetzt noch gar nicht erfahren. Er würde die Schwangerschaft seines Kindes nicht wirklich wahrnehmen. Er musste nach sich gucken, und es wäre besser, wenn auch Lisa nach ihm sehen könnte. Sie verzweifelte an ihren Gedanken und lies ihre Hand langsam über ihren Bauch fahren. „Weiß Tom schon davon?“, fragte Denise leise und kam zu sie gelaufen. Hinter Lisa blieb sie stehen und legte ihre Hand auf ihre Schulter. Langsam strich sie darüber und lies ihre Hand dann wieder ruhen. „Nein. Ich wollte es ihm sagen, als ich vorgestern da war. Aber als ich ihn dann so gesehen hab, konnte ich es ihm nicht sagen. Nicht in dem Zustand“. Ein leises schluchzen war zu hören und auch in Deni´s Hals bildete sich ein Klos. Sie räusperte sich und sprach leise weiter. „Wie lange weißt du es?“. „Seit zwei Wochen. Ich musste selbst damit klar kommen. Ich wusste nicht wie ich mich selbst verhalten sollte. Mir war es gar nicht aufgefallen, dass meine Tage solange ausblieben. Ich hatte selbst so viel zu tun. Und dann war es mir vor zwei Wochen aufgefallen“. „In welchem Monat bist du?“. „Im vierten. Und ich habe es so lange nicht gemerkt“. Jetzt weinte sie und Denise nahm ihre beste Freundin einfach in den Arm. Doch Lisa stieß sie leicht weg und drehte sich schnell um. Nicht, ohne die Vase von dem kleinen Sideboard mit zu nehmen. „Sorry“, nuschelte sie und bückte sich um die Scherben auf zu heben. „Lass es sein“, sagte Denise und Lisa stand wieder auf. Gustav kam die Treppe runter gelaufen, da er die Vase zerspringen hörte. Er blieb auf der letzten Stufe stehen und Lisa nickte kurz in Deni´s Richtung. „Ich geh kurz ins Bad“, sagte sie und war verschwunden. Schwer atmend lies Denise sich auf das Sofa sinken und Gustav stellte sich hinter sie und fing an ihren Rücken zu massieren. „Sie ist schwanger. Im vierten Monat. Von Tom. Er weiß nichts davon“, warf sie ihm die kurzen Sätze an den Kopf. Gustav atmete einmal laut und verringerte den Druck in seinen Fingern. Denise legte ihren Kopf in den Nacken und zog Gustavs zu sich herunter. „Sag’s noch keinem“, flüsterte sie und dann küsste er sie einfach. Er musste grinsen, da es sich recht seltsam anfühlte, verkehrt herum zu küssen. „Ich geh zu meiner Mutter den Hund holen ja? Ich soll mich die Tage wo wir hier sind um ihn kümmern“. „Geht klar. Bis gleich“. Er lief Richtung Tür und drehte sich dann noch mal um. „Ich liebe dich“, sagte er und Deni´s Lippen umspielte ein Lächeln. „Ich liebe dich“, sagte sie und er ging.
Ein paar Minuten später war Lisa wieder da. Ihre Tränen waren nicht mehr zu sehen und sie sah aus wie immer. Stark. Aber das war sie nicht. Denise kannte ihre beste Freundin besser als jeder andere. Sie ging gerade kaputt an all dem, was gerade passierte. Doch sie wirkte immer stark und so, als würde ihr das alles wenig ausmachen. Es war schwer für sie, Gefühle zu zeigen. Sie stand vor ihr in ihrem weiten Pulli und Denise klopfte neben sich auf die Couch. „Gut versteckt hast du es aber“. Lisa grinste leicht und zupfte an dem eigentlich viel zu großen Pullover. „Ist Toms“, sagte sie knapp.
Lisa lies den Pulli nach oben gleiten und ihren sonst so schicken Bauch umspielte eine kleine Kugel. Deni grinste sie an und jetzt empfand auch Lisa das erste Mal etwas tolles an dem Wesen, das in ihr heran wuchs. „Tom wird sich freuen. Ich bin mir sicher. Vielleicht nicht sofort, aber dann wenn er sich freuen kann. Er wird eine harte Zeit für euch, dass bezweifel ich nicht, aber ich werde immer für dich da sein. Und wenn du mal jemanden brauchst, dann passen Gustav und ich auf den Stinker auf“. Lisa lachte, bei der Vorstellung, wie Gustav Windeln wechselte. „Na hör mal. Tom wird wohl bescheuerter dabei aussehen“. Sie lachten beide, bis Lisa wieder still wurde. „Wenn er es je tun wird“. „Natürlich wird er das. Er schafft das. Tom ist stark und er wird es für dich schaffen. Für dich und das Baby und natürlich auch für sich und Bill und seine Familie. Aber in erste Linie bist du da. Er liebt dich und ich glaube, wenn du ihn gestern nicht stehen gelassen hättest, würde er jetzt nicht in der Klinik sitzen“. „Und Höllenqualen leiden..“. „Die muss er leiden um daraus zu kommen, Lisa. Gib dir bitte nicht die Schuld daran“.
Lisa fiel ihrer Freundin um den Hals und beide drückten sich fest. „Stell dir vor es wird ein kleiner Tom. Oder eine kleine Lisa“. Deni quietschte leise und stellte sich einen kleinen Giftzwerg in Baggys und viel zu großem Shirt vor. „Es wird ein kleiner Tom“, sagte Lisa leise und blickte vorsichtig zu Denise. „Er wird bildhübsch sein“, sagte ihre Freundin und Lisa lächelte. „Ich würde jetzt so gerne bei ihm sein und ihn unterstützen“, flüsterte Lisa und legte ihren Kopf auf Deni´s Schulter. Sie legte ihren Arm um Lisa und zog sie sachte zu sich. „Ich weiß. Er muss da aber alleine durch. Er würde dir ungewollt wehtun. Ob seelisch oder körperlich. Es ist besser so“, sagte Denise mit ruhiger sanfter Stimme und Lisa kam das erste mal seit einiger Zeit so langsam zur Ruhe. Denise wippte leicht hin und her und strich dabei sachte über Lisas Kopf. Sie würde es solange zulassen wie sie es jetzt brauchte, und solange würde Denise ihre beste Freundin auch nicht loslassen. Selbst als Gustav das Haus betrat und sein großer Hund Bruno ins Wohnzimmer stürmte, blieb die ruhige Stimmung genau dort, wo die beiden saßen. „Ich mach uns was zu essen“, sagte Gustav vorsichtig und Denise nickte ihm nur dankend zu.
Er verschwand in der Küche und sie hörten einige Töpfe klappern. Gustav rief seinen Hund zu sich und er kam freudig angelaufen. „Platz“, befiel er ihm und er legte sich neben die Arbeitsfläche auf den Boden. Zwanzig Minuten später umarmte ihn jemand von hinten und er sah auf die Hände die an seinem Bauch lagen. Er blieb still stehen und sah in die Schinken-Sahnesoße, die vor ihm kochte. Er spürte wie sie ihr Gesicht an seinem Rücken hatte und er genoss einfach ihre Umarmung. Dann drehte er sich in ihren Armen um und sah auf die herab. „Wo ist Lisa?“, fragte er und fasste ihr an die Hüfte. „Schläft“, sagte sie knapp und küsste ihren Freund kurz auf den Mund. Dieser hob sie hoch und setzte sie auf die Arbeitsfläche. „Ich hab ihr unsere Hilfe angeboten. Du machst dich sicher super beim Windeln wechseln, Schatz“, sagte sie, während sie Gustav beobachtete, wie er Nudeln in kochendes Wasser schmiss. Er sah sie nur misstrauisch an und fing dann an zu lachen.
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