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von Freyia    erstellt: 17.01.2010    letztes Update: 01.09.2010    Geschichte, Mystery / P18 Slash    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Hallo Ihr Lieben!

Alle Meine Geschichten werden nun von meiner Beta Überarbeitet. Daher werden immer drei alte Kapitel weichen und die Neuen zusammengefasst erscheinen. Also Viel Spass damit :)

Ein Lob an Rainless die das alles so toll macht  :)

Grüssle
Ro

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Einleitung



„Dray!“ Angesprochener drehte überrascht sich zu seinem besten Freund um.

„Verdammt Ray, was ist los? Warum sind wir im Wald?“ Der andere  sah den blonden Jungen lange an. Ein wehmütiges Lächeln zierte sein Gesicht. Es strahlte weder Freude noch Hoffnung aus, es war starr und unwirklich, wie aufgemalt.

„Es ist soweit.“ Diese wenigen Worte ließen den Blonden erbleichen.

„Nein.“ wisperte er.

„Du musst fliehen... komm jetzt.“ Doch Harry bewegte sich nicht, zog lediglich einige Dinge aus seiner Robe.

„Geh, großer Bruder. Geh und gib diese Dinge Tom. Öffne die Kiste, wenn ihr alle versammelt seid... und nun geh. Ich kann sie nicht mehr lange aufhalten.“ Der Blonde schien zu überlegen, seine Stirn war in Falten gezogen, die Hände zu Fäusten verkrampft. Schließlich gab er nach, nickte und war verschwunden. Harry stand noch einige Minuten reglos auf dem selben Platz und sah hinauf zum Sternenhimmel.

„Leb wohl, Bruder. Es war schön, dich gekannt zu haben. Hab dank für deine Unterstützung und den Mut, den du mir schenktest. Ich hoffe, dass die Dinge euch nun helfen werden, zu siegen.“ Eine einzelne Träne verließ die wunderschönen, grünen Augen. Es war vorbei, der Kreis schloss sich, ein Zurück war ausgeschlossen.






Die Lichtung



An einem unbekannten Ort...

Tom, Dad, Mom, Severus... bewegt euch in die Halle! Salazar, Godric... ihr auch! Schnell, es geht um Leben und Tod!“, schrie der blonde Junge, Draco Malfoy, als er schließlich in der monströs wirkenden Eingangshalle des Anwesens wieder auftauchte. Die Gerufenen kamen angelaufen, fragende Gesichter konkurrierten mit rasselnden Atemorganen und einer gewaltigen Geräuschkulisse, die aus sechs verschiedenen Tonlagen bestand.


„Draco, was ist passiert? Warum bist du hier?“

„Ich musste fliehen...“ Das liess das Stimmengewirr schlagartig ersterben.

„Warum?“

„Weil mein kleiner Bruder entdeckt wurde...“ Verwirrung in den Gesichtern.

„Hier, das gab er mir für euch und diese Schatulle soll ich nur mit euch öffnen.“ Er stellte die Kiste auf den kleinen Tisch im Wartebereich der Halle auf und kniete davor nieder. Langsam öffnete er sie.

Ein Hologramm erschien...

Dray, großer Bruder, wenn du das hier siehst, werden sie mich haben und du wirst in Sicherheit sein. Bitte, mach dir keine Sorgen, es wird alles gut werden. Auch wenn ich sterben werde - du wirst überleben. Ich danke dir, dass du mir gezeigt hast, was Familie heißt. Danke, dass du mich als deinen kleinen Bruder proklamiert hast. Danke, dass du da warst und mich getröstet hast, wenn Dumbeldore wieder ausgerastet ist, weil ich nicht töten will. Danke, dass du mich bei dir hast schlafen lassen, wenn ich wieder einen Albtraum hatte. Danke Dray.“

„Warum du nun gehen musstest, ist ganz einfach. Er hat herausgefunden, dass wir Freunde sind. Hat herausgefunden, dass ich dir Informationen gegeben habe, die du dann an deinen Vater, den Professor und Tom weitergeleitet hast. Bei den Dingen, die ich dir mitgegeben habe, sind die Kopien aller geplanten Strategien um Tom das Handwerk zu legen.“

Ich weiß, dass ich diese Nacht wohl nicht überleben werde, denn er hat herausgefunden, dass ich nicht das bin, was ich bin. Dray, du weißt was ich kann, du weißt, wer meine Mutter war - wer sie wirklich war und was noch wichtiger ist, was sie bewacht hat. Ich habe dir vorhin Zugriff zu allem gegeben. Du bist nun auch ein Wächter, nicht so wie ich, aber was soll man mit der Scheide tun, wenn das Schwert nicht da ist?“

Dray, bitte, du musst Exkalibur und den Gral Tom geben. Du weißt, wo sie sind. Ich hab sie dir gezeigt. Du wirst es schaffen . Ich habe Angst, Bruder, so schreckliche Angst. Ich werde die Illusionen, die mich umgeben, nicht mehr lange aufrecht erhalten können, wenn sie dann sehen … was ich bin. Morgana, ich habe so schreckliche Angst, ich wünschte, sie würden mich nur töten... Dray, bitte, mach nichts Unüberlegtes.“

Ich habe dich lieb, großer Bruder. Sag deinen Eltern, dass sie stolz auf ihren Sohn sein können, du bist so ein guter Mensch. Leb wohl...“

Draco saß mit starrem Gesicht vor der Kiste, Tränen benetzten seine Wangen. Niemand sprach., keiner der anwesenden Personen im Raum wagte es zu atmen. Unglaube und Schock beherrschten die Szenerie. Unglaube darüber, dass sich Draco Malfoy und Harry Potter als Freunde bezeichneten und schleichende Fassungslosigkeit darüber, dass der erwählte Retter der Zauberwelt anscheinend ein Verräter der hellen Seite war.


„Ich muss zu ihm.“ Dracos Stimme riss alle zurück ins Hier und Jetzt.


„Ich muss meinen kleinen Bruder finden und befreien, ich muss ihn beschützen.“

"Draco du hast doch gehört, was Potter...“

„Nenn ihn nicht so, Severus! Ray ist mein kleiner Bruder, ich muss doch auf ihn aufpassen. Ray ist kein Potter, seine Mutter ist keine Muggelgeborene! Er ist der Sohn von Morgan la Fey!“ Das Fallenlassen einer Stecknadel wäre in diesem Augenblick der Lautstärke eines Tornados gleich gekommen. Lediglich das pfeifende Einatmen einiger Anwesender hallte durch den Raum.

„Er ist der Sohn der Herrin des Sees?“

„Ja, Onkel Salazar, ist er. Ray hat es auch erst vor ´nem knappen Jahr herausgefunden, als wir per Zufall die Blockaden, die ihn umgaben,gelöst haben“

Draco sah alle an, jeden einzelnen durchbohrte er mit Blicken. „Helft mir meinen kleinen Bruder zu retten… bitte!“


Okay, das ging zu weit, beschloss der Dunkle Lord. „Wenn ein Malfoy schon um etwas bittet, soll ihm diese Bitte auf gewährt werden. Wer kommt mit und wo werden wir ihn finden?“

„Ich komme mit, ich denke ich weiß, wo sie ihn hinbringen werden.“ Draco sah Tom fest in die Augen, dieser nickte nur. Auch die anderen Anwesenden wollten die Zwei begleiten.

„Ich denke, wir sollten ein Krankenzimmer einrichten.“, sprach Severus leise. Er vermutete, dass Harry Potter in einem erbärmlichen Zustand sein würde.

Wie recht er doch hatte…

Auf einer Lichtung mitten im Verbotenen Wald stand Harry nun und erwartete die Ankunft seiner Peiniger. Er hoffte, dass sie Draco nicht geschnappt haben. Betete und sah in die sternenklare Nacht. Ein knacken im Unterholz liess seinen Blick über die Lichtung schweifen. Er lächelte, als er seinen Freund Firenze, einen Zentauren, sah.


Doch, bevor dieser zu sprechen begann, fiel Harry ihm ins Wort „Nicht, sei nur da, wenn etwas geschieht, trage die Geschichte hinaus, mein Freund. Danke, dass du mich so oft beschützt hast, dass du Dray und mich gedeckt hast. Doch nun, mein Freund, geh. Sie sind nah.“
Der Zentaur nickte geschlagen, sein Freund hatte sich entschieden, endgültig. Auch er hatte eine eine Entscheidung getroffen, er ging und überliess Harry seinem Schicksal. Er begab sich an den Ort, an dem er den aristokratischen, blonden Jungen vermutete.

„Draco, warum müssen wir uns so beeilen?“ Draco sah seine Eltern, Paten, seinen Lord und dessen Eltern an.


„Das einzige, was Ray töten kann, ist ein Tod nach der Folter.“ Verwirrte Blicke, ein Knacken im Unterholz.

„Junger Draco!!!“ Draco stockte und sah sich suchend um. „Firenze, wo ist Ray?“

„Auf der Lichtung ich bring euch hin. Schnell, als ich ging, waren sie nah und es ist viel Holz dort.“ Draco wimmerte „Nein…“ Er sah die anderen an.

„Sie werden Ray nach der Folter auf dem Scheiterhaufen verbrennen und Ray hat Angst vor Feuer.“ Stille

„Los!“, das war Tom und gleichzeitig auch das Stichwort. Alle liefen los. Firenze voran. Aus Laufen wurde Hasten und daraus Rennen. Die kleine Gruppe kämpfte sich durch das Unterholz, Harry Potter musste gerettet werden, das war die höchste Priorität. Egal wie...

Schmerzen. Süßliche, brennende Schmerzen beherrschten Harrys Geist und Körper. Sein Wunsch, von diesem Ort weggebracht zu werden oder wenigstens in die erlösende Bewusstlosigkeit getragen zu werden, wurde ihm nicht erfüllt.


„So Potter und nun erzähle uns mal, warum du uns verraten hast, du kleines, mieses Stück Dreck!?“ Diese Worte waren gekoppelt mit Schmerzen, sein Herz wurde in Trümmer geschmettert, denn sein ehemals bester Freund Ron Weasley hatte diese Worte gesagt.

„Warum, Ron?“ kam es geflüstert. Eine Antwort bekam Harry nicht, er gab auf.

„Beendet es.“ Harry wollte nicht mehr, er wollte sterben. Doch sie ließen ihn nicht.

„Nein Potter, so leicht wirst du nicht krepieren. Siehst du, was Moody, Mine und Ginny da tragen?“ Harry sah auf und was er sah ließ ihn erbleichen.

„Nein bitte nicht, nein.“ Ron lachte und Harry schloss seine Augen. Eine Träne lief über seine Wange.

„Ist es noch weit?“


„Nicht mehr weit.“ Draco sah Firenze an, er rannte neben dem Zentaur an der Spitze.

„Was hast du gesehen?“ Firenze lief stoisch weiter, genau wie die anderen

„Sie werden ihn schänden, wenn wir nichts schnell machen.“ Draco knurrte und beschleunigte sein Tempo nochmals.

„Das werden sie nicht, niemand wird meinem Bruder gegen seinem Willen die Unschuld rauben!“ Der Blonde  verwandelte sich in seinen Animagus. Ein weißes Pferd lief nun neben Firenze her, der ihm zunickte und zu den anderen rief. „Jeder, der ein schnell rennendes Tier als Animagus hat, verwandeln. Die anderen springen bei mir oder Dray auf den Rücken.“

Harry versuchte sich gegen die Hände zu wehren, die ihn betatschten.


„Nein! Nicht! Fasst mich nicht an, ihr Monster!“ Klatsch. Etwas traf seine Wange und er fiel zurück auf das Moos.

„Monster, Potter? Du nennst uns Monster? Du, der uns verraten hast, nennst uns Monster? Na warte du kleine Schlampe, dir werde ich zeigen, wie man mit deinesgleichen umgeht!“

Ron zerriss Harrys Kleidung und wollte sich gerade auf ihn stürzen, als Moody ihn davon abhielt. „Weasley, du willst dein Ding doch nicht in das Stück Dreck dort stecken, oder?“ Ron sah hoch zu Moody und dann wieder zu Harry, ein fieses Grinsen auf seinen Lippen.

„Nein, Moody, hast recht, das will ich nicht.“ Er packte Harry an den Haaren und zerrte ihn zu dem Scheiterhaufen, welchen sie bereits aufgebaut hatten.

„Och, du Schlampe zitterst ja, da wirst du dich aber freuen, denn gleich wirst du es schön warm haben.“ Ron lachte irre, als er mit Harry auf den Scheiterhaufen stieg, um diesen an den Pfahl zu binden.

Harrys Blick war unendlich traurig. Er spürte die Seile, welche ihn an den Pfahl banden nicht, denn sein Blick war starr in den  Sternenhimmel gerichtet.


„Verzeih mir Bruder.“, flüsterte er tonlos als seine ehemaligen Freunde ihn mit Pech beschmierten.
Ginny hatte die brennende Fackel schon in der Hand und kam damit auf den Scheiterhaufen zu, als plötzlich ein Zentaur, ein weißes Pferd, ein Löwe, ein Wolf, ein Adler, eine geflügelte Schlange und ein Schneeleopard durch das Unterholz brachen. Es wirkte beinahe, als hätte es eine tierische Revolte in einem Zoo statt gefunden.


„Weg von ihm, ihr Monster!“, schrie Firenze. Die anderen morphten sich in ihre Gestalt zurück und Draco tat es weh, seinen kleinen Bruder in so einer Lage zu sehen. Die Kleidung bedeckte nur mäßig den zitternden und blutigen Leib, Tränen benetzten Rays Wangen.

Das werdet ihr mir büßen!“, schrie Draco aufgebracht und lief auf Ginny zu um ihr die Fackel zu entreißen, doch Moody stoppte ihn.


„Na na, Malfoy noch einen Schritt und die kleine wird die Fackel auf den Scheiterhaufen schmeißen, du willst doch nicht, dass der kleinen Schlampe da oben was passiert oder?“

Moody lachte irre und ein fieses Grinsen stahl sich auf die Gesichter der Peiniger von Harry.

„Nicht, bleib weg, bitte.“ Harrys zitternde Stimme flehte Draco  an. Firenze betrachtete  sich die Szenerie und blies dann in sein Signalhorn, welches er dabei hatte.

„Ihr werdet den Jungen gehen lassen oder ihr werdet es bereuen." Immer mehr Zentauren kamen auf die Lichtung, mit ihnen auch die Thestrale und die Einhörner.

Harry hingegen sah es nicht mehr, denn er war in einer Panik gefangen. Ginny hatte die Fackel auf den Holzhaufen geschmissen und schoss noch einen Schneidefluch auf ihn. Er wimmerte und konnte seine Illusion nicht mehr aufrecht erhalten als er in die Schwärze hinab glitt.

Ihr Schweine!“ Draco sprang zu Harry auf den Scheiterhaufen, um seinen kleinen Bruder zu befreien.  Das Feuer loderte und der dunkle Lord schluckte, als die Illusion von Harry fiel.


‚Ein Engel‘ ging es ihm durch den Kopf, doch das zählte jetzt nicht. Jetzt musste gehandelt werden. Seine Mitstreiter und er kämpften einen unfairen Kampf gegen die vier Peiniger, doch er war sehr hart.

Moody war einer der besten Auroren des Ministeriums und das Schlammblut war auch nicht zu unterschätzen. Die beiden Wealseys lagen bereits blutend auf dem Boden. Lucius, Severus und sein Vater waren bei Draco und Harry, löschten das Feuer. Draco hatte Harry auf seinen Armen.

„Komm schon, kleiner Bruder, es wird alles gut, siehst du?“, versuchte dieser ihn zu wecken, doch ohne Erfolg.

„Er muss hier weg, damit ich ihn behandeln kann.“, sagte daraufhin der Vater von Tom.

„Ja, Onkel Godric.“

„Geht, wir halten diese Menschen auf.“, rief Firenze und die Zentauren beteiligten sich nun aktiv am Kampf. Die Gruppe um Draco verließ nickend die Lichtung in Richtung des trauten Heimes.

























Treue



Es ploppte mehrfach. Draco lief mit seinem kleinen Bruder direkt in sein Zimmer. Das Rufen von Severus ignorierend. Er wusste, es wurde ein Krankenzimmer eingerichtet, aber das war nun mal weiß und Ray hasste es.

Den anderen Mitgliedern des Rettungskommandos blieb nichts anderes übrig als ihm zu folgen. Sie trafen im Zimmer ein als Draco schon dabei war vorsichtig seinen kleinen Bruder vom Blut zu reinigen. Er sprach leise auf ihn ein.


„Siehst du, Ray, alles wird gut, du bist nun bei mir und vielleicht wird dein Traum ja doch wahr. Nur bitte kleiner Bruder, wach auf.“

So zärtlich mit einer anderen Person zu sprechen, hatten seine Eltern und Paten von ihm nie gehört. Doch Draco war es egal. Sein kleiner Bruder brauchte ihn!

„Draco, warum hast du ihn nicht in das Krankenzimmer gebracht?“ Die Stimme, die Draco aus seiner Legalität riss, stammte von Godric, der sich zu Harry aufs Bett gesetzt hatte und seine Hände über dessen Körper hielt.


„Er mag es nicht in einem sterilen Raum aufzuwachen, das musste er so oft durchmachen. Er würde wieder eine Panikattacke bekommen.“ Ric sah Draco mit hochgezogenen Augenbrauen an. Dieser aber streichelte nun liebevoll über Harrys Wange.

„Erkläre dich, Sohn.“ Draco schloss die Augen. „Das ist nicht meine Geschichte“, presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und sah seinen Vater an, das Gesicht Wut verzerrt.

Godric war bereits dabei einige heilende Zauber auszusprechen. „Wie schwer ist er verletzt?“, sprach Tom mit belegter Stimme. Draco, der gerade dabei war die Haare seines Kleinen Bruders zu entwirren, stockte. „Deine Haare… du hast sie abgeschnitten… warum?“, murmelte er zu Ray. Verwirrte Blicke trafen ihn.

Der Dunkle Lord räusperte sich. „Vater, wie schlimm sind die Verletzungen?“


„Es geht, ein paar Schneideflüche, Folterflüche, die die Nerven angegriffen haben. Er ist aufgrund einer Panik in Ohnmacht gefallen.“ Godric sah auf den schmalen Körper vor ihm „Vater ist da noch mehr?“ Godric ignorierte die Frage seines Sohnes.

„Draco, wieso bist du nicht eher gekommen, wir hätten euch doch geholfen.“ Draco sah in die Augen des Älteren. „Ray wollte und will keinem zur Last fallen, er glaubt, er sei nichts wert.“ Godric seufzte.

„Dray...“


„Ja, Kleiner?“

„Warum?“

„Ich muss doch auf meinen kleinen Bruder aufpassen.“

„Dray?“

„Ja, Ray?“

„Danke...“

„Schlaf, Bruder, es ist spät.“ Draco kuschelte sich wieder an seinen kleinen Bruder und dieser versuchte fast in Draco zu hinein zu kriechen, so nah drückte er sich an den Körper des Größeren.
Beide bemerkten die zwei Personen nicht, die in einer Ecke des Raumes standen und über die beiden Kinder wachten. Lautlos und wachsam.

Der Dunkle Lord staunte am nächsten Morgen nicht schlecht, als auf ‚seiner‘ Terrasse zwei Zentauren, zwei Einhörner und zwei Thestrale standen.

Seine Verwunderung erreichte ein sonderbares Ausmaß, als er einen Blick hinter die sechs Geschöpfe warf.  Der Garten war voll mit eben jenen Wesen. Eines der Einhörner kam zu ihm, berührte mit seinem Horn die Stirn des Dunklen Lords.


*Wir, die Abgeordneten der Einhörner, werden euch so lange dienen, wie ihr den Jungen schützt.*, erscholl eine melodische Stimme im Kopf des Dunklen Lords. Das Einhorn reihte wieder sich ein. Ein Thestral trat hervor und sah ihm in die Augen

*Wir Thestrale stehen hinter euch solange ihr den Jungen schützt*, der Thestral trat nun zurück und ging, wie auch die beiden Einhörner und sein Partner zu ihresgleichen auf die Wiese. Einzig und allein  der Dunkle Lord und die beiden Zentauren standen nun auf der Terrasse.

Das Treiben draußen wurde von vielen neugierigen Augen beobachtet, doch die smaragd - farbenen und sturm - grauen Augen verfolgten dies im Geheimen.

„Du bist also der Dunkle Lord?“, fragte ein nicht gerade sehr nett aussehender Zentaur, der neben einem bekannten Zentaur stand.


„Bane.“ ermahnte Firenze seinen Partner „Etwas mickrig, aber mit genug Training wird der Körper auch zu dem eines Kriegers.“ Bane musste das einfach sagen, denn er spürte, dass dieses Wesen vor ihm sein Fohlen haben wollte. Und das bekam er nur, wenn er ihn auch beschützen konnte.

„Wir Zentauren stehen hinter Ray, aber da du ihn gerettet hast, hast du Mensch dir das Privileg erarbeitet, auch unsere Loyalität zu erhalten. Solltest du unserem Fohlen hingegen weh tun, dann mögen dir die Sterne Gnade erweisen, denn kein Zentaur wird es jemals tun.“

Bane!“ Angesprochener sah seinen Partner erneut an

„Was? Es ist doch genau das, was du auch gesagt hättest, wenn ich es nicht getan hätte und glaub mir, jeder aus unserem und den anderen Stämmen würde ihn jagen, so, wie wir es nun mit der weißen Seite tun.“

Zu sagen, der Dunkle Lord sei geschockt, wäre untertrieben gewesen. Dort stand ein Zentaur vor ihm, auf ‚seinem‘ Grund und Boden und bedroht ihn. Das war wirklich zu … Bevor er jedoch etwas erwidern konnte, erschall eine fremde Stimme über den Außenbereich hinweg.

„Firenze, Bane!!“ Angesprochene sahen sich um und blieben schließlich an einem der Balkone im oberen Stock hängen.


„Augenstern, komm runter und lass dich ansehen... Hallo Sturmauge.“, rief Firenze hinauf zu den beiden Teenager. Ray giggelte und Draco grinste die beiden Zentauren offen an.

„Klasse Ansprache, Bane, hätt ich nicht besser machen können. Ray darf das Bett noch nicht verlassen, deshalb hab ichs auf den Balkon geschoben, kommt ihr beiden doch hinauf“

Gesagt, getan.

Nun stiegen die zwei Zentauren die Stiegen zum Zimmer der beiden hinauf. Einen staunenden Dunklen Lord, eine kichernde Narzissa, einen grimmig dreinblickenden Severus und einen amüsiert blinzelnden Lucius hinterlassend.


Godric und Salazar saßen derweil noch immer auf ihrem Wachposten und amüsierten sich prächtig, ein Stillezauber schützte sie dabei. Die Beiden Kinder waren einfach zu süß.

„Du weißt, was das bedeutet, Godric?“


„Ja, Salazar, das weiß ich.“
 
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