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Geschichte: Fanfiktion
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von Glewiel
erstellt: 04.02.2010
letztes Update: 28.07.2011
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen)
"Elladan Einfallspinsel." Die kleine Arwen saß auf meinem Schoß und kicherte. Ihre braunen Haare ergossen sich in einer Lockenflut über ihren Rücken und ihre silbern-grau-blauen Augen strahlten absolute Unschuld aus - ein Trugschluß wie ich wusste. Sie war manchmal ein richtiges Ungeheuer, schlimmer als meine Neffen und machte ihnen auch nur Ärger, doch es war nicht zu leugnen, dass jeder der sie kannte vollkommen von ihr eingenommen war. Selbst ich erfüllte ihr jeden Wunsch, die Einzige die sie wirklich im Griff gehabt hatte, war ihre Mutter gewesen. Seit diese fort war, diente ich der Kleinen als Teilzeitmutter - schließlich war ich viel zu selten hier, um wirklich für sie da sein zu können. Außerdem war da der winzige Verdacht, dass ich mich nicht gerade zum Kinder Großziehen eigne.
"Elrohir Einfallspinsel." Die Brüder, die - nun wieder schlammfrei und trocken - mit uns in dem kleineren Speisesaal Bruchtals saßen, lächelten Arwen nachsichtig an. "Ihr hättet Samela ertrinken lassen sollen", meinte ich pragmatisch. Wir unterhielten uns über den Grund für der Beiden unvorteilhaften Auftritt. "Sie hat sich nur ins Wasser fallen lassen, um von euch wieder rausgezogen zu werden." "Nicht doch. Das hat sie längst aufgegeben. Haldir ist ihr neues Opfer...!" Elrohir lachte. Haldir... Das musste der gutaussehende Galadhrim von vorhin seien.
Groß, sarkastisch und gutaussehend...! Bei den Valar!! Wieso ließ ich mir nur von jedem halbwegs anständig aussehenden Elbenmann den Kopf verdrehen, als wäre ich gerade ein paar hundert Jahre alt?! Mit wahrer Liebe hatte das natürlich nichts zu tun... Aber die Sache mit Glorfindel... Wir kannten uns so gut, mochten uns nicht allein für unser Aussehen und er mochte mich tatsächlich für dass was ich war... In den letzten achthundert Jahren war ich ein paar mal kurz davor mit ihm zusammenzukommen, gar zu heiraten... Aber immer bin ich dann doch allein fort.
Ich versuchte die trübsinnigen Gedanken aus meinem Kopf mitsamt den Antlitzen aller gutaussehenden Elben zu verdrängen und mich wieder auf die Gegenwart zu konzentrieren. Samela war übrigens eine junge, wohl doch ziemlich attraktive Tochter irgendeines Elbenlords, die seit Jahren versuchte an Elrohir und Elladan ranzukommen - stets erfolglos.
"Ich male jetzt ein Bild!", beschloss Arwen, holte sich ein Pergament aus einem kleinen Pult, welches in der Ecke des Raumes stand und begann auch gleich damit. Elladan, Elrohir und ich unterhielten uns eine Weile über die Belanglosigkeiten des Lebens in Bruchtal, während Arwen malte. Zu meinem Leidwesen ging der Ball der Elben von heute an noch einige Tage, was hieß das Thranduil uns noch eine Weile mit seiner Anwesenheit beehren würde, ebenso wie die Lothlorische Abordnung. Dann hatte Arwen ihr Bild fertig und zeigte es uns. Sie hatte... Sachen gemalt. Keiner von uns wusste ganz genau was es sein sollte, aber natürlich lobten wir sie.
"Und", fragte ich "Wo wollen wir es aufhängen? Im Arbeitszimmer deines Vaters?... Ohne sein Wissen, versteht sich." "Nein!", rief Arwen. Ich war beeindruckt - sollten Elronds Erziehungsmethoden endlich einmal Wirkung gezeigt haben?! "Genau. Das macht man doch nicht, Niriel!", tadelte Elladan mich mit spaßhaftem Gesichtsausdruck. Ah! Ich war wirklich eine ganz schnelle heute!
Blitzartig drehte ich mich um und zog meinen Bruder auf eine unwürdige Position auf meinen Schoß. "Es ist nicht nett die Gespräche anderer Leute zu belauschen, Bruderherz." Beleidigt erhob er sich und strich seine Kleidung glatt. "Es ist auch nicht nett mein Arbeitszimmer-" Verlegen stockte er. Mit hoch gezogenen Brauen und amüsiertem Blick sahen wir ihn an. "Ja, Ada?!" Arwens Augen blitzten leicht. "-gestalten zu wollen", beendete Elrond lächelnd. "Außerdem", bemerkte Elladan nun, "ist da sowieso kein Platz mehr." "Warum?", fragte ich, vage interessiert. "Tu viele Bilder von mir gemahlt." Arwen strahlte mich an.
Unwillkürlich fing ich laut und unpassend an zu lachen. Diese Ironie, das war einfach paradox. Die Männer lächelten nachsichtig - sie waren meine willkürlichen Heiterkeitsausbrüche gewohnt -, doch Arwen stimmte mit ihrem hellen Sopran in das Gelächter ein. Meine unverhohlene Heiterkeit erfreute sie in höchstem Maße.
"Es ist wie immer eine Freude dich lachen zu hören, Niriel. Der Klang erfüllt mein Herz mit mehr Wärme als hundert Sonnentage es könnten", sagte Glorfindel, der soeben, unbemerkt von mir, hereingetreten war. Ich sollte mich wirklich nicht mehr mit dem Rücken zum Eingang setzen. "Und es ist wie immer eine Freude dich zu sehen, Glorfindel" Er schenkte mir ein strahlendes Lächeln und gegen meinen Willen errötete ich. Haldir und andere Elben mochten attraktiv sein, doch Glorfindel schaffte es, vor allem in letzter Zeit, mich aus der Fassung zu bringen... Liebte ich ihn? Er war charmant, klug, witzig...
"Was gibt es alter Freund?" Fragend sah Elrond Glorfindel an. "Das Festbankett heute Abend wird soeben vorbereitet und mich würde interessieren welche Farben für die Dekoration gewählt werden sollen", antwortete er ihm. "Ich gebe die Frage gerne weiter. Niriel?" "Wie wäre es mit einer Kombination aus Smaragd, Rose und Schwarz?", schlug ich gut gelaunt vor. Mir war durchaus klar, dass diese Farben so gar nicht sittsam-elbisch waren, aber mir gefielen sie. "Natürlich. Ich werde es sofort ausrichten." Bitte?! Ich hielt ihn am Ärmel zurück. "Das willst du doch nicht wirklich tun, oder?" Mich würde es freuen, aber ich wollte meinem Bruder schließlich nicht das Gelage ruinieren.
"Doch, natürlich, wenn du es so wünschst interessiert es mich herzlich wenig was jeder Andere davon hält", sprachs offen und drückte mir galant einen Kuss auf den Handrücken. Dann ging er von dannen. Versonnen starrte ich aus dem Fenster. Wieder einmal hatte er mich um Worte verlegen gemacht - und dass musste man erst mal schaffen. Undeutlich bekam ich mit, wie Elronds Kinder gemeinsam den Raum verließen, während ich weiter den Horizont betrachtete und über mein Schicksal nach sonn. Dieser selbst berührte mich nun sanft am Arm.
"Du liebst Glorfindel doch, Schwesterherz und er dich auch. Mehr noch - er betet dich an. Ich habe nie verstanden wo dass Problem liegt." "Er ist nicht-" "-Deine zweite Hälfte, ich weiß, ich weiß. Doch denkst du dass nur, weil du nicht von Anfang an wusstest, dass er der Richtige ist. Weil es kein Schlüsselerlebnis gab?" "Genau!", antwortete ich trotzig - und merkte natürlich sofort wie kindisch und unreif das klang. "Niri... Ihr seid für einander bestimmt, dass weiß ich. Vertrau mir... Ich habe es gesehen. Und du auch." "Sicher..." Plötzlich erschöpft fuhr ich mir mit der Hand durchs Haar. Ich wusste ja selbst nicht, wo das Problem lag. Es war eben nur... Ja, was war?
"Ihr könntet heiraten. Hier her ziehen. Du könntest Kinder bekommen... Und Arwen würde sich freuen. Glorfindel und du-" Ich unterbrach ihn:" So schlimm ist es allein in Ithlien auch nicht. Ich brauche meine Ruhe, du kennst mich doch, außerdem würde ich euch mit der Zeit auf die Nerven gehen, du kennst mich doch..." Elrond sah mir tief in die Augen. "Bitte. Denk darüber nach." Wieder blickte ich zum Horizont. Liebe... Warum musste alles nur so verdammt kompliziert sein.
Und WARUM mischten sich eigentlich alle in meine Privatleben ein?!
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DISCLAIMER: Die Rechte am Herrn der Ringe liegen bei Tolkien Enterprises und selbstverständlich bei der Familie Tolkien. Die Filmrechte hält New Line Cinema. Diese Geschichte ist ein reines Fanprodukt und will keine Copyrights verletzen. Sie wurde nur zum eigenen und zum Spaß für die Fans geschrieben. Mit ihr werden – weder jetzt noch in Zukunft – finanzielle Interessen verfolgt.
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