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von Eldalie    erstellt: 10.01.2010    letztes Update: 13.07.2010    Geschichte, Abenteuer / P16    (abgebrochen)
Über mir waren Bäume. Ich lag auf Waldboden. Ich lebte noch. Was genau war passiert? Ich holte Luft, und um die Stille um mich herum zu vertreiben öffnete ich den Mund, um mir selbst Mut zuzusprechen.
Nichts passierte, meine Stimme war weg. Das gibt es doch nicht, komm schon! forderte ich mich auf, doch nicht passierte.
Wo war ich? Irgendwo im Dschungel, so viel war klar. Wo waren die anderen 300 Passagiere und das Flugzeug? Wo war Claire?
Ich stand auf und sah meinen blutverschmierten Arm. Es war unerklärlich, warum ich vollkommen einsam hier war und ich begann, mit Spucke das Blut weg zu wischen.
Ich ging ein Stückchen durch den Wald, doch nirgendwo war auch nur die geringste Spur von irgendwas oder wem zu sehen oder zu hören. Ich riss den Ärmel meines Tshirts ab und versuchte, ihn um den Arm zu wickeln, doch er würde niemals dranbleiben. Ich presste den Arm an den Körper und ging los.
Wie war das noch gewesen? Ich erinnerte mich dunkel an ein Überlebenscamp in der fünften Klasse.
Ich meinte, einen Bach zu hören und ging einfach drauf los, ich hatte nichts zu verlieren.
Nach einer kurzen Wanderung durch Stock und Stein war ich an der Wasserquelle angekommen. Ich ging in die Hocke und schlürfte etwas von dem Wasser, angenehm kühl floss es meine Kehle hinunter.
Nach einer kurzen Rast stand ich auf und folgte dem Bach, der mehr und mehr zu einem Bächlein wurde und sich dann beinahe ganz verlor. Ich wurde langsam müde, Dunkelheit setzte ein.
Moment! War das Meeresrauschen? Ja, Meer. Ich rannte und plötzlich stolperte ich durch feinen, weißen Sand.
Ich legte mich auf den Boden und schloss die Augen, dann schlief ich ein.

Ich wurde von einem grauenerregndem Geräusch geweckt, doch es war nicht der Handywecker. Es brummte und das Geräusch kam aus dem Dschungel, wenn auch von weiter links. Im Feuerschein konnte man... Feuer.
Ich sprang auf und rannte los, durch den Sand und auf die noch immer qualmenden, vom Feuer erhellten Wrackteile zu. Ich sah keine Menschenseele.
Wieder ertönte das Geräusch doch ich missachtete es. Hier waren zwar Fußspuren und sie führten direkt zu einem Teil des Wracks, in dem Sitze zu erkennen waren.
Ich kletterte todesmutig hinein und fand ein großes Durcheinander von Koffern, Taschen, Kleidungsstücken und gruseligerweise Leichen vor.
Wie eine Verrückte begann ich, die Taschen zu durchwühlen, auf den Suche nach meiner eigenen.
"Hallo? Ist da jemand?" Ich zuckte zusammen, die Stimme hatte mir einen Todesschreck eingejagt. Verstecken oder zeigen, verstecken oder zeigen, verstecken.
Ich duckte mich hinter zwei der Sessel und betete, dass mich der Mann, der gerufen hatte, nicht finden würde.
Als niemand kam, atmete ich erleichtert aus und begann wieder Luft zu holen. Ich schlief ein und am nächsten Morgen weckte ich grelles Sonnenlicht. Ich stand auf und strich meine Kleidung glatt, meine lange Schnittwunde am Arm ging auf und ich riss auch den anderen Ärmel meines T-Shirts ab und presste ihn auf die Wunde.
Ich kletterte, so gut es einarmig geht, aus dem Wrackteil und als ich im Sand stand, bekam ich einen Schlag auf den Hinterkopf.
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