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von Kirsche25    erstellt: 03.02.2010    letztes Update: 25.08.2010    Geschichte, Romanze / P18    (abgebrochen)
"Freut ihr euch auf die Veröffentlichungen?"
"Ja und wie. Das ist unser Baby und wir wolle es den Fans nun endlich zeigen und vorführen. Wir sind sehr stolz darauf." sagte Gustav.
"Ja und endlich wieder durch Deutschland zu Touren!" sagte Bill und strahlte bei dem Gedanken. Sie mussten die Sauna dann verlassen um sich noch abzuduschen und umzuziehen. Dann fuhren sie zu einem Fernsehstudio, wo sie ein kurzes Interview geben sollten. Lilly schaute Josie beim Stylen zu, da sie schnell machen mussten und keine Zeit für Verbesserungen war, fiel Lilly diesmal aus. Am Abend fuhren sie in das gleiche Hotel zurück. Sie trafen sich alle zusammen in einem kleinen abgetrennten Bereich vom Restaurant. Es war schließlich nur selten Zeit, dass sie alle miteinander zu Abend essen konnten. Lilly bestellte sich einen Teller Pasta mit Soße. Sie saßen alle zusammen, aßen und lachten. Tom saß schräg gegenüber von ihr und stocherte etwas zaghaft in seinem Essen rum.
"Lilly!" rief er ihr zu. Sie sah ihn an. Er zeigte auf sein Essen.
"Wollen wir tauschen?" fragte er und Lilly hielt das zu erst für einen Scherz, aber sah dann das es sein Ernst war.
"Wieso?" fragte sie.
"Ich hatte gedacht, dass es was anderes wäre." sagte er und zog ein angewidertes Gesicht.
"Was hast denn Chinesischer Nudelpfanne gedacht?" fragte sie.
"An diese Nudeln aus dem Schnellimbiss. Die mit Ei und ein bisschen Gemüse."
"Und was ist daran anders?" fragte sie nach.
"Da sind Sachen drin, die ich nicht kenne und Pilze. Ich hasse Pilze!" sagte er rümpfte die Nase.
"Ich mag auch keine Pilze!" antwortete Lilly und Tom verdrehte die Augen. "Na Toll!"
"Frag doch Bill!"
"Der mag die auch nicht." Lilly zuckte mit den Schultern.
"Dann gib her wenn du nicht magst!" sagte Michael und griff nach dem Teller. "Und ich?" fragte Tom als er nichts mehr vor sich auf dem Tisch stehen hatte.
"Bestell dir was neues!" sagte Bill.
"Das dauert dann aber wieder so lange und dann sind alle fertig."
"Dann bestell dir was, was schnell geht!" bot ihm sein Zwilling an, aber Tom schien beleidigt und verschränkte die Arme vor der Brust. Lilly sah auf ihren Teller und stellte ihn zu ihm rüber.
"Hier iss ruhig. Ich mag nicht mehr!" sagte sie und Tom sah sie erstaunt an.
"Echt? Ich will dir nichts wegnehmen!"
"Ja echt. Nun iss!" sagte sie und zwinkerte ihm zu.
"Hast du ein Glück, dass hier jemand noch mitleid mit dir hat." sagte Bill und lächelte Lilly zu. Sie saßen nach dem Essen zusammen und redeten. Lilly hörte sich gespannt die Anekdoten der anderen an. Plötzlich klingelte ihr Handy.
"Hallo?"
"Hey. Hier ist Wayne!"
"Oh hi!" sagte sie und wurde schlagartig rot.
"Warte kurz!" sagte sie zu Wayne und hielt den Hörer zu.
"Ich muss mal eben telefonieren." sagte sie zu den anderen und stand schnell auf.
"Aber keine versauten Sachen!" rief ihr Juan zu.
"Und wenn doch, dann ruf uns dazu!" rief Georg hinterher und lachte. Lilly streckte ihm die Zunge aus und rannte aus dem Zimmer.
"Ach diese Zunge!" lachte er.
"Entschuldige." meldete sich Lilly wieder, als sie auf der Außenterrasse war.
"Schon ok. Ich wollte deine Stimme einfach hören!" sagte er und Lilly lächelte.
"Wie gehts dir?" fragte er.
"Danke gut. Wo bist du gerade?"
"Zu Hause. Also in Berlin genau gesagt. Ich würde dich gerne mal wieder sehen." Lilly´s Herz machte einen Sprung.
"Ich dich auch. Ich hab bald ein paar Tage frei und bin dann wieder zu Hause in Hamburg!" sagte sie.
"Das ist ja super. Meine Agentur ist auch in Hamburg. Ich muss eh bald da vorbei. Wollen wir uns dann sehen?"
"Sehr gerne. Ich denke ab Mittwoch werde ich wieder da sein. Aber nur ein paar Tage. Danach gehts wieder weiter!"
"Kein Problem. Das schaffen wir. Nichts wird mich abhalten!" sagte Wayne und Lilly grinste vor Freude.
"Ok, wie ich gerade gehört habe, warst du gerade mit ein paar Leuten zusammen. Ich will dich nicht aufhalten!"
"Tust du nicht. Wirklich!" sagte Lilly in der Hoffnung, dass Gespräch nur noch etwas zu verlängern.
" Ist ok. Ich wollte nur kurz deine Stimme hören und jetzt gehts mir wieder gut. Wir können heute Abend wenn du Zeit hast noch mal sprechen. Ich warte auf deinen Anruf!" sagte er und Lilly stimmte zu. Sie ging zurück zu den anderen. Als sie das Zimmer betrat, saßen nur Gustav und Bill am Tisch.
"Hey. Wo sind denn alle?" fragte sie.
"In ihre Zimmer gegangen." sagte Bill und nippte an seinem Glas.
"Bleibt ihr noch etwas?" fragte sie die beiden.
"Ja ich kann eh noch nicht schlafen" antwortete Bill.
"Ich auch nicht!" stimmte Gustav zu. Lilly lächelte und setzte sich zu den beiden.
"Und schon fertig mit dem Liebesgeflüster?" fragte Gustav.
"Ja!" sagte Lilly kurz.
"Ach lass dich nicht ärgern. Die sind nur alle eifersüchtig!" meinte Bill. "Eifersüchtig?" fragte Lilly nach.
"Ja, weil wir alle schon lange keine Freundinnen mehr hatten. Na ja oder sagen wir mal ich und Gustav!"
"Ach und Tom und Georg?"
"Die beiden leben in der Hinsicht etwas anders!" sagte Gustav vorsichtig. "Hey, ihr könnt ganz offen reden. Ich bin’s ja nur!" sagte Lilly und hatte gleich nachdem sie den Satz gesagt hatte ein schlechtes Gewissen.
"Also Tom und Georg haben schon mal hier und da ein Mädchen. Es ist bei weitem nicht soviel wie es in den Medien immer heißt, aber öfter jedenfalls als wir beide." sagte Gustav.
"Und wieso habt ihr keine?" fragte Lilly weiter. Bill spielte mit seinem Glas und sah etwas verlegen auf den Tisch.
"Weil es nun mal schwer ist jetzt noch jemanden kennen zu lernen!" sagte er. Lilly merkte, dass ihm das Thema zu nah ging und er sichtlich beschämt war, aber sie musste weiter fragen, auch wenn es ihr wirklich leid tat und sie schon fast hoffte, dass er einfach nicht antworten würde. "Und fehlt es dir?"
"Ja sicher. Aber ich habe oft gar keine Zeit und ich wüsste nicht wie ich da noch Zeit für eine Freundin haben sollte. Aber manchmal fehlt es wirklich sehr." sagte er und starrte auf das Glas in seiner Hand.
"Wünscht du dir dann manchmal, dass es mit TH nicht so geworden wäre?" fragte sie und Bill sah sie völlig fassungslos an.
"Nein. Niemals. TH ist alles was ich bin und immer sein werde. Es ist ein großer Teil von mir und niemals würde ich diesen wieder hergeben." Lilly schluckte.
"Ok. Entschuldige!" sagte sie.
"Schon ok. War doch nur eine Frage!" sagte Bill und lächelte.
"Wann erfahren wir denn endlich mal von deinem geheimen Geliebten?" fragte Bill.
"Ähh Nie!" sagte sie und grinste.
"Irgendwann kommts eh raus." sagte Gustav und Lilly zuckte mit den Schultern.
"Abwarten!"
"Was machst du in den Tagen wo du nicht arbeiten musst?" fragte Bill. "Mhh mit Freunden treffen und ausschlafen."
"Und mit deinem Schatz treffen!" unterbrach sie Gustav. Lilly grinste frech. "Wer weiß!" sagte sie.
"Aber du scheinst glücklich zu sein, dass finde ich schön!" sagte Bill und Lilly nickte.
"Das bin ich." Sie unterhielten sich noch etwas über das Interview und den nächsten Tag und gingen dann auch schlafen. Die nächsten Tage waren wieder mit Terminen zugestopft. Es gab kaum freie Minuten und Lilly hatte langsam Angst, dass sie nicht nah genug an die Jungs rankam. Bisher hatte sie zwar schon ne menge Material über sie, aber nichts was den Artikel einzigartig machen würde. Sie sprach jeden Abend mit Wayne und freute sich immer mehr auf ihr Wiedersehen. Ihr fiel es gerade vor ihm schwer ihre Tarnung aufrecht zu erhalten, aber sie konnte ihm noch nichts erzählen und musste die kleine Stylisten Azubine spielen. Ob sie wollte oder nicht. Sie schickte Robert fast täglich Emails mit dem Stand der Dinge. Und auch bei Robert merkte man die Anspannung. Immer wieder machte er ihr klar, wie viel von ihr und ihrem Erfolg abhing. Sie musste einfach noch tiefer bohren, musste noch mehr fragen. Doch dann waren erst mal die freien Tage da. Sie verabschiedete sich kurz bei der Band. Was ihr einerseits sehr leicht und doch sehr schwer fiel. Denn sie musste zugeben, dass ihr die Jungs schon ziemlich ans Herz gewachsen waren und genau aus dem Grund war sie auch froh, dass sie von ihnen getrennt wurde. So konnte sie sie ein paar Tage in ruhe lassen. Erleichtert und doch traurig fuhr sie nach Hause. Es war keiner zu Hause und sie hatte etwas Zeit für sich alleine. Am Nachmittag wollte sie sich mit Wayne treffen und sie starb schon jetzt vor Aufregung. Sie versuchte sich abzulenken, aber das gelang ihr nicht. Sie wollten sich in einem Cafe treffen. Als Lilly sich auf den Weg machte, fühlte sie wie weich ihre Knie vor Aufregung geworden waren. Sie näherte sich dem Cafe und gleichzeitig stieg ihr Puls mit jedem Schritt den sie näher kam. Sie versuchte ihre Atmung zu kontrollieren. Sie stand dann vor der Tür und setzte den ersten Fuss ins Restaurant. Sie sah sich um und erblickte ihn in der letzten Reihe in der Ecke. Er trug ein Mütze, damit er nicht sofort auffiel. Er winkte ihr zu und Lily ging froh auf ihn zu.
"Hallo!" sagte er und begrüßte sie mit einem Küsschen auf die Wange. "Setz dich bitte!"
"Danke!" sagte Lilly.
"Du siehst toll aus." sagte Wayne und hielt ihre Hand über dem Tisch. Lilly sah verlegen zu Boden.
"Was möchtest du trinken?" fragte er.
"Ein Cappuccino bitte!" Wayne bestellte für sie und Lilly fiel es schwer ihren Blick von ihm zu nehmen. Als er sich ihr wieder zu wandte, sah sie beschämt weg. Hoffentlich hat er nicht bemerkt wie ich ihn angestarrt habe, dachte sie und wurde bei dem Gedanken rot.
"Ich bin wirklich sehr froh, dass wir uns treffen konnten."
"Ich auch. Wie lange bist du in Hamburg?" fragte sie.
"Die nächsten zwei Tage. Ich hoffte wir könnten uns dann wieder sehen wenn es dir passt."
"Ja klar!" sagte sie etwas zu stürmisch und lächelte verlegen. "Entschuldige. Gerne!" Er grinste.
"Das freut mich!". Wayne erzählte über seine nächste Arbeit bei einem Dreh für eine neue Serie und Lilly war fasziniert von seiner Art. Er schwenkte weit mit den Armen aus wenn er etwas erzählte. Sie klebte förmlich an seinen Lippen. 2 Stunden später, entschieden sie noch ins Kino zu gehen. Sie verließen das Cafe und der Wind blies ihnen um die Ohren. Lilly musste ihren Schal festhalten, damit er nicht wegflog. Wayne griff nach ihrer Hand und zog sie mit sich. Sie fuhren in seinem Auto zum Kino. Sie sahen sich eine Komödie an, aber sie brachten sich Selbst die ganze Zeit zum Lachen, so dass sie nichts vom Film mitbekamen. Lilly fühlte ich sehr wohl bei ihm und hatte das Gefühl, dass er der richtige für sie sein könnte. Er war zwar etwas älter als sie, aber genau das machte ihn auch so unwiderstehlich. Er war schon so viel gelassener und einfach vernünftig. Nicht wie die Jungs die sie vorher hatte.
"Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht, wie mit dir!" sagte Wayne und sah ihr tief in die Augen. Sie lächelte.
"Du hast mich wirklich verzaubert." Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und kam ihrem Gesicht immer näher. Sie schloss die Augen, wartend auf den Moment, wenn sich ihre Lippen endlich trafen. Er legte seine Hand in ihren Nacken und gab ihr einen sanften und romantischen Kuss. Lilly gab sich ihm völlig hin und hatte sich schon lange nicht mehr so begehrenswert gefühlt. Sie gingen Hand in Hand zum Auto.
"Ich fahr dich dann mal nach Hause!" sagte er und wollte ihr gerade die Tür öffnen.
"Was ist wenn ich noch nicht nach Hause will?!" fragte sie und legte ihre Arme um seinen Hals.
"Wo willst du hin?" fragte er. Sie gab ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. "Zu dir!" sagte sie und Wayne lächelte.
"Wie du möchtest!" Er hielt ihr die Tür auf und fuhr dann zu seinem Hotel. Es war ein sehr schönes kleines ruhiges Hotel. Sie wartete am Fahrstuhl, als er den Schlüssel holte. Er nahm sie an die Hand und sie stiegen in den Fahrstuhl. Außer ihnen war niemand da. Lilly nutzte die Gelegenheit und legte ihre Arme um ihn. Sie küsste ihn vorsichtig und sanft und ließ ihre Hand durch sein Haar fahren. In seinem Stockwerk angekommen, stolperten sie mehr aus dem Fahrstuhl und gingen lachend zu seiner Zimmertür. Sie trat ein und Wayne schloss hinter ihm ab. Er drehte sich um und schon in dem Moment drückte ihn Lilly gegen die Wand. Sie konnte sich kaum noch beherrschen und zog in einem wilden Kuss ihre und seine Sachen aus.
"Du bist einfach unglaublich. Ich weiß nicht womit ich dich verdient habe!" sagte er und Lilly legte einen Finger auf seine Lippen.
"Psst." sagte sie und zog ihm zum Bett. Am nächsten Morgen wachte sie in einem leeren Bett auf. Er war nicht da und ihr erster Gedanke war, dass es doch alles nur eine Show war, aber gleich darauf hörte sie die Dusche. Sie schlüpfte unter der warmen Bettdecke hervor und lief schnell ins Badzimmer. Die Dusche hatte fast durchsichtige Wände und so konnte sie ihn beim Duschen beobachten. Sie tapste leise näher heran und kletterte zu ihm hinein. Auch die nächsten beiden Tage verbrachte sie mit Wayne. Größtenteils im Hotelzimmer, aber sie waren auch Essen und spazieren. Lilly war so glücklich wie lange nicht mehr und sie wusste, dass das zwischen ihr und ihm etwas besonderes war. Am letzten Tag wünschte sie mit ihm gehen zu können, aber sie hatte ja noch eine Aufgabe und auch er musste arbeiten. Also fuhr er sie nach Hause und sie verabschiedete sich am Auto.
"Wir sehen uns bald wieder!" sagte er und küsste sie. Lilly unterdrückte ihre Tränen um es ihm nicht noch schwerer zu machen. Sie nickte tapfer und winkte ihm zu bis sie das Auto nicht mehr sah. Als sie das Haus betrat, löcherten ihre Eltern sie wegen dem fremden Mann und wie sie ihn kennen gelernt hatte und so weiter. Lilly ging einfach in ihr Zimmer und schloss hinter sich ab. Sie konnte jetzt einfach nicht darüber sprechen. Zu sehr vermisste sie ihn schon jetzt. Sie versuchte die letzten zwei freien Tage an ihrem Artikel zu arbeiten, aber es gelang ihr einfach nicht. Entweder musste sie an Wayne denken oder es fehlte ihr einfach eine Idee.

Sie hatte noch ca. 3 Monate Zeit um die Jungs auszuquetschen und sie nahm sich vor, genau dies dann endlich zu tun wenn sie wieder mit ihnen zusammen war. In einer Woche sollte das neue Album erscheinen und es standen eine Menge Pressetermine und Auftritte auf dem Terminkalender. Lilly war heilfroh, als ihre freien Tage vorbei waren. Sie sprach zwar täglich mit Wayne, aber das Rumsitzen, hatte sie verrückt gemacht. Sie fuhr zuerst zum Studio von Juan um sich dort mit den anderen zu treffen. Sie freute sich zu ihrer Überraschung total auf die Jungs. Sie fuhren dann vom Studio gleich weiter zum Tonstudio wo sie sich mit der Band treffen sollten. Lilly wusste nicht wie ihr geschieht, aber sie war total hibbelig, als sie auf das Haus zu fuhren. Sie sahen die Jungs und die Produzenten schon auf dem Hof vor dem Van stehen. Lilly sprang aus dem Auto als es hielt und sprang zu erst Bill dann Tom und danach Gustav und Georg in den Arm. Sie waren sichtlich überrascht von dieser stürmischen Begrüßung.
"Na da hat uns aber jemand vermisst!" lachte Tom. Lilly grinste. Sie war einfach glücklich. Sie fuhren zu einem Pressetermin. Dort sollte ihr neues Album vorgestellt werden. Lilly hatte schon mal reinhören dürfen und fand es sehr gut. Man merkte, dass sie vom 1. bis zum 2. Album persönlich als auch künstlerisch gewachsen waren. In dem kleinen Aufenthaltsraum, begann Lilly die Jungs kurz zu pudern und half Bill seine Haare in Griff zu kriegen. Sie wünschten ihn noch viel Glück und war mindestens genauso nervös wie die Jungs als sie die Treppen zur Bühne erklommen. Sie stellten sich den Fragen der Reporter und das eine ganze Stunde lang. Als sie wieder zurück kamen, sahen sie geschafft aber glücklich aus.
"Es schien so als ob das Album gut angekommen ist. Aber am wichtigsten ist, was die Fans sagen!" meinte Bill.
"Sie werden begeistert sein!" sagte Lilly und lächelte ihm zu. Sie fuhren gleich nach dem Pressetermin weiter zu ihrem Hotel. Sie machten einen Tag Aufenthalt in einer anderen Stadt und fuhren dann zum nächsten Auftritt weiter. Lilly hatte sich schon lange an das Leben aus einem Koffer gewöhnt und sie fand es nicht schlecht. Als sie im Hotel angekommen waren, rief sie zunächst Wayne an um ihm zu sagen, dass sie gut angekommen war. Er war wie immer sehr lieb und Lilly wünschte sich wie immer, dass er gleich durchs die Tür treten würde.
"Kommt ihr auch zu der Preisverleihung in einer Woche nach Berlin?" fragte Wayne.
"Ja sicher. Bist du auch da?" fragte Lilly hoffend.
"Ja wahrscheinlich!"
"Das wäre ja toll. Ich vermisse dich schon so sehr."
"Ja ich dich auch. Du ich muss jetzt auflegen. Wir hören uns bald wieder!" sagte er und schon war er weg. Lilly vermisste ihn wirklich sehr und es tat ihr weh, dass sie ihn nur so selten sehen konnte. Um sich abzulenken, entschloss sie sich die Jungs aufzusuchen. Sie klopfte bei Gustav, aber niemand öffnete und auch bei Bill machte niemand auf. Bei Georg hatte sie dann Glück und natürlich fand sie auch die restlichen drei in seinem Zimmer. Es war ein recht großes Zimmer mit einem Doppelbett und einer kleinen Sofaecke.
"Ja den Luxus hatten wir nicht immer!" sagte Georg und setzte sich auf das Sofa. Bill hatte es sich auf dem Bett und Tom auf dem Sessel bequem gemacht. Gustav saß vor dem Bett auf dem Boden und sah zusammen mit Bill in den Laptop.
"Mir ist langweilig!" sagte Lilly und Georg deutete auf den Platz neben ihn. Sie setzte sich. Tom beschäftigte sich gerade damit Weintrauben in die Luft zu schmeißen und mit seinem Mund wieder zu fangen. Also drehte sich Lilly zu Georg und sah ihn erwartungsvoll an.
"Was? Ich habe nur gesagt, dass du dich her setzten sollst. Nicht das ich dich unterhalte!" Lilly zog einen Schmollmund und sackte auf dem Sofa zusammen. Da hätte sie ja auch bei sich im Zimmer bleiben können, dachte sie.
"Hey nicht schmollen!" sagte Tom und warf eine Weintraube auf sie.
"Ey hör auf!" sagte sie und warf sie zurück. Tom zupfte gleich ein paar mehr ab und warf sie nach ihr.
"Sag mal. Hör auf!" sagte sie und wurde wütend.
"SAG MAL!" äffte sie Tom nach und warf immer weiter. Bill sah sich das ganze an. Lilly hatte irgendwann genug. Sie stand auf und verließ das Zimmer.
"Alter ich glaub jetzt bist du echt zu weit gegangen!" meinte Georg zu Tom.
"Die soll sich nicht so anstellen!" war seine Antwort. Doch schon 2 Minuten später stand Lilly wieder im Zimmer. Mit einem Eimer voller Wasser. Sie ging auf Tom zu und schüttete es in einem hohen Bogen auf ihn. Die drei anderen lachten sich kringelig, aber Tom sah sie bitterböse an. Er war von oben bis unten nass und tropfte.
"Das wirst du bereuen!" sagte er und stampfte aus dem Zimmer. Gustav hielt ihr seine Hand hin und sie schlug ein.
"Sehr gut gemacht!" meinte Georg und Bill kringelte sich noch immer vor Lachen auf dem Bett.
"Du weißt schon, dass er dir jetzt das Leben zur Hölle macht?!" fragte Bill nach dem er sich wieder beruhigt hatte. Lilly zuckte mit den Schultern. "Soll er!" .Georg holte sich ein Bier aus der Minibar und brachte Lilly auch gleich eins mit. Sie war sonst nicht der Biertrinker, aber es passte gerade. Sie legte sich neben Bill aufs Bett und sah wie er über Gustavs Schulter auf den Laptop.
"Was guckt ihr?" fragte sie neugierig.
"Wir gucken ab und zu mal auf die Fan Seiten!" sagte Bill mit einem frechen grinsen.
"Ehrlich? Und was gibts da zu sehen?"
"Unterschiedlich, aber sie geben sich alle immer sehr viel mühe."
"Lest ihr euch mal durch was da steht?" fragte Lilly.
"Eher selten." sagte Gustav.
"Solltet ihr. Ist interessant." Bill sah sie fragend an.
"Was genau denn?" Lilly zeigte ihm ein paar Seiten mit Tokio Hotel Foren. Sie sahen sich die Themen durch. Die Jungs waren amüsiert und auch manchmal geschockt.
"Wie kommen die nur manchmal auf solche Gedanken?" fragte Gustav. "Na ja sie vergöttern euch halt." sagte Lilly und Georg hob stolz den Kopf. "Na ja alle außer Georg!" fügte Lilly hinzu und Gustav lachte, wofür er sich gleich einen Schlag auf den Hinterkopf von Georg einfing.
"Tom kommt gar nicht wieder. Meinst du er ist böse?" fragte Lilly Bill. "Nee! Der ist nur beleidigt! Das geht wieder vorbei!" Lilly hatte gerade ihre Flasche Bier geleert, da stand Georg schon mit der nächsten vor ihr. Er drückte sie ihr in die Hand und stieß seine dagegen.
"Prost!" sagte er. Lilly trank nur selten Alkohol und vertrug ihn nicht sehr gut. Schon nach der dritten Flasche drehte sich alles um sie herum. Sie setzte sich im Bett auf und konnte ihren Kopf kaum halten.
"Alles klar?" fragte Bill nachdem sie schon seit Minuten nichts mehr gesagt hatte.
"Mir ist schlecht."
"Oh aber nicht in mein Bett!" sagte Georg. Bill, der als einziger nichts getrunken hatte, ging ums Bett und legte Lillys Arm um seine Schulter. "Komm wir gehen mal an die frische Luft." sagte er. Sie stolperten zu Gustavs Zimmer, da dieser ein Balkon hatte. Bill stellte einen Stuhl auf den kleinen Balkon und setzte Lilly dort ab. Er kniete sich vor sie.
"War ein bisschen viel!" sagte er. Lilly kicherte.
"Soll ich dir mal ein Glas Wasser holen?" fragte er.
"Nein. Nicht alleine lassen!" sagte sie und legte ihren Kopf auf die Brüstung des Balkons. Sie schloss die Augen.
"Hey nicht schlafen. Du willst doch nicht erfrieren!" sagte er. Lilly öffnete sie wieder.
"Du hast soo schöne Augen!" sagte sie und Bill lächelte und sah zu Boden. "Danke. Obwohl mir das Kompliment besser gefallen hätte, wenn du es nicht im Suff gesagt hättest!" sagte er. Lilly kicherte.
"Suff ist ein lustiges Wort!" Bill grinste.
"Ja stimmt!"
"Meinst du Tom ist mir böse?" fragte sie.
"Nein. Mach dir keine Gedanken!"
"Weißt du was ich richtig sch***e finde?!" fragte Lilly und beugte sich zu ihm nach vorne.
"Na was denn?" fragte Bill und musste über sie einfach lachen.
"Telefone!" sagte sie.
"Wieso denn? Die sind doch sehr praktisch." sagte er.
"Nein, aber wenn es keine Telefone geben würde, dann würde sich dein Freund viel mehr Mühe geben, dich schnell zu sehen, weil er dich ja sonst nie sprechen kann. Und weil es jetzt Telefone gibt, ist der Drang den anderen zu sehen nicht ganz so groß!" sagte sie. Bill lächelte.
"Ja du hast Recht. Also nieder mit den Telefonen!" sagte er und hob wie bei einer Kampfansage die Faust.
"Ja nieder mit den Telefonen!" wiederholte Lilly.
"Wollen wir wieder rein?" fragte Bill und versuchte Lilly aufzustellen, aber diese sackte gleich wieder zusammen.
"Mir ist soo übel!" jammerte sie.
"Wir können aber nicht die ganze Nacht hier bleiben." sagte Bill.
"Schade. Ich mag dich!" sagte sie. Bill lächelte.
"Ich dich auch und darum muss ich dich reinbringen, weil du sonst erfrierst!"
"Ok!" sagte sie und stolperte ihm entgegen.
"Weißt du, was mir gerade auffällt?" fragte sie als er sie zu ihrem Zimmer führte.
"Was denn?" fragte er.
"Das du süß bist!" antwortete sie.
"Mhh ich weiß nicht so recht ob ich das als Kompliment sehen kann wenn du das erst bemerkst wenn du betrunken bist." sagte er und grinste. Er stellte sie kurz an der Wand ab.
"Bleib kurz stehen!" sagte er und holte ihren Schlüssel aus ihrer Hosentasche. Er legte ihren Arm um seine Schulter.
"So gleich geschafft!" sagte Bill. Auf dem Bett setzte er sie ab.
"Ich geh dann mal. Schlaf gut!" sagte er.
"Warte." sagte Lilly. Sie deutete ihm, dass er näher kommen sollte.
"Du bist immer süß nicht nur wenn ich betrunken bin." sagte sie und Bill lächelte.
"Danke!" Dann ließ sie sich nach hinten fallen und Bill ging aus dem Zimmer. Er musste lächeln. Sie hatte ihm von Anfang an gefallen und er mochte sie immer mehr. Doch mehr als Freundschaft ging nicht. Nicht im Team. Das gab nur Ärger. Aber er musst zugeben, dass sie einfach zuckersüß war und er sich schon in sie verguckt hatte. Er ging zurück zu Georgs Zimmer und sagte den beiden kurz Gute Nacht. Dann verzog er sich auch zum Schlafen in sein Zimmer.
Am nächsten Morgen wachte Lilly mit einem dicken Kopf auf. Sie fühlte sich einfach nur schlecht und konnte sich an kaum was erinnern. Sie wusste nur, dass sie mit Bill auf dem Balkon war, aber was hatte sie gesagt? Oh Gott hoffentlich hatte sie sich nicht peinlich gemacht, dachte sie. Sie krabbelte auf allen vieren unter die Dusche und wurde dann langsam etwas wacher und fitter. Sie versuchte sich krampfhaft an den letzten Abend zu erinnern, aber es gab immer nur Bruchteile die sie zurück bekam. Irgendwas mit Telefonen hatten sie besprochen. Telefone? Was war denn da noch gewesen, überlegte sie. Sie holte sich eine Tablette aus ihrem Koffer und zog sich langsam an. Sie hatte Angst davor Bill und den anderen wieder gegenüber zu treten. Wer weiß, was sie getan oder gesagt hatte. Doch es führte nun nichts daran vorbei. Sie überschminkte noch die letzten Reste der Nacht und machte sich auf den Weg zum Frühstück. Sie sah kurz um die Ecke und erblickte gleich die vier Jungs am Frühstückstisch. Sie ging langsam auf sie zu. Als sie am Tisch ankam, blickten alle kurz auf.
"Guten Morgen." kam es von allen, außer von Tom. Lilly setzte sich neben Georg und nahm eine Schüssel Müsli. Sie traute ich nicht zu fragen, was gestern Abend noch alles gewesen war und löffelte ihren Müsli vor sich hin. Sie bemerkte, dass sie Tom von der Seite aus immer wieder böse ansah.
"Und Kater?" fragte Gustav und grinste. Lilly ließ vor Schreck den Löffel in die Schale fallen.
"Geht. War ich schlimm?" fragte sie und alle blickten auf den Tisch.
"Sagt schon. Bitte!" flehte sie.
"Na ja also bis auf den Strip auf meinem Bett und die kurze Comedy-Einlage war eigentlich nichts schlimm!" sagte Georg. Lilly sah ihn geschockt an.
"Strip?" wiederholte sie und hatte kaum Stimme.
"Oh Gott. Das tut mir so leid!" sagte sie und versteckte ihr Gesicht in ihren Händen.
"Hey uns hat es jetzt nicht so gestört!" sagte Georg. Lilly sah ihn vorwurfsvoll an.
"Wieso habt ihr mich nicht gestoppt?" fragte sie ihn.
"Haben wir ja versucht, aber du hast dich ja gleich jedem an den Hals geschmissen, der dir zu nahe kam." Lilly sank immer mehr auf ihrem Stuhl zusammen. Bill sah Georg kurz an. Georg verdrehte die Augen. "Hey. War nur Gag!" sagte er und Lilly sah ihn ungläubig an.
"Wie jetzt?" "Ja du warst nicht schlimm. Dir war schlecht und ich habe dich kurz auf den Balkon gebracht und danach in dein Zimmer!" sagte Bill. Lilly sah Georg wütend an. Sie schlug auf ihn ein und er hob schützend seine Arme.
"Gnade! Gnade!" bettelte er. Nachdem sich Lilly an ihm abgeregt hatte, setzte sie sich wieder hin. Tom sah sie grinsend an.
"Na das gefällt dir ja wieder oder?" fragte sie und er nickte eifrig.
"Und wie!" lachte er. Als sie zu Ende gefrühstückt hatten, gingen sie wieder zu ihren Zimmern. Lilly blieb stehen und wartete auf Bill.
"Sag mir bitte ehrlich, wenn ich etwas gesagt oder getan habe, was nicht passend war." sagte sie. Er legte seine Hände auf seine Schultern.
"Du warst wirklich süß. Mach dir keine Sorgen!" sagte er und ließ Lilly stehen. Wie meinte er das? Wie meinte er süß? fragte sie sich. Diesen Tag verbrachten sie im Hotel um dann am nächsten Tag fit zum nächsten Auftritt fahren zu können. Lilly rief als sie wieder auf dem Zimmer war, Wayne an und sie redeten eine weile miteinander. Doch Lilly hatte das Gefühl, dass er keine Zeit hatte und er wirkte sehr abwesend. Also beendete sie das Gespräch und war noch viel deprimierter als vorher. Es klopfte und Tom kam rein.
"Kommst mit Billard spielen?" fragte er.
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