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von ratz    erstellt: 30.01.2010    letztes Update: 23.04.2010    Geschichte, Romanze / P12 Slash    (abgebrochen)
Danke :*
_______

Kapitel II: Young Forever.


“Mein Kooopf.”
Sich an die Stirn fassend betrat Benny, den Kopf gesenkt, als letzter die Kabine.
Jammernd watschelte er zu seinem Platz und ließ sich darauf fallen.
Erst als er leises Kichern aus einer nicht deutbaren Ecke wahrnahm, hob er seinen Kopf an und schaute umher.
Um ihn herum saßen kichernde Jungs, die seine Jammerei nur belächelten.
Sein Blick fiel direkt auf Patrick, der grinsend in seiner Ecke saß und kicherte wie ein kleines Kind.
Daneben Thorsten.
Er trug zwar ein Grinsen auf dem Gesicht, schüttelte jedoch nur seinen Kopf, anstatt sich über ihn lustig zu machen.
War ja nicht das erste mal, dass er so morgens früh in die Kabine platzte.

“Benny. Sag schon. An was erinnerst du dich noch. Beziehungsweise, an was nicht?”
Benny schüttelte den Kopf.
“Ähm.”
“Also nichts.”
“Wer will mich aufklären, wie ich nach Hause gekommen bin?”
Patrick streckte sich.
“Nachdem du’s mit Nico getrieben hast, hat der sich mit seinem rosanen Smart nach Hause gebracht, dich zu gedeckt und sich neben dich gelegt. Wollte dich aber schlafen lassen und ist so schon eher gegangen.”
“WAS?”
Bennys Kinnlade machte sich dem Erdboden gleich.
Die Jungs begannen, nach einer kleinen Pause, wieder zu kichern.
“Nicht dein Ernst.”
Patrick nickte.
“Oh doch.”
Benny schluckte, schaute erst zu Nico, dann wieder zu Patrick.

“Patrick. Alter. Das war fies.”
Thorsten schnappte sich seinen Schuh und schlug auf ihn ein.
“Was soll das heißen? Hab ich oder nicht?”
“Ich hab dich nach Hause gebracht, hast du meinen Post-IT nicht gefunden?”
“Nö?”
Thorsten schüttelte wieder den Kopf.
“Bauer wie er leibt und lebt.”
Thorsten stand auf und ging auf Benny zu.
“Danke, Alter. War ich so dicht?”
Thorsten nickte.
“Und wie du das warst.”
“Aber so.”, mischte sich Allan ein.
Er hatte neben Thorsten gesessen und ging jetzt ebenfalls auf Benny zu.
“Und schwer warst du. Diät noch nicht so angeschlagen?”
“Allan.”, zischte Thorsten und boxte ihm gegen die Schulter.
“Ich gib dir gleich Diät du Zwerg.”
Allan lief grinsend vor Benny weg, direkt zu seinem Platz um sich die Schuhe zu binden.
“Wohoho. Du hast ihn Zwerg genannt? Dann geb ich dir gleich mal Zwerg. Und das hat sich dann gewaschen.”
Patrick streckte sich und demonstrierte seine ‘Größe’.
“Patrick.”, begann Benny und richtete sich auf. “Du hast se noch im Salz liegen.”
“Ciao ich muss weg.”
Patrick zwinkerte noch einmal und verschwand nach draußen.
Die Jungs grinsten nur noch hinterher.
Dieser Patrick.

Ein Räuspern aus Richtung Tür.
Krüger stand darin und schaute verwundernd hinter Patrick her.
“Was geht mit dem ab?”, meinte er dann.
Er ließ die Augen nicht von dem kleinen, fröhlich pfeifend hüpfendem Schwaben.
“Er hat seine Pillen wieder nicht genommen.”
Krüger grinste, trat dann ganz ein und schloss die Türe hinter sich.
Dann erst viel sein Blick auf die Alkoholleiche auf der Bank, die sich Benjamin Auer zu nennen pflegte.
Krüger war sichtlich geschockt.
“Benny? Oh mein Gott. Junge, wie siehst du aus?”
“Der hat ebenfalls seine Pillen nicht genommen.”
“Halt die Fresse Luk.”
Thorsten verpasste ihm einen Schlag.
“Wofür ich eigentlich hier bin. Wir haben euch ja gestern schon mitgeteilt, dass Allan uns nun offiziell verstärkt.”
Der genannte lächelte in die Runde.
“Ich möchte, dass ihr ihm nicht nur den neuen, sondern auch den alten Tivoli zeigt.
Das würde mir am Herzen liegen.”
“Ich mach das schon.”
Thorsten setzte sich wieder in Bewegung.
Diesmal sank er neben Allan auf seinen Platz.
“Würdest du?”
“Sicher.”
Er berührte sanft dessen Schulter.
“Ihr habt noch ne Stunde, dann fangen wir an. Schafft ihr das?”
“Ne freie Stunde?!”
“Seh es als Eigenverantwortliches Arbeiten.”
“GEIL!”
Kevin sprang direkt auf um ebenfalls aus der Kabine zu stürmen, wurde jedoch von Krüger daran gehindert.
“Das soll nicht heißen, dass du jetzt mit dem Patrick die erst beste Glasscheibe zerstörst, die du finden kannst. Mit euch werde ich Arm!”
Kevin grinste.
“Ich versuchs!”
Und schon war er weg.
Man hörte noch kreischende Geräusche und dann war Stille.
Wie ruhig es doch war, wenn die Quälgeister endlich mal abgeschaltet waren.
Angenehme Ruhe.
So lange, bis wieder etliche kreischende Geräusche in die Kabine vordrangen.
“Hört sich an wie Patrick bei einer Massen-Feder-Ausrupferei durch nicht befriedigten Bruttrieb.“
Die Jungs grinsten breit.
“Ich mach mich dann wieder. Thorsten, beginnt ihr direkt?”
Beide nickten.
Dann zogen sie sich ihre Wintermäntel an und folgten Krüger nach draußen.


Doch anstatt direkt die Reise am alten Tivoli anzutreten, steuerten sie zu Patrick und Kevin, die auf dem Boden saßen und ihre Hände in der Luft herum schlugen.
Thorsten runzelte die Stirn und eilte zu ihnen.
Dort angekommen, bot sich ihm ein Herzzereisendes Bild.
Patrick und Kevin saßen mit einem kleinen Jungen im Schnee und bauten einen, dem Gollum aus Herr der Ringe ähnlichen, kleinen Schneemann, wenn er denn diesen Namen verdiente.
Thorsten lächelte.
“Patrick.”, begann er dann.
Der angesprochene hob den Kopf.
“Mhm?”
“Was bitte macht ihr da?”
Patrick grinste.
“Wir bauen einen Schneemann.”, antwortete der kleine Junge neben ihnen.
“Wer bist denn du?”
Thorsten bückte sich zu ihm herunter.
“Ich bin der Leon”
“Und was machst du..”
“Flooooooooooooooooooo.”
Der kleine Junge sprang auf und lief zu ihm.
“Hey mein Großer.”
Er rannte ihm in die Arme und umklammerte seinen Bauch.
“Hat die Mama dich schon abgegeben?”
“Sie hat gesagt, sie muss weg. Also sollte ich bei denen da bleiben.”
Leon streckte seine Hand aus und deutete auf Kevin und Patrick, die zu zweit im Schnee saßen und an dem Schneemann rumfummelten.
“Echt ey.”
Flo streichelte dem Jungen durch die Haare, löste sich von ihm und humpelte auf die beiden anderen zu.
Diese sprangen direkt aus dem Schnee, als sie den Lockenkopf auf seinen Krücken daher humpeln sahen.
Direkt wurde er von den beiden Winzlingen in die Arme gezogen
Glich alles einer Umarmung der Teletubbies.
Nur, dass die beteiligten keine Antennenartigen Etwasse auf dem Kopf trugen.


“Hey Flo. Alter, wie geht’s dir?”
Nachdem die laufenden Meter von dem Rotschopf abgelassen hatten, zog Thorsten ihn in eine flüchtige Umarmung.
Dann trat er einen Schritt zur Seite und deutete auf Allan.
“Das ist Allan. Er hat gestern seinen Vertag unterschrieben.”
“Allan Jepsen, angenehm.”
Er streckte ihm die Hand entgegen.
Flo löste seine rechte von der Krücke, drückte sie Patrick in die Hände und schüttelte Allans Hand.
“Florian Müller, ebenfalls angenehm.”
Als sich ihre Hände lösten, rupfte Leon an Flos Hand.
“Flo?”, fragte er. “Warum umarmst du den da nicht?”
Die beiden grinsten.
“Den da kenn ich noch gar nicht.”
“Aber du hast ihm doch grade die Hand gegeben.”
“Leon.”
“Was denn?”
“Man gibt Leuten die Hand, wenn man sie begrüßt.”
“Und warum hast du die anderen dann umarmt?”
“Leooon! Du nervst.”
Er grinste.
“Wollen wir mal da drüben gucken gehen? Da steht ne Torwand und Bälle!”
Patrick streckte die Hand zu ihm aus.
“Jaaa.”
Schon löste er sich von der Flo und fasste Patrick an die Hand.
Als sich Kevin dann auch entschlossen hatte, mit zu gehen, fasste Leon ebenfalls an seine Hand.
Ehe sich die drei auch nur umsahen, waren Patrick und Kevin mit Klein Leon schon über alle Berge.

“Herje.”, seufzte Florian. “Er kann schon anstrengend sein.”
Thorsten grinste nur.
“Kinder sind etwas wunderbares.”
In Allan taute wieder seine wahre Gemütslage auf.
Schüttelte jedoch nur schnell den Kopf, um wieder klarere Gedanken fassen zu können.
Dann schaute er zu Flo.
“Dein Sohn?”
Flo grinste.
“Nein, nein. Er ist nur mein Neffe. Der Sohn meiner Schwester, die heute mal wieder keine Zeit hat.”
Er verdrehte die Augen.
“Aber, ich liebe ihn ja schon.”
“Das ist schön.”
Allan lächelte ihn an.
Darauf folgte eine kurze Stille, auf welche ein lautes Klirren folgte.
Die 3 schauten sich verwirrt an.
Dann drangen Krügers Schreie zu ihnen herüber.
“PAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAATRICK!”
Thorsten verzog das Gesicht.
“8.te.”
Die drei grinsten.
“Ich geh mal gucken was da passiert ist, Leon ist ja auch dabei.”
“Und ich zeig dir mal unsern Hexenkessel.”
Thorsten tippte ihn leicht an.
“Viel spaß euch.”
“Dir auch.”
Thorsten grinste.
“Danke. Dir auch.”
“Ja ne ist klar.”
So krückte Flo zum Chaoten Trio und Thorsten vertraute Allan mit den Geheimnissen des Hexenkessels, welcher nicht nur ein Stadion war..

***

“Einfach wunderschön.”
Thorsten und Allan schlenderten vom neuen in den alten Tivoli zurück.
“Ist es. Einfach atemberaubend.”
Allan nickte.
“Warum bin ich erst jetzt gekommen?”
Er grinste und öffnete die Tür des Tores, welche zu den Kabinen führte.
“Ach du je, hörst du das?”
Wortfetzen drangen zu ihnen.
An der Stimmlage erkannten sie direkt, dass es Krüger gewesen war.
Taten jedoch so, als wüssten sie von nichts, als sie grinsend die Kabine betraten.
Alle saßen still auf ihren Plätzen und schauten zu Krüger.
Sich ein wenig Fehl am Platz fühlend schlichen die beiden auf ihre Plätze und horchten ihm.
Dann begann er mit seiner Moralpredigt:
“Also. Noch mal für alle: So kann das nicht weiter gehen. Es kann nicht angehen, dass alle Fott langs ne neue Scheibe her muss. Bin ich hier im Kindergarten oder was.”
“Ein großes Kindergartenkind würd ich mal sagen.”
Alle Blicke auf Patrick.
“EY! Ich hab nichts gemacht. Der Wind, der Ball..und so.”
“Patrick, das war die 8. In vier Monaten.”
“Zwei in einem.”
“EI! Kann klein Patrick schon rechnen.”
“Bäääh.”
Er streckte ihm die Zunge heraus.
“Ich würde sagen, wir bekommen alle mal wieder lecker essen und Patrick muss die Taschen öffnen.”
Allan runzelte die Stirn.
“Immer, wenn Pat etwas zerstört, muss er ein Essen ausgeben! Das ist schon so gut wie Ritual.”
Thorsten grinste.
“Essen. Find ich immer gut.”
“Sagst du bei deiner Figur.”
“Ich esse nun mal gern und viel.”
“Trifft bei mir auch alles zu, nur dass ich mich da nicht so fit halten kann.”
“Mach dich nicht schlecht. Du hast doch ne wunderbare Figur!”
“Nein! Ich bin fett.”
“Wenn du fett bist, zu was zähen wir dann Benjamin?”
“Wen?”
“Benjamin. Auer.”
“Ach, Benny.”
“Sag ich doch.”
“Der ist ne Gruppe für sich.”
Beide lachten.
“So. Ab jetzt! Bin ich froh, dass es auf dem Feld keine Glasscheiben gibt.”
Patrick lachte.
“Aber mein Schuss war perfekt.”
“Perfekt daneben.”
“Genau.”
Sie grinsten, schnappten sich ihre Sachen und trotteten hintereinander, Krüger hinterher, zum Trainingsplatz.
Dem Trainingsplatz.
Allans Zuhause.
Dort, wo er sich wohlfühlte.
Alles herauslassen konnte.
Einfach er sein konnte.
________
Diese Geschichte ist frei erfunden und  alle Personen sind real. Damit gehören sie sich selbst.
Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld.
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