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von Black Knight One    erstellt: 17.01.2010    letztes Update: 31.10.2010    Geschichte, Abenteuer / P18    (fertiggestellt)
Anmerkung der Autorin:
Ich habe gestern wirklich gedacht, dass ich hier schon zwei Kapitel geschrieben habe ... dem war nicht so :-) Darum hier das zweite, lol ...






Zum Kapitel:
Rick versucht sich etwas auszuruhen, während MIke auf Sully aufpasst :-) Das kann nicht gut enden, oder?


________________________________________________________________________________________




Der kleine Kommandotrupp der Franzosen unter Führung von Colonel Jean Gardors hatte sich innerhalb von einer halben Stunde abfahrbereit gemacht und die Basis durch das Haupttor verlassen, ohne dass Sam und seine Jungs Gewalt anwenden mussten. Das war Rick natürlich sehr recht gewesen. Er war am Anfang sicher nicht begeistert über den Besuch gewesen, doch nach zwei Tagen war er mit Jean ganz gut klar gekommen, bis eben zu dem Zwischenfall im Wald mit Sully. Das war etwas, was Rick nicht verstehen konnte. Er wusste genau, dass Sully niemals einen Verletzten, sei es Freund oder Feind, zurück und sich selbst überlassen würde. Niemand seiner Jungs würde das! Der Mann hatte Sully schlafen lassen. Vor zehn Minuten hatte er das Kreislaufmittel abgeklemmt und ihm noch eine Ladung Crapto verabreicht. Die starken Krämpfe waren bereits etwas abgeklungen, aber er hatte Fieber bekommen, das jetzt die Verteidigung des Immunsystems übernahm. Rick lag in seinem Bett und schlief, obwohl es später Vormittag war. Heute würden sie nichts mehr unternehmen! Keine Übung, kein Ausritt oder Training in der Halle. Nichts. Wahrscheinlich die nächsten Tage nicht … Mike hatte seinen Boss vorhin beim Aufpassen abgelöst und sass jetzt mit einer kalten Dose Pepsi in einem unbequemen Stuhl in Sullys Zimmer. Auch der Second-Lieutenant war ziemlich besorgt um seinen Freund, wie alle anderen hier auch.
Die beiden Jungen kannten sich bereits fast fünf Jahre. So lange wie Sully hier war. Der 21-jährige Michael Sanders war vor Donavan hier gewesen – ein Jahr um genau zu sein. Und er war von Anfang an Second-Lieutenant gewesen und geblieben. Sully war erst Sergeant, wie Eli jetzt und hatte sich dann aber ziemlich schnell zum Ersten von Rick gemausert. Was er nicht zu guter Letzt seinen ausgezeichneten Reit- und Schießkünsten zu verdanken hatte. Das war auch der Grund, warum die beiden Jungen sich von Anfang an nicht leiden konnten. Wenn man es so wollte, war Sully in Mikes Revier eingedrungen und hatte ihn sehr rapide vom Thron gestoßen und den Leitwolf abgelöst. Das hatte Sanders ganz und gar nicht gefallen und er hatte immer wieder versucht, Sully bei Rick anzuschwärzen oder ihm das Leben schwer zu machen. Aber nur bis Eli zu der Einheit dazu kam. Ein paar Tage später und die beiden Führungsoffiziere waren das perfekte Duo – ganz zur Freude von Rick.
Rick lag auf dem Rücken. Die beine übereinander geschlagen und die graue Bettdecke zusammengeknülltt an der Wand. Eine Hand lag auf dem Bauch und der rechte Arm locker an der Seite. Er hatte die Augen geschlossen und wachte erst auf, als es bereits zwei Mal an seiner Tür geklopft hatte. Noch etwas Schlaftrunkend rollte er sich auf die Seite und öffnete die Augen. „Ja?“
Die Tür öffnete sich und Eli stand im Türrahmen. „Boss?“
Rick hob eine Hand hoch und wikte ihn herein. „Komm rein, Eli!“
Er setzte sich langsam auf und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Dann starrte er Harold überrascht an, der näher gekommen war. „Ist was mit Sully,“ fragte der Mann besorgt und schlüpfte in die schwarzen Turnschuhe, die vor dem Bett standen.
Harold räusperte sich verlegen. „Ich … äh ...“
Rick hob eine Augenbraue und schnürte den zweiten Turnschuh zu. Als sein junger Sergeant immer noch nichts gesagt hatte, sah er auf. „Eli?“
„Er ist nicht da, Sir,“ platzte es dann aus dem Jungen heraus und er wandte sich vorischtig zur Tür um. Rick sprang auf und ging schnell an ihm vorbei durch sein Büro und dann in Sullys Zimmer. „VERDAMMT!“
Das Bett war leer und auch Mike war spurlos verschwunden. Rick seufzte verärgert und ging in sein Büro, wo Eli stand und auf Befehle wartete. Rick hob einen Finger. „Ich will, dass er gefunden wird, Eli! Sofort!“
Harold nahm Haltung an und salutierte.
Macintosh erwiderte nicht, sondern nahm das Funkgerät von der Ladestation. „Eli, sag Bescheid wenn du ihn hast, ja?“
„Klar, Sir,“ sagte er schnell und rannte aus Ricks Büro, um seinen kranken Freund zu suchen.
Der Colonel drückte eine Taste an dem schwarzen Motorola Funkgerät, während er auch nach draußen auf den Flur ging. „Macintosh an Walkins, kommen?“
Es knisterte leise. Dann war Sams Stimme zu hören. „Walkins hört!“
„Sully ist weg, Sam,“ teilte er seinem Captain schnell mit. „Und Mike auch! Such sie! Wenn Sully nicht bald wieder ins Bett kommt, wird die Vergiftung schlimmer, Sam, verstanden?“
„Verstanden, Sir,“ gab der blonde junge Mann zurück. „Walkins Ende!“
„Ende,“ sagte Rick seufzend, während er die Treppe ins 2. Obergeschoss nahm, um das große Haus von oben bis unten abzusuchen.

Jetzt ist er fällig, ganz egal wie schlecht es ihm geht!
Wieso tut er mir das nur immer wieder an?!

Nach zehn Minuten wo Rick oben gesucht hatte, war er immer noch nicht fündig geworden. Sein kranker Lieutenant blieb verschwunden. Rick sah in das nächste Zimmer, aber auch hier nichts. Er ging zum nächsten Raum und klopfte an. Er trat ein und dann knisterte endlich sein Funkgerät. „Colonel! Hab ihn! West-Hof. Er kotzt grade. Walkins Ende.“
Rick verdrehte die Augen und seufzte tief. „Hab verstanden, Sam! Ich komme,“ gab Rick zurück und trat wieder aus dem Zimmer der zwei Jungs. Er lief durch über den Linoleumboden und marschierte die Treppe hinunter. „Macintosh Ende!“
Er erreichte den West Hof drei Minuten später und sah Sully sofort, der vor dem Maschendrahtzaun kniete und sich aufbäumte. Er trug eine schwarze Trainingshose, Turnschuhe und einen grauen Kapuzenpullover. Also hatte er sich wenigstens noch warm angezogen, als er die grandiose Idee gehabt hatte, mit Mike einen Spaziergang zu machen ... Sam stand bedauernd neben ihm, das Gewehr über der Schulter und eine Hand in der Hosentasche. Das Funkgerät hing wieder am Gürtel. Mike hockte neben seinem Freund, hatte ihm eine Hand auf Sullys Rücken gelegt, um ihn zu beruhigen – und sich! Rick stieß wütend die Luft zwischen seinen Zähnen hervor, als er näher auf das Trio zu ging und bereits den wiederlichen Geruch von Erbrochenem in der Nase hatte. Er schüttelte den Kopf und sah Sam an, der etwas hilflos aussah. „Danke, Sam! Geh wieder nach vorne!“
Der Angesprochene nickte und rückte sein M16 auf dem Rücken zu recht. „Ja, Sir!“
Nachdem Walkins gegangen war, hockte Rick sich auf die andere Seite von Sully, der sich wieder mit den Händen auf dem kalten Betonboden abstützte und sich erneut übergab. Das war natürlich auch eine Art das Gift loszuwerden, aber Rick wäre es lieber gewesen, wenn sein Schützling das im Badezimmer gemacht hätte, wo er ihn im Auge hatte. Der Mann sah erst Sully von der Seite an, der aber nicht reagierte und fixierte dann verärgert Mike. „Wie lange seid ihr schon hier, Mike?“
Die Wut war nicht zu überhören und Mike schluckte. „So 20 Minuten, Sir! Er … er hat mir gesagt, dass es ihm besser geht,“ sagte Sanders leise und nahm dann seine Hand von Sullys Rücken weg.
„Hat er das,“ sagte Rick sauer. „Mike, es geht ihm noch nicht sehr viel besser! Und wenn du mich gefragt hättest, ob ihr einen Spaziergang machen dürft, hätte ich ganz klar nein gessagt! Ich denke der junge Mann hatte nur keine Lust mehr im Bett zu liegen und deshalb riskiert umzukippen und NIE WIEDER AUFZUSTEHEN!!“
Mike zuckte bei Ricks Ausbruch zusammen und seufzte verärgert. „Du bist so ein Arschloch, Sully!“
Rick griff Sully in die Haare und zog ihn ein Stückchen nach oben. „Bist du fertig,“ fragte er sarkastisch und der Junge sah ihn jetzt das erste Mal an. Er nickte langsam. Rick nahm ihn am Arm und zog ihn hoch. „Gut, dann können wir ja gehen.“

Die beiden nahmen den torkelnden und blassen Sully in ihre Mitte und schleppten ihn langsam zurück ins Haus. Als sie die Treppe nach ganzen fünf Minuten hinter sich gebracht hatten, stoppte das Trio vor dem Badezimmer. Rick sah seinen Ziehsohn an und legte eine Hand auf die Klinke. „Musst du noch mal kotzen, Sully?“
„Nein,“ sagte der Junge seufzend und Rick ließ die Klinke erleichtert los.
Sie gingen weiter, doch als Mike Sully in dessen Zimmer bursieren wollte, schüttelte Rick den Kopf und zog ihn weiter zu seiner Bürotür, die er dann öffnete. Mike wusste natürlich was das hiess! Sein Kumpel hatte es sich mit dem kleinen ungeplanten Ausflug ziemlich mit Rick verscherzt und würde jetzt die schmerzlichen Konsequenzen tragen müssen. Rick hielt Donavan unter dem Arm fest und sah Mike warnend an.
„Michael! Falls er noch einmal raus möchte, klärst du das vorher mit mir ab! Haben wir uns verstanden?“
Der Junge nickte. „Ja, Sir! … Ich hätte nicht gedacht, dass er mich anlügt, Sir! Tut mir leid.“
Rick klopfte ihm auf die Schulter. „Schon okay! Tu mir den Gefallen und geh zu Rob. Sie ist wegen der ganzen Sache etwas aufgekratzt, denke ich.“
„Mach ich,“ gab Mike zurück und salutierte lässig, bevor er den Flur hinunter lief und im offenen Treppenhaus verschwand. Rick legte seine Hand auf Sullys Rücken und gab ihm einen Stoß nach vorn. Der Junge schlich geknickt in den Raum und Rick knallte dieTür so laut zu, dass der Fensterrahmen vibrierte. Sully war zusammen gezuckt und schielte seinen wütenden Ziehvater an, der die beiden Besucherstühle, die an der Wand standen, an der Lehne nahm und in den Raum stellte. Die Sitzflächen zeigten zueinander. Rick ging in seine Privaträume und holte sich eine Tasse starken Kaffee um wach zu werden. Sully blieb stehen, aber fummelte an dem Zugang herum. Als er hörte, dass Rick zurück kam, ließ er die linke Hand sofort sinken. Er wusste genau, dass er in großen Schwierigkeiten steckte und wollte seinen Ziehvater nicht noch wütender machen. Macintosh trank einen Schluck Kaffee, stellte die Tasse an den Rand des Tisches und setzte sich auf einen der Stühle. Er warf dem Jungen einen Blick zu. „Sitz!“
Der First-Lieutenant schluckte und ließ sich auf den freien Stuhl sinken. Rick sah sofort, dass er bereute was er getan hatte! Die Körperhaltung drückte das sehr deutlich aus. Die Schultern hingen herunter. Die Hände lagen auf den Oberschenkeln. Er sagte nichts. Den Kopf gesenkt und die Augen fixierten die grauen Turnschuhe auf dem Boden. Rick trank einen weiteren Schluck und wartete. Er musste erst die richtigen Worte finden …









Tbc ...

2. Anmerkung der Autorin:
Hmm blöd ne? Lol ...

Hier hab ich einen klitze kleinen Einblick in die Vergangenheit von Sully und Mike gegeben *grins* Bald gibt es mehr davon, versprochen!

Ich habe auch schon eine Idee, warum Sully bei den Knights gelandet ist und das passt sehr gut zu ihm *grins* Er ist ja so beschützerisch ...


Danke für die schönen Reviews!!!

Bis zum nächsten Kapitel!

Eure Vanessa
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