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Ja ich will....
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von Pulmoll2000    erstellt: 10.01.2010    letztes Update: 14.03.2010    Romanze / P16     55 Reviews
1. Ja ich will.....

„Und Tor das 1:0 durch unseren Juliaaaaan Schieber“

die Menge grölte und auf Annes Gesicht schlich sich ein Lachen. Lauthals schrie sie den Namen ihres Freundes mit der Menge mit und freute sich unheimlich.

Die letzten 10 Minuten waren schnell herunter gespielt und als es endlich fest stand, dass der VFB das Spiel mit 1:0 gewonnen hatte, wurden die Fangesänge immer lauter und die Spieler stürmten alle auf Julian zu, welcher jubelnd die Arme ausbreitete und sich von den anderen zu Boden reißen lies.

Nach wenigen Sekunden jedoch hatte er wohl genug von den Feierlichkeiten und lief an den Rand des Spielfelds.

Anne beobachtete indes weiter gespannt das wilde Treiben auf dem Feld und freute sich total für die Spieler, endlich wieder ein Spiel nach langer Zeit gewonnen zu haben.

Tasci zog sie in ihren Bann und sie musste grinsen, als dieser sein Trikot auszog und es jubelnd in die Menge schmiss.

Doch dann wurden die Fangesänge plötzlich übertönt.

Aus den Lautsprechern klang ein Lied, genau genommen war es Annes Lieblingslied.

„Wenn man so will
Bist du das Ziel einer langen Reise
Die Perfektion der besten Art und Weise
In stillen Momenten leise
Die Schaumkrone der Woge der Begeisterung
Bergauf, mein Antrieb und Schwung

Ich wollte dir nur mal eben sagen
Dass du das Größte für mich bist
Und sichergehen, ob du denn dasselbe für mich fühlst
Für mich fühlst“
(Ein Kompliment – Sportfreunde Stiller)

Sie staunte nicht schlecht als sie Julian, welcher das Lied zum Besten gab, im Kreis des Spielfeldes stehen stand.

Sein Blick ging in ihre Richtung und augenblicklich kamen ihr die Tränen.

„Ich liebe dich Anne Lundström und ich frage dich hiermit: Willst du meine Frau werden?“

„Ja, Ja ich will.“


„Was willst du?“ murmelte es verschlafen neben ihr und Anne schlug die Augen auf.

Weg waren die Fangesänge und weg war die Liebeserklärung.

Sie drehte sich etwas, so dass sie in Julians Gesicht blicken konnte, welcher aber noch immer die Augen geschlossen hatte und nun einen Arm um sie legte.

„Nicht so wichtig, hab nur geträumt.“ Lächelte Anne und drückte ihrem Freund einen Kuss auf die Wange: „Schlaf weiter.“

„Hm, du auch und morgen erzählst du mir, was du schönes geträumt hast.“

Doch Anne konnte nicht mehr weiterschlafen.

Sie waren gerade mal einen Monat zusammen, welcher nicht gerade von Höhen geprägt gewesen war und nun dachte sie ans Heiraten?

Nun ja gewissermaßen hatte sie nur davon geträumt, doch entsprachen die Träume nicht den inneren Wünschen?

Sie starrte auf die Decke, sie liebte Julian keine Frage, doch eine Hochzeit?

War es nicht zu früh sich mit so einem Thema auseinander zu setzen?

Unruhig drehte sie sich auf die andere Seite und keine Minute später wälzte sie sich auch schon wieder zurück um dann mit Julians blauen Augen konfrontiert zu werden.

„Kannst du doch nicht mehr schlafen?“ fragte er sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht und strich ihr vorsichtig die langen Haare aus dem Gesicht.

Anne schüttelte den Kopf und reckte sich etwas um ihm einen Kuss zu geben.

Irgendwie schämte sie sich gerade dafür, dass sie sich eine Hochzeit mit Julian nicht vorstellen konnte und so drückte sie ihren Kopf fest an seine Brust.

„Anne, was ist los?“ kam es da auch schon von Julian, welcher ihre ungeordneten Gedankengänge spürte.

„Ich hab etwas Komisches geträumt.“ Gab sie dann zu und Julian zog sie ein Stück näher an sich.
„Magst du es mir erzählen?“ fragte Julian und Anne presste sich intuitiv noch fester an.

„Du hast mir im Stadion einen Antrag gemacht.“ Flüsterte sie dann und traute sich nicht wirklich in seine Augen zu schauen.

Was würde sie da wohl sehen?

Ihre Neugier überwiegte und so schaute sie kurz auf.

Julian sah geradeaus auf die Wand und plötzlich gelang ein breites Grinsen auf sein Gesicht. Er sah sie an und lächelte:
„Ich kann dich beruhigen, im Stadion werde ich dir bestimmt keinen Antrag machen. Aber sag mal war das jetzt ein Alptraum?“

Anne schüttelte den Kopf: „Nein, doch wir sind erst einen Monat zusammen?“ fragend sah sie ihn an.

„Ja, doch ich kann mir schon vorstellen, dass wir mal in einem kleinen Häuschen am Stadtrand leben und viele kleine Julians da rum rennen.“

Bei dieser Vorstellung musste Anne kichern.

„Ich glaube einer von der Sorte reicht mir vorerst.“

„War der Antrag schön?“ wollte Julian wissen und entfernte sich etwas von Anne um besser in ihre Augen sehen zu können.

Anne schmunzelte: „Du hast Ein Kompliment von den Sportfreunden Stiller gesungen. Und danach gesagt, dass du mich liebst und gefragt ob ich deine Frau werden will.“

„Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist und sicher gehen ob du denn dasselbe für mich fühlst.“ Summte nun Julian und lächelte dabei Anne an: „Na da hab ich mir wenigstens ein schönes Lied ausgesucht.“

Zärtlich legte er seine Lippen auf ihre und gab ihr einen Kuss.

„Ich liebe dich Anne, doch mit dem Heiraten lassen wir uns noch Zeit okay?“

Anne nickte und legte ihren Arm um seine Hüfte.

„Ich liebe dich auch Julian und mit den kleinen Julians, da lassen wir uns auch noch Zeit.“

Diesmal war Julian es, welcher nickte und ihr erneut einen Kuss gab.

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so das war das erste Kapitel :-) und ich bin auf eure Meinungen gespannt...
 
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