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von Anne S-Listing    erstellt: 26.12.2009    letztes Update: 18.10.2010    Geschichte, Romanze / P18    (fertiggestellt)
Hallo, mein Name ist Anne Schöne, ich bin 32 Jahre jung und lebe in der schönen Löwenstadt Braunschweig in Niedersachsen. Habe kurze schwarz gefärbte Haare und bin so etwa vom Körperbau im Durchschnitt. Ok hab zwar an der einen oder anderen Stelle etwas zu meckern, aber das ist ja schließlich normal. Was heißen soll, bei einer Körpergröße von 164 cm wiege ich 65 kg. Alles ist da wo es hingehört *grins*.
Von Beruf bin ich Bürokauffrau und arbeite in einem kleinen Handwerksbetrieb.

In meiner Freizeit besuche ich mit meiner besten Freundin oft ein Fitness-Studio, höre Musik und gehe gern auf Konzerte, ins Theater etc., sitz auch oft Computer und unterhalt mich mit Leuten aus dem Internet. Treff mich mit meiner Besten am Wochenende um mit ihr auf die Piste zu gehen.

Seit einem halben Jahr bin ich glücklich getrennt, naja, so glücklich auch wieder nicht, aber das ist ja bei einer Trennung meistens so. Das Leben geht halt weiter und den Richtigen Prinz zu finden ist nun mal kein leichtes Unterfangen, da kann schon mal ein Frosch drunter sein.

Durch die ganze Trennungsgeschichte haben meine Freundin und ich uns überlegt mal ein Wellness-Wochenende zu machen. Mal raus aus der Stadt. Irgendwo anders mal durch zu atmen um auf andere Gedanken zu kommen. So ein Tapetenwechsel tut uns beiden auch mal gut. Wir haben entschieden nach Magdeburg zu fahren. Gut, ist nicht das Highlight überhaupt, aber erstens ist es nicht weit weg von Braunschweig und zweitens ist uns das auch völlig egal. Außerdem waren wir seit der Grenzöffnung noch nicht allzu oft im ‚Osten‘, obwohl wir es ja gar nicht so weit hatten. Aber wenn man mit einer Deutsch/Deutschen Grenze aufwächst ist das schon irgendwie was anderes.

Das Hotel ist wirklich nett. Hat 4 Sterne und einen wirklich super Wellness Bereich. In diesem befinden sich Sauna, Schwimmbad, Whirlpool  und auch noch einige Massageräume. Auch ein Fitnessraum mit den allgemeinen Fitnessgeräten ist vorhanden.
Wir haben ein Verwöhn Programm mit Massage, Kosmetik und allem drum und dran gebucht.

Nachdem wir uns dann am Samstag tagsüber richtig schön haben verwöhnen lassen, sind wir mal in die Stadt um zu sehen, was diese so für ein Nachtleben zu bieten hat. Im stillen denke ich mir, dass es so ähnlich wie in Braunschweig auch ist. Die ein oder andere Kneipe finden wir. Aber den richtigen Tanzschuppen haben wir noch nicht entdeckt.

Wir sitzen so an der Bar, als wir von einem jungen Mann angesprochen werden. „Na ihr Süßen, was treibt zwei solch Schönheiten gerade in diese Bar?“ ich verdrehte meine Augen. Ich dachte die Ossis würden mittlerweile bessere Anmachsprüche drauf haben als die Wessis. Aber nein, genau das gleich Gerede.
„Tja“ antworte meine Beste „wir kennen uns hier leider nicht so aus, aber wenn du magst kannste uns ja was besseres empfehlen“ grinste sie ihn frech an. Auch ich lächelte und schaute mir den Kerl mal genau an. Ok schlecht sah er ja nicht aus. Aber er war halt nicht meine Liga, was heißen soll, das er so etwa zehn Jahre jünger war als Cindy und ich. Aber gut, wenn er uns in nen richtigen Tanzschuppen bringen würde, wär das auch ok.

Der Typ war voll mit Cindy am flirten und ich grinste mir einen. Das war ja mal wieder sowas von klar, das Cindy es nicht lassen konnte. Sie war so eine Person, der es nichts ausmachte, was andere Leute über sie dachten oder sagten. Auch war sie sehr aufgeschlossen. Gut das war ich auch, aber was neue Leute anging war ich doch immer noch ein wenig vorsichtiger als sie. Woran das allerdings lag, war mir bis heute ein Rätsel geblieben. Aber ich kam auch so gut durchs Leben.

Wir sind also mit dieser neuen Bekanntschaft in einen Club, und ich muss sagen der Schuppen war wirklich nicht schlecht. Hätt ich jetzt nicht erwartet. Sah von außen jedenfalls nicht so ansprechend aus. Aber im Gebäude selbst. Nicht von schlechten Eltern. Der junge Mann, mit dem wir unterwegs sind stellte sich uns als Hagen vor. Ich hab bald nen Lachanfall bekommen, wer nennt den bitte in der heutigen Zeit sein Kind Hagen? Hagen, so hießen die Jungs im Alter meines Vaters! Naja, kann der arme Kerl ja nichts zu. Es stellte sich heraus, das Hagen der Sohn vom Besitzer des Clubs war. Was hieß, das wir in einem kleinen abgetrennten Bereich kamen, der normalerweise für Prominente reserviert war, wenn diese sich mal nach Magdeburg verirren würden. Heute waren keine Promis da. Jedenfalls kannte ich keinen von denen, die sich in diesem Bereich aufhielten.

Aber wir waren ja auch in Magdeburg und nicht in Berlin, Hamburg oder gar München, wo die Promi-Dichte doch sehr viel Höher war. Ich dachte auch nicht daran hier jemanden bekanntes aus Film oder Fernsehen zu erblicken. Und grinste wieder einmal als Hagen erzählte, das öfter bekannte Musiker hier in diesem Bereich ihre Partys feierten.

Der Abend wurde wirklich noch lustig. Cindy und Hagen waren am abtanzen ohne Ende und ich schaute mir die Leute an. Ich hatte heute nicht die richtige Lust zum tanzen. Irgendwie, oder irgendwas fehlte, damit ich in Tanzstimmung kam. Aber das war auch nicht weiter wild. Ich brauchte es nicht so sehr wie es Cindy brauchte. Sie konnte gar nicht anders. Wenn Musik erklang war sie auch gleich am rumzappeln.

Das beobachten der Leute bereitet mir genauso viel Spaß, wie als ob ich tanzen würde. Ich brauchte das auch ab und an mal. Einfach nur so da zu sitzen, einen Drink in der Hand und den Menschen bei ihrem treiben zu zu sehen.

Nach gut einer halben Stunde kamen Cindy und Hagen wieder an den Tisch „du bist ja immer noch so allein“ grinste mir Cindy zu „ja und! macht doch nichts. Du weißt doch, das ich auch so meinen Spaß habe“ grinste ich zurück. Cindy nickte wissendlich.

Hagen verließ uns und kam kurzer Zeit später mit einigen seiner Freunde zurück. Wir stellten uns gegenseitig vor und unterhielten uns über Gott und die Welt. Die Jungs waren echt der Hammer. Total nett und super lustig und unterhaltsam. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß, wie an diesem Abend.
Es war früher morgen als wir völlig fertig das Hotel betraten in dem wir nächtigten.
 
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