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von Ajenn    erstellt: 20.01.2010    letztes Update: 10.03.2010    Geschichte, Romanze / P12    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
1. Kapitel: Ein Flug mit heftigen Turbulenzen

Bunny Tsukino stand auf dem überfüllten Flughafen von New York. Hier hatte sie sich fünf Jahre lang mit Kindern beschäftigt, die Krebskrank waren, oder Aids hatten. Ihren Job als Assistenzärztin hatte sie deshalb gewählt, weil sie viel mit Kindern zutun haben wollte, denn das hätte auch Ma... Egal, auf jeden Fall half sie Kindern mit einer Unheilbaren Krankheit und das war nicht immer einfach gewesen. Weder für sie, noch für die Eltern der Kinder, die Häufig am Ende ihrer Kräfte waren.
Nun wurde sie nach Tokio zurück versetzt, weil dort ein neues Kinderkrankenhaus aufgemacht hatte und sie dort noch Arbeitskräfte brauchten. Und Bunny wurde deshalb ausgewählt, weil sie dort, bis zu ihrem High School Abschluss, gelebt hatte. (Ihren College Abschluss hatte sie ja hier in New York gemacht.)
Dennoch freute sie sich auf den Job in Tokio. Endlich würde sie ihre Freundinnen wiedersehen und ihre Familie, die sie schrecklich vermisst hatte.
Ob Chibiusa noch da war? Sie hatte so viele Fragen und die würde sie erst in knapp zehn Stunden beantwortet bekommen.
Niemand wusste von ihrer Heimkehr, abgesehen von ihrer Mutter, die sie schon sehnlichst erwartete.
Es war so Aufregend wieder nach Haus zukommen, nach allem was vor sechs Jahren passiert war.
Mamoru... Bunny wollte nicht an ihn denken, denn es tat ihr immer noch weh.
Mamoru hatte vor genau vier Jahren einen schrecklichen Unfall gehabt, wobei er so schwer Verletzt wurde, das er am Ende Hirntod war. Für Bunny war das ein Schock gewesen und dennoch hatte sie Monatelang um ihn gekämpft, bis sie ihn schließlich unter Tränen hatte gehen lassen. Er war gestorben und begraben wurden, doch für Bunny war eine Welt zerbrochen.
Sie war nicht mehr dieselbe gewesen, sie war nicht mehr die Tollpatschige Frau gewesen, die es mal gegeben hatte. Sie hatte keine Freude mehr am Leben gehabt. Ihre Freunde hatten alles versucht, bis Bunny dann beschlossen hatte Tokio zu verlassen. Zuerst waren Ami und Co. entsetzt gewesen, doch dann hielten sie es für das Beste, das Bunny erst einmal Abstand fand.
Sie dachte immer noch ab und zu an Mamoru, doch war sie jetzt nicht mehr in sich gekehrt, sondern wieder das Fröhliche Mädchen wie vor Sechs Jahren. Sie wusste das sie ihn wieder sehen würde, auch wenn das bedeutete, das sie alt und grau werden müsste. Doch schließlich hatten sie und Mamoru eine Zukunft und die würde ihnen keiner Nehmen.
Sie würde New York vermissen, genauso wie das hektische Treiben dort. Am Anfang hatte sie es so gehasst, doch jetzt fühlte sie sich wohl darin, was sollte das nur werden wenn sie wieder in Tokio wohnte?
Sie musste lächeln und hielt der Stewardess ihre Bordkarte entgegen. Mit langsamen Schritten ging sie ins Flugzeug und setzte sich an ihren Platz.
Ja, endlich würde sie wieder Zuhause sein und sie hatte beschlossen ganz von vorn anzufangen.
************************************************************

Noch eine Stunde Flug. Bunny hatte die meiste Zeit geschlafen, da sie den Mitternachtsflug genommen hatte, um nicht allzu spät bei ihren Eltern aufzutauchen. Doch wenn sie jetzt aus dem Fenster sah, konnte sie die Sterne sehen.  
Irgendwas machte sie nervös, sie wusste nicht was es war aber irgendwas stimmte nicht. Und Bunny hatte schon lange nicht mehr dieses Gefühl von Gefahr gehabt.
Sie sah sich kurz um und bemerkte, das die meisten Passagiere schliefen. Doch einige lasen oder schauten Fern, auf ihren Laptops. Typisch Teenager!
Sie seufzte leise, schnallte sich ab und nahm ihre Tasche. Sie würde sich auf der Toilette etwas frisch machen, schließlich hatte sie fast neun Stunden durch geschlafen. So lange hatte sie schon lange nicht mehr geschlafen, da ihr Job nun mal alles von ihr abverlangte. Aber ihr war es egal, ob sie zu wenig schlaf bekam oder nicht, sie musste Kindern helfen, die viel schlimmer dran waren, als sie.
Als sie in der Toilette war, wusch sie ihr Gesicht mit kalten Wasser ab und sah sich im Spiegel an.
Sie hatte immer noch, wie schon ihr ganzes Leben lang, zwei Zöpfe, ihre Augen waren Mitternachtsblau und gewachsen war sie, daran änderten auch nichts ihre flachen Schuhe. Ihr weißer Hosenanzug stand ihr außerordentlich gut und man erkannte das sie eine Frau war. Ihre Freunde würden sie auf jeden fall wiedererkennen, wenn sie ihnen begegnen würde.
Sie griff in ihre Tasche und holte eine Haarbürste hervor. Ihr Haar war immer noch Knie lang und sie fand es immer noch toll. Für nichts auf der Welt, würde sie sich die abschneiden lassen. Abgesehen davon, würde Minako sie dafür umbringen.  
Sie legte die Bürste zurück in die Tasche und griff nach etwas anderem. Sie wollte es erst gar nicht glauben, doch als sie es heraus holte, war sie einer Ohnmacht nahe.
Sechs Jahre hatte sie nicht von ihrem Mondzepter gesehen und jetzt erstrahlte es in ihrer Hand von neuem Glanz.
Der Stab war ungefähr zwanzig Zentimeter lang, darauf thronte ein Goldener Mond. Er war so vertraut, das sie sich sogar freute ihn wieder zu besitzen. Doch das bedeutet auch, das es wieder Ärger gab. Und als hätte sie es geahnt, hörte sie einen lauten Schrei.  
Oh ja es gab ärger.
Sie sah zu ihrem Mondzepter hinunter und ihre Hand begann zu kribbeln. Das Zepter fühlte sich plötzlich richtig warm an und sie konnte der Versuchung und der Neugierde, ob es noch funktionierte nicht widerstehen.
„ Macht des Mondlichts, Mach auf!“ Flüsterte sie und hielt das Zepter fest an ihr Herz gedrückt.
Sofort umfing sie wärme und blau rotes Licht rieselte auf sie herab. Wie schon beim ersten mal fing sie an zu schweben, als sie sich verwandelte. Gott, wie lange war sie Sailor Moon nicht mehr gewesen? Sie sah langsam zum Spiegel auf in den und lächelte. Ja das war sie, die alte Bunny Tsukino!
Von draußen hörte sie ein grelles Lachen und schob sie Toilettentür etwas auf. Ein weiblicher Dämon machte sich schon wieder an die Sternkristalle der Menschen rann. Wieso wurden sie schon wieder gesucht, Nehelenia wurde doch besiegt? Sogar zwei Mal.
„ Der Richtige ist wieder nicht dabei!“ fluchte die Dämonin. Das war für Bunny das Stichwort
„ Man sollte Menschen nicht im Schlaf stören und sie so aus ihren Träumen reisen. Ich werde das nicht noch einmal zu lassen.“ Sie nahm ihre Typische Sailor Moon Stellung ein.
„ Ich bin Sailor Moon und in Namen des Mondes, werde ich dich bestrafen!“ Sie fühlte sich wohl, was sie auch innerlich zugab, doch ein wenig angst hatte sie schon. Das letzte Mal als sie im Flugzeug gegen Dämonen gekämpft hatte, war ihnen Three Lights hinter ihr Geheimnis gekommen und da erfuhren die Sailor Krieger auch das die Three Lights, Sailorkriegerinnen waren. Es war ein richtiges Durcheinander gewesen. Doch jetzt hatte sie keine Zeit, um bei Seiya hängen zu bleiben, sie musste sich auf den Kampf konzentrieren.
„ Ich dachte du wärst ausgestorben?!“ fauchte die Dämonin und sah sie zornfunkelnd an. Bunny lächelte. Anscheinend war hier schon einige Zeit was los gewesen in Tokio. Nur gut das sie jetzt wieder zurück kam.
„ Tja, jetzt bin ich halt wieder da und ich rate dir und deine Anhänger schleunigst zu verschwinden.“ Die Dämonin lachte.
„ Xania kann niemand aufhalten und mich, Dragonia, auch nicht.“ Xania. Das war ja schon mal ein Begriff und hier hatte sie es schließlich nur mit nem Dämon zu tun. He, he, nun ein Dämon!^^
„ Was willst du mit den Sternkristallen?“
„ Ein Herz für meine Königin finden, damit die Wiedererweckt...“ Die Dämonin stoppte und sah Sailor Moon wütend an.
„ Danke für die Auskunft!“ grinste Sailor Moon.
„ Doch jetzt ist schluss mit Lustig.“ Sie hob ihren Mondzepter an, der sich sofort in ihren Stab verwandelte. Wie sehr hatte sie den vermisst.
„ Das werden wir ja noch sehen, Sailor Moon. Mal sehen wie du mit ner Horde Dämonen auskommst!“ Dragonia verschwand und keine Sekunde später verwandelten sich die Menschen in gestörte Wesen.
Sailor Moon sah schon wieder schwarz und wollte sich in eine Ecke verkriechen, wie sie es immer als unreifes Mädchen getan hatte. Doch jetzt war sie kein Unreifes Mädchen mehr, sondern eine selbstbewusste Frau.
Sie hob ihren Stab, während die Dämonen zum Angriff übergingen.
„ MACHT DES MONDESLICHTS, FLIEG UND HEILE!“ rief sie und drehte sich im Kreis. Blaues Licht erschien und die Dämonen stoppten. Sie begannen sich zurück zu verwandeln und saßen dann wieder ganz normal in ihren Sitzen. Niemand hatte etwas bemerkt, alles war wie vorher. Bunny ging unbemerkt davon und wieder in die Toilette.
Das war ja noch mal gut gegangen, doch das nächste Mal würde sie mit den anderen Kriegern zusammen sein und dann würde sie weiter sehen. Sie verließ die Toilette wieder als Bunny Tsukino und setzte sich in ihren Sitz. Jetzt waren es nur noch Minuten bis zum Landeanflug und sie wurde immer Nervöser. Was würde wohl ihre Mutter zu ihr sagen?
 
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