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von I3itterSweet
erstellt: 25.01.2010
letztes Update: 25.01.2010
Geschichte, Romanze / P16
(fertiggestellt)
Der grüne Reif
In Altamira kehrte gerade der Sommer ein und wie jedes Jahr wurde zu dieser Zeit ein riesiges Sommerfest gefeiert. Da Duke Regal Bryant mich zu seinem engeren Freundeskreis zählte, war ich als V.I.P zu genau diesem Sommerfest eingeladen. Da ich in letzter Zeit sowieso nichts zu tun hatte und da mir meine Freunde fehlten, freute ich mich über diese Einladung und Gelegenheit alle wieder zu sehen. Besonders den immer optimistischen Pazifisten Lloyd Irving, für den ich, um ehrlich zu sein, sehr viel übrig hatte. Doch das würde nie jemand erfahren, schon gar nicht dieser von Hormonen gesteuerte, idiotische Auserwählte. Denn er würde mich damit bis zum Rest meines Lebens aufziehen. Ich seufzte und steuerte Altamira mit meinem Rheaird an und landete auf dem Bürogebäude der Lezerano-Company. Als Regal mich abholen kam umarmte er mich flüchtig und musterte mich von oben bis unten.
„Wie geht es dir, Regal?“
„Sehr gut, Altamira blüht im Sommer jedes mal so richtig auf, aber das weißt du ja,“ er grinste und musterte mich weiter.
„Was ist?“
„Willst du wirklich so zu dem Fest gehen?“
„Äh, ja. Wieso nicht?“
„Ich habe in meinem Büro ein paar Yukatas* die dir sicher hervorragend stehen würden, willst du dir nicht einen ausleihen?“
Seufzend nickte ich und er begleitete mich zum Aufzug, wo er dann den Knopf zu seinem Büro drückte. Wir fuhren drei Stockwerke nach unten und stiegen schließlich aus, das Büro hatte sich kein kleines bisschen verändert. Naja, eine kleine Veränderung gab es schon, an der rechten Seite des Bücherregals stand jetzt ein Kleiderständer mit einer kleinen Auswahl an Yukatas. Unmotiviert ging ich hinüber und durchwühlte kurz den Kleiderständer. Regal entschuldigte sich kurz um etwas geschäftlichem nachzugehen, doch ich wusste er wollte mir nur Zeit geben damit ich mich umziehen konnte. Ich entschied mich für einen kurzen, blass-grünen Yukata mit hell-violetten Blumen darauf, der Obi* war ebenfalls hell-violett. Dann griff ich mir noch ein Paar Geta* in meiner Größe und ging zur Tür hinaus wo Regal jetzt auch in einem dunkelblauen Yukata gekleidet auf mich wartete. Er bot mir seinen Ellbogen an, in dem ich mich dankend einhakte. Bevor wir jedoch das Gebäude verließen und von den warmen Strahlen der untergehenden Sonne gewärmt wurden, drückte er mir noch einen traditionellen Fächer in die Hand.
Draußen warteten auch schon Raine, Genis, Presea und zu meinem Entsetzen, der idiotische Auserwählte. Ich verzog den Mund, lies mir aber nicht die Vorfreude auf das Fest vermiesen. Gekonnt ignorierte ich sein “Hallöchen mein wohlgeformtes Zuckerpüppchen“ und begrüßte die Anderen, die ebenfalls alle Yukatas trugen. Raines Haare waren zudem mit einer passenden Haarnadel hochgesteckt.
„Wo sind eigentlich Colette und Lloyd?“
„Die sind schon beim Vergnügunspark,“ erklärte Zelos, während er sein typisches Aufreißer-Lächeln aufsetzte.
„Na dann sollten wir sie nicht länger warten lassen,“ meinte Raine als sie sich umdrehte und in Richtung der Boote ging, die an einem Steg extra für das Fest angebunden waren.
An jedem der kleinen Boote hing eine Papierlaterne und es hatten drei Leute darin Platz. Ich stieg in das Boot in dem Raine saß und setzte mich ihr gegenüber hin. Und wie es der Zufall so wollte entschied sich Zelos ebenfalls dazu sich zu uns ins Boot zu setzen. Mit einem lauten Seufzen lies er sich neben mir nieder und legte seinen Arm um meine Schulter.
„Was für ein wunderschöner Abend, findest du nicht Zuckerpüppchen?“
Angewidert schlug ich seinen Arm von meinen Schultern und gab ihm eine Ohrfeige, sodass nachher der Abdruck meiner rechten Hand auf seiner Wange glühte.
„So grausam,“ murmelte er als er sich die Wange rieb.
Dann nahm er die Ruder in die Hand und ruderte hinter dem Boot von Regal, Presea und Genis hinterher.
Es dauerte nicht lange und wir konnten an dem Steg vom Vergnügungspark anlegen, woraufhin ich sofort aus dem kleinen Boot flüchtete. Ich zupfte meinen Yukata zurecht und fächerte mir etwas kalte Luft mit dem Fächer zu. Aus den Augenwinkeln beobachtete ich wie Genis Presea seine Hand anbot um ihr aus dem Boot zu helfen. Als sie diese ergriff wurde er hochrot und fing an zu stottern.
„P-p-presea, deine H-hand ist sehr w-warm.“
Presea legte fragend den Kopf schief.
„Oh, deine auch Genis,“ gab sie zurück und lies seine Hand los, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte.
Ich kicherte leise in mich hinein, als ich Genis' enttäuschten Gesichtsausdruck sah, doch irgendwie tat er mir auch Leid. Ich beschloss ihn später mit etwas Zuckerwatte oder so aufzuheitern.
„Hach, junge Liebe, ist das nicht rührend? Wollen wir den beiden nicht zeigen wie es richtig geht, meine hinreißende Todesfee?“
Ganz langsam drehte ich meinen Kopf, Zelos' Gesicht war nur Zentimeter von meinem entfernt. Blitzschnell sprang ich nach hinten und drehte mich um sodass er nicht sah wie rot ich wurde.
„Ah, mein Zuckerpüppchen ist meinem Charme doch verfallen,“ bemerkte er schelmisch.
„G-gar nicht wahr, du Idiot,“ stotterte ich, am liebsten hätte ich mich selbst geohrfeigt, doch stattdessen bekam Zelos eine Ohrfeige die sich gewaschen hatte.
Murmelnd rieb er sich die schon zum zweiten mal schmerzende Wange während er an mir vorbeiging. Erst jetzt bemerkte ich was er trug. Wie auch Regal hatte er einen dunkelblauen Yukata an, auf seinem jedoch waren aber beige Blätter und seine Haare hatte er wie schon zu dem Ball in Meltokio zu einem Zopf geflochten. Als sein ich Gesicht betrachtete merkte ich das er mich ebenfalls musterte. Sein Blick wanderte immer weiter hinunter als er schließlich an meinen Hüften hängen blieb. Ich wurde rot und wandte mich wieder um. Warum musste ich mir auch so einen kurzen Yukata aussuchen? Er hatte zwar lange, weite Ärmel, jedoch reichte er mir nur bis knapp unter den Po. Ich schloss die Augen und atmete einmal tief durch.
„Zelos,“ sagte ich ruhig, „Wenn du mich weiterhin so anstarrst kann ich nicht für deine Gesundheit garantieren.“
„Ach, hab dich nicht so Schönheit, wenn du so etwas anziehst forderst du es geradezu heraus angesehen zu werden. Dieser Yukata steht dir wirklich hervorragend, doch ich bin mir sicher ausgezogen würde er noch besser aussehen,“ er leckte sich über die Lippen.
Jetzt war es an Professor Raine ihm eine überzubraten. Sie nahm ihren Fächer und schlug ihn Zelos so fest es ging gegen den Hinterkopf.
„Zelos, es sind Kinder anwesend, mach noch einmal so eine Bemerkung und es wird das Letzte sein, das du getan hast.“
„Aber von ihnen lass ich mich doch gerne schlagen, meine kalte Schönheit,“ meinte er als er sich den Hinterkopf rieb.
Raine schüttelte den Kopf, er wollte es anscheinend nicht lernen. Vielleicht wurde er aber wirklich nur gerne geschlagen, man wusste es nicht.
„Was ist Zuckerwatte,“ hörte ich Presea fragen.
„Was?! Du weißt nicht was Zuckerwatte ist? Das müssen wir ändern,“ Genis nahm abermals Presea's Hand und zog sie zu einem der unzähligen Stände.
Ich folgte ihnen, ich hatte gerade sowieso nichts besseres zu tun. Genis kaufte für Presea Zuckerwatte, sie zupfte etwas davon ab und schob es sich in den Mund. Erst sah sie ein wenig nachdenklich aus, aber dann lächelte sie.
„Zuckerwatte schmeckt gut,“ meinte sie monoton was nicht ganz zu ihrem Lächeln passte.
„D-du bist echt süß wenn du l-lä-lächelst Presea,“ stotterte der jüngere der Sage-Geschwister.
„Danke, du auch, denke ich.“
Der Magier lies den Kopf hängen, anscheinend gab er es auf ihr Komplimente machen zu wollen. Ich verließ die beiden und schlenderte zwischen den Ständen herum. Es wurden Speisen, Getränke und diverse Spiele angeboten.
Ich kaufte mir Dango*, süße Bohnensuppe und aß sie während ich mich auf eine Bank setzte. Als ich fertig war seufzte ich zufrieden und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Ich merkte wie sich jemand neben mich setzte, doch er schien es nicht für nötig zu halten mich zu fragen ob ich auch nichts dagegen hätte. Also öffnete ich die Augen, doch anstatt in das Gesicht eines Fremden zu blicken, schaute ich geradewegs in die azurblauen Augen des Auserwählten, besser bekannt als Zelos Wilder.
„Was willst du?“
„Naja, ich dachte mir ich leiste dir etwas Gesellschaft, immerhin warst du ganz allein,“ er grinste schelmisch und ich wusste was er dachte.
Eigentlich war es gar nicht schwer zu erraten was er dachte, die meiste Zeit war es sowieso irgendetwas Perverses.
„Ich bin viel lieber alleine, als meine wertvolle Zeit mit dir zu verbringen.“
„Autsch, du bist so grausam, wo bleibt da die Liebe?“
Ich wandte mich zum Gehen um, denn ich hatte wahrlich keine Lust den Abend mit ihm zu verbringen, doch er griff nach meinen Handgelenken und wirbelte mich herum damit er mir ins Gesicht schauen konnte. Er hob mein Kinn an damit sodass ich ihn ebenfalls anschauen musste. Ganz langsam neigte er sich nach vorne, seine Lippen waren nur noch Zentimeter von meinem Ohr entfernt. Sein heißer Atem streifte meine Haut und ein kalter Schauer lief mir den Rücken runter. Ich schauderte und versuchte mich zu befreien, doch er lies nicht locker. Mein Herz schlug immer schneller und dann, als er mich von sich weghielt um mir wieder ins Gesicht zu sehen, setzte es für einen kurzen Augenblick aus. Ich schnappte nach Luft und spürte wie mir die Röte ins Gesicht stieg.
„Bitte,“ er sah mich ernst an und fuhr fort, „Würdest du mir bitte die Ehre erweisen und mir diesen wunderschönen Abend Gesellschaft leisten?“
Unfähig etwas zu sagen nickte ich nur.
„Schön,“ er lies mich los und lachte, „Gehen wir was trinken.“
Wenn ich nicht neben der Bank gestanden hätte, damit ich mich sofort festhalten konnte wäre ich wahrscheinlich umgekippt. Das kam alles irgendwie so plötzlich, er war noch nie so ernst. Und jetzt war er es auch nicht mehr, er machte sich einen Spaß daraus mit mir zu spielen.
„Kommst du?“, Zelos war schon ein Stück weit vor gegangen und er winkte mich zu sich.
„J-ja.“
Als ich aufgeholt hatte und neben ihm ging, griff er plötzlich nach meiner Hand und drückte sie sanft. Ich entriss sie ihm und schlug ihm mit meinen Fächer gegen den Hinterkopf.
„Du forderst mich heraus, Zelos,“ warnte ich ihn.
„Mh, wir könnten auf mein Zimmer gehen und ich könnte dich weiter herausfordern She~ena,“ er grinste.
Genervt verdrehte ich die Augen und ging ein paar Schritte vor ihm.
„Jemand sollte dir mal kräftig zwischen die Beine treten und wenn du dich nicht bald benimmst, werde ich diejenige sein die es in die Hand nehmen wird.“
Er verzog das Gesicht, doch er fing sich wieder und lächelte mich an.
„Grausam wie eh und je, so kenne ich meine Todesfee.“
„Nenn' mich nicht so,“ fauchte ich ihn an.
„Schon gut, schon gut,“ wir kamen an einem Stand an, an dem Alkohol ausgeschenkt wurde.
„Spinnst du? Du willst dich jetzt doch nicht betrinken oder?“
„Naja, betrinken vielleicht nicht, aber etwas trinken schon, also setz' dich,“ er klopfte auf den Hocker neben sich.
Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch setzte ich mich und er bestellte eine Flasche Sake. Der Mann dem der Stand gehörte brachte sofort eine Flasche und zwei Becher. Zelos füllte jeden der Becher bis zur Hälfte und dann nahm er sich einen. Zögernd griff ich nun auch nach meinem und Zelos prostete mir zu. Er trank seinen Becher in einem Zug aus und füllte sogleich nach. Ich hingegen nippte nur etwas an meinen und stellte ihn dann wieder auf die Theke.
Mittlerweile war der Himmel schon rabenschwarz, hier und da leuchteten auch ein paar Sterne einsam herunter. Die Stimmung war ausgelassener als zuvor denn jetzt waren fast nur noch Erwachsene unterwegs. Genis und Presea waren bestimmt auch schon auf ihren Zimmern. Zelos und ich hatten zu zweit fast neun Flaschen Sake geleert, wobei er viel mehr getrunken hatte als ich. Als wir nun auch die neunte voll und ganz geleert hatten, sprang ich von meinem Hocker und hielt mich dann daran fest.
„Heeey Zelosh, komm lassh uns etwas Spaß haben, mir ischt langweilig,“ ich griff nach seinem Arm und zog ihn von seinem Hocker herunter.
„Okay Shuckerpüppchen, wasch immer du willscht,“ lallte er mit einem dümmlichen grinsen auf dem Gesicht.
Wahrscheinlich dachte er ich würde ihn auf mein Zimmer schleifen und “seine Art von Spaß“ haben wollen, doch da hatte er sich zu viel erhofft. Wankend zog ich ihn zu einem der Stände, wo man Dosen werfen spielen und dabei etwas gewinnen konnte. Erst schaute er etwas perplex drein doch dann verstand er. Er griff in seine Tasche und holte etwas Kleingeld heraus um es dann den Standinhaber in die Hand zu drücken. Der Mann legte Zelos drei Bälle in die Hand und trat zur Seite um ihm nicht im Weg zu stehen.
„Na dann will isch mal mein Glück verschuchen,“ er schloss sein rechtes Auge, wahrscheinlich um besser Zielen zu können und warf den ersten Ball.
Nur knapp verfehlte er die Pyramide aus Dosen, der Ball prallte hinten an der Wand ab und fiel zu Boden. Ich klatschte in die Hände und der Mann hinter dem Tresen fragte mich ob ich nicht auch mein Glück versuchen wollte und das sogar kostenlos. Ich nickte und bekam ebenfalls drei Bälle. Sofort warf ich alle drei und schaffte es sogleich sechs der zehn Dosen von dem Regal herunterzuwerfen. Der Mann klatschte begeistert und hielt mir einen blauen Reif hin. Dankend steckte ich ihn ein und sah zu Zelos hinüber. Er war noch immer damit beschäftigt mit dem zweiten Ball zu zielen, ich zuckte mit den Schultern und fragte ob ich denn noch einmal kostenlos spielen durfte. Der freundliche Ladeninhaber gewährte mir noch eine Freirunde und legte wieder drei Bälle vor mir auf den Tresen. Sofort nahm ich mir einen und zielte auf die unterste Reihe der Dosen, die er vorhin wieder aufgestellt hatte. Ich traf, aber die Pyramide wackelte nur gefährlich. Abermals nahm ich einen Ball und steckte jetzt mehr Kraft in meinen Wurf. Ich traf und jede einzelne Dose fiel von dem Regal herunter. Anerkennend nickte mir der Mann zu und ich bekam einen weiteren Reif, dieser hier war jedoch gelb. Wieder steckte ich ihn ein und schaute zu Zelos hinüber, er hatte es geschafft mit dem zweiten Ball vier Dosen herunterzuwerfen. Jetzt versuchte er die restlichen Dosen zu treffen. Es gelang ihm auch schließlich und wir konnten gehen. Zelos bekam einen grünen Reif und der Mann meinte das sie Glück brachten wenn man sie einer Person schenkte die man sehr mag oder gar liebte. Wir verabschiedeten uns und setzten uns auf eine der Bänke, die etwas Abseits des Tumults standen.
„Oh Martel, isch bin scho betrunken,“ stöhnte ich und rieb mir die Schläfen.
„Dabei hascht du viel weniger getrunken alsch ich,“ bemerkte Zelos schelmisch.
„Isch trinke auch sonscht nischts,“ gab ich genervt zurück.
„Scheena?“
„Mh?“
„Ich möschte dir den hier schenken,“ er hielt mir den grünen Reif hin.
Ich nahm ihn ohne über die Bedeutung nachzudenken und steckte ihn zu den anderen Beiden in die Tasche.
„Danke.“
„Ist das allesch?“, meinte er etwas enttäuscht.
„Was willscht du denn?“
„Wie wärsch mit einem Küsschen?“
Betrunken wie ich war willigte ich ein und wandte mich zu ihm. Er rutschte etwas näher an mich heran und hob seine Hand. Vorsichtig strich er mit ihr über mein Schlüsselbein, hinauf zu meiner Schulter und zog mich etwas näher an sich. Seine Lippen strichen meinen Unterkiefer von meinem Ohr bis zu meinem Kinn entlang und dann immer weiter hinauf. Ich schauderte und mein Herz schlug so schnell als wollte es mir gleich aus der Brust herausspringen. Ich schloss die Augen und spürte seinen heißen Atem an meinen Wangen. Seine Hand wanderte von meiner Schulter in meinen Nacken und ich legte jetzt meine Hände um seinen Kopf und hielt mich an ihm fest. Seine Nase streifte die meine und dann, letztendlich, drückte er seine Lippen ganz sanft auf meine. Ich zog ihn noch näher an mich und öffnete meinen Mund ein wenig, wobei mir ein leises keuchen entkam. Er grinste und lies mich viel zu früh los.
„Also das hätte ich jetzt nicht erwartet,“ gab er zu und stand auf.
Ich war jetzt so berauscht, was jetzt wahrscheinlich weniger am Alkohol als an Zelos lag, das ich nicht mehr klar denken konnte. Er reichte mir seine Hand, die ich dankend annahm, weil ich nicht mehr in der Lage war alleine zu stehen.
„Wir schollten schlafen gehen, es ist spät.“
„Ja,“ ich gähnte und legte meinen Kopf auf seine Schulter während wir zum Hotel gingen.
Ich schlich in mein Zimmer, darauf bedacht Presea und Raine nicht zu wecken. Es gelang mir, doch ich war viel zu müde um mich umzuziehen, also streifte ich einfach nur die Geta und den Yukata ab und legte mich ins Bett. Ich schlief sofort ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von der Sonne geweckt. Kopfschmerzen plagten mich und ich stöhnte während ich mich müde auf die andere Seite warf. Ich setzte mich auf und rieb mir die Schläfen. Welcher Teufel hatte mich gestern bitte geritten? Ich wusste noch alles, jede einzelne Kleinigkeit. Ich biss mir auf die Unterlippe, als ich an den Kuss mit Zelos dachte. Trotzig stand ich auf und ging ins Bad, wo ich mich duschte und mir die Zähne putzte um den Geschmack des Alkohols loszuwerden. Raine und Presea waren anscheinend schon frühstücken. Als ich mich anzog und den Yukata zusammelegte, fielen mir die Reifen ein. Ich griff in die Tasche und holte sie hervor. Den Gelben und Blauen warf ich in den Papierkorb unter dem Waschbecken im Bad, den Grünen jedoch steckte ich wieder zurück in meine Tasche.
Fin~
Hier die Erklärung zu den mit Sternen gekennzeichneten Wörtern:
*Yukata: ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle. Es dient vor allem als unkomplizierte, leichtere und alltäglichere Variante der Kimonos, da es einfacher zu binden und preisgünstiger ist. Er wird auch Sommerkimono genannt.
*Obi: ist der Gürtel der zum Kimono getragen wird.
*Geta: bezeichnet japanische Holzsandalen die zusammen mit traditioneller Kleidung wie zum Beispiel dem Kimono getragen werden.
*Dango: ist das japanische Wort für Kloß. Die wohl bekannteste Art von Dango sind aus mochiko (Reismehl) und Wasser hergestellte gedämpfte Kugeln, die zusammen mit verschiedenen Sorten von Belag häufig zu grünem Tee serviert werden.
Das wars ^-^
Die Idee kam mir als ich die Rodeo Ride Tour gelesen habe. Es schrie gerade zu danach n OS zu werden weil ich die Idee mit dem Reif einfach total süß undso fand *_*
Anyway~ Ich hoffe euch hat der Oneshot gefallen und ihr hinterlasst mir vllt. ein paar Reviews...<:
*Erdbeerkuchen hinstell*
lg Ich~
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