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Geschichte: Fanfiktion
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von - -einziGartiG- -
erstellt: 23.01.2010
letztes Update: 02.09.2010
Geschichte, Drama, Familie / P16 Slash
(fertiggestellt)
Hier ein neues Kapitel für euch.
lg
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Langsam ging Bill auf Tom zu und redete mit sanfter Stimme auf ihn ein „Komm mit Tom, wir gehen rauf. Dort kannst du dich hinlegen.“ vorsichtig zog er den immer noch zitternden Jungen auf die Beine und ging mit ihm die Stiegen hinauf in sein Zimmer. Dort legte er ihn behutsam aufs Bett und deckte ihn zu. Tom ließ alles einfach zu. Er war viel zu fertig um sich wehren zu können. Außerdem fühlte er tief in seinem Inneren, dass es gut tat, wie Bill ihn berührte. Auch als Bill anfing, Tom über den Rücken zu streicheln, ließ dieser es einfach geschehen und langsam aber sicher begann er sich zu beruhigen. Die Berührungen taten ihm gut und das erste Mal in seinem Leben fühlte er sich ein wenig geborgen. Ihn umgab eine wollige Wärme und deswegen dauerte es auch nicht lange, bis er völlig erschöpft die Augen schloss und ins Land der Träume glitt.
Bill währenddessen hörte nicht auf, Tom zu streicheln denn er hatte das Gefühl, das der Junge diese Zärtlichkeiten sehr genoss. Daraus schloss er auch, dass er in seinem bisherigen Leben noch nicht viel davon abbekommen hatte. Während Tom schlief, begutachtete Bill diesen etwas genauer. Er hatte ein hübsches Gesicht. Das Erste was ihm aufgefallen war als er vorher die Türe öffnete und Tom sah war, dass dieser wunderschöne Augen hatte. Dunkelbraun, aber mit einer Leere und Traurigkeit darin, dass es Bill ganz schwer ums Herz wurde. Die Frau vom Jugendamt hatte der Familie erzählt, dass es Tom bis jetzt nicht sehr einfach gehabt hatte. Die Wohnung in der er lebte war verwahrlost gewesen und aufgrund einer Untersuchung die bei ihm durchgeführt wurde, konnten zahlreiche alte sowie neue Verletzungen und Blutergüsse gefunden werden. Er sprach zwar nie darüber was ihm zu Hause angetan wurde, aber man konnte es sich auch so vorstellen.
Bill saß schon eine Weile neben dem schlafenden Jungen, als plötzlich die Türe geöffnet wurde und die Begleiterin von Tom ins Zimmer trat. „Schläft er?“ langsam trat sie an das Bett heran, um sich von der Gesundheit ihres Schützlings zu überzeugen. „Ja. Er war total fertig. Es hat keine fünf Minuten gedauert bis er weg war.“ leicht lächelnd gab er der Frau eine Antwort. „Schön. Das schlafen wird ihm sicherlich gut tun. Es war ein anstrengender Tag für ihn. Mit deinen Eltern habe ich auch schon gesprochen. Ich hab jetzt leider noch ein paar Termine und kann deshalb nicht mehr länger bleiben. Eigentlich wollte mich noch schnell von euch verabschieden, aber wenn Tom jetzt schläft, möchte ich ihn nicht aufwecken. Grüß ihn von mir wenn er wach ist. Tschüss.“ mit leisen Schritten, um Tom ja nicht zu wecken, verließ sie wieder das Zimmer und schloss die Türe. Auf dem Weg aus dem Haus, musste sie lächeln. Ja sie war sich sicher, dass Tom es hier gut haben würde. Und als sie Bill sah, welcher sich so rührend um ihn gekümmert hatte und auch nun, während er schlief, nicht von seiner Seite wich, verstärkte sich dieses Gefühl nur noch einmal. Sie wünschte sich von ganzen Herzen, dass Tom endlich eine Person fand, der er vertrauen konnte und mit etwas Glück, hatte er nun so einen Menschen gefunden. Mit guten Gewissen stieg sie somit in ihr Auto ein, um ihren, heute noch zahlreichen, Terminen nachzugehen.
Keinen Millimeter rührte sich Bill von der Stelle. Er wollte unbedingt dabei sein, wenn sein neuer Bruder aufwachte. Wollte ihm das Gefühl geben, dass jemand da war, der sich um ihn sorgte, jemand, dem er wichtig war. Er wusste nicht wie lange er neben Tom auf dem Bett saß, aber als dieser langsam die Augen aufschlug, war Bill selber schon am einschlafen gewesen. „Ich… wo bin ich?“ erst nachdem der verschüchterte Junge diese Worte flüsterte, bekam Bill mit, dass er wach war. „Hey. Hast du gut geschlafen?“ freudestrahlend drehte er sich zu Tom um, vermied es jedoch dabei, diesen zu überrumpeln und blieb deswegen auf Abstand. „Ja. Danke.“ vorsichtig richtete Tom sich auf und ribbelte sich mit dem Handrücken über die Augen. Bill, welcher ihm dabei zusah, fand das in diesem Moment einfach nur niedlich und beobachtete ihn dabei. Plötzlich, aus heiterem Himmel, weiteten sich Toms Augen und ängstlich sah er Bill an bevor er anfing zu stammeln: „Es tut mir leid… ich… liege in deinem Bett und… Entschuldigung.“ Tom, welchem gerade bewusst wurde, wie falsch sein Verhalten war, richtete sich gleich noch etwas mehr auf und war dabei, dass Bett zu verlassen. Wie konnte er es nur wagen, sich in das Bett eines anderen zu legen. Er begann sofort wieder zu weinen doch als er gerade am aufstehen war, wurde er von einer Hand zurück ins Bett gezogen. „He, du musst dich nicht entschuldigen. Das ist schon ok.“ unsicher blickte er in Bills Augen, die so viel Liebe und Freundlichkeit ausstrahlten, dass ihm schon wieder warm ums Herz wurde. Doch er durfte nicht vergessen, dass er einen riesigen Fehler gemacht hatte. Er ist nichts, er hat nichts und war einfach nichts wert. Deswegen hatte er auch nicht das Recht, sich hier, in diesem Bett, in dieser Familie breit zu machen. „Nein… es tut mir leid.“ sofort versuchte er die Situation wieder etwas zu retten, er wollte nicht geschlagen werden, oder wenigstens nicht zu viel. Er wollte doch einfach nur einmal in seinem Leben in Ruhe gelassen werden.
Bill sah Tom nur seufzend an, bevor er langsam näher kam. Ängstlich und zitternd wartete Tom auf seine Strafe, auf Schläge, Tritte, was auch immer. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen zog der Schwarzhaarige Tom einfach zu sich heran und umarmte ihn. Im ersten Moment war Tom zu geschockt um zu reagieren, doch schon nach wenigen Sekunden, fing er an, all das zu genießen. Er wusste, dass er kein Recht darauf hatte, aber er konnte einfach nichts dagegen tun und so presste er sich einfach noch enger gegen Bill, klammerte sich an dessen T-Shirt und weinte sich seinen Kummer von der Seele. Ihm war es einfach zu viel. Er schaffte es einfach nicht mehr, stark zu sein und in diesem Moment wollte er es auch gar nicht mehr.
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