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von simple-kind    erstellt: 24.01.2010    letztes Update: 16.02.2012    Geschichte, Drama / P18    (pausiert)
The Plaza - Manhattan




Ein Mann, der beharrlich ledig bleibt, macht sich zu einer fortwährenden öffentlichen Versuchung.


-Oscar Wilde-

********




CHAPTER 3
Gamble On Me



http://www.youtube.com/watch?v=OlLeUvdWBGU
(Don Henley-Boys of Summer)


Ich war zu jung zum Sterben. Ja, das war ich tatsächlich. Warum zur Hölle lief ich die Treppen hinab und direkt in die Arme meiner ganz persönlichen Hölle? Ach ja genau. Weil ich dem grandiosen Plan von Rosalie folgte...
Weil ich so dumm war zu glauben, ich könnte Prince Charming widerstehen ... Ah, ein Abend mit Cullen-fick-mich-hart alleine?! Scheiße, wie sollte ich das überleben?
Tief durchatmen Bella...take it easy...Alles gut...Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.....

Heiß.

Das war das Stichwort. Fuck. Was war nochmal das Problem? Oh richtig, wie sollte ich ihm widerstehen? Seinen langen, geschmeidigen Fingern, seinen muskulösen Armen, seinem markanten Gesicht, seinen...vollen...Lippen...Unwillkürlich musste ich an meine Duschaktion denken und konnte ein Stöhnen nur schwer unterdrücken. Einen Moment dachte ich darüber nach, was Cullen davon halten würde, wenn er wüsste, dass ich mich unter der Dusche, mit Gedanken an ihn, gefingert hatte. Wahrscheinlich würde dies das Ego dieses Bastards ohne Ende puschen und ich wäre meinen Stolz und meine Würde und all den anderen Scheiß der dazu gehörte, los.
Alles wird gut....Fest dran glauben. Sagt man nicht Kindern, wenn sie sie Augen zukneifen passiert das alles gar nicht? Dann ist es nicht real. Vielleicht sollte ich diesem Trick eine Chance geben.

Langsam stieg ich die letzten Treppen hinab und versuchte meine schnelle Atmung einzustellen. Ich würde dem Pisser nicht die Genugtuung geben und ihm zeigen, was für eine Wirkung er auf mich hatte...obwohl er das wahrscheinlich schon längst wusste. Es war nicht so, dass Cullen irgendwelche beschissenen Gefühle in mir aufrief. Ich war schlicht und einfach nervös, weil es so ziemlich das erste Date war, seit mh... ich glaube 3 Jahren, bei dem ich definitiv keinen Sex, ja nicht mal einen Kuss bekommen würde. Außerdem hatte ich der größten, heißesten Sünde zu widerstehen, denn er hatte meine Freundin verletzt, was natürlich besser für sie war, jedoch hätte es gar nicht so weit kommen müssen.

Konzentration, Bella!

Ich nickte einmal, sprach mir selbst Mut zu und öffnete dann langsam die Türe. Als ich hinaus trat, war er das erste was ich sah.
Wieso hatte ich eigentlich meinen Flachmann nicht dabei? Rosalie sagte damals, als sie ihn mir schenkte, dass er für den Winter wäre um Baileys in den Kakao der Mensa zu kippen, wenn mir alles zu viel wurde in dieser matschigen, nassen Jahreszeit. Wieso hatte ich das nicht abgewandelt? Hatte sie nicht auch mal was von Notfall gesagt? War das hier nicht ein verdammter Notfall? Ich hätte ihn jetzt sicher in meiner Tasche haben können und sollte einen Schluck nehmen. Möglicherweise könnte mir das helfen, sein verflucht sexy Grinsen zu übersehen.

Wie man ein Höschen innerhalb 2 Sekunden durchnässen kann?

Tipps an alle Männer dieser Welt ;
Der Drei-Tage-Bart darf niemals fehlen.
Die Haare müssen in einem verwüsteten Sexlook zu allen Seiten abstehen.
Ein selbstgefälliges, arrogantes Grinsen muss die Lippen umspielen.
Die Kleidung muss eins zu eins zusammenpassen.
Selbstsicheres Auftreten ist das A und O.

Heilige Scheiße, seid einfach alle wie Edward fucking Cullen!

Ich musste mich zusammenreißen, um ihn nicht hier und jetzt auf diesem gottverdammten Motorrad, gegen das er lehnte, flachzulegen. Ich ließ meinen Blick von unten nach oben über seine Erscheinung wandern. Er trug Anzugschuhe, aus dunkelbraunem, italienischem Leder, dies schloss mit einer tiefblauen Levis Jeans -hüftig- fast wie maßgeschneidert. Durch die Schlaufen zog sich im selben Braunton wie die Schuhe, ein Mustang-Gürtel mit großer Schnalle. Darüber trug er ein braunes Button-Down-Hemd von Hugo Boss aus festem Stoff, die Ärmel waren bis zu den Ellbogen hochgeschoben.
Langsam wanderte mein Blick weiter nach oben und zur selben Zeit, griff seine Hand an die Ray Ban Pilot-Brille, in der sich die untergehende Sonne widerspiegelte. Die Lederjacke hatte er ausgezogen. Seine Haare waren verwüstet, vollkommen unorganisiert, als hätte ihm gerade eine seiner Schlampen beim Sex hinein gegriffen und sich daran festgekrallt.

Scheiße, er war zu sexy. Viel. Zu. Sexy. Es war nicht fair, dass ein einziger Mensch soviel Attraktivität und Perfektion abbekommen hatte...
Ohhh......Ich durfte ihm nicht zu nahe kommen...ihn riechen...Ah scheiße!!!
Cullen schmunzelte mit vor der Brust verschränkten Armen. «Fertig mit Starren?», erklang seine amüsierte Stimme. Ich schüttelte den Kopf um wieder zur Besinnung zu kommen. Scheiße! Ich hasste mich dafür, dass ich zugelassen hatte, dass er mich beim Starren erwischte. Sofort brodelte die allzu bekannte Wut in mir auf, als dieses abgefuckte, süffisante Grinsen über sein Gesicht glitt.
Das heiße Etwas vor mir, fuhr sich durch sein volles Haar und stieß sich anschließend von seinem schwarz glänzenden Motorrad ab. Ich verengte die Augen zu schmalen Schlitzen, überaus wütend über die Tatsache, dass der Ficker bei allem gut aussah was er tat. Warum zur Hölle machte er es mir auch so schwer !?

Er kam langsam auf mich zu, absolut elegant in seinen Bewegungen.

Cullen ist ein Arschloch.
Cullen hat deine Freundin verarscht.
Cullen ist eine Samenschleuder.
Er ist heiß, und ja Hölle du träumst von hemmungslosem Sex mit ihm, aber das würdest du Tanya niemals antun. Niemals.
Ist nicht der Charakter sowieso wichtiger?
HA! Da war es, der Charakter. Genau diesen hatte er nicht. Nunja zumindest keinen den ich für gut heißen konnte.
Weshalb war mir nun der Geist wichtig?
Hallo Miss Unterbewusstsein, wo warst du nur so lange?
Ich hab dich auch vermisst. Als wärst du jemals lange genug geblieben um einen Mann, außer Dan, richtig kennenzulernen.
Oh, da war sie wieder in der vollen Blüte ihres Sarkasmus.

Okay...Atme....Ein...Aus...Atme..Atme....Verdammt Frau ATME!!!

Ich stieß die angestaute Luft aus meinen Lungen. Himmel, ich war nervöser als ich dachte. Was aber auch kein Wunder war, denn ich musste einen Abend mit ihm alleine verbringen. Alleine!! Ich meine ALLEINE!!!! Versteht ihr das? Wenn Tanya nun nicht naiv genug gewesen wäre, sich auf ihn einzulassen, hätte ich diese Nacht wenigstens ein paar Mal durchgenommen werden können und -
Ich stutzte. Gab ich gerade Tanya die Schuld daran, dass ich keinen Sex mit Cullen haben konnte? Oh mein Gott. Ich sank eindeutig immer tiefer. Ich wollte doch nicht einmal Sex mit ihm haben. Verdammt.

Atme, Frau...Atmeeee!
Fuck! Führte ich gerade Selbstgespräche?!

Er kam vor mir zum Stehen, in seiner vollen Pracht.

Oh Gott...Er nahm die Sonnenbrille von seinen Augen und ich hatte einen direkten Blick in sein helles, strahlendes, sexy Grün. Mit seinem glühenden Blick musterte er mich von oben bis unten, leckte sich über die Lippen...Ahh.
Es war, als würde er jeden Zentimeter meiner Haut scannen … Er setzte sein typisches, schiefes Grinsen auf und sah mir dann wieder direkt ins Gesicht.
«Es spricht für dich, dass du dich an Abmachungen hältst, Isabella. Du siehst unglaublich aus.» Seine Stimme klang rau und heiser, was verdammt nochmal ein mächtiger Turn-On war. «Übrigens..heißes Tattoo», fügte er auf meinen, halb vom Stiletto bedeckten Fuß deutend, hinzu. Es war eines meiner zwei Körperbemalungen. In geschnörkelter Schrift standen dort drei Buchstaben. Mum. Eine kleine Sache, die für immer bleiben würde....Ich sah wieder hinauf in seine Augen, was sich als fataler Fehler erwies. Er betrachtete mich noch immer mit seinem stechenden, lüsternen Blick... Gott, ich wollte Sex mit ihm...so badly....Die Hitze schoss durch meinen Körper und ich war mir sicher, dass er genau das beabsichtigt hatte. Er wollte sehen, was für eine Wirkung er auf mich hatte. Wahrscheinlich machte es ihn an.
Verdammte Scheiße, Bella. Konzentrier dich verdammt nochmal auf den geilen Scheiß vor deiner Nase!!!

Scheiße, er wusste definitiv was er tat.

Ich räusperte mich, reckte mein Kinn in die Höhe. «Lass den Scheiß, Cullen und bild dir ja nichts darauf ein. Du weißt, ich tue das hier bloß für Tanya.»
Natürlich Bella. Natürlich tust du das nur für Tanya.
Ich hörte Edwards amüsiertes Kichern als ich an ihm vorbei lief. «Was gibt es jetzt noch zu lachen, Arschloch?», fragte ich genervt und trat näher an das schwarz-glänzende Monstrum heran.
Oh Ja. Motorrad fahren war eines der besten Dinge im Leben. Als ich noch bei meinen Eltern … beziehungsweise meiner Mum lebte, holte mich mein bester Freund fast täglich mit seinem ab und ich genoss jede Sekunde in der ich den Fahrtwind spürte. Wenn man die Augen schloss, fühlte es sich an, als würde man fliegen. Ohne Zeitgefühl...als würde man schweben...Ja, ich liebte es. Und ob ich wollte oder nicht, männliche Hure hatte hiermit eindeutig bei mir gepunktet.

Ich strich mit meinen Fingern bedächtig über den polierten Lack und seufzte tief.
«Es amüsiert mich», sagte er von irgendwo hinter mir. Ob man es mir glaubt oder nicht, die Maschine hatte meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen, obwohl Sex auf zwei Beinen in meiner Nähe stand..
«Eigentlich hast du dich freiwillig auf dieses Treffen eingelassen. Du weißt, dass ich mit Tanya Schluss gemacht habe.»
Die Stirn runzelnd, drehte ich mich zu ihm herum, doch es sah nicht so aus, als würde er noch etwas dazu sagen. Lediglich hob er den rechten Arm, um sich erneut durch sein Haar zu fahren....und da sah ich es.

Oh my fucking God.

Da er die Ärmel seines Button-Downs hochgekrempelt hatte, konnte ich an seinem rechten Unterarm erkennen, dass er ebenfalls ein Tattoo besaß. Holla die Waldfee, das war verdammt heiß. Ich hatte es noch nie zuvor gesehen, doch ich meinte mich wage daran erinnern zu können, dass Anabolika-Cullen dasselbe besaß....Es war ihr Nachname, auf den die Pisser mächtig stolz zu sein schienen, der auf seine gebräunte, glatte Haut in geschwungener Schrift tätowiert war.

Oh scheiße, scheiße scheiße!

Heiß, selbstgefällig, ein Motorrad besitzend, tätowiert...Was zur Hölle noch? Scheiße, warum quälte Gott oder wer auch immer mich so dermaßen?? Reichte es nicht irgendwann mal?

«Du starrst schon wieder», hörte ich seine arrogante Stimme sagen, welche mich augenblicklich aus meiner Trance riss. Ich schüttelte den Kopf und zog eine Braue in die Höhe.
«Ernsthaft Cullen, bleib auf dem Boden. So heiß bist du nun auch wieder nicht», log ich ihn mühelos an und schwang meinen Arsch auf das Motorrad. Oh Gott, es fühlte sich so gut an, dieses weiche Leder an meinen nackten Oberschenkeln zu spüren. Fuck ja, ich liebte es !
Mit einem Grinsen setzte er sich vor mich, woraufhin ich sofort zurück rückte. Cullen seufzte.
«Isabella, hast du vor zu sterben?», fragte er mich gelangweilt. Ich antwortete nicht, sondern versuchte den Geruch auszublenden, der von dem Kragen seines Hemdes direkt in meine Nase geströmt wurde...versuchte auszublenden, dass sein weiches Haar sich nur ein paar Zentimeter vor meinem Gesicht befand, dass ich nur die Hand ausstrecken müsste, um ihn zu berühren, ihm einmal hindurch zu fahren, mich einmal darin festzukrallen, um herauszufinden wie es sich anfühlte...

«Isabella, hörst du mir zu?» Er gluckste amüsiert über mein Verhalten. Gott, ich stand wirklich vollkommen neben mir. «Du musst näher heran rücken, wenn du nicht sterben willst, Babe», seufzte er gespielt bedauernd.
«Wenn du zwei verdammte Helme dabei hättest, Cullen, wäre das Risiko zu verrecken wesentlich kleiner», entgegnete ich wütend. Er sah über seine Schulter, zog eine Braue in die Höhe.
«Helme? Den Scheiß brauchst du nicht, wenn du mit mir fährst», sagte er selbstsicher. Ich setzte zum Reden an, als er plötzlich tief seufzend mit seinen Armen nach hinten griff, meine Handgelenke umschlang und mich so zu sich zog, wodurch ich auf dem Sitz nach vorne rutschte. Nun gab es keinen Ausweg mehr. Mein Körper war direkt an seinen breiten … muskulösen ... Sex-Rücken gepresst..
Meine Hände umschlangen seinen Bauch und ich spürte unter meinen Fingern seine strammen Bauchmuskeln. Gott, er roch so gut ... So verdammt frisch … und gleichzeitig süß. ..Ich wagte es, mein Kinn auf seiner Schulter abzulegen. Nur für einen Moment...Ich wollte nur mehr von diesem unglaublichen Duft inhalieren. Cullen drehte seinen Kopf leicht zur Seite, sah mich mit einem verschmitzten Grinsen an...

Ignoriere es , Bella. Genieße den Moment...
Oder schlag ihm das Grinsen aus seinem makellosen Gesicht...

Ich entschied mich schließlich dafür, es einfach zu ignorieren, denn der perverse Teil in mir hatte gewonnen. Zur Hölle, ich konnte gleich immer noch die Zicke, Kratzbürste, oder was auch immer raushängen lassen. Aber nun war die Vorfreude auf das Fahren, kombiniert mit seinem betörenden Geruch und seinen fucking sexy Muskeln unter meinen Händen, einfach viel stärker.
Ich schloss meine Augen … Und dann heulte der Motor auf und schon im nächsten Moment brausten wir die Straßen New Yorks entlang. Der Fahrtwind blies mir wild ins Gesicht, mir war klar dass es mit meinen glatten Haaren spätestens jetzt zu Ende war.

Während dem Fahren lehnte Cullen sich weiter nach vorne, wodurch ich mitgezogen wurde. Mein Rock flatterte ein paar Mal in die Höhe, aber das interessierte mich nicht wirklich. Cullen-ich-kann-alles, fuhr schnell und schien dies zu genießen, genau wie ich. Ab und zu schielte ich auf sein Tattoo, oder beobachtete seine Hände dabei, wie sie das Motorrad lenkten. Sie waren so lang...so verdammt lang....so geschmeidig...
Ich durfte nicht, egal wie sehr ich es wollte, mit ihm schlafen. Das ging nicht. Ich seufzte. Ich könnte doch ... nur einen Moment ... ich ... noch bevor ich genau wusste, was ich tat, schmiegte ich meine Wange an sein Schulterblatt und schloss die Augen. Das hier, das war perfekt. Eine Sekunde nur einen Wimpernschlag lang. Ich spürte wie sich ein Lächeln auf meine Lippen legte, als ich seine weiche Hand auf meinen verschränkten Fingern spürte, die mich noch näher an ihn zog. Siehst du Miss Unterbewusstsein? Ich beherrsche dieses fiese Wer-will-den-anderen-dringender-ficken-Spiel genauso gut. Ha! Wäre doch gelacht.

Einge Zeit später verließ Cullen Midtown und steuerte die Upper East Side an. Verwirrt runzelte ich die Stirn. Upper East Side? Ernsthaft? Was zur Hölle wollte er dort?? Nicht, dass ich noch nie da gewesen wäre, doch dieses Viertel in Manhattan war für seine überreichen Einwohner bekannt. Hier lagen die Privatschulen, die großen Luxushotels und all der andere Scheiß. Ehrlich, da wäre ich sogar lieber in Brooklyn gewesen.
Ich wollte ihn fragen, was zur Hölle er vorhatte, aber natürlich würde er mich durch den Wind nicht hören. Also hielt ich meine Klappe und wartete ab.
Ungefähr zehn Minuten später, hielt er direkt vor dem bekannten <Plaza-Hotel>, stellte den Motor ab und stieg vom Motorrad, während ich in meiner Position verharrte und meinen Kopf in den Nacken warf, um mir das riesige Gebäude ungläubig ansehen zu können. Cullen stöhnte genervt. Anscheinend war er nicht der Geduldigste.

«Ich werde nicht mit dir da rein gehen!», rief ich panisch, fast schon hysterisch. Hotel. Ein Hotel mit Mister Big-Dick?? Never. Nein. Niemals. Ich konnte mich unmöglich in einem Raum, mit einem großen Bett und...und....Oh Gott...
«Vertraust du mir?», fragte er mit einem schiefen Lächeln. Dummer Bastard. Hirntote Campusschlampe. Konnte er nicht einfach damit aufhören heiß zu sein? ...Okay, zurück zu seiner Frage...Die Antwort darauf war einfach. Sehr einfach. «Nein», sagte ich mit in die Höhe gezogener Braue. Cullen grinste sein selbstgefälliges, überhebliches Grinsen, wobei er sich wieder einmal durch sein Haar fuhr. Ich seufzte. Wie gerne hätte ich mich einmal in sein Haar gekrallt, während ich unter ihm lag und er mich-

«Doch. Tust du», unterbrach er meine sexistischen Gedanken, sah mich provokant an. Ah. Ich wollte ihn wieder einmal töten. «Wie gesagt, ich habe mit Tanya Schluss gemacht. Ich habe ihr alles genau so erzählt, wie es ist. Du hättest dich nicht hier drauf einlassen müssen. Denn ob ich wollte oder nicht, nachdem Tanya nun alles weiß, hätte sie mir so oder so keine Chance mehr gegeben – die ich nebenbei bemerkt auch nicht brauche. Glaubst du wirklich, ich würde sie jetzt noch einmal rum bekommen? Wenn du also genauer darüber nachdenkst, hättest du gar nicht mit mir ausgehen müssen. Ich habe dich nicht gezwungen.»
Meine Kinnlade klappte auf, als ich mir eingestehen musste, dass er recht hatte. Oh fuck. Ich hätte nichts mit ihm unternehmen müssen, ich hätte absagen können. Bei Tanya hatte er nun sowieso verschissen. Und trotzdem konnte ich es nicht bereuen hier zu sein, denn dieser Bastard war genauso anziehend wie abstoßend. Ich hasste ihn so sehr und nach seiner überaus beeindruckenden, absolut schlüssigen Theorie, noch mehr. Doch trotzdem gierte ich nach seinem Körper. Ich wollte bestätigt bekommen, was die anderen Frauen über ihn erzählten.
Aber natürlich ging das nicht. Tanya litt nun und ich war mit ihrem Ex unterwegs. Gut, im Prinzip hatte ich dies nur für sie getan aber es hätte nicht sein müssen. Cullen machte Schluss mit Tanya und ich hätte ihm anschließend absagen können. Gott. War ich bescheuert oder was?

«Der zweite Punkt ist, dass du dich mit mir offensichtlich ziemlich wohl und sicher gefühlt hast auf dem Motorrad und das, obwohl du keinen Helm hattest. Du bist einfach mitgefahren.» Klasse. Er unterstrich seinen selbstzufriedenen Tonfall, mit vor der Brust verschränkten Armen und blickte mich aus seinen grünen Augen abwartend an.
«Du hast schon wieder nicht fair gespielt!», rief ich und sprang ebenfalls von dem Fahrzeug. Mit zu Schlitzen verengten Augen stand ich vor ihm und sah zu ihm auf. Cullen lachte leise, während er sich mit der Hand über den Nacken fuhr. Argh. Attraktives Schwein! «Nein Babe. Diesmal war es einzig und allein deine Schuld.»
Einen Moment musterte er mein wutentbranntes Gesicht, zwirbelte dann eine Haarsträhne von mir um seinen Finger und grinste. «Der Sex-Look steht dir» und ich schlug seine Hand aus meinem Gesicht. Zu viel Nähe von ihm brachte mich bloß auf dumme Gedanken...Und wir wollen ja nichts Blödes anstellen, right?

«Vergiss es, Cullen. Ich werde nicht mit dir dort hinein gehen. Ich werde nicht mit dir schlafen. Du bist der Exfreund meiner besten Freundin und....und sie ist der einzige Grund, warum ich das alles hier überhaupt mitmache! Ich-»
Mit einem lauten Stöhnen, legte er mir zwei Finger auf die Lippen, sodass ich nichts mehr sagen konnte. Schwer atmend starrte ich ihn an, während er einfach nur da stand, mir den Mund zuhielt und mich mit einer erhobenen Braue abwartend anstarrte.  «Hältst du jetzt die Klappe?», fragte er vorsichtshalber nach. Ich nickte und er ließ von mir ab. Offensichtlich um sich zu beruhigen, rieb er sich mit zwei Fingern den Nasenrücken, kniff die Augen zusammen und atmete immer wieder ein und aus...ein und aus....Es war mir unbegreiflich, wie man dabei aussehen konnte wie Sex. Er war Sex...Der Inbegriff von Sex....
«Culle-» Er riss seine Augen auf, hob seine Hand zum Zeichen, dass ich ruhig sein sollte und ich stöhnte genervt. Ungeduldig wippte ich mit meinem Fuß auf und ab. Warum zur Hölle sprach er nicht? Jetzt war er nicht nur arrogant sondern auch noch ignorant.

«Kannst du dich daran erinnern, was ich dir heute Mittag gesagt hab?», fragte er mich ruhig.
«Uhm....» Das einzige woran ich mich erinnern konnte war, dass er mir das Hirn aus dem Schädel vögeln wollte, während ich vergaß wie man meinen eigenen gottverdammten Namen buchstabierte … War das nicht das wichtigste an dem Gespräch gewesen? «Ich habe dir gesagt, dass ich dich nicht anfassen werde», half er mir auf die Sprünge. Ich nickte vorsichtig, musterte sein makelloses Gesicht, das in diesem Moment einfach nur gestresst wirkte.
«Es gibt einige Dinge, Isabella, die solltest du von mir wissen.» Er legte eine kurze Pause ein, lehnte sich lässig gegen das Auto, welches hinter ihm stand und sah mich eindringlich an. «Erstens, stehe ich zu meinem Wort. Zweitens, erwarte ich genau das auch von den Menschen, die sich auf mich einlassen.» Seufzend kam er auf mich zu, stellte sich genau vor mich … Gefährlich..nahe...viel zu nahe.... Er streckte seine Arme aus, lehnte sich mit ihnen links und rechts neben meinem Körper ans Motorrad hinter mir, sodass ich dazwischen gefangen war. «Drittens, Darling, tue ich nie etwas, gegen den Willen einer Person.» Ich roch ihn. Oh fuck, ja! Ich roch ihn und es machte mich high, ließ mich in meine Sexgedanken abdriften, wie früher die Joints die wir in Angela Webers Partykeller rauchten...«Und viertens, Isabella, ist das Leben in meinen Augen ein Krieg. Sex ist eine Schlacht. Und ich gewinne beides. Immer.»
Schweigen folgte. Ich sah zu ihm auf und...fuck. Er war noch nie, wirklich nie, so attraktiv gewesen, wie in diesem Moment. Seine dominante, bestimmte Art war heißer als alles andere, das ich bis jetzt an ihm sexy fand. Ich fragte mich, ob es beim Sex genauso war? Oh Gott, allein bei der Vorstellung daran wurde mir unglaublich heiß.

«Kannst du dich daran halten?», fragte er mit rauer, heiserer Stimme.
«Wo..Woran?», entgegnete ich leise. Ich konnte nicht anders. Er machte mich an. Ich hatte das Gefühl, dass die Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln, jeden Moment meine Beine hinab laufen könnte. Gott, er befand sich so nah an meinem Körper und sein Geruch, seine Augen hypnotisierten mich, zogen mich in ihren Bann.
Ich konnte sein Schlüsselbein sehen, welches aus seinem Hemd herausragte, da die ersten zwei Knöpfe nicht geschlossen waren … Sein Adamsapfel, der sich während dem Sprechen bewegte … Moment. Sprechen??
Ich sah wieder hinauf in sein Gesicht, beobachtete seine Lippen die sich amüsiert grinsend immer wieder öffneten und schlossen, während er etwas sagte … Was zur Hölle sagte er??? Ich schüttelte den Kopf.
«Du hörst mir nicht zu, oder?», fragte er schmunzelnd.
«Nein», antwortete ich patzig. Ich ließ den Grund aus, weshalb genau ich mich nicht auf seine Worte konzentrieren konnte. Obwohl er es wahrscheinlich sowieso selbst bemerkt hatte. Es war so offensichtlich....

Fuck , Bella. Reiß dich verdammt nochmal zusammen !!

«Ich verstehe ja, dass du abgelenkt bist, Isabella. Das sind sie alle. Doch du solltest dir merken, dass ich es nicht leiden kann, wenn man mir nicht seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, wenn ich diese verlange.» Eindringlich sah er mich an..In meine Augen... Warum tat er mir das an? Dieser gottverdammte Bastard....Ich hasste es, wenn seine Augen glühten und er dreckig grinste...oder so dominant sprach....Ich hasste ihn so sehr ...
«So, nun schwing deinen schönen Arsch mit mir da rein», sagte er sich vom Motorrad abstoßend und deutete mit dem Kopf auf das riesige Hotel vor uns.
«Du wirst mich nicht anfassen», wiederholte ich skeptisch. Er verdrehte die Augen.
«Nein, obwohl ich nichts lieber mit dir tun würde....Aber ich bin extra mit dir hierher gekommen, weil ich hier gar nicht die Möglichkeit haben werde, dich irgendwie anzufassen, oder zu ficken», sagte er achselzuckend. Ich wollte wieder etwas sagen, doch nun schien er seine Geduld vollkommen zu verlieren, denn er umfasste mein Handgelenk und zog mich hinter sich her zum Eingang des Plaza's.
«Fuck, Cullen. Lass mich los», zischte ich, als ich hinter ihm her stolperte. Doch Dom-Fuck-Hot-Charming-Cullen, ließ mich nicht los. Oh Gott. Ich wollte ihm ins Gesicht spucken.

Vor der Türe, standen zwei Pagen, bekleidet in roter Uniform. Als sie Cullen sahen, nickten sie ihm höflich zu und begrüßten ihn mit einem «Guten Abend, Mister Cullen.»
Ach du Scheiße. Woher kannten sie diesen Bastard !? Scheiße. Ich fühlte wie die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen zunahm. Fuck. Respekt war unglaublich sexy. Sagte ich das schon mal? Oh my fucking God.
Cullen nickte zur Antwort zurück und wir betraten das Hotel, als sie uns die Türen aufhielten. Er ließ mein Handgelenk los, schlang einen Arm um meine Taille, doch ich war zu berauscht von dem mir gebotenen Bild, als dass ich mich darauf hätte konzentrieren können, seinen Arm wegzuschlagen oder ihm einen abgefuckten Blick zuzuwerfen.

Wir standen nun im Foyer. Es war riesengroß! Der Boden war aus weißem und vor allem sehr poliert aussehendem Marmor. Mitten im Raum, standen drei weiße Säulen, die bis zur Decke reichten und in gleichmäßigem Abständen aufgebaut waren. Der Empfangstresen, an dem irgendeine schwarzhaarige Schlampe in Uniform saß, sah aus, als bestünde er aus Metall und er war halbrund. Wenn man den Blick nach oben gleiten ließ, hatte man die Aussicht zum zweiten Stock, denn dieser wurde bloß von so etwas wie einem Balkon-Geländer verdeckt. Man konnte also von unten aus sehen was sich auf den Gängen oben abspielte.
Cullen zog mich zu dem Stanley-Verschnitt am Tresen. Sie sah auf und ihre Augen funkelten vorfreudig, als sie Cullen sah. Oh Gott. Das konnte doch nicht sein Ernst sein? Gab es jemanden in Manhattan, der einen Schlitz zwischen den Beinen hatte und noch nicht von ihm gefickt wurde? Ja..ich..und Rose. Und eigentlich wurde es langsam Zeit dies zu ändern...HALT DIE KLAPPE, BELLA!
Mr. Perfect lehnte sich lässig mit einem Arm an den Tresen, während der zweite noch immer um meine Taille lag.

«Mister Cullen», schnurrte die Frau, die ehrlich gesagt aussah wie eine Sexgöttin. So, als wäre sie verdammt gelenkig.
«Guten Abend, Amanda», erwiderte Cullen mit einem charmanten Grinsen.
«Ein Zimmer für zwei?», fragte sie, mit einem abschätzenden Blick auf mich.
«Nein, wir werden uns heute mit der Bar zufrieden geben.» Seine Stimme klang wie Sex. Er hätte genauso gut sagen können : Ich werde deinen Arsch gleich auf den verdammten Tresen schwingen und meinen Schwanz solange in dich reinhauen, bis du zwei Wochen nicht mehr in der Lage dazu bist, normal zu laufen.
Vielleicht war ja irgendeine bestimmte Mitteilung in seinem Satz erhalten, die ich nicht wirklich mitbekam?
«Bar?», fragte Amanda-ich-kann-meine-Beine-um-meinen-Nacken-schwingen-damit-du-tiefer-rein-kannst, ungläubig. Cullen nickte, fuhr sich durch sein Haar.
«Ist James heute hier?» Amanda nickte ebenfalls, noch immer etwas verblüfft. Seufzend teilte er ihr mit, dass er die Woche noch einmal vorbei schauen würde und lotste mich dann zu einer Türe, die dem Tresen gegenüber lag.

Als er sie öffnete, verschluckte ich mich beinahe an meiner eigenen Spucke. Ehrlich Leute, das habt ihr noch nicht gesehen. Ein glänzend dunkelbrauner Parkettboden, befand sich unter meinen Füßen, der an einigen Stellen weiß umrahmt wurde. Überall waren kleine Sitzgruppen aufgestellt, mit großen braunen Ledersesseln und schwarz-braunen Tischen in deren Mitte. Zu meiner Rechten, befand sich eine sehr edel aussehende Bar aus Holz und Marmor. Diese war ebenfalls, wie der Empfangstresen halbrund, mit passenden Barhockern davor. Die Decke des Zimmers war gold-weiß, ebenso die Wände. Ein riesiger Kronleuchter erhellte in schwachem Licht das Zimmer und mittendrin stand ein weißer, polierter,glänzender, wunderschöner Flügel, an dem momentan ein Mann saß, der der verruchten und gemütlichen Sex- Stimmung im Raum die Würze gab, indem er spielte und leise vor sich hin sang.

http://www.youtube.com/watch?v=ITLs4umWEFw
(Everlasting Love - Jamie Cullum)

Ach du Scheiße. Was hätte ich dazu sagen sollen?? Wortlos schob Cullen mich zu einer freien Sitzgruppe in der hinteren Ecke des Zimmers. Er rückte meinen Sessel ein Stück zurück, damit ich mich niederlassen konnte.
«Das hätte ich auch noch alleine hinbekommen», keifte ich ihn an und ließ mich auf den Sitz fallen. Schmunzelnd setzte er sich mir gegenüber.
«Ach wirklich? Es sah nur so aus, als wärst du in naher Zukunft nicht in der Lage dazu, irgendetwas alleine und ohne Hilfe zu tun.» Ich verengte meine Augen zu schmalen Schlitzen. Ficker.
«Ich bin es nun mal nicht gewohnt, in Hotels ausgeführt zu werden, in denen Paris Hilton und ihr beschissener Hund wohnen könnten. Du scheinst ja öfter hier zu sein», sagte ich eine Braue in die Höhe ziehend. Edward lachte leise in sich hinein. Oh lieber Gott, bitte helfe mir diesen Abend zu überstehen, dieses Hotel ungefickt zu verlassen...
«Wie kommst du darauf?», fragte er mich breit grinsend und reichte mir die Karte. Ich zog fragend eine Braue in die Höhe, er schüttelte den Kopf. «Ich weiß schon was ich nehme.»
«Na ja, alle begrüßen dich. Die Empfangsschlampe scheint auch schon unter dir gelegen zu haben», sinnierte ich die Karte studierend und hob sie vor meinen Mund damit er das Grinsen nicht sehen konnte.

Gut, dieser Punkt ging dann wohl an mich.

«Amanda ...» Er biss sich kurz auf die Unterlippe, wahrscheinlich bei einer Erinnerung an die gelenkige Tussi.
«Nun, Darling. Das könnte daran liegen, dass das Plaza mir und Emmett gehört», fuhr er schließlich lässig fort und lehnte sich zurück, studierte amüsiert mein ungläubiges Gesicht.
Okay, vielleicht ging dieser Punkt doch nicht an mich.
«Was zum..? Wie..? Ich meine...Du und Anabolika-Cullen? Ich..aber...» Ich fand einfach nicht die richtigen Worte um auszudrücken, wie verblüfft ich über seine Aussage war. Dies war ein Nobelhotel. Wie zur Hölle konnte es zwei Studenten gehören?

«Geerbt», war seine Antwort und sein Gesichtsausdruck sagte mir, dass er nicht weiter darauf eingehen wollte. Aber wer war ich schon, dass ich Cullen einfach so in Ruhe lassen würde?
«Geerbt? Wie? Von deinen Großeltern?»
«Nein.» Nun klang seine Stimme hart und schneidend, was mich zusammenzucken ließ. Vielleicht war es tatsächlich besser, das Thema nicht mehr anzuschneiden.
Ein Kellner durchbrach das unangenehme Schweigen, welches zwischen uns herrschte. Er trug ein Frack und hatte ein höfliches Lächeln im Gesicht. Über seinem linken Unterarm hing eine weiße Stoffserviette. Er machte eine leicht angedeutete Verbeugung. Fick mich! Ich wurde noch nie so behandelt!!! Abgesehen davon, dass ich noch nie in so einem noblen Hotel...Bar, wie auch immer, war.
«Mister Cullen. Es ist mir eine Ehre, sie heute wieder hier begrüßen zu dürfen», sagte er mit Respekt in der Stimme. Oh Baby, fick mich. Cullen hatte es definitiv in sich. Ich meine scheiße, die Leute hatten Respekt vor ihm! Habe ich erwähnt, dass das sexy war? Gott. Warum ich nie etwas davon gehört hatte, dass die Cullen Brüder dieses Ding geerbt hatten, blieb mir nach wie vor ein Rätsel.
Hmm, vielleicht weil du mal wieder die New-York-Times lesen solltest, Swan?

Möglich. Aber ich hatte definitiv wichtigeres zu tun. Lernen für mein fucking Studium zum Beispiel.
«Guten Abend, Jared. Wie geht es Ihnen? Ist soweit alles in Ordnung?», antwortete Edward dem dunklen Typen.
«Danke der Nachfrage, Mr. Cullen, es ist alles bestens. Was darf es für Sie sein?», fragte er und hielt den Blick auf Cullen gerichtet.
«Isabella?», fragte Adonis rau und sah mich mit seinem Fickblick an. Oh Scheiße, ich sage dir, was es sein darf. Einen Fick auf dem Piano darf es sein!
«Ehm..Ja...Ich nehme einen Martini», sagte ich die Karte zuklappend und hielt sie diesem Jared hin. Cullen und ich nahmen kein einziges Mal den Blick voneinander.
«Für mich einen Johnnie Walker, Single Malt», kam es heiser über seine Lippen.

Tief durchatmen Bella. Du tust das alles nur für und wegen Tanya...

Jaahaaaa ...Gute Ausrede, Bella.

Aw, Fuck. Halt deine gottverdammte Klappe, Bitch,

Ich hasste diese Schlampe in meinem Kopf, die meinte, sich Gewissen nennen zu müssen. Zu oft schon, machte sie mir Dinge kaputt.
Jared nickte und nach einem respektvollen «Sehr wohl» machte er auf dem Absatz kehrt, um zurück zur Bar zu laufen. Ich sah hinüber und entdeckte hinter dem Tresen einen blonden Typen. Er mixte in Rekordzeit Drinks, für die Männer in Anzügen die auf den Hockern saßen, teilweise gelangweilt mit den Fingern auf dem polierten Holz herumtrommelten.
«Reiche, gelangweilte Businessmänner», hörte ich die Sexstimme sagen. Ich sah ihn an und stellte fest, dass er mich noch immer mit diesem heißen Blick beobachtete.
«Sie entspannen sich hier. Lassen ihren Tag, ihre Arbeit und ihre Frauen zu Hause.»
«Und kommen hierher um ihren Druck an irgendwelchen Schlampen rauszulassen?», fragte ich.
«Du scheinst zu vergessen, Darling, dass du hier über das Plaza redest», wies er mich bestimmend zurecht.
«Nun ja, Cullen, es ändert nichts an der Tatsache, oder? Auch wenn es ein Luxushotel ist und kein schäbiges Motel. Es ändert verdammt nochmal nichts an der Tatsache», zischte ich ihm zu. Gott, was war nur los? Ich meine, Sex ist doch nichts Verbotenes, wieso konnte er also nicht einfach dazu stehen, dass es auch hier in seinem Hotel den meisten Leuten nur darum ging. Meine Güte. Er seufzte tief und grinste mich an.
«Billiges Motel, mh? Dann weiß ich ja, worauf du stehst und muss nicht meine reservierten Joker verballern», grinste er mich an.

Ich beschloss das Thema Billiger-Fick-der-Businessmänner sein zu lassen. «Und...warum hast du gesagt, dass du...mir hier nicht zu nahe kommen wirst? Als wäre es für dich ein Hindernis, eine Frau vor Publikum zu ficken», sagte ich trocken und dachte an den Dreier in der Bibliothek zurück. Oh nein...Falsche Gedanken...Ganz falsche Gedanken...
«Isabella, man kennt meinen Namen. Gerade durch die-», er stockte, «Plaza-Sache. Ich kann unmöglich vor all diesen Leuten irgendetwas tun. Normalerweise bringe ich die Frauen sofort nach oben, in ein Hotelzimmer, um sie zu vögeln, wenn du es genau wissen willst. Aber hier unten kannst du dir sicher sein, dass ich meine Finger wohl oder übel bei mir behalten muss.» Er zwinkerte mir zu und mein Höschen lief über. Verdammt nochmal, was hatte ich heute verbrochen, dass mir nicht mal fucking trockene Unterwäsche vergönnt war?

«Das ist James», sagte Cullen. Ich hob fragend eine Braue. Er deutete mit einer Bewegung auf den blonden Barkeeper, dessen Zopf im Takt seiner Bewegungen hin und her schwang.
«Und weiter?», fragte ich gelangweilt.
«Ich habe vor zwei Jahren seine Freundin gefickt. Er hat es herausbekommen. Aber ich konnte ihn schnell beruhigen, indem ich ihm diesen Job als Barkeeper verschafft habe. Nun, natürlich ist er noch immer wütend und würde mir gerne eins auswischen. Das bedeutet, dass er der Erste wäre, der sich bei der Presse meldet wenn es darum geht, dass ich etwas Falsches tue.» Er lehnte sich ein wenig zur Seite und zog ein silbernes Zigarettenetui heraus. Als er es etwas höher hob, erkannte ich darauf die Initialen E.A.C in derselben geschnörkelten Schrift, wie sein Tattoo am Unterarm. Mit dem Daumen, schnippte er den Deckel lässig auf und hielt mir mir das Ding dann hin.
Mit einem Achselzucken nahm ich eine heraus. Ich rauchte nicht oft. Eher, wenn ich extrem gestresst, oder feiern war....Oder nach dem Sex. Manchmal, wenn er besonders befriedigend war. Besonders gut war, dann rauchte ich eine.  Nachdem ich sie mir herausnahm, zog er sich selbst eine hinaus, schloss das Etui und brachte als nächstes ein passendes, silbernes Zippo zum Vorschein, welches ebenfalls mit seinen Initialen verziert war. Ich runzelte die Stirn. Der Kerl war eindeutig sehr, sehr Stolz auf seinen beschissenen Namen.
Mit einem klick ließ er es aufschnappen und eine kleine Flamme wurde entzündet, die er mir hinhielt. Ich steckte mir die Zigarette an und er tat es mir anschließend gleich. Der leichte Benzingeruch, den das Feuerzeug verströmte, verpuffte, als er es lässig zuklickte.

«Du kennst die Bedingungen nicht, oder?», stellte ich, den Rauch auspustend, fest.
«Welche Bedingungen?», fragte er sichtlich irritiert. Dann führte er die Kippe an seine sinnlichen, vollen Lippen und.....Gott, nicht ablenken lassen, Bella.
«Die Bedingungen für ein Leben als Schlampe, Cullen», erwiderte ich trocken.
«Ach ja, und die wären?» Er zog amüsiert seine Braue in die Höhe.
«Erstens ; Niemals jemanden ficken, der vergeben ist. Zweitens, Bettgeschichten bleiben geheim, soweit es möglich ist. Drittens ; Nicht die Ex oder auch den nicht , mit dem vorher eine Freundin gefickt hat, oder zusammen war.» erklärte ich meine ganz persönliche Liste und zog erneut an der Kippe.
«Isabella, ich denke du weißt, dass ich mich weder an Regeln, noch Bedingungen halte, nicht wahr?» Er starrte mich an, zog an seiner Kippe und sah einfach nur verdammt sexy aus. Gott, fick den Scheiß. Ich wollte ihn in mir fühlen...Hart...unsanft...und immer wieder...

In diesem Moment kam der Kellner Jared mit unseren Getränken zurück. Noch immer hatte er diese abgefuckte Stoffserviette über seinem linken Unterarm hängen.
Er stellte zwei gläserne Untersetzer auf den Tisch und platzierte meinen Martini und Edwards Johnnie darauf. Dann verschwand er nach einem letzten, höflichen Nicken wieder.

«Du stehst auf Whisky, huh?» Warum interessierte es mich, was zur Hölle er mochte? Aber Whisky war so sexy....
«Mein bester Freund. Schlampen gehen, Walker kommt.» Er prostete mir zu und nippte dann an seinem Glas, ich tat es ihm gleich.
«Cullen, du bist nicht halb so toll, wie du denkst. Also hör auf mit diesem arroganten Gehabe», verdrehte ich die Augen, stellte mein Glas ab und drückte die Zigarette aus.
«Nicht? Warum starrst du mich dann ununterbrochen an?», fragte er selbstgefällig.
«Ich uhm....habe dich nicht angestarrt....sondern dein Tattoo..», redete ich mich heraus.
«Yepp. Weil es dich anmacht. Aber Baby, mach dir nichts draus. Ich finde den Scheiß auf deinem Fuß auch unglaublich heiß.»

Jah, Baby. Fick mich hart. Oh Gott....

«Es macht mich nicht an...ich...Ich versuche nur herauszufinden, warum zum Teufel du und Emmett so stolz auf euren Nachnamen seid.»
«Weil wir es uns leisten können», war seine schlichte Antwort.
«Okay Mister Arrogant. Könntest du bitte aufhören, ständig in Rätseln zu sprechen? Was hat es mit dem Hotel und eurem ach so tollen Namen auf sich?» Ich wurde unglaublich neugierig....Wie viele Fotzen konnten schon von sich behaupten, irgendetwas von Cullen zu wissen? Ich wollte definitiv eine von denen sein, die es taten.
«Du solltest deine Nase nicht in Dinge stecken, die dich nichts angehen, Swan», sagte er lediglich. Nun drückte auch er seine Kippe aus.
«Tue ich aber. Und warum zur Hölle bist du so ein skrupelloses Arschloch?»
«Das bist du auch», konterte er.
«Arschloch? Ja. Skrupellos? Nein.»
«Nun, aber du fickst ohne Liebe, richtig?»
«Das geht dich gar nichts an, Bastard», zischte ich wütend. Innerhalb weniger Sekunden war die Luft zwischen uns gespannt. Zum Zerreißen gespannt.
«Aah, ich liebe dein Temperament», seufzte er. «Nun, jetzt weißt du wenigstens was ich meine. Mein Leben geht dich nichts an. Aber meinen Schwanz kann ich dir gerne vorstellen, Darling.» Er trank sein Glas leer und gab Jared ein Zeichen das ihm sagte, er solle es füllen.

«Cullen. Fick dich. Fick dich einfach», war meine wütende Antwort darauf.
«Isabella, ich habe dir gesagt, dass ich es nicht leiden kann wenn sich jemand nicht an sein Wort hält. Also halte dich an deines und benimm dich, hasse mich ab morgen wieder. Oder ich werde meines vergessen und dich nicht hier raus lassen, ehe ich dich mindestens vier Mal gefickt habe», sagte er mit seiner dominanten Stimme von vorhin. Oh Gott. Seine Worte ließen ein Feuer in mir auflodern...Na ja okay, sagen wir einfach, dass seine Worte mich verdammt geil machten.

Alles für Tanya. Alles für Tanya.

Obwohl ich auch hätte absagen können, doch daran dachte ich in dem Moment, indem ich Cullen diese Bedingung stellte, nicht.
Hättest du es dir in der Dusche vorher nicht selbst besorgt, sondern über diesen Scheiß nachgedacht, wärst du vielleicht darauf gekommen. Na klasse, danke Gewissen. Danke. Halt die Klappe echt. Langweil mich, scheiße noch eins, nicht. Nicht jetzt.

Ich war nun einmal ein ehrlicher Mensch und dies gefiel nicht jedem. Aber gut, heute war es zu Cullens Vorteil, denn er hatte was er wollte : Sein verdammtes Date, während ich in Gedanken von ihm durchgenommen wurde und Tanya heulend zu Hause oder bei Rosalie saß.

«Und du willst doch nicht, dass ich mein Versprechen breche, oder Isabella?», fragte er eindringlich.
«Nein.» Doch...
«Dann halte dich an deines», erwiderte er scharf und bestimmend.

Jared tauchte erneut auf und füllte sein Glas, während ich - um mich abzulenken und mich nicht zu sehr auf seine rauchige Sexstimme zu konzentrieren - an meinem nippte. Als ich meinen Kopf in den Nacken warf, um die Flüssigkeit besser schlucken zu können, fiel mein Blick auf eine Türe, die etwas abseits des Raumes lag. Sie öffnete sich und ein gestresster Mann kam zum Vorschein, der sich ununterbrochen mit der Hand durch sein Haar fuhr. Neben ihm lief eine attraktive Dunkelhaarige in einem eleganten Abendkleid her und wirkte meiner Meinung nach, ziemlich angepisst.

«Was ist hinter der Tür?», fragte ich interessiert als Jared verschwand. Edward hob seine Augenbrauen und lehnte sich weiter zu mir herüber. «Das ist der Entartainment Room», erklärte er mir mit einem Schmunzeln. «Hmm...Darunter stelle ich mir ein Zimmer vor, in dem verschiedene Menschen hemmungslosen Sex haben. So wie...Ein Swinger Club.»
«Nein, Isabella. Ich sollte wohl wirklich mit unserem Innenarchitekten reden, da du dich ja anscheinend wie in einem billigen, schäbigen Motel fühlst.», er schüttelte belustigt den Kopf. «Er ist zum Pokern, Billard Spielen...Wie der Name schon sagt, Entertainment.» Er lächelte..wissend. Oh Gott, was hatte der Ficker schon alles in diesem Zimmer getan??

«Ich poker gerne. Ich stehe auf Glücksspiele. Und du Isabella? Pokerst du gerne?», fragte er heiser und kam mir noch näher.
Oh mein....Ich spürte seinen Atem auf meinem Gesicht...Er roch so gut....«Ich kann...nicht pokern», antwortete ich wie hypnotisiert. Edward lachte leise, und strich sich über den Nacken.
«Nun, ich könnte es dir beibringen.» Was genau meinte er jetzt? Wie man pokert? Ich meinte einen Unterton aus seiner Stimme herauszuhören, der nicht nach Glücksspiel klang.

Und ich nickte trotzdem.

«Das Spiel ist wie das wahre Leben, Isabella» sagte er, hob sein Glas an und ließ seinen Johnnie hin und her schwanken. «Zunächst, darfst du nie dein Pokerface verlieren. Es ist wichtig, dass du es beherrscht deine Mitspieler in die Irre zu führen und ihnen nicht zu viel preizugeben. Niemals darf deine Strategie beim Pokern durchschaubar sein.» Wieder ein Nicken meinerseits. Ich konnte mich auf nichts konzentrieren, als seine vollen Lippen...Oh ja Baby..sprich weiter...
«Je nachdem wie hoch die Gewinnchancen auf deiner Hand sind, gehst du mit oder steigst aus. Dabei darfst du deinen Gegenspieler nie unterschätzen. Die Menschenkenntnis muss stark ausgeprägt sein...Du musst hinter die Fassade sehen können.»
«Und das kannst du?», fragte ich in provokanter Stimmlage. Er zog eine Braue in die Höhe.
«Ich kann einiges, Isabella, von dem du keine Ahnung hast....Noch nicht.» Er starrte mich eine Weile intensiv an, vollkommen ernst. Sein glühender Blick ließ mich unwillkürlich schaudern.
«Der Einsatz, die Chips, fallen alle dem Spieler mit der stärksten Hand zu. Wenn du bluffst, dein Pokerface aufbehältst, trotz schwacher Hand, ist es dir möglich auch so zu gewinnen. Du musst nur wissen, wie du täuschst.» Sein Gesichtsausdruck wurde nachdenklich....Dann grinste er wieder sein Grinsen. Aw Ficker, was hast du jetzt wieder vor?

Er beugte sich über den Tisch und betrachtete mich eindringlich ehe er weiter sprach. «Go all in, Isabella. Setz all deinen Einsatz auf mich. Wenn du deine Karten richtig spielst, wirst du schon sehen, was der Gewinn bei der Sache ist. Riskiere es.» Ein weiterer Blick wurde ausgetauscht, der mir unter Mark und Bein ging. Seine grünen, wissenden Augen verrieten mir, dass er genau wusste was mir durch den Kopf ging. Er wusste, dass ich mich von ihm flachlegen lassen wollte. Ja, er wusste es. Edward war ein Mann, der alles und jeden durchschauen konnte. Ich denke, dass er geschult darin war.

Ein perfekter Pokerspieler, mit dem perfekten Pokerface.

«Bist du mutig, Isabella?», hauchte er mit belegter Stimme. Fuck ja, ja ich war mutig...Ich wollte ihn so sehr...
«Uh-Huh..», war meine genickte, weniger geistreiche Antwort darauf. Cullen schmunzelte, seine Lippen schwebten direkt vor meinen, als er sich noch weiter nach vorne lehnte und das Glas abstellte. «So, let the Games begin», wisperte er, sah mich, verfickt nochmal, durch seine langen Wimpern an, senkte seine Augenlider um ein paar Millimeter....Scheiße, er war so heiß. Und wie alles andere an seinem Körper, waren seine Wimpern so lang....Er kam mir näher...und näher......Und...

Stand abrupt auf.

Was zum...? Verwirrt schüttelte ich den Kopf, sah zu ihm hinauf. Dieses süffisante Grinsen, was - by the way- das Heißeste überhaupt war, zierte seine markanten Gesichtszüge. Er reichte mir seine Hand....Okay, Augen zu und durch. Ich stand tief durchatmend auf, reichte ihm vorsichtig meine Hand....Er zog mich zu sich hoch und unsere Nasenspitzen berührten sich fast. Ich spürte wie sein herrlich warmer Atem auf meiner Haut aufkam. Stopp den scheiß. Ich war definitiv kurz davor zu resignieren und vor ihm auf die Knie zu gehen.
«Ich weiß, was du denkst. Und Isabella glaube mir, ich würde nichts lieber tun, als dich hier und jetzt durchzuficken», flüsterte er. Seine Lippen waren nur eine kleine Bewegung von meiner Haut entfernt....Oh Gott...

Dann tu es doch.....bitte......

Tanya, Tanya Tanya Tanya Tanya Tanya....

Ich war kurz davor, ihn anzuflehen, dass er mich entweder nehmen oder diese Andeutungen lassen sollte, denn sie machten mich schwach und brachten meinen Körper zum Hyperventillieren.
«Warum?», war meine schwache Antwort darauf.
«Warum, was?» Er legte seinen Kopf schief und trat ein paar Zentimeter zurück. Nur ein bisschen Luft zum Atmen....Atmen. Gutes Stichwort. ATME BELLA!
«Warum bist du jetzt auf einmal so scharf darauf, mich zu vögeln? Bis vor zwei Wochen, hatten wir noch gar keinen Kontakt zueinander.» Er zuckte die Achseln.
«Seitdem die Sache zu Tanya gelaufen ist, bist zu mir aufgefallen. Isabella, deine leidenschaftliche Wut ist heiß. Kein verdammter Typ, der weiß für was er seinen Schwanz herzunehmen hat, würde bei so etwas widerstehen können.» Er zog seine Unterlippe zwischen seine geraden Zähne, seine Augen blitzten auf. Oh Gott.....Wieder starrte ich ihn gefühlte Stunden an. Er war einfach eine Klasse für sich.
«Gehen wir», murmelte ich den Kopf schüttelnd und mit einem leisen Lachen griff er erneut nach meiner Hand und führte mich in das Nebenzimmer.
«Let's play», flüsterte er mit verführerischer Stimme, als ich am Türdurchgang und er hinter mir stand.

Es war atemberaubend. Größer als man es annahm von außen. Die Wände waren ebenfalls weiß-gold, das Zimmer glich einem ganzen verdammten Casino. Es gab Black-Jack Tische, Roulettetische, Billardtische...Und der zum Pokern war gerade frei. Etwas weiter hinten, befand sich ebenfalls eine Bar, die der im Vorzimmer eins zu eins glich.
Edward führte mich zum Pokern, wo der Dealer gerade die Chips sortierte und die Karten mischte.
«Wir werden zu zweit spielen, Paolo. Alleine», sagte er mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete. Oh nicht, dass ich ihm wiedersperechen wollte. Ganz und gar nicht.
«Ohhh, Mr. Hotelerbe kennt auch hier die Namen. Die der Männer, sogar», stichelte ich leise um meine Nervosität zu überspielen.
«Natürlich Isabella, ich weiß was Anstand ist. Ich bin durchaus in der Lage, mir auch die Namen derer zu merken, mit denen ich nicht schlafe», flüsterte er mir mit leiser Stimme zu und strich mir eine Locke hinter mein Ohr.

http://www.youtube.com/watch?v=jvQgBrQnqzk
(BitterSweet-Dirty Laundry)


Wir ließen uns am ovalen, grünen Pokertisch nieder, so dass wir uns gegenüber saßen. Auch hier wurde Cullen respektvoll begrüßt. Hatte ich da gerade Angst in der Stimme des Dealers gehört? Ich schüttelte belustigt den Kopf. Weichei. Die Mindesteinsätze, wurden bestimmt.
Er teilte die Karten aus, jeder von uns beiden bekam fünf Stück. Edward sah mich lange an und ich hielt seinem Blick stand....Dann griff er nach den Karten, bog sie ein wenig durch, so dass er einen Blick darauf hatte. Ohne die Miene zu verziehen, legte er sie schließlich wieder unaufgedeckt vor sich ab. Ich nahm meine Karten direkt in die Hand und behielt sie auch dort - ich hätte nach spätestens drei Minuten sowieso vergessen, was ich für welche hatte. Der Dealer schob mir und Edward perfekt gestapelte Türmchen an Chips zu, und mein Herz begann zu rasen.. Die Grundregeln vom Pokern kannte ich natürlich doch wirklich gespielt hatte ich es nie. Meine Augen huschten zu Edward, welcher sich gerade lässig grinsend eine Zigarette anzündete, sich zurücklehnte. Oh dieses Arschloch war so heiß, mit seinem gottverdammten Drei-Tage-Bart.

Die ersten drei Runden spielten wir nicht wirklich. Es wurde immer nur geschoben, ausgesetzt...Und Edward kippte einen Whisky on the Rocks nach dem anderen herunter, rauchte eine Kippe nach der Anderen... Es war mir ein Rätsel, wie er uns beide noch heil nach Hause befördern wollte.
In der vierten Runde, ging es dann los. Die Karten auf meiner Hand sahen nicht besonders gut aus. Um ehrlich zu sein waren sie beschissen. Nur unbedeutende, bunte Zahlen. Nervös biss ich mir auf die Unterlippe, sah zu Edward, der nachdem ich checkte, eines seiner Türmchen in die Mitte schob, seine Kippe zwischen den Lippen hängen ließ und sein Pokerface perfekt aufbehielt. Oh fuck Ja! Big Daddy war ein Spieler. So, let the Player play, right? Ich zog eine Braue in die Höhe, was er mit einem leichten Grinsen erwiderte. Er nahm mit zwei Fingern die Zigarette aus seinem Mund und pustete den Rauch in meine Richtung.

Er provozierte mich....Oh nein Bastard, so nicht! Ich ging mit, in der Hoffnung, dass er bluffte oder was auch immer, doch er schob nur ein weiteres Türmchen in die Mitte. Aw, jetzt wurde es kritisch...ich war immerhin kein Millionär oder was auch immer er war. Und obwohl es an meiner Würde kratzte - vor allem aber an meinem Ego - murmelte ich ein «Fold.» Edward grinste breit, als hätte er es geahnt. Er deckte seine Karten auf und ich hatte einen perfekten Blick auf sein High-Card. Ass, König, Joker, eine Sieben, eine Vier. Fuck! Der Dealer schob ihm den gesamten Pot zu, was ich mit zu Schlitzen verengten Augen quittierte.

Neue Karten wurden ausgeteilt und die Prozedur wiederholte sich. Auch dieses Mal spielten wir nicht, was sich in den nächsten zwei Runden auch nicht änderte. Seine glühenden Blicke auf mir, ließen eine unerträgliche Hitze durch mich hindurch strömen und es lenkte mich zur Hölle ab. Es war so oder so nicht meine Stärke, mich lange auf etwas zu konzentrieren, doch er machte es mir noch schwerer.
Bei der nächsten Runde wurde es dann kritisch. Die Türmchen in der Mitte häuften sich, als neue Karten ausgeteilt wurden. Ich sah seufzend auf mein Blatt und musste mich zusammenreißen, um meine Augen nicht zu weiten und erfreut zu jubeln. Anscheinend konnte auch ich mal Glück haben ; Flush. Gespielt gelangweilt, ließ ich meine Augen zu Mr.Perfect wandern, welcher mich abwartend anstarrte und ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch herumtrommelte.

«Hmm...» Ich wog abschätzend den Kopf hin und her, sah auf mein Blatt, in sein Gesicht...Dann seufzte ich und beugte mich vor. Edward erstarrte in seiner Bewegung, seine Augen hafteten auf meinem Ausschnitt. Langsam leckte ich mir über die Lippen, sah ihm ins Gesicht..Er schluckte und presste seine Kiefer hörbar aufeinander. Ich nahm sein Zigarettenetui, welches noch immer neben ihm auf dem Tisch lag, fischte ohne ihn aus den Augen zu lassen eine Kippe heraus, und führte sie dann zu meinen Lippen. Ehe Edward reagieren konnte, wurde mir ein entzündetes kleines Feuer unter die Nase gehalten und ich schaute überrascht auf. Es war der gut aussehende Dealer,-ich kam nicht drum herum, ihn trotzdem als Weichei zu betiteln. Grinsend pustete ich Mr. Big-Dick den Rauch ins Gesicht, bedankte mich bei Paolo und ließ mich zurück auf meinen Platz fallen. Mit einem niedergeschlagenen «Bet» schob ich den Einsatz in die Mitte, zog an der Kippe und sah Cullen abwartend und gespielt nervös an. In Wirklichkeit war ich mir meiner Sache nun vollkommen sicher.

Er zog eine Braue in die Höhe, sah vom Einsatz in der Mitte, wieder in mein Gesicht. Dann schüttelte er amüsiert grinsend den Kopf und ging mit. Ja Baby, komm zu Mommy.
«No Risk, No Fun», seufzte ich.
«Du lernst schnell, Babe.» Ohja Cullen, und wie schnell ich lerne.
«All in», sagte ich. Edwards Augen weiteten sich ungläubig. Ich zog nur eine Braue in die Höhe, woraufhin er mir fest in die Augen sah, offensichtlich nach irgendwelchen verborgenen Hinweisen darin suchte, doch ich ließ es nicht zu. Er verengte wieder seine Augen, ließ ein spöttisches Schnauben heraus und ich deckte meine Karten mit einem zufriedenen Grinsen auf.
Er legte den Kopf schief, musterte mein Blatt mit ausdrucksloser Miene....dann deckte er auf.

Royal Flush? Was zum....? Fuck, scheiße,......FUCK verdammt!

Ungläubig musterte ich ihn, er starrte schmunzelnd zurück.

«Ich sagte bereits; Ich gewinne bei allem. Immer. Ich sagte doch, du solltest es dir merken, Isabella. Ich bin ein Gewinner, Darling. Bei allem.»
Ich sprang von meinem Stuhl auf ; Ich war ein absolut schlechter Verlierer. Wirklich. Schon als ich noch klein war, und bei "Mensch ärger dich nicht!" verlor, kam es vor dass ich schreiend durch unser Haus rannte, bis meine Mum mich dann bei der nächsten Runde extra gewinnen ließ.

Aber Cullen war nicht meine Mum.

Cullen war ein Arschloch.

Er stand nun ebenfalls auf und kam mit diesem Grinsen, welches er wohl 24 Stunden auf dem Maul trug, auf mich zu.
«Du hast nicht fair gespielt», klagte ich ihn an.
«Mehr als fair, Isabella.»
«Du hast den Dealer bestochen, damit er dir gute Kraten gibt, nicht wahr?»
«Nein. Du hast schlicht und einfach gegen mich verloren. Nimm es so hin, Süße. Jeder der es probiert, verliert gegen mich», grinste er süffisant.
«Ist das so?», fragte ich herausfordernd. Er lehnte sich gegen den Tisch.
«Yepp.»
«Reif für ne' Runde Billard, Cullen?», fragte ich. Er kicherte amüsiert.
«Wenn du bereit bist, ein weiteres Mal zu verlieren.»
«Fick dich. Ich werde nicht verlieren.»

Billard und ich verstanden uns äußerst gut. Als ich ungefähr 16 Jahre alt war, trieb ich mich mit Tanya gerne in diesen Rockerbars herum. Wir zockten die harten Kerle dort einen nach dem anderen beim Billard ab. Isabella Swan wusste nun einmal,wie man mit Kugeln umging.
Cullen und ich starrten uns einen Moment an, wobei ich einfach nur wütend über die Tatsache war, verloren zu haben.
«Wir werden sehen», säuselte er grinsend. Ich schnaubte verachtend und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Billardtisch.

Die Kugeln waren bereits in einem perfekten Dreieck in der Mitte des Tisches formatiert. Arschloch reichte mir - Gentleman der er war - einen der Queues und griff dann nach dem Zweiten für sich selbst.
«Lady's first», nickte er mir zu und lehnte sich gegen die Wand hinter mich, winkelte ein Bein an und stützte sich auf seinem Billardqueue ab. Ich warf ihm einen misstrauischen Blick über meine Schulter hinweg zu und schüttelte den Kopf. Ganz ruhig Bella....
Ich beugte mich also vor, zielte mit meinem Queue die weiße Kugel an. Ha, Cullen. Es wurde Zeit dass ich dem Pisser zeigte, was in mir steckte. Ich verengte meine Augen, holte aus und wollte gerade zustoßen, als ich etwas kaltes unter meinem Rock, direkt an meinem Oberschenkel spürte. Ich schrie erschrocken auf, die Kugeln landeten nicht dort, wo sie landen sollten....Schnell fuhr ich herum und vor mir stand ein süffisant grinsendes Arschloch. Oh mein Gott. Was zum...?

«Fuck Cullen. Du wolltest mich nicht anfassen!», fauchte ich ihn an. Er steckte sich erneut eine Zigarette an, ehe er antwortete.
«Ich habe in keiner Weise mein Versprechen gebrochen, Isabella» und mit einem Kopfnicken, deutete er auf seinen Billardqueue.
«Verdammtes Arschloch. Das war nicht fair!»
«Wer ist das schon noch?», seufzte er sich durch sein Haar fahrend.
«Sieht aus, als wäre ich an der Reihe einzulochen, huh?» Wütend stampfte ich mit dem Fuß auf.
«Nein. Ich darf nochmal! Das war gegen die Regeln.»
«Ich bitte dich», lachte er. «Wo bleibt der Spaß, beim fairen Spielen?»

So war das also.

Was er konnte, konnte ich schon lange. Ich stützte mich mit den Händen am Rande des Tisches ab und beobachtete ihn, als er langsam zur anderen Seite, mir gegenüber schlenderte. Die Kippe hing ihm lässig zwischen den Lippen, als er sich vorbeugte und zielte.
Nun setzte ich mein eigenes hinterhältiges Grinsen auf, stützte mich auf meine Ellbogen und presste meine Brüste somit zusammen, wodurch sie mehr als deutlich aus dem Ausschnitt der Bluse herausragten. Um auf mich auf merksam zu machen, ließ ich einen tiefen Seufzer raus. Mit gerunzelter Stirn, sah Cullen von seiner Position zu mir hinauf. Sein Blick fiel abermals direkt auf mein Dekolletee. «Scheiße», knurrte er und verfehlte nun selbst die Löcher.

«Tja, Cullen. Das war wohl nichts», erwiderte ich gespielt bedrückt.
«Es war deine Schuld. Fuck Isabella.» Er wirkte wirklich wütend, als er sich aufraffte und ebenfalls am Tisch abstützte.
«Hmmm....», murmelte ich, strich mit meinen Fingerspitzen über meinen Hals und immer wieder über mein Schlüsselbein, wobei ich ihn betont geistesabwesend musterte. Cullen schluckte deutlich.
«Wer ist schon noch fair?», wiederholte ich seine Worte seufzend und grinste ihn charmant an. Er verengte seine Augen zu schmalen Schlitzen, ließ mich nicht aus seinem Blick, während ich langsam auf ihn zu lief, da ich nun an der Reihe war.

Er stand direkt neben mir, lehnte sich auf seinen rechten Ellbogen. Ich beugte mich abermals vor, zielte und versuchte seinen Geruch zu ignorieren, den ich heute Abend sicherlich nicht mehr aus meinem Kopf bekommen würde. Ich versteifte mich, als ich schon wieder das eine Ende des Billardqueues an meinem nackten Bein spürte. Nicht in der Lage dazu, mich auch nur einen Millimeter zu rühren, verharrte ich in meiner Position, zählte gedanklich immer wieder bis zehn und schloss die Augen. Der Queue strich über meine Wade....hinauf zu meiner Kniekehle...Ich hätte ja was sagen können, aber zur Hölle es ging nicht. Kein verdammtes Wort entwich meinen Lippen.
«Ich erreiche mein Ziel immer, Isabella. Und ich verfehle niemals die Löcher», raunte er mir heiser zu. Oh Gott...«Du wirst verlieren.» Seine Stimme klang hypnotisch und gleichzeitig verführerisch. Als ob er mich locken wollte. Oh Ja, Big Daddy...Lock mich....Der Queue fuhr höher, zu meinem Oberschenkel.
«Und es wird der Tag kommen, andem ich auch dich für mich gewinnen werde.» Sein heißer Atem strich über meine Haut, der Queue streifte meinen Hintern....«Ich kann es kaum erwarten, deine Geheimnisse aus dir herauszuficken.» Er zog meinen Slip mit diesem gottverdammten Queue zur Seite, streifte die nackte Haut meines Hinterns....

«Und jetzt, Isabella», hauchte er. «...Spiel!»

Und als wäre er eine Art Gott, oder was auch immer, lockerte sich mein verkrampfter Griff um den Billardqueue, und ich stieß zu. Fuck, was war der Kerl? Ein fucking Therapeut, oder Hypnotiseur!? Er hätte sicherlich eine Menge verdient, wenn er auf einem Vergnügungspark, in einem dieser Zelte....

Natürlich verfehlte ich mein Ziel vollkommen.

Ich weiß nicht, wie lange wir an diesem verdammten Tisch standen und spielten, doch wir kamen zu keinem Ende. Bei jeder neuen Runde, lenkten wir uns beide dermaßen gegenseitig ab, dass wir einige Stunden später noch immer - glaubt es oder nicht - keine einzige verdammte Kugel versenkt hatten. Es war unmöglich, seine perfekte Gestalt zu ignorieren. Wir tranken und stichelten die ganze Zeit über. Man könnte sagen, wir hatten fast Spaß. Es war so voller Reiz sich anzuheizen und genau zu wissen man wird keinen verdammten Sex haben. Die Bar leerte sich langsam, es waren kaum noch Leute anwesend und mein Magen knurrte plötzlich, was mich genervt aufstöhnen ließ.

«Hunger?», fragte er und zog eine Braue in die Höhe. Ich nickte.
«Ja, du solltest mich allmählich nach Hause bringen.» Als ich auf die Uhr sah, die über dem Eingang hing, weiteten sich meine Augen. Es war schon knapp 2 Uhr in der Nacht. Der Ficker hatte mich tatsächlich dazu gebracht, die Zeit zu vergessen.

«Komm mit», sagte er, legte unsere Queues beide zur Seite und schlang erneut einen Arm um meine Taille. Er lotste mich aus dem Zimmer, aber nicht wie ich erwartet hatte zum Ausgang des Hotels, sondern nach links, wo er erneut eine Türe öffnete. Wir befanden uns im Restaurant des Plaza's wo es dunkel und vor allem Menschenleer war. Ich runzelte die Stirn. Was zur Hölle wollte er in einem geschlossenen Restaurant?
Er sprach nicht, sondern führte mich weiter nach hinten, zu den weißen riesigen Flügeltüren, die er lässig mit seiner linken Hand öffnete. Und wir befanden uns in einer riesengroßen Küche. Natürlich befand sich kein Personal mehr in ihr, da sie eigentlich schon lange geschlossen war. Aber na ja, das hier war Cullen und es hätte mich ehrlich gesagt gewundert, wenn er mit mir zum McDonald's gefahren und mir einen Burger in die Hand gedrückt hätte.
Cullen ließ von mir ab und deutete mir, mich auf den Tresen zusetzen. Ich hatte viel zu großen Hunger, und war viel zu müde, als dass ich hätte widersprechen können, also nahm ich auf der riesigen Anrichte platz.
Mit dem Rücken zu mir, nahm er einige Sachen aus dem überdimensional großen Kühlschrank und hantierte dann an der Anrichte mir gegenüber herum. Ich hatte einen perfekten Ausblick auf seinen knackigen Arsch, der in der Levis nur zu gut zu Geltung kam....Oh ja, dieser Mann wusste was er tat, und er hatte es definitiv in sich.

Seufzend zog ich meine Stilettos aus und ließ sie auf den Boden fallen. Es erregte seine Aufmerksamkeit und er sah mich über seine Schulter hinweg an.
«Nicht dein Ding, huh?», fragte er und sah wieder nach vorne.
«Nein. Ich stehe auf Chucks, Sneakers...Und all den Mist», antwortete ich und begann meine Beine hin und her zu schwingen, während ich an meinem sehr rot lackierten Fingernagel herum piddelte.
«Ich stehe auf den Scheiß. Sie lassen deine Beine länger wirken und....Fuck, dein Tattoo zum Vorschein kommen. Hast du noch mehr?», fragte er. Ich grinste.
«War das gerade ein Kompliment Mr. Cullen? Ja. Ich habe noch ein weiteres....Was ist mit dir?»
«Exakt das war es. Yepp, ich habe auch noch eins am Körper.»
«Huh?», fragte ich irritiert. «Tanya hat mir nur von einem erzählt.»
«Tanya», er lachte spöttisch auf, «Tanya weiß gar nichts. Wobei es interessant ist zu wissen, dass ihr über mich gesprochen habt, wo du mich doch so sehr hasst.» Das Grinsen in seiner Stimme war nicht mehr zu überhören.

Er drehte sich herum und kam mit einem Teller beladen mit Sandwiches auf mich zu. Ich schnappte mir eins, biss herzhaft hinein und beobachtete stirnrunzelnd Cullen beim Essen, als er sich an den Tisch in der Mitte des Raumes lehnte. «Oh, der Meister himself macht was zu Essen, gut Cullen, gut. So viel Engagement hätte ich dir nicht zu getraut.» Ich wusste nicht wieso es mich so anpisste, dass er Essen für uns machte. Aber das tat es. Ich seufzte. Wie gesagt, mein erstes wir-werden-keinen-Sex-haben-Date seit 3 Jahren.
«Wenn du nur eine Ahnung davon hättest, wie sehr ich mich engagieren wollen würde. Bei dir. In dir.» Nach einem eindringlichen Blick fuhr er fort.
«By the Way - Wie geht es Tanya?», fragte er mit einem selbstgefälligen Grinsen.
«Dumme Frage, das müsstest selbst du, als dummer Mensch wissen», erwiderte ich patzig.
«Isabella, vergiss nicht, dass auch du daran Schuld bist, dass es ihr beschissen geht.»
«Ach ja? Natürlich wollte ich, dass du Schluss machst, aber Himmel Cullen, du hättest sie nicht so verarschen müssen. Und wie ich dich kenne, hast du es ihr nicht gerade schonend beigebracht, hast du?»

Schmunzelnd schüttelte er den Kopf. «Nein.»
«Oh....Cullen. Was hast du getan?»
«Ich habe ihr gesagt, wie es ist. Aber vorher habe ich sie noch einmal gefickt», erklärte er, als wäre es das Normalste der Welt.
«Verdammt, Cullen! Such dir das nächste Mal eine, die auf nichts Ernstes aus ist. Such dir verflucht nochmal eine, die weiß, dass es mit dir nicht mehr als Spaß ist. Hör endlich auf die Herzen der Frauen zu brechen. Es gibt genug, die genauso denken wie du!», fuhr ich ihn an.

Er schien einen Moment darüber nachzudenken, wog abschätzend den Kopf hin und her...«Also eine wie dich, huh?», fragte er eine Weile später.
«Oh nein...Schlag dir das ganz schnell wieder aus dem Kopf!» Nein...nimm mich...
«Oh Darling, du hättest sicherlich die Hälfte an Frauenherzen, die noch folgen wird, vor mir gerettet, wenn du dich jetzt auf mich eingelassen hättest», säuselte er.
«Fuck. Lass das verdammt nochmal, Arschloch. Ich hasse dich und das schließt deinen Schwanz mit ein», stellte ich klar.

Oh scheiße, wenn er nicht aufhörte.... Ich war alleine mit ihm...in einer Küche...Einer großen Küche....Aw ja, ich liebte Sex auf Küchentresen und Anrichten.
...Und wieder sah er mich an, als wüsste er ganz genau, woran ich dachte. Scheiße! Ich musste eindeutig an meiner Mimik arbeiten.
«Du solltest froh sein, dass ich zu meinem Wort stehe. Scheiße, du weißt gar nicht, was ich mit dir anstellen würde, wenn-»
«Nein Stopp. Bitte!», entwich es mir. Cullen sah mich wissend an, grinste und stopfte sich den letzten Rest seines Sandwiches in den Mund.

Es dauerte anschließend ungefähr 10 Minuten, ehe wir beide das Hotel verließen. Draußen war es vollkommen dunkel. Edward und ich erreichten sein Motorrad. Er legte mir wortlos seine Lederjacke um die Schultern und half mir auf, was ich nicht ablehnte, denn ich war verdammt müde und wollte nur noch in mein Bett...
Er stieg ebenfalls auf, diesmal legte ich freiwillig meine Arme um seinen Oberkörper. Sein Geruch, der nun mit reichlich Zigarettenrauch und Whisky vermischt war, strömte mir entgegen.
«Halt dich fest», sagte er und ich rückte noch näher an ihn heran. Ich meine, die Gedanken sind doch frei oder? Und falls, eventuell -möglicherweise -irgendwann meine sexuellen Fantasien Goodbye zu mir sagten, könnte ich an seinen Duft, seinen fucking unglaublichen Duft denken.

Und dann geschah plötzlich etwas, was ich mir niemals wirklich erklären konnte.
Edward startete das Fahrzeug, fuhr aber nicht sofort los. Die Vibrationen, die von dem Motor verursacht wurden, schossen direkt in meine, nur vom Slip bedeckte Mitte. Ich keuchte erschrocken auf, krallte unbewusst meine Hände durch den Stoff seines Button-Downs. Oh mein Gott....Die Hitze schoss durch jeden Winkel meines Körpers.....

Edward sah mich über seine Schulter hinweg an, zog eine Braue in die Höhe und musterte mich schweigend. Ohne mich aus den Augen zu lassen, ließ er den Motor ein weiteres mal aufheulen und eine weitere Vibration schoss durch meinen Körper. Ich stöhnte, meine Lider fielen zu. Ich rückte noch näher an ihn heran, das Gefühl kombiniert mit seinem Körper, war einfach zu berauschend.
Als ich meine Augen öffnete, sah ich ihn grinsen - er hatte verstanden, was los war.

«Lass uns fahren, Baby», wisperte er mit seiner erotischen Stimme, die mich in diesem Moment nur noch mehr anmachte. Er raste nicht so sehr, wie auf der Hinfahrt, sondern fuhr gemächlich und langsam, wobei er den Motor immer wieder aufheulen ließ. Am Rande bekam ich mit, dass er über Kopfsteinpflaster fuhr.
Ununterbrochen hatte ich die Augen geschlossen, genoss den Wind in meinem Gesicht, und das abgefuckt gute Gefühl in meinem Körper. Das war gut, so gut.
Die Vibrationen zwischen meinen Beinen verursachten, dass ich begann meinen Unterleib im Takt auf dem weichen Leder zu reiben, meine Nägel tiefer in Edwards Bauch zu krallen. Ich hörte ihn hin und wieder seufzen oder stöhnen. Eindeutig,- ich machte ihn an und dieses Wissen, machte mich wiederum noch mehr an.

Er beschleunigte das Tempo, um dann wieder langsamer zu fahren, den Motor brummen und mich fast kommen zu lassen.....
Die ganze Fahrt über, vergaß ich wer wo oder was ich war. Der Druck baute sich in mir auf, ich konnte es nicht verhindern.
Ich hatte ja schon einige Scheiße mitgemacht, aber einen Orgasmus auf einem abgefuckten Motorrad zu bekommen, ohne überhaupt angefasst zu werden, war vollkommen neu für mich. Neu und verdammt gut.
Ich stöhnte ein lusterfülltes «Schneller, Cullen.» Und er gab Gas. Ich rieb und wandte mich hin und her, der Motor brummte, vibrierte, trieb mich bis ans Äußerste....
Der Wind peitschte mir ins Gesicht, ins Haar. Ich roch und spürte den Sexiest Man Alive so nahe an mir......

Und das war es.

Ich schrie und zuckte im selben Moment meinen Orgasmus heraus, als Cullen mit quietschenden Reifen vor meiner Wohnung hielt.
Wir saßen ganz ruhig da. Keiner bewegte sich. Mein Atem kam schwer und stockend, während Cullen anscheinend selbst runterkommen musste. Oh fuck. Was war nur mit mir los?? Da hatte ich ihm jetzt genau die Genugtuung gegeben, die er brauchte. An der er sich wahrscheinlich nachts aufgeilte. Fick den Scheiß! Verdammt.
Ich öffnete langsam meine Augen, ließ Cullen los und traute mich nicht, in sein Gesicht zu sehen - ich wollte nicht diesem selbstgefälligen Grinsen begegnen. Langsam und mit wackeligen Beinen, stieg ich ab, atmete ein paar Mal tief durch und machte mich auf den Weg zur Haustüre.

«Isabella», rief er, ich erstarrte, drehte mich nicht um und bewegte mich keinen Zentimeter weiter. «Ich habe mich an mein Wort gehalten; Ich habe dich nicht berührt. Und trotzdem kann ich es kaum erwarten, dich nochmal so stöhnen zu hören. Unter mir.» Ich hörte den Motor aufheulen. «Gute Nacht, Darling …» Und seine Reifen quietschten.

Einen Moment, lehnte ich meine Stirn gegen das kühle Glas der Haustüre.
Einatmen, Ausatmen...Einatmen, Ausatmen....
Cullen machte mich fertig. Mich und mein Körper. Und ja verdammt, er wusste es. Wie lange würde ich es noch aushalten, ihm zu widerstehen, wenn ich schon ohne dass er mich berührte, durch ein einfaches Brummen auf einem verdammten Fahrzeug kam?
Er hatte mich heute zweimal zum Orgasmus gebracht, ohne mich anzufassen. In der Dusche und auf dem Motorrad. Fuck. Lass mich sterben.

Oh bitte lieber Gott, hilf mir dieser Sünde zu widerstehen...





********





Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, dass sie ihn einholt.
-Giovanni Guareschi-













Vielen vielen Dank ihr Lieben wir haben uns wieder super gefreut. Chrissi und ich sind gespannt, was ihr dazu sagt? Gott wir sind beim Schreiben fast gestorben...zu.....sexy....

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