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von JuliaLupin    erstellt: 30.12.2009    letztes Update: 21.01.2010    Geschichte, Romanze / P16    (abgebrochen)
Kapitel 2: Traumflüge

„Guten Tag, meine Damen und Herren! Hier spricht der Flugkapitän des Air Berlin Fluges nach Seattle. Wir freuen uns, dass sie sich für diesen Flug entschieden haben und weisen sie darauf hin, dass ihr Handgepäck bitte in den extra dafür vorgesehenen Klappen über ihnen zu verstauen ist. Außerdem bitten wir Handys, Laptops und weitere elektronische Geräte während der Landung und des Startes ausgeschaltet zu lassen. Wenn das Anschnallzeichen über ihren Köpfen aufleuchtet, bitten wir dieses zu befolgen und sich anzuschnallen. Bei Problemen und Fragen können sie sich gerne an unserer freundlichen Stewardess wenden. Vielen Dank!“

Ehrlich gesagt war ich ziemlich aufgeregt.
Ich hatte mit der Unterstützung von Jane und Heidi Aro dann doch noch überzeugen können, dass ich kein Privatflugzeug bräuchte. Er hatte ständig gemeint, dass er mir ruhig eins kaufen könne, aber ich hatte weiterhin darauf beharrt nicht zu sehr aufzufallen. Schließlich gab er sich geschlagen und organisierte mir drei (!) Sitze in der vordersten Reihe in der ersten Klasse mit extra VIP-Eingang.
Unauffälliger geht es ja nicht, oder? *sarkastisch kling* *Augen verdreh*
Er wollte mir wohl weis machen, dass er sehr viel Macht und Geld hatte. Als ob ich das nicht wüsste. *nochmals Augen verdreh*
„Madame, möchten sie ein Kissen?“, fragte mich eine nette Stewardess.
Dankend nahm ich es an.
Seufzend schloss ich die Augen und hoffte, dass dieser Flug bald vorbei sein würde.
Ich schlief bald darauf auch ein, doch nach kurzer Zeit rüttelte mich Jemand an der Schulter.
Langsam öffnete ich die Augen, ein attraktiver Stewardess stand vor mir.
„Möchte die Dame etwas zu Trinken? Essen? Noch ein Kissen?“
Ich richte mich murrend auf.
„Etwas zu Essen und zu Trinken, bitte.“
Der Mann hilft mir schelmisch grinsend das Tablett auszuklappen und reicht mir mein Essen und mein Trinken.
Immer noch grinsend fragt er: „Sag mal, gibt mir ein so hübsche, junge Dame, wie sie, ihr Nummer?“
„Aber natürlich.“, meine ich zuckersüß. Sein Grinsen nimmt an Selbstgefälligkeit zu, Arschloch. „Meine Nummer ist: Verpiss-dich-oder-du-fliegts-hochkannt-aus-dem-Flugzeug!“
Das sagte ich mit so einer Ernsthaftigkeit, dass er wirklich etwas schnell sich davon machte.
Ich schaute aus dem Fenster und betrachtete mein Gesicht darin eine Weile.
Ich wusste nicht, ob ich auch so aussehen würde, wäre ich nicht dreimal die Woche mit Gianna bzw. Heidi in alle möglichen Schönheitssalons gegangen, seit ich überhaupt richtig sprechen konnte.
Die Beiden waren dafür zuständig gewesen, dass ich gut aussah.
Alec brachte mir Geige, Gitarre, Klavier und Querflöte bei. Nebenbei lehrte er mich ein wenig französisch, was Aro ihm eigentlich nicht aufgetragen hatte.
Jane brachte mir korrektes Reden bei, d. h. wie ich jemanden beruhigen konnte oder jemandem etwas vorspielen. Oder auch provozieren *grins*, allerdings nur aus Spaß an der Freude.
Aro, Caius und Marcus lehrten mich alle wichtigen Schulinhaltsstoffe. Wobei, mal ganz unter uns, wirklich Aro der Strengste war. Und wie er mich bei den Fragen immer umkreist hat, wie ein Adler, gruselig.
Felix übte mich in Selbstverteidigung, sowie das, was sie über die Wölfe wussten und was ich zu beachten hatte.
Demitri brachte mir heranschleichen, überwachen und sonstiges bei. Auch flirten beanspruchte sein Aufgabenbereich, bei dem es ihm immer wieder Spaß machte mich aus der Fassung zu bringen, jedoch einmal hatte auch ich es geschafft, dass er kurz davor war mich zu küssen, hätte Aro nicht eingegriffen.
Nachdem ich einmal in meinem Zimmer angefangen hatte bei `Halo` von Beyonce mitzusingen und Jane, die mit im Raum war, plötzlich die Tür aufmachte und man Felix, Jason und Alec schnell weggehen sehen konnte, lehrten sie mich allesamt zu singen und zu tanzen.
Unwillkürlich musste ich mich an den letzten Abend erinnern.

Alec hatte auf meinem Bett gelegen und mich französische Vokabeln abgefragt (natürlich ohne Vokabelheft), während ich durch den Raum tigerte, noch mal alle Sachen für die heutige Reise zusammensuchte und packte. Ich regte mich selber auf, weil ich meine heißgeliebte Uhr nicht finden konnte, bis Alec sie grinsend in die Höhe hielt.
Ich hielt mitten in einer Schimpfrapide inne und funkelte ihn böse an.
Dann stürzte ich mich auf ihn, doch er drehte sich so, dass ich sie nicht erreichen konnte.
Mit der rechten Hand hielt er mich fest, mit der Linken drehte er meine Uhr immer wieder im Kreis.
Ich brummelte. „Du bist so gemein!“
Und schlug ihm schmollend auf die Brust, auf die er mich zufälligerweise (*hust*) gezogen hatte.
Er grinste unverschämt. Augenblicklich richtete ich mein Augenmerk auf seine Nasenspitze, denn ich wusste, dass, sollte ich in seine Augen sehen, ich darin versinken würde, wie schon bei den anderen männlichen Vampiren so oft. Doch auf sein Grinsen durfte ich auch nicht achten, wusste doch eh, dass es mich weich werden lassen würde.
„Lily, beeil dich! Du musst bald schlafen!“
Gianna wusste nicht, dass Alec hier war. Sie dachte wahrscheinlich ich würde telefonieren.
Sie kam auch nie in mein Zimmer, wieso wusste ich nicht.
Ich stand schnell auf, nachdem ich bemerkte, dass Alec mich losgelassen hatte.
Ich ging zu meinem Schrank und suchte mir Klamotten für den morgigen Tag heraus.
„Du solltest lieber gehen, Aro wird wahrscheinlich sauer auf dich sein, weil ich jetzt nach dir rieche…“
Ich hatte mich umgedreht und war erschrocken, als ich sah, dass Alec direkt vor mir stand.
„Ich möchte aber noch nicht gehen…“
Er ging einen Schritt auf mich zu, drückte mich leicht an die Wand.
„Alec… ich…“, stammelte ich.
Warum mussten Vampire auch nur so einen betörenden Duft haben?
Und hinzu kam auch noch, dass Alec mich mit seinen großen Kulleraugen liebevoll ansah und mir die Sinne raubte.
Er beugte sein Gesicht immer weiter runter.
Kurz bevor seine Lippen die meinen treffen würden, hielt ich gespannt den Atem an.
Er zögerte, warf mir noch einen fragenden Blick zu.
Doch ich war es, die sich stürmisch nach vorne beugte und ihn so küsste.
Seine linke Hand fuhr in mein Haar, während seine kühle Zunge um Einlass bat, den ich ihm gewährte.
Spielerisch stupste er mein Zunge mit seiner an.
Meine Arme schlangen sich um seinen Hals.
Plötzlich klopfte Jemand hektisch an die Tür.
„Lily? Aro hat gerade angerufen, Alec soll doch bitte zu ihm kommen… Sofort!“
Alec löste sich von mir und sah enttäuscht zur Tür.
„Ich muss wirklich gehen.“
Er sah mich an, entschuldigend.
Ich nickte, doch wollte ihn eigentlich nicht gehen lassen.
Sehnsüchtig küsste er mich noch einmal, bevor er ganz urplötzlich weg war.
Ich öffnete hoffnungsvoll die Augen, doch sah ihn nicht mehr.

Ich fragte mich, ob das was zu bedeuten hatte oder ob er nur mal mit mir spielen wollte.
Einen Alec konnte man einfach nicht durchschauen.
Aro hatte meine Sachen von gestern Abend verbrennen lassen, laut Gianna sei er sehr wütend auf Alec gewesen. Außerdem musste ich noch eine Stunde heute Morgen baden und mich schön einparfümieren.
Ehrlich gesagt, glaubte ich, dass ich jetzt mehr stank als zuvor.
Zumindest hatte ich von fast jedem der Vollturie die Handynummer. (Stellt euch vor, nur wegen mir hatte jeder von ihnen ein Handy bekommen *grins*)
„…bitten sie sich anzuschnallen. Wir landen gleich.“
Ich schnallte mich an, zog einen Spiegel hervor und machte meine Haare schöner, was dieser Stewardess, der mich vorhin nach meiner Nummer gefragt hatte, mit einem anzüglichen Grinsen quittierte.
Bei Heidi und Gianna hatte ich gelernt, dass ich immer gut auszusehen hatte.
(…)
Als ich schließlich aus dem Flugzeug ausstieg, seufzte ich, denn die Sonne war schon lange hinter einer dicken Wolkendecke verschwunden. Ich steckte meiner Sonnenbrille in mein Handgepäck und machte mich auf zur Gepäckausgabe.
Als ich meine drei Koffer wieder beisammen hatte, machte ich mich auf den Weg zu der Limousine, die schon für mich bereit stand.
Na gut, ein bisschen gefiel mir das auch.
Wem würde das nicht gefallen?
Die Limousine fuhr mich nach la Push zu einer echten Villa (http://static.twoday.net/traumhaus/images/Traumhaus-San-Diego.jpg ), die Aro vor Jahren für mich bauen lies. Alles war schon perfekt eingerichtet, ich musste nur noch meine persönliche Note einführen.
Ich hatte zwei Bodyguards, vier Hausmädchen, einen persönlichen Butler, einen Choffieur und ein Riesenhaus (fast) nur für mich allein mit echten Palmen, die extra importiert wurden.
Und ich dachte Aro hätte schon bei dem Privatflugzeug übertrieben…
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