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von Nicodemus    erstellt: 04.02.2010    letztes Update: 03.06.2010    Geschichte, Allgemein / P18 Slash    (fertiggestellt)
Guten Morgen,

es gibt ein neues Kapitel. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und würde mich über eure Meinungen dazu freuen.






Per stand seit geschlagenen eineinhalb Stunden hier am Tresen und hatte bereits mehr Caipis in sich, als gut für ihn war. Er war nicht so viel Alkohol gewohnt, obwohl es in letzter Zeit leider öfter vorkam. Nicht dass er das unbedingt wollte, es passierte einfach. Warum er sich das hier heute antat, wusste er nicht. Er starrte die ganze Zeit auf Markus, der sich wie ein windender Aal auf der Tanzfläche bewegte, und seinen Körper mal hier und mal dort an irgendwelche Frauen ran presste. Sein Blick wurde getrübt. Nebelmaschinen machten die Luft stickig und undurchsichtig. Die Musik war zu laut. Irgendwie passte ihm heute alles nicht. Obwohl er gerne mit den Jungs rumzog.

Er war sauer. In ihm brodelte es. Er wollte Markus hassen, dafür, dass er das, was er mit ihm machte, eben machte. Irrational. Natürlich machte Markus gar nichts mit ihm. Würde er auch nie, was gut war, und auch wieder nicht. Er war bereits mehrmals nachts mit ´ner Latte aufgewacht, weil er geträumt hatte. Dass er Markus im Bett hatte. Und jedes Mal war es nur Ulrike, die neben ihm lag und von alledem keine Ahnung hatte. Zu seinem Glück. Und auch zu ihrem.

Plötzlich wurde er angesprochen. Ein junges Mädchen, vielleicht sechzehn oder siebzehn, hatte sich neben ihn gestellt und fragte ihn nervös, ob er nicht der sei, der er eben war. Sie war klein. Sogar ziemlich klein, ging ihm grade bis zur Brust. Unscheinbar. Er überlegte kurz, so zu tun, als hätte er sie gar nicht gehört. Keine Lust auf Konversation.

Dennoch blickte er hinab und fragte: „Und wer will das wissen?“ Seine Stimme klang finster. Er sprach nicht laut, dennoch konnte sie ihn hören, trotz der dröhnenden Musik. Vielleicht war es einfach seine Tonlage. Nicht der beste Zeitpunkt, ihn anzusprechen. Konnte sie nur nicht wissen. Markus tanzte grade eng umschlungen mit einer blonden Schönheit und schob der seine Zunge in den Hals. Pers Hand krampfte sich um sein Glas, als wollte er es zerquetschen.

„Ich bin Jenny“, quiekte das Mädel jetzt zu ihm hoch. Er nickte, sagte nichts. Starrte weiter zu Markus.

„Bist du öfter hier?“, startete sie einen erneuten Versuch.

„Manchmal“, sagte er nur. Irgendwie tat sie ihm sogar leid. Schließlich konnte sie nichts dafür. Dennoch hatte er keine Lust, sich mit ihr zu unterhalten. Wenn sie jedenfalls gut aussehen würde. Er bestellte sich erneut einen Cocktail. Wider besseren Wissen. Er sollte nach Hause. Sich zu Ulrike ins Bett legen, und er sollte die ganze Scheiße hier vergessen. Markus vergessen. Wieder normal werden.

„Ich bin fast jedes Wochenende hier, aber dich habe ich noch nie hier gesehen.“ Sie spielte nervös an ihrer Handtasche. Wie er diese Handtaschen hasste. Warum mussten Frauen eigentlich ständig ihren gesamten Hausrat in einer überdimensionierten Tasche mit sich rumschleppen? Das würde er nie verstehen. Gott sei Dank war Ulrike nicht so.

„Tja“, sagte er gedehnt. Er wollte, dass sie ging. Damit er in Ruhe weiter zu Markus glotzen konnte. Er ließ seinen Blick schweifen und … Markus war weg. Er sah sich um, fast panisch und hasste sich dafür.

„Suchst du jemanden?“, fragte Jenny.

„Ja, meine Freundin“, antwortete er.

Grade kam Markus an den Tresen zurück. Nickte ihm zu. Per ignorierte es. Scheiße, der Kerl sah so geil aus. Schweißnass vom Tanzen, fächelte mit seinem Hemd und gab somit Teile seines Bauchs frei. Per wusste nicht, zum wievielten Mal er sich jetzt vorstellte, wie es wäre, ihn zu ficken. Den Bauch, den Markus jetzt unabsichtlich entblößte, zu berühren, abzulecken.

'Fuck', dachte er und schüttelte den Kopf. Seit wann war er so abartig?

„Oh“, kam es von Jenny, „ dann sollte ich vielleicht besser gehen.“ Sie lächelte scheu.

„Mh“, er hörte ihr gar nicht zu. Sah sie nicht an. Hatte nur Augen für Markus' Körper, der sich jetzt wieder an die Blonde schob, die ihm schon den ganzen Abend hinterherlief. Sie sah gut aus, nicht so wie das Mäuschen hier neben ihm. Ein bitteres Lächeln zeichnete ihn. Markus konnte offenbar jede haben.

Dann lächelte sie in seine Richtung, und zu seiner Überraschung kamen die beiden plötzlich zu ihnen rüber.

„Hej, Per, alles gut bei dir?“ Markus lächelte ihn an. Offen. Ehrlich. Seine blauen Augen strahlten. Per litt.

„Alles okay“, er versuchte ebenfalls zu lächeln, kläglich, „und bei euch?“

Bilder davon, wie Markus und die Blonde sich im Bett vergnügten, drängten sich in sein Bewusstsein. Er konnte es nicht ertragen. Nicht mehr. Es wurde immer schlimmer. Woche für Woche. Tag für Tag. Am liebsten hätte er es verhindert, wenn er könnte.

„Ja“, Markus' Arm lag um die Hüfte seiner Begleitung. Besitzergreifend. „Per, das ist Christine.“

Diese löste sich aus Markus' Umarmung und streckte Per ihre Hand hin: „Hi, Freunde nennen mich Chrissi. Und du bist tatsächlich Per? Ich fasse es nicht.“

Per ergriff die Hand, sie fühlte sich warm und feucht an. „Hi Christine. Was fasst du nicht?“ Er war bemüht, freundlich zu klingen. Obwohl es das letzte war, was er wollte. Markus' Eroberung kennenlernen.

„Dass ich … euch hier treffe. Ich bin so ein Fan von Werder. Und …“ Sie reckte sich, um dichter zu Pers Ohr zu gelangen, “… vor allem von dir.“

„He, was gibt es zu flüstern?“ Markus wirkte verunsichert, und Per merkte, dass ihm das gefiel. Ein Gedanke formte sich in seinem Kopf. Er konnte natürlich nicht verhindern, dass Markus rumvögelte. Aber er konnte versuchen, ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen, indem er sich selber an das Mädel ranmachte.

„Wer ist das?“ Markus nickte in Richtung von Jenny, die völlig fehl am Platz wirkte, wie sie da neben ihnen stand.

„Hallo, ich bin Jenny“, hörte Per zum zweiten Mal an diesem Abend.

„Hi“, sagte Markus nur. Er starrte zu Christine, die sich nun dicht an Per drängte. Er glaubte nicht, was er da sah.

Per merkte, dass Markus tatsächlich nervös wurde. Dass es ihm nicht gefiel, dass seine Eroberung sich für ihn interessierte. Langsam und ohne Markus aus den Augen zu lassen, lehnte Per sich jetzt zu ihr runter und fragte: „Möchtest du was trinken?“

Sie nickte, lächelte ihn an. In ihrem Lächeln lag etwas herausforderndes. Sie schob sich neben Per an den Tresen. Per drehte Markus und Jenny den Rücken zu und bestellte noch zwei Caipis. Er reichte ihr den einen und stieß mit ihr an. Offenbar mochte sie ihn. Und Per mochte es, gemocht zu werden. Vielleicht mehr gemocht zu werden als Markus. Kam nicht oft vor.

Nach einigen Minuten drehten sie sich wieder um. Markus war verschwunden. Jenny auch.

„Oh, Markus ist abgehauen“, sagte Per gespielt traurig. „Das tut mir jetzt aber leid.“ Per sah zu ihr hinab. Konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wartete auf ihre Reaktion.

„Macht nichts. Eigentlich wollte ich ohnehin lieber dich …“ Den Rest blieb sie schuldig, da in diesem Moment Basti von hinten gegen sie stolperte, und sie die Hälfte ihres Drinks verschüttete.

„Kannst du nicht aufpassen, Sebastian?“ Per schnappte sich Basti am Kragen und zerrte ihn zu sich. Vielleicht ein bisschen zu heftig. Er blickte ihn finster an. Spürte, dass der Alkohol ihn wilder werden ließ. War froh, dass Markus nicht mehr in seiner Nähe war.

Basti hob entschuldigend die Hände. Per konnte einem schon Angst einjagen. „Sorry, Mann! Alter, Per, was bist du denn so pissig heute? Was hast´n mit Markus gemacht?“

Per zog fragend die Augenbrauen zusammen. Sein Blick verdüsterte sich noch mehr.

„Ach vergiss es. Wir seh´n uns.“ Er schlug Pers Hand von seinem Kragen und schob sich an ihnen vorbei zum Tresen.



Eine Viertelstunde später fand Per sich im Taxi wieder. Und neben ihm die blonde Schönheit, die ihre Zunge jetzt nicht mehr in Markus, sondern in ihn schob.


*
*
*


Als Markus klar wurde, dass er grade abserviert wurde, sah er zu, dass er wegkam. Musste sein Gesicht wahren.

Er schob sich durch die Menge in Richtung Toiletten. Das Bier wollte wieder raus. Außerdem musste er ein bisschen runterkommen. Auf dem Weg dahin, stieß er mit Basti zusammen. Schaute zu ihm auf.
„He, Markus, alles klar? Wo ist die kleine blonde von vorhin?“ Basti grinste dümmlich.

„Keine Ahnung, ja? Lass mir durch!“ Markus schubste ihn zur Seite, wollte vorbeigehen. Basti hielt ihn an der Schulter fest.

„Was ist los, Alter? Gab´s Stunk? Mit Per oder was?“

„Was geht dich an, hä?“ Er befreite sich aus Bastis Griff und verschwand in Richtung Toilette.

Er ging in eine der Kabinen und schlug die Tür hinter sich zu. „Jävla! Fuck! Per! Jag hata dig!“ Seine Faust traf das Holz der Tür. Schmerz durchzuckte ihn. Es krachte laut. Eine Stimme von nebenan fragte, ob alles okay sei.

„Fuck you!“, rief er als Antwort.

Markus pinkelte. Wusch sich die Hände. Dachte, dass er jetzt einfach wieder da reingehen und sich jemand neues auftun würde. Dass seine Eroberung mit Per abgehauen war, würde niemand erfahren müssen. Lächerlich. Die Frau wusste offenbar nicht, was gut für sie war. Außerdem würde Per ohnehin nichts mit ihr anfangen. Immerhin hatte er Ulrike. Wobei … sicher war Markus sich da nicht. Per hatte so entschlossen ausgesehen.

Er spritzte sich Wasser ins Gesicht, prüfte sein Aussehen im Spiegel. Sah schon reichlich lädiert aus, verschwitzt und müde. Ein Blick auf seine Armbanduhr, es war bereits nach zwei. Er war müde, der Tag war hart gewesen. Wenn er ehrlich sein sollte, hatte er gar keine Lust mehr. Weder auf die Disco noch auf neue Bekanntschaften. Per hatte ihm mächtig die Tour vermasselt.

Als er die Toilette verließ, kam Clemens ihm entgegen.

„Auch noch hier? Ich hau jetzt ab. Hast du Per irgendwo gesehen?“

„Per ist gegangen schon.“ Er wusste zwar nicht, ob Per wirklich schon weg war, aber er hatte so eine Ahnung.

„Ach? Warum sagt er denn nicht bescheid. Wir teilen uns doch immer das Taxi.“

„Er ist gegangen nicht allein.“ Markus zwang sich zu grinsen.

„Wie jetzt? Per? Unser Per? Aber … Mann, so langsam … arme Ulrike.“ Clemens schüttelte den Kopf.

„Ist wohl nicht mehr gut so richtig in seine Beziehung, was? Aber was interessiert mir Per? Ich hau ab auch. Wir sehen Montag, Clemens. Good night, boy.“ Damit ließ er Clemens stehen, der ihm noch einen Abschiedsgruß hinterherrief.

Er ging raus. Wartete, dass ein Taxi kam. Er trat von einem Fuß auf den anderen und blies in seine Hände. Es war kalt, und er fror. In dem Moment, als ein Taxi um die Ecke kam, und Markus es durch Handzeichen zum anhalten brachte, trat eine junge Frau neben ihn.

Sie lächelte schüchtern. „Hey, sorry, mir ist so kalt, kann ich das Taxi bitte haben?“ Sie blickte ihn an. Braune Augen, schön, wie Markus feststellte. Seine Müdigkeit verflog.

„No, sorry, mir ist kalt auch. Aber wenn du magst, du kannst fahren mit mir.“ Er kramte sein Lächeln wieder raus.

„Hm“, kam es von ihr, „Okay. Ein Stückchen kann ich ja mitkommen.“

Damit hielt Markus ihr die Tür auf. Dann stieg er ebenfalls ein.


*
*
*


Per fühlte ihre Hand an seiner Hose. Er stöhnte, als sie sich in seine Jeans schob. Er hatte sie im Nacken gepackt und küsste sie heftig. Stieß seine Zunge in ihre Mundhöhle. Wusste, dass er nicht grade gefühlvoll war. War ihm egal. Er war hart, und er war geil.

Sie massierte ihn durch die Shorts und das gar nicht mal so schlecht. Er warf den Kopf zurück, biss sich auf die Lippen. Keuchte. Er öffnete die Augen und sah, dass der Taxifahrer im Rückspiegel nach hinten sah. Dieser schaute schnell weg, als sich ihre Blicke begegneten. Pers Blick war furchteinflößend. Ihm war klar, dass der Fahrer ihn erkannt hatte. Kein gutes Gefühl. Aber nicht zu ändern jetzt.

Sie suchte wieder seinen Mund, doch er ließ sich nicht darauf ein. Hatte sie nicht mitgenommen, um zu knutschen. Er fasste nach ihrer Hand, beschleunigte die Bewegungen. Dann schob er sie an der Schulter runter. Hoffte, dass sie kapierte, was er wollte. Natürlich wusste sie es, und sie machte es auch.

Als sie seinen Schwanz in den Mund nahm, stöhnte er doch wieder laut auf. Sofort kam der Blick von vorne.

„Guck auf die Straße, Mann!“, presste er angestrengt hervor, klammerte sich mit einer Hand an den Türgriff. Die andere war in ihren Haaren.

Gott, wie lange hatte er das nicht mehr gehabt. Ulrike weigerte sich vehement, ihm einen zu blasen. Umso weniger konnte er es vertragen jetzt. Er schloss die Augen, sofort tauchte Markus vor seinem inneren Auge auf. Er stieß heftig in ihren Mund, und sein Griff wurde fester. Als er kam, hielt er ihren Kopf runter gedrückt. Ließ sie nicht weg. Sie musste schlucken, ob sie nun wollte oder nicht. Er war nicht so verrückt, hier Spuren zu hinterlassen.

Zitternd atmete er aus. Zog sie zu sich hoch und küsste sie. Hart. Wollte sich schmecken, leckte in ihren Mund, saugte an ihrer Zunge und kam von seinem Orgasmus runter.

Dann schloss er seine Jeans wieder.

Weitere fünf Minuten Fahrt später, waren sie vor seiner Wohnung. Er sollte sie nicht mit herbringen, das wusste er. Dort drinnen war Ulrike und schlief. Wartete auf ihn. Aber er würde sie mitnehmen. Er wollte sie ficken. Und sei es nur deshalb, um Markus eins auszuwischen. Trotz des Orgasmus' von eben war er immer noch geil, hatte ihn eigentlich nur noch schärfer gemacht. Er hatte zu ihr fahren wollen, aber sie wohnte noch bei ihren Eltern.

'Gott, was mache ich hier nur. Wie alt mag die sein?', dachte Per, 'vielleicht achtzehn?'

„Wir sind da. Macht zwanzig Euro.“ Der Fahrer traute sich nicht, nach hinten zu sehen, sprach mit seinem Spiegelbild.

Per zog einen fünfhundert Euro Schein aus seinem Portemonnaie und reichte ihn nach vorne. Der Fahrer nahm ihn erstaunt entgegen. Per sagte nur: „Und immer schön die Fresse halten, klar?“
Der Fahrer nickte. Hatte verstanden. Per und seine Begleitung stiegen aus.

„Hier wohnst du?“, fragte sie überflüssiger weise. „Das ist aber schön hier.“

„Mh“, brummte er. Der Alkohol sorgte dafür, dass er die Tür erst beim dritten Versuch geöffnet bekam, und er schob sie in den großen Flur. Sie sah sich staunend um. „Wow! Das ist ja geil. Das ist ja 'ne Riesenbude.“ Sie spreizte die Arme von sich und drehte sich im Kreis.

„Psst!“, zischte Per. Sie zogen Schuhe und Jacken aus. Dann schob er sie vorwärts ins Gästezimmer. Hier stand ein Bett. Groß. Breit. Frisch bezogen. Weil Ulrike sich um alles kümmerte.

Er schloss die Tür und zog sie an sich. Rieb seinen Schwanz an ihrem Unterleib. Sie war auch klein. Allerdings nicht so wie die andere vorhin. Er schob ihren Rock hoch und stellte zufrieden fest, dass sie einen String trug. Sie war mindestens genauso geil auf ihn, wie er auf sie. Sie hob ihr Bein an. Sofort war seine Hand zwischen ihren Beinen. Er schob zwei Finger in sie. Schnell, hart. Sie schrie auf. Er presste seine Lippen auf ihre und stieß seine Zunge vor. Sie erwiderte den Kuss ebenso heftig, und das gefiel ihm. Kein unnötiges Vorspiel. Schließlich wollte er sie nicht heiraten. Er wollte nur seine Latte loswerden, die schmerzhaft gegen seine Jeans drückte.

Er stieß sie aufs Bett, wo sie auf dem Rücken liegen blieb. Kniete sich vor sie, riss ihr den String runter. Dann schob er wieder seine Finger in sie, trieb sie an. Sie stöhnte auf, wahrscheinlich war er zu schnell. War ihm egal. Sie war zu laut, Scheiße.

„Sei leise!“, zischte er wieder. Presste abermals seine Lippen auf ihre. Nicht dass er so scharf darauf war, sie zu küssen. Er wollte, dass sie still war.

Er löste sich, schob seine Hose runter und streifte ein Kondom über. Dann schob er sich auf sie und drang ohne zögern ein. Fühlte sich gut an. Anders als bei Ulrike. Er mochte die Härte dabei.

„Mach“, stöhnte sie, legte ihre Hände auf seinen Arsch, und presste ihn noch weiter in sich. Die Bewegungen wurden schneller, heftiger. Er dachte, dass sie gleich kommen würde und zog sich zurück. Er war noch nicht fertig.

„Was … soll das?“, keuchte sie enttäuscht.  

„Dreh dich um“, sagte er, und seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Sie sah ihn fragend an, drehte sich aber auf den Bauch. Sofort zog er sie an der Hüfte hoch, so dass sie vor ihm kniete. Dann kam er zurück in sie. Heftig. Unterstützte die Bewegungen mit seinen Händen an ihrer Hüfte. Und er schloss die Augen. Und wieder war es Markus, der vor ihm kniete, den er fickte. Er brauchte nicht lange, und er kam.

Er zog sich zurück und legte sich neben sie. Musste wieder zu Atem kommen. Er wusste nicht, ob sie zum Höhepunkt gekommen war. War ihm aber auch egal. Sie drehte sich auf die Seite und legte einen Arm über seinen Bauch. Dann suchte sie seine Lippen, aber er entzog sich.

„Hey, lass!“

„Aber … was? Ich meine, was …?“ Sie sah ihn fragend an.

„Was meinst du?“, fragte er und schob ihren Arm weg. Er stand auf, sah auf sie hinab.

„Na ja, ich dachte, wir … also das hier … wir beide.“ Sie strich sich die Haare aus dem Gesicht, zog ihren String wieder an und setzte sich.

„Jetzt hör mir mal gut zu“, setzte Per an. Er kniete sich hin, um ihr in die Augen zu sehen. „Das war 'ne echt geile Nummer, aber du hast nicht erwartet, dass da mehr draus wird, oder?“

Sie schaute ihn groß an. Ihm wurde schlecht. Was hatte er nur getan? Er musste sie loswerden. Jetzt.

„Ich … nein, nicht wirklich. Aber ich dachte, ich könnte zumindest heute Nacht …“, sie verstummte, als sie seinen Blick sah.

Er schüttelte den Kopf. Stand wieder auf, schnappte sich sein Portemonnaie und nahm fünfzig Euro raus. Er hielt ihr den Schein hin.

„Hier, fürs Taxi, okay? Ich geh jetzt duschen, und wenn ich wiederkomme, ist das Bett kalt, klar?“

Sie starrte ihn an und nickte nur.

„Fein. Und sei leise wenn du gehst, meine Freundin schläft nebenan.“

Er nahm seine Hose, drehte sich um und ging.

Hoffentlich kam sie seiner Aufforderung nach.

Und hoffentlich machte sie ihm keine Szene.
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