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von Labaella    erstellt: 01.01.2010    letztes Update: 18.03.2010    Geschichte, Humor / P16    (abgebrochen)
"Heut' ist kein schöner Tag. Heut' ist kein schöner Tag. Doch, doch heut' ist ein schöner Tag, weil Papa heut' Geburtstag hat, ja heut' ist ein schöner Tag!"

Ein kleiner Applaus ertönte, begleitet von einem fröhlichen Kinderjauchzen, welches von der kleinen Mia herrührte. 3 Jahre und 5 Monate war sie alt und der ganze Stolz ihrer jungen Eltern. Und natürlich auch der, des schwarzhaarigen Onkels, welcher am Stuhl des 'Geburtstagkindes' lehnte.
"Puschten." befahl der kleine Blondschopf und beugte sich weit über den Tisch, so dass ihre Stupsnase beinahe von den Flammen des Geburtstagskranzes angesengt wurde.

Ihr Vater begann die Kerzen auszupusten, schaffte es jedoch nicht mit einem Mal.
Ärgerlich gestikulierte die Kleine. "Mehr puschten!"
"Okay, okay." grinste der ebenfalls temporär Schwarzhaarige und holte tief Luft.
"Und wünsch dir was." empfahl ihm Antonia, kurz Toni oder Anto, seine Freundin und Mutter seiner Tochter noch schnell, bevor er die restlichen Kerzen erlöschen ließ.
"Zu spät." moserte er und zog eine Grimasse.

Antonia hatte die Fahndung nach einer vermissten Kuchengabel aufgegeben und wandte sich neugierig an ihren Freund.
"Was hättest du dir denn gewünscht?"
"Ach, das Übliche: Liebe, Gesundheit, Weltfrieden und den ganzen Kram."
"Na klar." lachte sie und auch sein Bruder stimmte in das Gelächter ein.
"Und was wünschst du dir wirklich?" hakte Antonia noch einmal nach.

Ihr Freund dachte einige Sekunden nach.
"Nein, schon wahr. Liebe für meinen kleinen Bruder, Gesundheit für unsere Kleine und Weltfrieden für mich. Und dir wünsche ich noch einen Freund, der etwas mehr Zeit hat."
Wehmütig sah er auf die Küchenuhr und griff nach ihrer Hand.
"Übermorgen sind wir wieder da."
Die Blondhaarige nickte. "Das geht ja."

Die drei Erwachsenen betrachteten das kleine Mädchen, welches auf den Schoß ihres Vater gekrabbelt war. Niemand mochte sie daran erinnern, dass dieser gleich abreisen musste.

30 Minuten später

"Paapii - Paapii da bleib'n." Große Tränen kullerten die Wangen der Dreijährigen hinab. Tom drückte seine Familie ein letztes Mal an sich und gab beiden einen Kuss.
Es fiel ihm so schwer sie zurück zu lassen, doch seit Mia den Kindergarten besuchte, war es einfach nicht mehr möglich die beiden mit auf Tour zu nehmen. Außderm benötigte Mia einen geregelten Tagesablauf, was auf einer Tournee einfach nicht zu gewährleisten war. So hatten Tom und Antonia sich schweren Herzens für das Modell 'Wochenendfamilie' entscheiden müssen.

Einige Minuten später hatten die Jungs das Haus verlassen und die Motorengeräusche waren verklungen. Mia war die Treppe hinauf gelaufen und hatte sich vermutlich in das Bett ihres Vaters oder ihren Koffer verkrümelt.

Nachdenklich machte sich Antonia daran den Kaffeetisch abzudecken.

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