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von Kim1995    erstellt: 04.01.2010    letztes Update: 10.05.2012    Geschichte, Drama / P16    (in Arbeit)
Marco fragte kurz in die Runde, ob es in Ordnung wäre, wenn ich mit ihnen mitfahren würde.
Alle stimmten zu.

Ich fuhr mit Tony und Marco mit.

Mein Blick hatte wohl alles gesagt, als wir vor dem Restaurant standen.
Roman lachte nur noch laut los. Verwirrt schaute ich zu ihm.

„Was hast du denn auf einmal?“, fragte ich dann.
„Dein Blick, der ist zuuu lachhaft.“

Dieses Restaurant sah von außen aus wie eine kleine Villa.
Da durfte man doch staunen?

Ich war es nicht gewohnt in solchen Läden zu essen.
Wir gingen rein und wurden direkt herzlich empfangen.

Marco, Tony und Roman zogen mich direkt mit zu ihnen.
Aufpasser war ja schön und gut, aber ich konnte so  gerade noch alleine folgen ohne, dass die mich mehr oder weniger an die Hand nehmen mussten.
Ich saß zwischen Marco und Fabian.

Wieder war ich diejenige, die leiden musste.
Die Jungs begannen schon wieder mich auszufragen.
War ich froh, wenn das endlich vorbei war.

Ein Blick von Marc, der mir gegenüber saß, verriet mir, dass er mir wieder helfen würde, aber ich musste es ja irgendwann mal über mich ergehen lassen. Also lieber jetzt als irgendwann anders.

Ich musste ab und zu einfach nur grinsen. Das alles hatte ich echt nie erwartet.

Warum auch? Wer denkt denn bitte, dass er bzw. sie jemals bei einer Bundesligamannschaft trainieren würde. Immer noch fragten die Jungs mich aus.  Sie wollten ja schließlich auch nur wissen, mit wem sie da jetzt trainierten.

Sie gaben mir das Gefühl, dass ich jetzt schon dazugehörte, obwohl ich nicht mal mehr als vier Stunden mit ihnen verbracht hatte. Aber es tat gut.

Wir redeten eigentlich über alles mögliche und ich stellte fest, dass sie eigentlich ganz normal waren.
Irgendwie waren wir alle auf einer Wellenlänge.
Der wahrscheinlich größte Unterschied war allerdings, dass ich gerade mal 16 war und die Anderen zwischen 18 und 23.

Aber das störte im Moment keinen.
„Ich muss sagen, ich bin froh, dass wir dich geholt haben“, meinte Fabi  und der Rest stimmte zu.
„Ich kann es zwar noch nicht so ganz fassen, dass ich hier bin, aber ich freu mich auch darüber“, stimmte ich ihm zu.

„Und was machen wir jetzt noch so?", fragte Tony in die Runde. Ich schaute gespannt in die Runde.
„Gute Frage, weiß jemand etwas?"
„Wir könnten Tischtennis spielen gehen" , kam der Vorschlag von Roman.
„Ne... dazu ist es viel zu warm!!"
„Was ist denn wenn wir ins Freibad schwimmen gehen?"
„Da haben wir auch keine Ruhe!"

Ich hätte ihnen theoretisch meinen Pool zu hause anbieten können, aber dafür war ich dann doch noch zu schüchtern.
Schließlich war ich gerade erst in die Mannschaft gekommen.  

Das war auch nie so wirklich meine Art gewesen, ich war auch eigentlich nicht so wirklich der offene Typ, aber komischer Weise war das hier in der Mannschaft irgendwie anders. Ich hatte absolut kein Problem etwas zu erzählen.

Ich verfolgte die Diskussion zwischen den Jungs interessiert.
Wir kamen zu dem Entschluss, dass wir ein wenig durch die Stadt spazieren würden und dann dort irgendwo Eis essen gehen würden, wobei ich eigentlich nicht glaubte, dass sie dort unbedingt viel weniger Ruhe hatten als im Freibad , aber gut, ihre Entscheidung.

Eins war mir klar, das konnte nur im Chaos enden.

Wir hatten die Rechnung bestellt, die nun endlich auch kam; eigentlich wollte ich gerne selbst bezahlen, aber Marco ließ mich nicht und bezahlte für mich mit.

Beleidigt schaute ich ihn an.
Jegliche Versuche das Geld zurück zu geben gingen schief.

Dieser Typ machte mich wahnsinnig.
Mittlerweile wurde mir immer bewusster, was ich hier gerade machte, viel mehr wurde mir bewusst, dass ich mit den Jungs unterwegs war.

Ich entschied mich dazu später Marcos Eis zu bezahlen.
Wir tranken noch unsere Getränke aus, ehe wir das Restaurant verließen und uns in Richtung Innenstadt begaben.

Das Vibrieren meines Handys ließ mich zusammen zucken. Ich guckte auf den Bildschirm, es war meine Mutter.
Sie wollte gerne wissen, wo ich denn war, weil ich eigentlich schon zu hause sein sollte.

Ich sagte ihr, dass ich wahrscheinlich erst heute Abend zurück kommen würde. Sie war erstaunt.
Was der Grund dafür war, würde ich ihr später erklären. Als ich endlich aufgelegt hatten, war ich froh, dass sie mir zugestimmt hatte, dass ich bis heute Abend noch unterwegs sein durfte.
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