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von LilyUnique
erstellt: 06.02.2010
letztes Update: 17.02.2010
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen)
„Halt die fresse du scheiß Ding“ schrie ich meinen Wecker an und knallte mit der Hand drauf, damit es nicht mehr piepen konnte. Freitagmorgens, sechs Uhr. Wie ich es liebe.
Ich seufzte und schlug die Decke zurück und stand langsam mit mühe auf. Schlendernd und mit halb geschlossenen Augen ging ich ins Badezimmer um mich ausgiebig zu Duschen. Ohne meine morgendliche Dusche würde ich garnicht wach werden.
Nachdem ich dies tat und mich tuchumwickelt in mein Zimmer zurückzog, zog ich mich an.
Als ich dann fertig war und mich ordentlich gestylt hatte, hatte ich noch Zeit zu frühstücken. ‘07:28 Uhr, scheiße, Tom und Bill sind gleich da‘ dachte ich mir und raste in hypergeschwindigkeit nach oben in mein Zimmer um meine Chucks zu holen, die ich auch während des runterlaufen der Treppen hastig anzog.
Da klingelte es auch schon. Top gestylt und aus der puste öffnete ich die Tür. „Moment eben, ich hol noch schnell meine Taschen und dann können wir los“ meinte ich mit aufgehetzter Stimme zu Tom.
Er schaute nur verwirrt und schon war ich in meinem Zimmer verschwunden um meine Tasche und den Schlüssel zu holen. Draußen schloss ich die Tür hinter mir zu und blickte ins Auto. Doch weit und breit war kein Bill zu sehen.
„Wo ist denn Bill ?“ fragte ich Tom verwirrt. „Der ist über Wochenende nach Hannover zu unserem Vater. Der hat heutemorgen auch schon zur Schule angerufen und hat bescheid gesagt“ „Achso und du fährst nicht mit ?“ „Nee, keine lust“. Ich lies ein „Hmmm“ von mir und stieg dann ein.
In der Schule dann, war Giulietta nicht da. 'Also entweder ist sie krank oder sie verspätet sich' dachte ich mir. Dann, mitten in der Mathestunde, als jeder in die Formeln auf der Tafel vertieft war, kam Giulietta rein. „Wo warst du Giulietta ? Du bist 20 Minuten zu spät. Warst du etwa wieder im Spiegel vertieft um dich fein zu machen“ motze unsere Mathelehrerin rum. „Erklären sie uns lieber das alles, was der Tafel steht, damit wir diesen Scheiß auch mal verstehen und verbringen Sie nicht die ganze Zeit damit, Giulietta anzumotzen“ muckte ich auf, bevor Giulietta erst antworten konnte. Die Lehrerin und alle aus der Klasse starrten mich grade an wie kaputte Auto’s, doch das war mir sowas von scheißegal. Wer ist denn nicht schlecht gelaunt, wenn man an einem Freitagmorgen schon in der ersten Stunde Mathe hat. „Giulietta setz dich und was dich, Leonie, angeht, das wird noch Konsequenzen haben“ „Ja schön für Sie. Machen sie weiter ?“. Genervt und sauer wandte sich Frau Luckau wieder der Tafel zu und Unterrichtete weiter.
„Danke“ flüsterte mir Giulietta zu, als sie sich neben mich setzte. In dem Moment bekam ich ein Zettel von Tom zugeschoben wo drauf stand 'Wie hast du dich das denn getraut ? Ich meine, so wie man hört, ist sie die strengste Lehrerin an der Schule' ich schrieb zurück mit der antwort 'Das ist mir sowas von egal. Wir sind alle Menschen und jeder sollte mal die Meinung ins Gesicht gesagt bekommen. Übrigens ist Giulietta meine beste Freundin und sowas lasse ich dann nicht zu'. Er zuckte nur mit den Schultern und konzentrierte sich dann weiter auf den Unterricht, der so wie immer, langweilig war.
Nach 6 Stunden hatte ich dann die Schule überstanden und dieses Wochenende stand dann ganz groß 'Entspannen' auf der Liste. Hoffentlich lass ich mir das nicht wieder verderben.
Im Auto von Tom dann, fragte er mich nach meiner Handynummer, wo ich ihm die ohne zögern gab.
Als wir dann vor meiner Haustür standen, umarmte er mich zum Abschied. Damit hatte ich nicht gerecht, aber erwiderte die Umarmung. Ich mochte sein Parfum, es roch gut.
Er stieg dann wieder ins Auto und fuhr weg.
Zuhause schmiss ich meine Schultasche in die Ecke. Keine Menschenseele ist zu Hause. Umso besser für mich, dann kann ich die Musik lauter hören.
Abends bekam ich dann die Idee, meine alte Freundin Giulia anzurufen, die mittlerweile in Berlin wohnt. Ich holte schnell das Telefon und rief an.
„Ja Hallo ?“ meldete sich Giulia am Telefon. „Hey Giulia. Ich bin’s Leonie. Wie geht’s dir ?“ „Hey Leo. Mir geht’s gut und dir ?“ „Auch. Und, haste dich in Berlin schon eingelebt ?“ „Ja, habe ich. Mama und Papa sind kurz davor, sich zu vertragen, nach dem ganzen scheiß was hier passiert ist. Aber Yu, mein Freund, hat mich wieder auf die Beine gebracht“ „Ouh, das sind doch mal gute Nachrichten. Haste sogar schon einen Freund gefunden“ lachte ich leise. „Japp und wie steht’s bei dir, in Thema Liebe ?“ „Ach, so wie immer. Sind alle schieße und Arrogant. Aber wir haben einen neuen Schüler in der Klasse, naja eigentlich zwei, aber einen davon find ich ziemlich süß. Aber mehr läuft da auch nicht“ „Uiuiui, nicht den faden verlieren. Aber lern ihn erstmal kennen“ „Ja. Naja, ich muss auflegen, bin ziemlich müde. Wir reden ein ander mal okay ?“ „Alles klar, Bye“ verabschiedete sich Giulia an der anderen Leitung und legte auf.
Nachdem ich aufgelegt hatte, zog ich mir den Film ‘Transformers‘ rein. Ich liebe diesen Film. Während ich ihn schaute, musste ich wohl eingenickt sein, da ich am nächsten Morgen von meinen Eltern geweckt wurde, die mich baten doch bitte in mein Zimmer zu gehen um dort weiterzuschlafen. Dieser Anweisung folgte ich und ging nach oben um mich in mein Bett zu legen.
Später gegen Nachmittag wurde ich durch ein klingeln wach, doch ich kann nicht sagen, was es für ein klingeln war. Ob es das Telefon, mein Wecker, die Haustür war, keine Ahnung. Es war mir in dem Moment auch egal, und schlief weiter.
Ca. eine halbe Stunde später, wurde ich wach. Doch was ich dann durch meine verschlafenen Augen sah, konnte ich nicht glauben. Tom saß neben mir und schaute mir beim schlafen zu. Ich bekam Panik.
„Wa … wa … Was machst du denn hier ?“ fragte ich hysterisch und wurde sofort wach. „Niemand ist zu Hause und ich hatte langeweile. Ich hatte eigentlich damit gerechnet dass du schon wach bist und bin dann hergekommen und hab geklingelt. Deine Eltern meinten ich könnte zu dir hochkommen, weil du nicht mehr lange schlafen würdest, deswegen bin ich hier“ grinste er. Schockiert starrte ich ihn an „Ähh, ähh, okay. Ich geh eben Duschen und mich stylen okay ?“ „Mach das“ nickte er.
Während ich unter der Dusche stand dachte ich mir ‘Wieso kommt er ausgerechnet zu mir und setzt sich nicht ins Auto und fährt zu seinem Vater nach Hannover wo auch Bill ist !? Wieso ?‘
Als ich dann fertig war mit Duschen und stylen kam ich wieder in mein Zimmer. „Wow, das sieht echt gut aus“ kam es aus Tom’s Mund geschossen, als ich die Tür öffnete. „Danke“ lief ich rot an. Ich weiß nicht wieso, aber mein Herz fing an, schnell zu schlagen.
„Wollen wir irgendwas bestimmtes machen ?“ fragte ich ihn. „Wir können ja irgendwo hinfahren“ „Mir ist nicht danach, irgendwo hinzufahren. Wir können ja eine DVD schauen wenn du möchtest“ „Ja klar“ „Okay, such dir einen Film raus. Ich hol nur was zu trinken und Chips“. Er nickte nur.
Wieder in meinem Zimmer, mit der ganzen Versorgung, setzten wir uns zusammen auf mein Bett und schauten den Film ‘Love Vegas‘, den Tom sich ausgesucht hatte.
Während des Filmes, legte ich unbewusst meinen Kopf auf seine Schulter. Ich kann es nicht beschreiben, aber in dem Moment flogen mir so viele Gedanken durch den Kopf.
Nach einiger Zeit nahm er mein Kopf und legte sie auf seinen Schoß. Mein Herz schlug noch schneller. Plötzlich streichelte er mich sanft über der Wange. Es war so warm an seiner Seite. Ich fühlte eine Art Geborgenheit bei ihm. Aber was war auf einmal los mit mir … ?
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