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von Phoebe94
erstellt: 27.01.2010
letztes Update: 25.08.2011
Geschichte, Drama / P16
(pausiert)
Also das hier ist meine erste FF, was aber nicht heißt, dass ich nicht mit Kritik umgehen könnte, klar?
Also bitte schreibt mir Reviews, damit ich mich verbessern kann.
Das erste Kapi hier ist ziemlich lang (na ja, für meine Verhältnisse auf jeden Fall) und bitte gewähnt euch nicht an diese Länge: eig ist ein Kapitel bei mir wesentlich kürzer. Oki, viel Spaß beim Lesen.
LG; Phoebe
Kapitel 1: enfeebled
„Welchen Dämon sollen wir denn dieses Mal jagen, Chris???“ Paige sah ihn genervt an, worauf Phoebe ihr mit dem Ellbogen unsanft in die Hüfte stieß. „Er will doch nur Wyatt helfen…“, zischte die Empathin, der ihr Neffe Leid tat… jedenfalls seit sie wusste, dass er ihr Neffe war.
Chris überhörte den genervten Unterton von Paiges Worten und die von Phoebe ignorierte er völlig, als er antwortete: „Ein Iunkus-Dämon. Es gibt nur sehr wenige davon und sie sind wirklich stark. Ihr braucht ein Elixier und die Macht der Drei für einen Spruch, klar?“
Piper betrat soeben das Wohnzimmer. „Oh nein, muss das sein? Ich muss noch in den Club, kann das vielleicht warten?“ Sie war ebenso abgetan wie Paige und Chris wusste, dass keiner bei dieser Dämonenjagd mitgemacht hätte, wenn Phoebe nichts von seiner Herkunft wüsste.
Denn diese motivierte die beiden Anderen bereits Tatkräftig und Chris war ihr, in dieser Zeit jedenfalls, noch nie so dankbar gewesen:
„Ach, kommt schon, das wird bestimmt witzig!“ okay, sie klang auch nicht wirklich überzeugt, doch der gute Wille zählte.
„Witzig? Sag mal, Phoebe, geht’s dir heute irgendwie nicht so gut?“ Paige musterte ihre große Halbschwester mit hochgezogenen Augenbrauen „Was ist denn bitte an Energiebällen und Platzwunden witzig?“
„Leo kann uns doch schnell heilen!“, warf die Angesprochene wieder ein und auch Chris gab nun seinen Kommentar ab:
„Und von Energiebällen versteht dieser Dämon sowieso nichts.“
Piper legte den Kopf schräg: „Tatsächlich? Und von was versteht dieser Dämon dann etwas?“
Chris hatte eigentlich gehofft, das nicht erklären zu müssen. Denn er ging davon aus, dass die Schwestern dann auf alle Fälle streiken würden. Aber es würde nichts bringen, sie mal wieder anzulügen: „Er… also er beherrscht Telekinese. Und kann Gedanken lesen… Und er kann jedem Wesen Energie abzapfen…“ Den letzten Satz hatte er so beiläufig wie möglich erwähnt, doch natürlich blieb das nicht unbemerkt.
„Abzapfen??“, echote Phoebe und Piper hakte sofort nach: „Etwas genauer, bitte. Also, zu dem <Abzapf> - Teil.“
Der junge Wächter atmete einmal tief durch und erklärte dann: „Iunkus Dämonen sind in der Lage, die magische sowie auch die lebensnotwendige Energie des Opfers zu absorbieren. Für Tage oder Monate, je nach dem wie viel Energie er abzieht, besitzt er dann diese Energie und somit auch die magischen Fähigkeiten des Angegriffenen. Nach und nach kehren beide Energien wieder zu dem Besitzer zurück. Hat der Dämon allerdings genügend Zeit, dann ist es auch möglich, dass er einem ALLE Energie abzieht, was dann den Tod bedeutet…“
Auch diesen letzten Satz hatte er möglichst beiläufig einfließen lassen wollen. Die Schwestern sahen ihn allesamt mit großen Augen an.
„Okay“ Alle Anwesenden sahen zu Piper, die das Wort ergriffen hatte. „Dann vernichten wir diesen Dämonen eben.“, seufzte die Älteste der Drei.
Überrascht und zufrieden nickte Chris und ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht, als er in die entsetzten Gesichter von Phoebe und Paige sah.
Aber bevor diese noch etwas erwidern konnten, meinte Chris: „Spitze, dann… wer von euch macht das Zauberelixier???“
Stille. Unschuldig sahen die Drei zu Boden und keiner machte Anstalten, sich zu erbarmen. „Also gut… dann wird Paige es machen.“, entschied Chris kurzerhand.
„WAS? Wieso muss ich?!?“ Sie schien entsetzt über diese derartige Ungerechtigkeit.
„Weil Piper und Phoebe den Spruch schreiben. In einer Stunde treffen wir uns wieder hier. Ich werde den Dämon mitbringen. Ihr werft das Elixier, sagt den Spruch auf und dann könnt ihr euch von mir aus euren Männern, beziehungsweise“ Er sah Piper an, „Eurer Arbeit widmen. Bis dann.“
Keine der Drei konnte etwas erwidern, denn Chris war auf der Stelle weggeorbt, nachdem er geendet hatte.
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„Also, ich bin dann mal im Club.“ Piper schnappte sich die Schlüssel und lief zur Tür. „LEO!!!“ „Moment, halt!!! Was ist mit dem Spruch?!?“ Phoebe rannte ihrer Schwester entsetzt hinterher. „Du warst doch eben noch Feuer und Flamme! Eben wolltest du diesen Dämonen doch noch unbedingt erledigen!“
„Phoebe, ich bin enttäuscht. LEO!!! Du, als Empathin, hättest doch erkennen müssen, dass ich nur unseren neurotischen Wächter los haben wollte. Soll er sich doch um den Dämon kümmern.“ In diesem Moment tauchte Leo hinter Phoebe auf und sah Piper fragend an. „Was gibt’s?“ „Du musst auf Wyatt aufpassen. Ich verschwinde jetzt. Bis dann“
Die Tür knallte und Piper war weg.
Phoebe gab einen genervten Ton von sich, bevor sie sich zu ihrer jüngeren Schwester umdrehte. „Du… du machst das Elixier aber schon, oder???“
Ein Seufzer, dann „Jaaaa…“ Und Paige verschwand auf den Dachboden.
Leo schien verwundert, doch bevor er nachfragen konnte meinte Phoebe nur „Frag nicht…“. Er befolgte ihren Rat und verschwand ebenfalls nach oben.
„Gut… und ich mach mich dann mal an den Spruch“, sagte die mittlere Schwester zu sich selbst und dann setzte sie sich in Ruhe aufs Sofa, nahm Stift und Papier und legte los.
Phoebe war fertig mit dem Spruch. Er war gut geworden, das würde den Dämon sicher umhauen. Sie warf einen Blick auf die Kuckucksuhr: noch eine viertel Stunde, bis Chris wieder hier sein würde und Piper war noch nicht zurück.
Sie erhob sich um nach Paige zu sehen.
Aber diese war nicht da.
„VERDAMMT!“, kreischte Phoebe, die von plötzlicher Wut gepackt wurde.
Sie lief um den Tisch auf dem Dachboden herum um einen Blick in den Kessel zu werfen: immerhin hatte sie das Elixier gemixt.
Sie polterte die Treppe runter, schnappte sich ihre Autoschlüssel und hastete zum Wagen.
Sie würde Paige sicherlich bei Richard finden und zusammen würden sie dann zu Piper ins P3 beamen. Oh je, hoffentlich schafften sie das noch rechtzeitig…
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Sein Herz hämmerte schneller als gewöhnlich. Er versuchte möglichst ruhig zu atmen. Chris musste sich wohl eingestehen, dass der Dämon nicht so leicht zu besiegen sein würde, wie er den Schwestern gesagt hatte: denn der Iunkus hatte noch Energie, die nicht ihm gehörte, in seinem Körper, und zwar massig. Er konnte jetzt zusätzlich Feuerbälle schleudern, hypnotisieren und bestimmt hatte er noch mehr drauf. Chris war eben aber nur Zeuge dieser zwei und der Telekinese geworden:
Der Dämon hatte einen anderen Dämonen angegriffen und ihn getötet, was hieß, dass er jetzt höchstwahrscheinlich auch Energiebälle schleudern konnte.
Chris sah auf die Uhr an seinem Handgelenk. Während er sich fragte, ob es als Halb-Wächter-Halb-Hexe nicht komisch war, eine Uhr zu tragen, trat er aus seinem Versteck und betrachtete die gut zweieinhalb große, hässliche Gestalt. Das Vieh hatte ihm den Rücken zugedreht. „Hey, du!“, rief Chris möglichst ruhig, um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen.
Der Dämon drehte sich um. Als Chris ihn musterte, lief ihm ein kalter Schauer den Rücken hinunter: Alles an ihm war schwarz. Er trug einen schwarzen Mantel und die Kapuze war ihm tief in sein Gesicht gezogen. Das „Gesicht“ war ebenfalls schwarz und drei Löcher darin dienten wohl als Augen und eine Art Mund.
Am Rande bemerkte er die Abwesenheit einer Nase, dann stürzte der Riese auch schon auf ihn zu.
Schnell beamte Chris sich zurück ins Halliwell-Haus.
Mitten im Wohnzimmer materialisierte er sich wieder.
„Piper, Paige, Phoebe! Hallo?!? Der Dämon kommt!!!“ Keine Antwort. Im Haus war es still.
Er rief die Schwestern noch einmal, aber niemand reagierte.
Oh verdammt, dachte er nur; im nächsten Augenblick erschien auch schon der Dämon vor ihm.
Langsam trat er einige Schritte zurück.
Der Dämon hob den Arm, doch bevor er seine telekinetischen Kräfte einsetzen konnte, machte Chris eine schnelle Bewegung mit Seinem. Die Bestie krachte gegen die Wand, doch es (oder er) schien keine Verletzungen davon getragen zu haben.
„PAIGE!“, brüllte er, in der Hoffnung, der Wächter des Lichts in ihr würde ihn hören. Doch leider war er ihr Wächter, und nicht andersherum, also konnte er das auch vergessen. Der Dämon richtete sich wieder auf, als er auch schon erneut weg geschleudert wurde, diesmal gegen die Kuckucksuhr, die unter lautem Krachen zersprang.
Noch einmal hob Chris den Arm, doch diesmal war der Iunkus schneller und Chris segelte in hohem Bogen durchs Zimmer und landete mitten im Glasschrank an der Wand.
Der Schrank und auch Chris brachen zusammen. Der Wächter wurde unter Scherben begraben und spürte einen stechenden Schmerz in seinem Rücken.
Ihm war wahnsinnig schwindelig und am Rande bemerkte er, dass etwas Warmes seinen Hinterkopf hinab rann.
„Chris?!“ Gott sei Dank., Chris erinnerte sich nicht, je glücklicher über die Stimme seines Vaters zu sein.
„Chris, was ist denn da unten los?!?“, rief er.
„LEO!“ zu mehr kam er nicht, denn erneut wurde er durch die Luft geworfen. Mit dem Kopf voraus prallte er mit dem Esstisch zusammen. Natürlich ging auch dieser zu Bruch.
Mit dem Gesicht nach unten lag er auf dem Boden.
Unter Schmerzen drehte er sich auf den Rücken um seinen Gegner besser sehen zu können. Dabei wurde er sich mindestens 2 gebrochener Rippen, einer Platzwunde am Hinterkopf, einer schweren- bis sehr schweren Gehirnerschütterung und einer äußerst schmerzhaften Wunde am Rücken bewusst.
Er zuckte zusammen als er das Gesicht des Dämons nur ungefähr eine Handbreite von seinem erblickte.
Es öffnete den Mund und sog langsam und tief die Luft ein… so schien es zumindest, aber das stimmte so nicht, denn an Sauerstoff war dieser Dämon sicher nicht interessiert: er saugte Chris langsam das Leben aus.
Der Wächter hatte beim Versuch sich aufzusetzen innegehalten und kippte nun kraftlos zurück. Der Schmerz ließ immer deutlicher nach und eine sanfte Wärme umhüllte ihn…
…Doch ein lauter Schlag holte ihn zurück in die Wirklichkeit. Das bild vor seinen Augen war zwar alles Andere als scharf, doch er erkannte Leo, der Chris’ Gegenüber eine Blumenvase auf den Kopf geschlagen hatte.
Der Dämon taumelte rückwärts und Leo kniete sich neben Chris nieder.
Ein energischer Kampfschrei veranlasste Chris seinen Kopf zu heben, was ihm unter ungeahnten Anstrengungen auch funktionierte.
Der Iunkus rannte auf die beiden Wächter zu, wobei dieses mal das angepeilte Opfer Leo war. Der Dämon und Chris hoben gleichzeitig den Arm, und diesmal war Chris wieder der Schnellere: das Vieh wurde von ihm und Leo weggeschleudert und verschwand aus seinem Blickfeld.
„Wo sind die Schwestern?“, keuchte er leise und sah seinen Vater aus müden Augen an.
„Noch oben. Sie müssen das Elixier noch abfüllen, ich hab sie hergeholt nachdem ich dich gehört hatte. Sie sind gleich da, Chris, keine Sorge…“
Tatsächlich hörte Chris die Drei die Treppe hinunter poltern. Aus dem Nichts tauchte plötzlich ein Energieball auf, der auf die Schwestern zuflog, die sich nicht rührten und nur versteinert drein sahen. Sei es aus Entsetzen über den Zustand des Hauses oder vor Überraschung, dass der Dämon wohl doch Energiebälle werfen konnte, sie bewegten sich nicht, als der Energieball näher kam.
„PIPER!!!“, schrie Leo. Chris setzte sich leicht auf, um besser sehen zu können, was allerdings glatt nach hinten losging: sein Kreislauf spielte verrückt und ihm wurde schwarz vor Augen; er hatte ein lautes Rauschen im Ohr und konnte so weder sehen noch hören. Ohne jegliche Koordination streckte er beide Arme aus und zog sie dann in entgegen gesetzte Richtungen auseinander.
Glücklicherweise lief alles nach Plan: mit der rechten Hand hatte er die Schwestern aus der Schussbahn des tödlichen Balles gebracht, mit der Linken des Dämon zu Boden geworfen, um den Drein (zwar wenig, aber besser als gar keine) Zeit zu verschaffen.
Leo hatte einen Arm um Chris’ Schulter gelegt und eine Sekunde später war dieser Arm das Einzige, das Chris hielt. Sein Kopf kippte zurück in seinen Nacken und er hatte erschöpft die Augen geschlossen. Er bekam nicht mehr mit, was um ihn herum geschah; er lag einfach nur in den Armen seines Vaters.
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