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von kleineWildrude08    erstellt: 08.01.2010    letztes Update: 08.01.2010    Geschichte, Allgemein / P6    (fertiggestellt)
Ja, nach ewigkeiten hatte ich in den Ferien mal wieder Zeit und Ideen. Das ist entstanden.
Manche Sätze und Übergänge sind mir nicht so gut gelungen, aber im Großen und Ganzen bin ich zu frieden damit.  :)
Wünsche euch viel Spaß!
Lg W


Kapitel 1

„Elphaba! Wir sind ja so stolz auf dich! Nicht!?“ Meine Bühenpartner 'Moq' alias Malte und 'Glinda' alias Pammy nickten zustimmend. Wir versuchten es diesmal besser zu machen, um es nicht noch einmal wiederholen zu müssen, da wir an dieser Szene schon den ganzen Tag probten. „Kommst du auch wirklich ohne mich zurecht?“ „Aber natürlich, Miq leistet ihr Gesellschaft, nicht Miq!?“ „Ich heiße Moq!!“ Damit rannte Malte von der Bühne. „Moq!“ Ich versuchte traurig zu schauen. „Nessa, vielleicht ist er einfach nicht der Richtige.“ „Doch... Er ist schon richtig, aber ich bin's nicht. Viel Glück Elphaba...“ Damit rollte auch ich von der Bühne.


„Nessa! Nessa!!!“ Langsam bremste ich. Das war nicht Pammy's Stimme die mich da rief. Und als ich mich umschaute, stellte ich fest, dass ich mich auch nicht mehr im Proberaum befand. Ich versuchte aufzustehen, aber meine Beine bewegten sich nicht. 'Verdammt, was ist hier los!?' fragte ich mich panisch.

Plötzlich sah ich eine junge Frau mit grüner Haut und einem Koffer in der Hand auf mich zulaufen. „Nessa, bitte warte. Wenn du es nicht alleine schaffst, bleibe ich. Du bist meine Schwester und ich würde alles für dich tun.“ „Elphaba!?“ fragte ich zaghaft. Sie nickte. Als ich mich genauer umsah, bemerkte ich, dass ich auf einem Bahnsteig stand, umgeben von Schülern die aussahen als wären sie geradewegs aus Oz gekommen. Langsam begann ich zu begreifen, was da um mich geschah. Na gut, ich würde mitspielen. Aber eigentlich konnte das doch nicht sein. Oder!?

Elphaba sah mich noch immer sorgenvoll an. „Nein, geh nur. Ich schaffe es schon.“ Ich kannte meinen Text in und auswendig, doch ich befand mich auf keiner Bühne. Ich war im echten Oz gelandet und gerade dabei, Elphaba gehen zu lassen. Wenn das hier wirklich Oz war, bekam ich nun die Chance, den Lauf der Geschichte und Nessa's Leben total zu verändern und sie sogar vor dem Tod zu retten. Doch sollte ich das Risiko eingehen, die Geschichte zu ändern? Nein!

Ich lächelte. „Bist du sicher?“ „Ja.“

Obwohl, was sollte schon groß passieren!? Ich beschloss also, es doch zu wagen. „Elphieaba... ähm... Elphaba.“ verbesserte ich mich. „Es gäbe da schon noch etwas...“ „Was? Sag schon.“ „Nun... Ich würde so gerne laufen können und ich weiß, dass du große Kräfte in dir trägst.“ Sie schaute mich verwirrt an. „Naja... Könntest du nicht versuchen, meine Schuhe zu verhexen?“ brachte ich es auf den Punkt. „Aber Nessa... Das, das kann ich nicht!“

„Doch, ich weiß es. Weist du noch, am ersten Tag hier in Glizz, als du so böse wurdest? Das sind deine Kräfte Elphaba, du musst sie nur benutzen! Bitte versuch es wenigstens! Bitte...“ Flehend sah ich sie an, da ich wusste, dass sie mir so nichts abschlagen konnte. „Na gut, wenn ich dir damit Helfen kann. Aber ich weiß doch gar nicht, wie das geht... Ich kann das doch überhaupt nicht kontrollieren!“ Ich merkte am Klang ihrer Stimme, dass sie nicht daran glaubte, es zu können. Ich nahm ihre Hand. „Ich glaube an dich, so wie ich es immer getan habe. Glaub an dich, dann wirst du wissen was zu tun ist.“ Irgendwie klang ich gerade überhaupt nicht nach Nessa, aber das war mir im Moment egal.

Verwirrt sah sie mich an, atmete dann einmal tief ein, schloss die Augen und konzentrierte sich. Ich bemerkte, dass meine Schuhe warm wurden, beugte mich ein wenig nach vorn und sah es. Meine Schuhe begannen tatsächlich zu leuchten, doch im nächsten Augenblick war es verschwunden.

Elphaba öffnete die Augen. „Ich... Ich kanns nicht...Es tut mir Leid Nessa.“ sagte sie enttäuscht. Doch ich war mir sicher, dass es geklappt hatte. Also bewegte ich langsam meine Beine und drückte mich aus dem Rollstuhl. Ich lächelte glücklich. „Elphaba, du kannst es!! Ich kann es!!“ schrie ich. Ein Stein fiel mir vom Herzen, denn dass ich einmal so froh sein würde, laufen zu können, hatte ich nicht gedacht. Elphaba konnte es kaum fassen. „Nessa, du kannst gehen! Das, das... war ich?“

„Ja. Und lass dir etwas sagen. Du brauchst den Zauberer nicht, du bist genauso stark wie er, glaub mir.“ Ich durfte nicht zulassen, dass das Selbe passierte wie normalerweise. „Trau nicht immer dem was du siehst, denn oft ist es nur Schein. Und versprich mir, dass du dich niemals mit Glinda streitest.“ „Aber...?“ „Versprich es!“ „Na gut, versprochen. Aber warum? Und woher wusstest du, das ich das kann?“ „Das wirst du noch früh genug herausfinden. Sagen wir, es war eine Art... Traum?“ 'Du würdest mir sowieso nicht glauben, wenn ich es dir erzählen würde.' fügte ich in Gedanken hinzu. Damit umarmte ich sie ein letztes Mal, flüsterte ihr ein „Danke! Ich werd dich vermissen.“ ins Ohr und rannte los. Verwirrt blieb sie zurück, neben ihr mein Rollstuhl.
 
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