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Geschichte: Fanfiktion
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von satanas
erstellt: 07.02.2010
letztes Update: 05.09.2011
Geschichte, Drama / P18 Slash
(pausiert, keine anonymen Reviews)
Entschuldigt, dass es so lang gedauert hat, aber ich hatte ein extremes Tief zu bewältigen und war nicht in der Lage zuschreiben.
So lang genug gequasselt!! Nu geht es los *kekse und tee hinstellt*
Die Aussprache und was kommt danach?
,,Das ist eine recht akzeptable Unterkunft’’, sagte Grant erfreut darüber, dass er die Herberge wiedergefunden hatte, in die er sich vor Jahren selbst mal eingemietet hatte. Alex und Nathan besahen sich die Herberge. Sie sah an und für sich aus wie eine normales japanisches Haus, allerdings konnte man erkennen, dass es für Ausländer gebaut worden war, denn am Eingang des Hauses stand nicht nur in japanisch der Name sondern auch in englisch. Alex sah kurz zu seinem Bruder, welcher irgendwie nervös wirkte. ,,Stimmt etwas nicht, Nathan?’’, fragte er deshalb und schreckte seinen Bruder so aus seinen Gedanken auf, in denen er versunken war. ,,Nein. Alles in Ordnung. Mach dir keine Sorgen.’’, sagte er deshalb und schenkte seinem Bruder ein Lächeln und hoffte dabei, dass es nicht allzu gezwungen aussah, wie es in Wirklichkeit war.
Alex begnügte sich damit und nickte nur, obgleich er bemerkt hatte, dass das Lächeln alles andere als ehrlich gewesen war. Grant hatte von alledem nichts mitbekommen, da er bereits in die Herberge eingetreten war, um zwei Zimmer zu bekommen. ,,Soso. Sieht man sie auch mal wieder, Grant-san.’’, sagte die Besitzerin der Herberge freundlich und lächelte Grant freundlich an. Grant lächelte zurück und erwiderte,, Es stimmt. Es ist wirklich sehr lange her. Hast du denn zwei Zimmer für mich. Am besten wäre ein Zimmer mit zwei Betten.’’ Die Besitzerin sah kurz nach und nickte dann. Sie beschrieb Grant noch kurz wo die Zimmer waren und verschwand dann hinter einer Schiebetür, wo es offensichtlich in ihren Wohnbereich ging. Als Alex und sein Bruder eintraten winkte Grant den beiden und zusammen gingen sie zu ihren Zimmern.
,,…und so werden wir endlich Anschluss an die moderne Welt finden und gesellschaftlich wie auch wirtschaftlich aufsteigen.’’Mit diesen Worten beendet Omura seine Rede und blickte sich stolz im Sitzungsraum um. Alle nickten zustimmend, alle bis auf den Kaiser. Er saß unbeweglich auf seinem Thron und hatte Omura kaum zugehört, denn sein Gewissen plagte ihn. Hatte er die richtige Entscheidung getroffen, als er beschlossen hatte sein Land für die Welt zu öffnen? War es richtig die Samurai so herablassend zu behandeln, wie es Omura tat? Konnte er Omura wirklich blind vertrauen, so wie dieser es ihm immer wieder versicherte? All diese Fragen und noch mehr schwirrten in seinem Kopf herum und so hatte Omura unbeabsichtig kein Gehör geschenkt. Als dieser sich an ihn wandte und ihn nach seiner Meinung fragen wollte, hört man wie sich jemand dem Sitzungssaal näherte und erleichtert stellte der Kaiser fest, dass es sich um seinen Lehrer Katsumoto handelte. Dieser verneigte sich knapp vor den anderen Anwesenden und wollte eintreten, doch Omura stellte sich ihm in den Weg. Es war eine merkwürdige Szene die sich dem Kaiser bot. Omura war einen Kopf kleiner als Katsumoto und baute sich vor diesem auf. Beinahe wäre dem Kaiser ein kichern entwichen, doch er beherrschte sich und blieb stumm. ,,Katsumoto-sama sie wissen doch, dass sie in diesem Raum ihr Schwert nicht tragen dürfen, nicht wahr?’’, fragte Omura herablassend wie immer. Katsumoto würdigte ihn keines Blickes und wendete sich nun an den Kaiser ,,Nur ihr vermögt es mir zu befehlen mein Schwert niederzulegen, heika tenno.’’
Klar und deutlich hatte der Kaiser die Worte seines Lehrers vernommen und doch traute er sich aus irgendeinem Grund nicht etwas zusagen. Er sah, dass sein Lehrer verzweifelt war und auch als er sich verbeugte und ihm sein Schwert entgegen streckte konnte der Kaiser nichts sagen. Schließlich nutzte Omura das Schweigen des Kaisers und sprach Katsumoto erneut an,, Es hat den Anschein, als ob der Kaiser eure Worte nicht hören konnte.’’ Katsumoto richtete sich auf und sah den Kaiser an. Aus seiner Position konnte er zwar nicht viel erkennen, doch das leichte zusammenzucken des Kaisers hatte er bemerkt. Innerlich war er aufgewühlt und verzweifelt. Was ist hier nur los? Ich verstehe das alles einfach nicht mehr! Äußerlich blieb er gefasst und wendete sich vom Kaiser ab und sah Omura an. Am liebsten hätte er ihm den Kopf abgeschlagen, doch er wusste, dass ihm das nur noch Schwierigkeiten bringen würde, als er ohnehin schon hatte. Also schloss er nur kurz die Augen und wiederholte seine Worte noch einmal ,,Wie ich schon gesagt habe: Nur der Kaiser kann mir befehlen, mein Schwert niederzulegen. Nicht ihr!’’ Omura zuckte leicht zurück und antwortete nun verärgert ,,Wenn Ihr euer Schwert nicht ablegt wird das als Bruch mit den Gesetzen dieser Zusammenkunft geachtet und ihr werdet verhaftet. Ist euch das klar?’’ Katsumoto schloss kurz die Augen und sagte dann ,,Ja das ist mir klar. Aber trotz alle dem werde ich mein Schwert nicht niederlegen!’’ Nun riss Omuras Geduldsfaden und er wies die Wachen, welche im Gang standen, an Katsumoto abzuführen. Jener wandte sich zum gehen, drehte sich jedoch noch einmal um und verneigte sich ein letztes mal vor dem Kaiser und folgte dann den Soldaten. Jetzt ist es vorbei, dachte er noch und war dann aus dem Blickfeld des Kaisers und Omuras verschwunden. Jener setzte erfreut die Sitzung fort, hatte er doch so eben seinen größten Widersacher ein für alle mal in die Schranken gewiesen.
,,Komm schon, Bruderherz. Irgendwas hast du doch, dass sehe ich dir an.’’, versuchte es Alex erneut. Nathan hatte seinem Bruder den Rücken zugewandt und schloss nun die Augen. Alex kannte ihn einfach zu gut. Kannte seine Körpersprache zu gut. Ergeben seufzte er und drehte sich zu seinem Bruder um. Jener sah Nathan in die Augen und sah dort Besorgnis und Schmerz. Nathan ging auf seinen Bruder zu und umarmte diesen. Alex erwiderte die Umarmung und legte seinen Kopf auf der Schulter seines Bruders ab. Dieser drückte Alex noch fester an sich und legte seine Kopf auf Alex Schulter ab. So standen sie ein paar Minuten da und sprachen nicht.
Schließlich löste sich Nathan von Alex und setzte sich auf die Bettkante des Bettes das am Fenster stand. Alex setzte sich auf das gegenüberliegende Bett und schaute zu seinem Bruder. Dieser hatte seine Ellenbogen auf seinen Oberschenkeln abgestützt und sein Gesicht in seinen Händen geborgen. ,,Sag es mir, Nathan. Du weißt doch, dass du mir alles sagen kannst.’’, sagte er sanft. Nathan nickte und hob nun wieder seinen Blick. ,,Ich werde dir alles erzählen, was mir passiert ist. Verzeih, wenn ich hier und da ein paar unwichtige Dinge auslasse.’’, sagte er leise und wartete bis Alex nickte. Er atmete noch einmal tief durch und begann dann Alex alles zu erzählen. Wie er hier in Japan angekommen war, wie er den Samurai zum ersten Mal begegnet war, wie er in dem Dorf von Nobutada gelebt hatte und wie er langsam eine Art Freundschaft zu Katsumoto aufgebaut hatte. Während sein Bruder sprach, hörte Alex einfach nur zu und nickte hin und wieder, um seinem Bruder zu verstehen zu geben, dass er ihm zuhörte. Als Nathan schließlich aufhörte zu sprechen herrschte eine unangenehme Stille in dem Zimmer. Sie war erdrückend, wie Alex fand. Schließlich brach er das Schweigen und fragte leise,, Das ist doch nicht alles, oder? Du machst dir doch wegen etwas anderem Sorgen, nicht wahr?’’ Auf die Frage hin nickte Nathan nur und ließ sich nach hinten auf sein Bett fallen. Er legte seine Arme über die Augen und sagte dann ebenso leise wie Alex zu vor,, Katsumoto wollte mit dem Kaiser sprechen, aber ich denke, dass er verhaftet wird. Und was dann passiert, kannst du dir sicher denken, nachdem ich dir das alles erzählt habe!’’,,Ja. Er wird sich das Leben nehmen, nicht wahr?’’, sagte Alex und bekam von Nathan nur ein schwaches Nicken. Oh nein, dachte Alex nur und verstand nun was seinen Bruder so belastete. Er wollte nicht, dass sein Freund sich das Leben nahm, obwohl er all die zeit für Freiheit und Gerechtigkeit gekämpft hatte. ,,Lass mich jetzt schlafen. Bitte Alex…’’, flüsterte nun Nathan. Alex bejahte diese Bitte und erhob sich, um das Zimmer zu verlassen. ,,Danke, kleiner Bruder.’’, hörte er Nathan noch sagen, bevor er die Zimmertür, durch die er gerade getreten war, hinter sich schloss.
Nun saß er hier in diesem Zimmer und wusste, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie ihn hinrichten würden. Katsumoto hatte es die ganze zeit gewusst. Er hatte gewusst, was geschehen würde. Und dennoch war er hergekommen und hatte versucht an den Kaiser zu appellieren.
,,Er…hat…mich…nicht…gehört…’’, sprach er leise und langsam. Nur langsam waren die Worte Omuras zu ihm durchgedrungen. Nur langsam hatte er sie verstehen können. Doch nun hatte er sie verstanden.
Katsumoto kniete auf dem Boden und hatte die Augen geschlossen. Ein Versuch zu meditieren. Er schlug fehl. Immer wieder versuchte er sich zu konzentrieren. Es gelang ihm nicht. Er öffnete die Augen und sah auf die Wand vor sich. Wie hatte es nur so weit kommen können? War die Zeit der Samurai nun wirklich zu ende? Konnten sie wirklich nichts mehr tun? War alles vergebens gewesen? All die Männer, die er verloren hatte. All die Leben, die er genommen hatte. Katsumoto dachte auch über Algren nach. Er hatte ihm das Leben gerettet. Vor den Ninjas. Er hatte ihn gewarnt. Warum? Katsumoto zog die Augenbrauen zusammen und dachte über seine Beziehung zu Algren nach. Er hatte Algren seine Tasche mit den Tagebüchern zurückgegeben und ihm gesagt, dass er, als er in seinem Dorf ankam, sein Feind gewesen war. Daraufhin hatte Algren ihn verwirrt angesehen und er selbst, Katsumoto hatte Algren mit diesen Worten einfach stehen gelassen. Im nachhinein hatte Katsumoto eingesehen, dass er seine Worte hätte anders wählen sollen. Doch nun war es zu spät. Algren konnte er nicht mehr erreichen, denn dieser wollte ja zurück in seine Heimat. Und dann hatte er einen neuen Mann kennen gelernt. Gut kennen gelernt hatte er den jungen Mann nicht, aber dieser Mann hatte ihn fasziniert. Dessen Augen waren so ungewöhnlich gewesen. Sie erinnerten ihn an das Blut der Bäume. Das Baumharz. Manche nannten es Bernstein, wenn es sehr alt war. So hatte er es gelesen. Und an eben diesen Stein erinnerten ihn diese Augen. Und auch das Gesicht des Mannes war ungewöhnlich gewesen. Feine, ebenmäßige Züge. Sanft geschwungene, volle Lippen. Auch seine Statur hatte er erkennen können. Trotz der Uniform, der der von Algren sehr ähnlich gewesen war. Der junge Mann war schlank und etwas kleiner als Algren. Man konnte erkennen, dass er Muskeln hatte. Aber dennoch wirkte der junge Mann zart und zerbrechlich. Doch Katsumoto konnte nicht umhin, sich einzugestehen, dass er es dem Mann durchaus zutraute sich ebenso wie Algren verteidigen zu können, wenn es darauf ankam.
Katsumoto schloss erneut die Augen und merkwürdigerweise gelang es ihm, mit dem Gesicht des Mannes vor seinem inneren Auge, sich zu entspannen und zu meditieren.
,,Geh zu ihm und leg ihm das vor die Nase.’’, sagte Omura und reichte seinem Handlanger ein Wakizashi*. ,,Er wird schon verstehen, aber um sicher zugehen, sag ihm, dass er unsere Mühe nicht wert ist.’’ Mit diesen Worten legte Omura das Wakizashi in die geöffnete Hand seines Handlangers und jener nickte nur verstehend. Mit einer kurzen Verbeugung drehte sich der Handlanger um und verließ das Büro Omuras. Omura wollte sich gerade wieder den Papieren auf seinem Schreibtisch widmen, als er hört wie jemand anklopfte und dann eintrat. Er hob den Blick und erkennte Colonel Bagley (hab endlich den Namen richtig geschrieben). Omura erhob sich und ging um seinen Schreibtisch herum.
,,Was kann ich für sie tun?’’, fragte er. Bagley nahm seinen Hut ab und kam gleich zur Sache ,,Ich habe ihnen ja gesagt, dass ich nach Hilfe geschickt habe. Und er ist eingetroffen. Allerdings hat sich nun herausgestellt, dass er uns nicht helfen wird.’’ Omura hatte schweigend zugehört und fragte nun,, Und warum sollte er uns nicht helfen?’’,,Nun er ist nicht wegen meiner Bitte hergekommen. Weshalb hat er nicht gesagt, aber er hat unmissverständlich klar gemacht, dass er sich uns nicht anschließen wird.’’ Omura hob die Hand und sagte ,,Unsinn. Er wird uns helfen. Bisher hat sich jeder uns angeschlossen.’’ Bagley verstand sofort und schüttelte den Kopf ,,Er ist nicht käuflich, Sir.’’,,Unsinn. Jeder ist käuflich, man muss nur den richtigen Preis vereinbaren.’’,,Sie verstehen nicht, Sir.’’, sagte Bagley jetzt. ,,Dieser Mann ist absolut nicht käuflich. Sie können ihn nicht mit mir oder Algren vergleichen. Er steht im Rang über mir und ist definitiv nicht käuflich. Selbst, wenn sie ihm anbieten würden, Kaiser von Japan zu werden. Selbst dann würde er ablehnen. Selbst, wenn sie ihm alles Geld der Welt anbieten würden, er würde auch das ablehnen. Er hat seinen Rang ehrenhaft erhalten.’’,,Jeder Mann ist käuflich.’’, beharrte Omura weiterhin. ,,Sie verstehen mich immer noch nicht. Wenn wir versuchen würden ihn zu kaufen, dann würde er mich sofort vor das Kriegsgericht stellen und unsere Pläne könnten wir dann vergessen. Es gibt nichts was er mehr hasst, als korrupte Menschen. Er würde nicht zögern, glauben sie mir. Und wenn er mir befehlen würde, dieses Land zu verlassen, dann müsste ich folgen. Sonst wäre das Befehlsverweigerung und ich könnte meinen Job an den Nagel hängen. Und den Gedanken, ihn verschwinden zulassen, können wir auch gleich vergessen. Das würde zu sehr auffallen und zu viele Untersuchungen Seitens meiner Regierung nach sich ziehen. Und das können wir nun wirklich nicht gebrauchen, nicht wahr?’’ Omura nickte nur und fragte dann ,,Und was nun? Können wir gar nichts gegen ihn machen?’’ Bagley schüttelte nur den Kopf und sagte ,,Wir dürfen ihm keinen Grund geben misstrauisch zu werden. Solange er hier ist, müssen wir noch vorsichtiger sein als zuvor.’’ Omura nickte nur und Bagley verließ wieder das Büro.
Alex hatte sich zu Grant begeben und ließ sich von diesem etwas Japanisch beibringen. Grant war erfreut darüber wie interessiert Alex an Japan war und es machte ihm Spaß, denn Alex lernte sehr schnell. ,,Du lernst wirklich sehr schnell.’’, lobte Grant Alex, als sie sich zurück lehnten. Alex lächelte und bedankte sich für das Lob. ,,Ich interessiere mich nun mal für fremde Kulturen. Daher beschäftige ich mich auch mit der Kultur der Indianer.’’,,Wirklich? Wie famos. Könntest du denn etwas beibringen?’’ Alex dachte nach und entschied sich dann für die Sprache der Sioux. Sie war am einfachsten und auch die melodischste, wie Alex fand. Also brachte er Grant ein paar Worte und Sätze in der Sprache der Sioux bei. Nach einer weiteren halben Stunden hörten die beiden schließlich auf und begannen dann über belanglose Dinge zu sprechen. ,,Ich denke, wir soll-…’’. doch weiter kam Alex nicht, denn er hört Stimmen, die aus dem Zimmer seines Bruders zu kommen schienen. ,,Was ist das los?’’, fragte er Grant, doch dieser schüttelte den Kopf. Alex erhob sich und verließ das Zimmer und blickte Richtung Nathans Zimmer. Und tatsächlich, die Stimmen die er vernommen hatte, kamen aus dem Zimmer seines Bruders. Alex trat neben die Zimmertür und lauschte. Eine der Stimmen erkannte er als die seines Bruders und die andere erkannte er als die von Bagley. Was will der denn, fragte sich Alex und lauschte weiter.
,,…und sagen sie mir eines, Algren. Wie kommt es, dass sie ihr eigenes Volk so sehr verachten?’’, fragte Bagley Nathan. Doch erneut bekam er keine Antwort. Stattdessen drehte sich Nathan um und nahm Bagley die Schriftrolle aus der Hand, die ihm Higen geschenkt hatte. ,,Tze.’’sagte Bagley daraufhin nur und verließ das Zimmer. Als er heraustrat bemerkte er nicht, dass Alex draußen stand, da er mit dem Rücken zu diesem die Tür schloss und die Herberge verließ. Alex blickte Bagley nur kurz nach und klopfte dann an die Zimmertür und als er ein herein vernahm trat er ein. Nathan stand mit dem Rücken zu ihm und hielt etwas in der Hand. ,,Was wollte der denn von dir?’’, fragte Alex und sah wie sein Bruder mit einem Finger auf sein Bett zeigte. Alex folgte der Bewegung und entdeckte einen Briefumschlag. ,,Dein Lohn?’’, fragte Alex nur knapp und bekam ein schwaches Nicken. Alex ging auf seinen Bruder zu und stellte sich neben ihn. Jetzt sah er, was sein Bruder in der Hand hielt. Es war eine Schriftrolle auf der ein japanisches Schriftzeichen zu sehen war. ,,Was bedeutet das?’’, fragte Alex seinen Bruder und dieser seufzte. ,,Es bedeutet: Samurai.’’, sagte Nathan dann leise (bitte korrigiert mich, wenn es nicht stimmen sollte). ,,Oh. Aber du bist doch gar kein Samurai.’’, sagte Alex daraufhin und sah, wie sein Bruder leicht lächelte. ,,Denk dir nichts dabei. Das hat mir ein Kind geschenkt. Wahrscheinlich hält es mich mittlerweile für einen. Ist nicht so wichtig.’’, sagte er leise und wollte die Schriftrolle wieder wegpacken, doch Alex nahm sie ihm aus der Hand und sagte dann ernst ,,Es wir schon einen bestimmten Grund haben, warum dir ein Kind so etwas schenkt. Samurai sind edle, ehrenhafte und stolze Krieger. Und du bist auch ein solcher Krieger. Nur hattest du nie die Gelegenheit, dies zu beweisen. Ich weiß es, Nathan. Und anscheinend weiß es das Kind auch. Meinst du nicht, hm?’’ Nathan sah seinen Bruder erstaunt an und schien zu überlegen. ,,Wahrscheinlich hast du recht. Ich weiß es nicht…’’,,Na dann finde es doch heraus.’’, sagte Alex schlicht und legte die Schriftrolle auf Nathans Bett. Dann drehte er sich um und verließ das Zimmer. Nathan sah seinem Bruder nach und nahm die Schriftrolle wieder in die Hand. Er besah sich das Schriftzeichen und nahm das Glas Whiskey in die Hand, welches er sich gefüllt hatte, bevor Bagley sein Zimmer verlassen hatte.
Gerade als es an seine Lippen führte und daraus trinken wollte, fielen ihm Bagleys Worte wieder ein ’’Omura wird Katsumoto die Nacht wohl nicht überleben lassen…’’. Bei diesen Worten lief ihm ein kalter Schauer den Rücken runter und er stellte das Glas wieder ab. Die Schriftrolle warf er auf sein Bett und schnappte sich seinen Mantel, den er zuvor ebenfalls auf sein Bett geworfen hatte. Er verließ das Zimmer und ging zu Alex und Grant. Er betrat stürmisch, ohne anzuklopfen, das Zimmer und sprach direkt los ,,Ihr müsst mir helfen. Wir treffen uns in circa einer Stunde an dem Ort wo Katsumoto festgehalten wird.’’,,Nathan was hast du vor?’’, fragte Alex seinen Bruder, doch dieser schüttelte den Kopf und sagte ,,Keine Erklärung nicht jetzt. Tu bitte einfach was ich sage. Mr.Grant weiß wo Katsumoto festgehalten wird…’’Mit diesen Worten drehte sich Nathan auch schon wieder um und wollte das Zimmer verlassen, doch er hielt noch einmal inne und sagte dann zu Alex ,,Und zieh deine Uniform an. Wir werden sie brauchen.’’ Und dann war er verschwunden. Einen verwirrten Alex und einen verängstigten Grant zurücklassend. ,,Was zum Henker war denn das jetzt für ein Vortrag?’’, fragte Grant Alex, doch dieser zuckte nur kurz mit den Schultern und sagte dann ,,Keine Ahnung. Aber ich denke, wir sollten einfach tun was mein Bruder gesagt hat. Er weiß, was er tut.’’ Und mit diesen Worten machten sich die beiden auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt.
Unterdessen hatte Nathan das Versteck, wenn man es denn so nennen wollte, der restlichen Samurai entdeckt und klopfte an die Schiebetür. Er sah wie jemand auf die Tür zukam und als sie aufgeschoben wurde stand vor ihm ein Hüne von einem Japaner. Es war der Japaner, der ihm den Kampf mit bloßen Händen beigebracht hatte. ,,Hmpf. Was willst du denn hier?’’, fragte der Hüne mit dunkler Stimme. Nathan zuckte innerlich zusammen. Muss der so gruselig wirken, dachte er bei sich und sagte dann mit gefasster Stimme ,,Ich muss mit Ujio-san sprechen. Ist er hier?’’ Der Hüne nickte nur und bedeutete Nathan ihm zu folgen. Als er in das Versteck eintrat sah er an einem der Tische Nobutada sitzen. Er hatte seine Haare etwas geordnet, aber man sah dennoch, dass sie ihm gewaltsam abgeschnitten worden waren. Er sah sehr niedergeschlagen aus. Er sah nicht auf und Nathan hatte auch keine Zeit sich mit Nobutada zu unterhalten. Der Mann mit dem er sprechen musste, war Ujio. Der Hüne nickte mit dem Kopf in Richtung Veranda und Nathan folgte dem Wink. ,,Verärgere ihn nicht schon wieder. Du würdest es nicht überleben.’’, witzelte der Hüne und ging dann in die Richtung aus der sie gekommen waren. Nathan raffte die Schultern und versuchte sicheren Schrittes auf die Veranda zu treten, doch in seinem Inneren war er mehr als nur nervös. Er hegte eine tiefe Zuneigung zu dem unnahbaren Ujio. Das hatte er mittlerweile begriffen und wütend machen wollte er ihn auf keinen Fall.
Nathan sah sich um, konnte jedoch niemanden sehen. Hatte der Hüne ihn etwa falsch geschickt. Zutrauen würde ich es ihm ja, dachte Nathan, doch noch bevor er irgendetwas machen könnte, spürte er etwas spitzes in seinem Rücken und eine tiefe Stimme fragte ,,Warum bist du gekommen?’’
Nathan schluckte und spürte, dass sich ein Kloß in seinem Hals bildete. Verdammt, dachte er bei sich und wollte gerade etwas sagen, als das Spitze etwas aus seinem Rücken verschwand und er eine Hand spürte, die in an der Schulter packte und ihn ruckartig umdrehte. Nathan konnte gar nicht so schnell reagieren, wie Ujio ihm die Klinge seines Schwertes an den Hals drückte und einen Arm um Nathans Tallie schlang und so zu Ujio heran zog. Nathan blieb der Atmen weg. Er versteifte sich und presste die Augenlider aufeinander. In diesem Moment hatte spürte nicht Freude Ujio wieder zusehen, sondern pure Angst. Todesangst. ,,Ich wiederhole mich nicht gerne. Wieso bist du hergekommen?’’ fragte Ujio erneut und ein eisiger Schauer lief Nathans Rücken hinab. Er wehrte sich nicht gegen den Griff des Samurai, schluckte noch einmal und sagte dann mit belegter Stimme ,,Ich bin hier, weil ich euch um eure Hilfe bitten wollte.’’ Ujio verengte seine Augenbrauen und er fragte ,,Warum?’’ ,,Ich möchte euren Herrn befreien.’’ Endlich hatte er es gesagt. Ehrleichterung erfüllte ihn. Doch zu seinem Unbehagen verschwand die Klinge an seinem Hals nicht, sondern es wurde noch mehr Druck auf sie ausgeübt. Nathan hatte das Gefühl, als würde die Klinge sich in seine Haut beißen. Doch er rührte sich nicht. ,,Was denkst du bringt dir das?’’, fragte nun Ujio mit kalter Stimme. Nathan öffnete seine Augen und begegnete dem Blick Ujios. Wie immer konnte Nathan in den Augen des Samurai nicht lesen, ebenso wenig wie in seiner Miene. ,,Mir bringt es wahrscheinlich gar nichts. Das soll es auch nicht. Ich will nur nicht dabei zusehen, wie ihr zu Grunde geht.’’, sagte er leise und wich dem Blick des Samurai schließlich aus. ,,Was interessiert es dich? Wolltest du nicht zurück in dein Land?’’, fragte Ujio weiter. Nathan antwortete diesmal flüsternd ,,Ich konnte nicht…i-ich wollte n-nicht..’’. Jetzt spürte Nathan wie die Klinge von seinem Hals verschwand, jedoch blieb der Arm, den Ujio um Nathans Tallie geschlungen hatte, an Ort und Stelle. Ujio schwieg. Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis schließlich das Klirren des Schwertes zu hören war. Nathan riss die Augen auf, denn das was nun geschah konnte er nicht glauben. Ujio zog ihn dicht an sich heran und legte Nathan seine nun freie Hand auf den oberen Rücken. Langsam rieselte die Erkenntnis in Nathans Verstand. Ujio umarmte ihn. Ihn. Nathan Algren.
Nathan konnte es nicht fassen. Nach allem was zwischen ihnen geschehen war, umarmte ihn der Samurai und drückte ihn an sich. Und dann die ersten Worte nach einer halben Ewigkeit.
,,Warum hast du solange gebraucht?’’
So.
Ende Gelände. Puh fertig. Nach fast 3 Stunden. Naja egal.
Tja was passiert wohl zwischen Nathan und Ujio? *mit den Schultern zuckt*
Weiß ich auch noch net. Ma schaun^^
Also danke fürs Lesen und bis zum nächsten mal.
LG,
Satanas
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