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von Judy-BoE    erstellt: 31.01.2010    letztes Update: 28.04.2010    Geschichte, Allgemein / P12    (abgebrochen)
Hallo zusammen! Herzlich Willkommen zu meiner Story!

Einige werden sich vielleicht wundern, da das ganze ihnen vertraut vorkommt. Das kann durchaus sein. Ich habe diese Story letztes Jahr schon einmal angefangen unter dem Titel "Und wenn du denkst es geht nicht mehr" zu posten, zwischendrin aber den Faden verloren.
Jetzt habe ich sie von Anfang an noch einmal überarbeitet, auch wenn die Änderungen manchmal wirklich nur minimal sind.

Die Geschichte fängt im Dezember 2009 an und erstreckt sich über ungefähr ein Jahr. Im Moment sind ca. 15 Kapitel fertig und ich bin bis Anfang Januar 2010 gekommen. Ihr seht, dies wird eine etwas längere Story.
Also sorgt dafür, dass ich durchhalte, ich möchte eure Kommentare lesen!

Viel Spaß!


Bei dieser Geschichte handelt es sich um reine Fiktion. Alle Personen, mit Ausnahme von Isabella, gehören nur sich selbst.

~~~~~~~~~~


„Sugar, oooh oh oh mmh honey honey, you are my candy girl and you got me wanting you“, gut gelaunt, angesichts des bevorstehenden Skiurlaubs, sangen Thomas und Isabella diesen Oldie der Archies mit. Eine Stunde zuvor, an diesem regnerischen Abend Mitte Dezember, hatten sich Isabella und ihr langjähriger Freund Thomas auf den Weg von Stuttgart nach Österreich gemacht.

Kurz vor München überholte Thomas gerade einen Reisebus, als Isabellas Blick auf diesen fiel. „Schau mal, ist das nicht der Bus des FC Bayern? Die haben bestimmt heute Mittag gegen den VfB gespielt.“ doch Thomas kam gar nicht mehr dazu zu antworten. Vor ihnen wurde es auf einmal blendend hell. „Vorsicht!“ schrie Isabella und kniff vor Schreck ihre Augen zu, während Thomas auf die Bremse stieg. Von vorne kam ein Auto rasend schnell auf sie zu und neben ihnen war der Bus, es gab keinen Ausweg. „Scheiße!“

Es krachte, alles drehte sich. Sie wurden in ihren Sitzen hin und her geschleudert.
Auf einmal war alles ganz ruhig.
Isabella hing benommen in ihrem Gurt. Sie fühlte sich wie in eine dicke Schicht Watte gepackt. Es war so unwirklich, so still. Sie fühlte nichts, erleichtert wollte sie aufatmen, es war wohl noch recht glimpflich ausgegangen. Doch plötzlich war die Watte weg. Sie hörte den Regen auf das Autodach trommeln. Stechende Schmerzen in ihrem Rücken und in der Brust brachten sie zurück in die Realität. Das Licht, der Bus, sie konnten nicht ausweichen. Was war mit Thomas?
„Thomas!?“ krächzend rief sie nach ihrem Freund. Sie öffnete ihre Augen und blickte sich suchend um. Thomas hing in seinem Sitz und lehnte den Kopf gegen das kaputte Fenster. Über sein Gesicht lief ein Rinnsal hinab und färbte seinen Hemdkragen langsam ganz dunkel. Blut! Isabella rüttelte an seiner Schulter, „Thomas, hey, sag doch was bitte!“, rief sie immer panischer.

„Hallo, hörst du mich?“, ein Klopfen an der Scheibe, jemand rüttelte an der Tür. Isabella schreckte auf, drehte sich um. Mehrere Männer versuchten verzweifelt die Tür aufzubekommen. Sie gab endlich nach. Einer der Männer beugte sich zu ihr ins Auto. „Hey, hörst du mich? Keine Angst, Hilfe ist unterwegs.“
„Thomas, er antwortet nicht, was ist mit ihm? Helft ihm.“ schluchzte Isabella. „Seht mal nach dem Fahrer und schickt MüWo her.“ rief der Mann zu seinen Kollegen. „Schhht, beruhig dich die anderen kümmern sich um ihn. Ich bin Philipp. Wie geht’s dir, tut dir was weh?“ fragte er und streichelte ihr dabei beruhigend über den Arm.
„Isabella, ich heiße Isabella.“ stellte sich Isabella vor.
„Ok, Isabella. Hast du Schmerzen?“
„Ja, mein Rücken und hier auch.“ dabei legte sie die Hand unterhalb des Brustbeins auf ihren Bauch.
„Unser Arzt kommt bestimmt gleich zu dir. Er kümmert sich gerade um deinen Freund. Nein! Schau mich an.“ hinderte er Isabella daran ihren Kopf zu drehen. „Die Feuerwehr und ein Notarzt kommen bestimmt bald. Die können sich dann noch besser um deinen Freund kümmern und du kommst dann auch schnell hier raus.“ „Was ist denn mit deinem Bein los? Bist du da auch verletzt?“, mit Entsetzen hatte Philipp einen großen Blutfleck auf ihrem rechten Oberschenkel entdeckt.
Isabella schaute ganz irritiert an sich herunter. „Was?! Ich weiß nicht, nein, das tut nicht weh, “ stammelte sie und schaute Philipp mit ihren großen blauen Augen Hilfe suchend an.
Neben diesem hatte sich gerade ein älterer Mann hingekniet. „Hallo Isabella, ich bin Dr. Müller-Wohlfahrt. Hast du irgendwo Schmerzen?“ fragte er Isabella und musterte sie dabei aufmerksam.
„Im Rücken und Bauch am meisten. Es ist so kalt.“ antwortete sie zitternd.
„Du kriegst gleich eine Decke. Bewegst du mal bitte deine Beine für mich.“ forderte MüWo sie auf.
„Es geht nicht!“, sagte sie leise, „Ich kann sie nicht spüren!“, Isabella bekam Panik. Hilflos blickte sie sich um und fixierte dann wieder Philipps Augen, der immer noch neben dem Arzt kniete und mittlerweile vom Regen völlig durchnässt war. Er ergriff ihre Hand und versuchte ihr so ein wenig Halt und Zuversicht zu geben.
MüWo fuhr mit seinen Händen ihre Beine entlang nach unten. „Keine Angst, deine Beine sind eingeklemmt, deswegen kannst du sie auch nicht bewegen. Die Feuerwehr ist bestimmt gleich da und befreit dich.“ versuchte er die Verletze zu besänftigen. „Wo genau tut dir dein Bauch weh? Darf ich mal sehen?“ Nach einem zustimmenden Nicken schob er ihren Pulli nach oben und tastet den Bauch ab. Am Rande des linken Rippenbogens bildete sich langsam ein blauer Fleck und bei der Berührung stöhnte Isabella schmerzerfüllt auf. MüWo zog sofort seine Hand zurück. Stattdessen schnitt er mit einer scharfen Schere die Jeans an Isabellas Oberschenkel auf, um die Ursache des Blutes festzustellen. Als er die blutigen Ränder zur Seite schob, sog Philipp zischend die Luft ein. Zum Vorschein kam eine blutende Wunde, aus der ein Stück des Oberschenkelknochens hervorragte. Schnell verband er die Wund und polsterte das Knochenfragment ab, um es vor unbeabsichtigten Berührungen zu schützen. Dann deckte er sie mit einer kuscheligen knallroten Decke des FC Bayern zu, die einer der hilflos herumstehenden Spieler besorgt hatte.

Zwischenzeitlich hatten mehrere Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte den Unfallort erreicht. „Isabella, der Notarzt ist jetzt da, ich besorg mal etwas gegen deine Schmerzen.“ MüWo erhob sich und eilte auf den Notarzt zu, um ihm einen Überblick über die Lage zu geben. „Bleib bei ihr, lenk sie ab.“ wies er Philipp im Weggehen noch an.

Während der Untersuchung hatte Isabella ihre Augen geschlossen. Philipp sprach sie sanft an und streichelte über ihren Handrücken. „Hey Isabella, schau mich mal an!“ Träge öffnete sie ihre Augen und hatte Mühe sie offen zu halten. „Wo wolltet ihr eigentlich hinfahren?“
„Österreich … Skifahren“ antwortete sie stockend. „Wir wollten meinen Abschluss feiern.“
„Deinen Abschluss? Hast du studiert?“ erkundigte sich Philipp neugierig.
„Ernährungswissenschaften in Stuttgart“
„Echt? Das ist bestimmt interessant. Und was arbeitest du jetzt?“
„Nichts, kein Job.“ Isabella fiel es immer schwerer die Augen offen zu halten. Die Schmerzen und die Kälte kosteten viel Kraft. Mittlerweile waren alle Einsatzkräfte eingetroffen. Nach dem Okay des Notarztes fingen sie an, Thomas aus dem Auto zu befreien. Es knirschte und quietschte ohrenbetäubend.
„Huch, was ist los?“ erschrocken riss Isabella die Augen wieder auf.
„Keine Angst, die Feuerwehr befreit gerade Thomas. Du bist auch gleich frei.“ beruhigte Philipp. „Schau, hier kommt MüWo mit dem Schmerzmittel für dich.“
In der Tat erschien gerade der Mannschaftsarzt hinter ihm und Philipp machte Platz.
„Isabella, gibt mir mal bitte deine Hand“, forderte der Arzt sie auf, „ich leg dir jetzt einen Zugang und dann bekommst du etwas gegen die Schmerzen.“
Doch statt den Griff um Philipps Hand zu lösen, streckte Isabella ihre linke Hand aus. MüWo ergriff sie, löste einen Gegenstand aus ihrer Faust und drückte ihn kurzerhand Philipp in die Hand. Dann legte er wie angekündigt einen Zugang und verabreichte ihr ein Schmerzmittel. Zudem schloss er einen Beutel Kochsalzlösung an, da Isabella doch einiges an Blut verloren hatte. „Halt mal!“ forderte er Philipp auf und streckte ihm den Beutel entgegen. Nachdem er ihr noch eine Halskrause angelegt hatte, erschienen Feuerwehrleute um Isabella aus dem Auto zu befreien. Einer trat an die Gruppe heran.
„Hallo, ich bin von der Feuerwehr, wir holen Sie jetzt da raus.“ Mit einem forschen „ich übernehme das jetzt mal“ an Philipp, nahm er ihm die Infusion ab, doch Isabella wollte Philipps Hand partout nicht loslassen.
„Na gut, dann halten sie mal die Decke hier!“, wies er den Fußballspieler unwirsch an.
Mit der Decke wurde Isabella vor eventuell herumfliegenden Glassplittern geschützt. Nach einigen Minuten hatten sie den eingedrückten Kotflügel und den Motorblock herausgeschnitten, bzw. weggedrückt und Isabellas Beine waren frei. Bevor sie jedoch aus dem Auto geholt wurde, trat der Notarzt noch hinzu. „Hallo, ich bin hier der zuständige Notarzt. Wir werden dich jetzt aus dem Auto herausheben und dann in ein Krankenhaus bringen. Dafür müssen wir dich aber recht viel bewegen. Deshalb gebe ich dir jetzt erstmal noch ein stärkeres Schmerzmittel, damit es erträglicher für dich ist.“ erklärte er und verabreichte Isabella eine Spritze. Diese nickte nur zustimmend und fixierte weiterhin Philipps Gesicht, der ihr ein beruhigendes Lächeln schenkte. Doch dann fielen ihr die Augen zu und der Griff um seine Hand lockerte sich.

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Kritik, Kommentare, Lob? Ihr wisst wie es geht!!!
 
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