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Geschichte: Fanfiktion
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von Miatierchen
erstellt: 25.12.2009
letztes Update: 21.08.2010
Geschichte, Allgemein / P16
(fertiggestellt)
Frohe Weihnachten noch mal, obwohl es der letzte Weihnachtsfeiertag ist xD
Vielen Dank an InaBau und HPfreak, ihr habt mich ermuntert, noch ein Kapitel on zu stellen!
Was Harrys spätere Entwicklung und das Pairing angeht… da müsst ihr glaube ich einfach abwarten und vermuten… einiges klärt sich in den nächsten Kapiteln, aber Harry ist erst 10 und hat mit seiner Partnerin noch Zeit, denke ich.
Apropos… Harry ist auf jeden fall nicht schwul, sonst hätte ich das Rating auf P16 Slash gelegt. Ich hoffe, ihr sied jetzt nicht alle enttäuscht xD
Ein gutes neues Jahr euch allen… und jetzt geht’s weiter!
Lg, eure Mia
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2. Der Schatten in der Nacht
Harry konnte nicht wissen, was sein verzweifelter Wunsch bewirkt hatte, denn als er einschlief und so den unbewussten Zauber löste, bimmelten meilenweit entfernt in Schottland auf einem alten, imposanten Schloss in des Schulleiters Räumen alle Alarmglocken und Albus Dumbledore bekam fast einen Herzinfarkt – was äußerst selten passierte.
Doch der alte Schulleiter war nicht der einzige, der davon mitbekam…
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-Zolaire!
Sie schickte ihm einen fragenden Impuls.
-Ich hab ihn gespürt! Ich muss mich beeilen, sicher taucht Dumbledore gleich auf, dann ist es zu spät!
-Beeil dich! Und denk dran-
-Jaja, keine unnötigen Verletzungen… ich weiß!
Und dann verschwand er im Nichts…
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Lautlos huschte er die dunkle Straße entlang, wie ein Schatten. Herausschauende Bewohner dieser Gegend hätten ihn nicht gesehen.
Er hatte sich extra diese Zeit der Nacht ausgesucht, in der die Straßenlaternen nur an größeren Straßen leuchteten.
Doch dafür war er nicht hier.
Er widerstand dem Drang, sich näher umzuschauen, doch ihm war aufgefallen, wie übertrieben gepflegt, und vor allem, wie gleich die Häuser hier aussahen.
11, 12… das musste es sein!
Das Haus unterschied sich auf den ersten Blick praktisch nur durch die Nummer von den anderen. Ein kleines Lächeln huschte auf sein Gesicht.
Der folgende Teil war geradezu lächerlich einfach – jedenfalls für ihn und einige andere.
>>Alohomora! <<, dachte er, und die Tür sprang auf. Ehrlich, manchmal fragte er sich, warum manche Zauberer nicht einfach in ein paar Villen einbrachen und für den Rest ihres Lebens in Saus und Brauch auf irgend so einer Karibik-Insel lebten…
Der Hausflur war schwach beleuchtet, von einer Lampe im angrenzenden Raum
Leise sog er Luft durch die Lippen. War etwa noch jemand wach?
Doch nein, weder hörte, noch spürte er eine Person. Vielleicht hatten sie das Licht angelassen, um eventuelle Einbrecher abzuschrecken…
Er konnte sich ein kleines Schnauben nicht verkneifen.
Doch er wollte sich jetzt auch nicht weiter im Haus umschauen, nur den Jungen…
Lautlos huschte er die Treppe hoch und spürte bei einem seiner federleichten Schritte, wie seine Magie einer knarrenden Stufe Einhalt gebot.
Er lächelte.
Oben gab es sechs Räume.
Er fühlte nur in zweien davon Personen, also ließ er die anderen aus.
Im ersten Raum schlief ein - es gab wirklich kein anderes Wort – fetter Mann neben seiner knochendürren Frau – jedenfalls nahm er an, dass sie verheiratet waren, nicht, dass er einem von Beiden seine Wahl hätte nachvollziehen können – und schnarchte.
Kopfschüttelnd nahm er sich die nächste Tür vor.
Noch bevor er sie geöffnet hatte, wusste er, dass etwas nicht stimmte.
War es die Tatsache, dass er nur eine Person im Raum spürte, obwohl da noch einer im Alter des Jungen sein sollte, oder, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass die beiden in einem Zimmer schliefen – soweit er wusste, wollten das die Kinder heutzutage nicht mehr.
Und er hatte recht. Die einzige Person, die im Zimmer lag, war ein Junge, der seinem Vater außergewöhnlich ähnlich war – jedenfalls, was den Umfang betraf – und das war sicher nicht der Junge, den er suchte.
Wo war er dann?
Jedenfalls gab es kein Stockwerk über diesem hier, und er hoffte doch stark, dass diese Familie ihn nicht umgebracht hatte!
Also musste er wieder nach unten.
Er seufzte. Was für eine Verzögerung seines Zeitplans…
Doch weder in der Küche, noch im Esszimmer, Wohnzimmer oder im Bad fand er den Jungen. Nein, das Kribbeln, das ihn wie immer auf jede lebende Person, die etwa den Maßen eines Menschen entsprachen, hinwies, spürte er bei der Treppe.
Er runzelte die Stirn. Was-?
Im schwachen Licht der Wohnzimmerlampe - also ehrlich mal, hatte diese Familie schon mal was von Lampenentzündung in der Nacht gehört? – entdeckte er eine weitere Tür unter dem mit Brettern verschlagenen Teil unter der Treppe.
Davor war ein Riegel angebracht, den er jetzt öffnete, während er sich fragte, ob er draußen eine Art angebauten Raum gesehen hatte, zu dem die Tür führen konnte. Denn da war eindeutig jemand…
Es war lange her, seit er zum letzten Mal so sprachlos gewesen war: Bei seinem zehnten Kampf, als ein Gegner sich mitten in eine Masse kampfbereiter Männer hatte fallen lassen, obwohl er genau gewusst hatte, dass er damit Selbstmord beging.
Nein, das hier hatte er gewiss nicht erwartet.
Vielleicht einen verwöhnten Bengel, der genauso fett war, wie der Junge oben- was bei dieser Familie gar nicht so abwegig war. Einer, der sofort Onkel und Tante rief, wenn er ihn sah, der bis in die Puppen Fernseher schaute oder mit diesen neuen, verrückten Muggelspielsachen spielte. Oder vielleicht einen ganz normalen, an dem die Bewunderungen seiner Verwandschaft – immerhin hatte er den stärksten Magier aller Zeiten vernichtet, oder was auch immer mit dem passiert war – abgeprallt war, weil er ein wenig von der Genügsamkeit seiner Mutter geerbt hatte.
Aber ganz gewiss nicht das. Nein, bestimmt nicht. War er hier im falschen Haus gelandet?
Nein, natürlich nicht.
Es schüttelte ihn vor Ärger, Mitleid, Unglaube, Zorn, Unverständnis. Wie bei Merlins Wille konnte man einem Kind so etwas antun? Oder auch nur zulassen, dass ihm so etwas geschah?
Vorsichtig näherte er sich dem schlafenden Jungen, den er nur anhand der Brille und den Haaren als den, den er suchte, erkannte,
Der kleine, schon ungesund dünne Junge mit den wirren, kohlrabenschwarzen Haaren und der mehrfach mit Klebeband zusammengeklebten Billigbrille, von der er sich nicht einmal vorstellen konnte, dass man dadurch mehr als ein paar Schemen sah, hatte zu große, schmutzige, teils löchrige Klamotten an.
Er hatte sich im Schlaf zusammengekauert, umklammerte aus irgendeinem Grund einen Umhang aus magischem Stoff und zuckte in regelmäßigen Abständen aus einem Grund, den er lieber nicht so genau wissen wollte, zusammen.
Doch das war noch das harmloseste.
Das Kind hatte Wunden am ganzen Körper, Blutergüsse, Prellungen, getrocknetes Blut, blaue Flecken, er hatte unnatürlich helle Haut, und wäre die Situation nicht so abartig traurig gewesen, hätte er vielleicht gelacht- zusammen mit der Haut, den Haaren und dem roten Blut hätte er super als männliches Schneewittchen durchgehen können.
Er lag auf einer kleinen, abgelegenen Matratze, neben einem einzigen Regalbrett, auf dem eine zusammengeflickte Taschenlampe lag und lag in einem Wandschrank.
Einem WANDSCHRANK!
Wie absurd war das denn?
Die gesamte Zaubererwelt dachte an einen Harry Potter, der von den Menschen in seiner Umgebung wie ein König behandelt wurde, und dann das hier?
Er war ja nicht dumm. In Sekundenbruchteilen hatte er sich zusammengereimt, dass der Junge von seinen Verwandten so hergerichtet worden war.
Als er in die Gedanken des Kleinen eindringen wollte, stoppte er überrascht. Dass der Junge schon eine Barriere um seinen Geist herum aufgebaut hatte, verwirrte ihn, passte nicht in dieses Bild.
Immerhin war er erst 10 Jahre alt!
Doch der geistige Schutzwall hätte nur Anfänger aufgehalten, und es bereitete ihm keine Mühe, sanft hindurchzudringen. Er wollte dem Jungen so wenige Schmerzen wie möglich zufügen…
Der Schwarzhaarige träumte gerade einen wirren Traum, farblose Schemen flogen darin herum und bildeten gruselige Schatten.
Innerlich kopfschüttelnd ließ er die Schatten verschwinden, mehr konnte er nicht tun.
Er war zwar kein normaler Zauberer, aber Träume zu ändern, das lag nicht in seiner Macht. Und aufwecken wollte er den Kleinen noch nicht.
In dessen Gedanken schaute er sich jetzt um, erlebte noch einmal in Sekundenbruchteilen, wie der fette Mann und sein Sohn ihn geschlagen hatte, wie der Schwarzhaarige Hausarbeiten erledigen musste. Jedenfalls die, zu denen er von seiner Größe her fähig war – beispielsweise Putzen.
Er wusste nichts von seinem Erbe, das stand fest. Und um all dem zu entkommen hatte er sich seinen geistigen Schutzwall errichtet, hinter dem er sich verstecken konnte, wenn es mal allzu schlimm wurde. Alle Achtung…
Ein großer Hass bahnte sich in seinem Kopf an, wie das manchmal der Fall war, und er zog sich hastig aus den Gedanken des Jungen zurück, um ihn nicht zu erschrecken.
Hass auf diese Familie, diese grausamen Menschen. Er musste ihn hier herausbringen…
Liebend gerne hätte er sie allesamt umgebracht. Doch nein, dann würde er die Aufmerksamkeit, die durch das Verschwinden des Jungen zweifellos erregt werden würde, nur auf eine zweite Person lenken. An Rache konnte er denken, wenn es so weit war, jetzt musste der Junge in Sicherheit…
Per Zauber schnappte er sich den Umhang und hob dann vorsichtig den federleichten Jungen von der Matratze, der weiterschlief. Überhaupt war sein Schlaf viel ruhiger geworden, seit die Schatten verschwunden waren…
Ohne eine weitere Spur zu hinterlassen und unter großer Selbstbeherrschung- er wollte ihnen immer noch an den Kragen! – verließ er das Haus.
Obwohl alles in ihm drängte, den Jungen zu rächen, schloss er sogar die Türe, ohne sie zuzuschlagen.
Er konnte nicht fassen, dass die Zauberer das zugelassen hatten. Dass Dumbledore das zugelassen hatte. Er wusste, von nun an würde der Junge eine Weile von der Bildfläche verschwinden.
Er wusste selbst nicht, für wie lange. Sie würden ihn für vermisst melden, vielleicht sorgte Dumbledore dafür, dass es nicht die gesamte Zaubererschaft erfuhr, um nicht als unfähig dazustehen. Doch auch wenn der Schwarzhaarige verschwunden blieb, Dumbledore würde nach Harry Potter suchen.
Und mit diesem Gedanken verschwand er lautlos, ohne das Plopp
, mit dem Zauberer normalerweise verschwanden.
Nur fünf Minuten später tauchten im Ligusterweg zwölf weitere Personen auf, öffneten die Tür gewaltsam und weckten die verdutzten und verärgerten Dursleys…
Der Brief mit dem vierfarbigen Siegel, der ein paar Stunden später unter der Post der Familie ebenfalls im Haus auftauchte, sollte seinen Empfänger nie erreichen…
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
„Dylan!“, rief eine Frauenstimme, als er auftauchte.
Zolaire rannte in einer Mordsgeschwindigkeit die Treppe hinunter auf ihn zu.
Kurz bevor sie mit ihm zusammenprallte, hielt sie inne und starrte auf das Kind in seinen Armen.
„Ist er das?“, flüsterte sie leise.
Als er nickte hob sie einen Finger, um den Kleinen zu berühren, doch als sie näher in sein Gesicht schaute, schnappte sie entsetzt nach Luft.
„Was haben sie mit ihm gemacht?!“, fragte sie fassungslos.
Er schaute sie nur grimmig an. Das war eine rhetorische Frage gewesen, er wusste genau, dass sie dieselbe Schlussfolgerung gezogen hatte, wie er.
----------21. Juli 1991------
Harry James Potter öffnete ruckartig die Augen, als sein Verstand ihm sagte, dass er verschlafen hatte.
Doch ohne Brille war er so gut wie blind.
Unwillkürlich zuckte er zusammen, bereit für den Schmerz, bereit, sich gleich im hintersten Winkel seines Kopfes zu verkriechen, weil es dann nicht so weh tat.
Doch er kam nicht. Und das Warten war beinahe noch schlimmer, so dass er wieder anfing, zu zittern.
Plötzlich spürte er etwas an seiner Stirn. Etwas Ungewohntes. Was war das? Er wollte zurückweichen – sicher war es nichts Gutes -, doch es ging nicht. Da war etwas in seinem Rücken, das ihn hinderte, etwas… Weiches!
Also, seine Matratze war das jedenfalls nicht, er hatte acht Jahre darauf gelegen und traute sich zu, sie wieder zu erkennen.
Das… Etwas an seiner Stirn lag nun schon zwei Sekunden auf seiner Stirn. Es war… eine Hand. Sie war wärmer als Onkel Vernons… oder vielleicht dachte er das auch nur, weil ihn seine Hand immer nur kurz berührt hatte.
Sie war weich… und warm… und er hatte Angst.
Eine Stimme sagte etwas, doch seine Sinne waren wie betäubt und er wusste nicht, wer da sprach.
Hatte sich sein jahrelanger Wunsch erfüllt, hatten die Dursleys ihn vielleicht so sehr verletzt, dass er jetzt im Krankenhaus lag, dass jemand auf das aufmerksam wurde, was im Ligusterweg geschah? Doch wo war der Geruch… Dudley hatte einmal erzählt, als er sich seinen Fuß gebrochen hatte und im Krankenhaus gewesen war, hier würde es stinken… nach… irgendetwas unangenehmen.
Doch Harry roch nichts.
Die Hand auf seiner Stirn hatte ihn bis jetzt nicht geschlagen, und er wollte jetzt wissen, was los war. Die Stimme sagte wieder etwas, es war eine weibliche Stimme. Eine schöne Stimme.
Er blinzelte heftig und drehte den Kopf – Shit, tat das weh! Dann verließen seine Sinne langsam die wohltuende Schwärze, und obwohl er nichts sehen konnte, verstand er die nächsten Worte.
„Er ist wach! Dylan, komm her!“, sagte die Stimme. Harry hörte die Schritte. Wer war das?
Mist, verdammte Brille…
Mit einer Hand tastete er gewohnheitshalber neben sich, doch da war kein Nachtisch, geschweige denn seine Brille. Innerlich fluchend nahm er die Hand zurück.
„Suchst du deine Brille? Hier ist sie.“ Sagte die angenehme Frauenstimme und setzte sie ihm auf die Nase. Jetzt konnte er wieder sehen… ein beruhigendes Gefühl.
Er lag in einem weichen Bett, mit dunkelblauer Wäsche bezogen, in einem Raum, etwa so groß wie die Küche bei den Dursleys. Doch da die Wände nicht weiß, sondern in einem warmen Orange-Ton gestrichen waren, schloss er das Krankenhaus aus – kurz fühlte er Enttäuschung.
Die Besitzerin der Stimme saß neben ihm auf der Bettkante und lächelte zu ihm hinunter – kurz verwirrt fragte sich Harry, ob sie mit dem Lächeln wirklich ihn meinte!
Die Frau hatte langes dunkelbraun-gelocktes Haar und freundliche Augen.
„Hallo, Harry. Wie geht es dir?“
Woher kannte sie seinen Namen?!
Er bekam keinen Ton heraus. Erstens, weil seine Kehle trocken war, und er etwas zum Trinken brauchte, zweitens, weil er sich immer noch fürchtete, drittens, weil er nichts Dummes sagen wollte. Denn das war bei den Dursleys immer bestraft worden.
Eine Bewegung in seinen Augenwinkeln veranlasste Harry dazu, seinen Kopf drehen zu wollen, doch sein Körper schmerzte zu sehr, und so ließ er es.
„Keine Angst, der Schmerz geht bald vorbei. Aber er hat deinem Körper geholfen, weißt du…“
Harry fragte sich, wie Schmerz denn bitteschön helfen konnte, aber natürlich fragte er nicht.
Vielmehr interessierte ihn die Stimme, die gesprochen hatte, und da trat ein Mann in sein Sichtfeld.
Er hatte die gleichen Haare wie die Frau, nur kürzer, ungewellt und er trug sie zu einem lockeren Zopf zusammengesteckt.
Er fragte sich, was passiert war. Warum er hier war, und wo er war. Und wer diese netten Menschen waren.
Dann hatte er plötzlich eine schreckliche Ahnung. Was, wenn die Dursleys ihn verkauft hatten, ihn ins Ausland geschickt hatten, damit er dort noch mehr arbeiten konnte-?
Aber nein. Es passte nicht zusammen.
„Geht es dir besser?“, fragte die Frau.
„Wo bin ich?“, flüsterte er, und seine Stimme klang leicht heiser. Doch er wollte sich nicht räuspern und die Frage wiederholen.
Die Frau lächelte ihn warm an.
„Dylan und ich erklären dir gleich alles… aber zuvor muss ich wissen, ob du noch Schmerzen hast.“
Harry fühlte im bewegungslosen Zustand nichts, also hob er leicht seine Hand. Er hatte jetzt keine Zeit, sich vor fremden Leuten für die Blutergüsse an seinen Gelenken zu schämen, es gab jetzt Dringenderes –
Welche Blutergüsse? Welcher Schmerz?
Verwirrt hob Harry den Arm noch ein Stück an, merkte jetzt, dass er etwas anderes anhatte… ein dunkelgrünes T-Shirt, um genau zu sein, und die anderen Wunden an seinem Arm waren auch weg!
Noch mehr Fragen kamen dazu. Er war froh, dass die nette Frau und der nette Mann sich aus seiner Miene offenbar zusammenreimten, dass ihm nichts mehr schmerzte, und er so nicht antworten musste.
Offensichtlich erleichtert fing die Frau an, zu erklären.
„Ich bin Zolaire, das ist Dylan, mein Bruder. Er hat dich vor vier Tagen von deinen Verwandten weggeholt…“
Noch mehr Fragen. Er war seit vier Tagen weg? Das würde Ärger geben!
„… und bevor du fragst, ich denke nicht, dass du zu ihnen zurück musst.“
Erleichterung.
Er war ebenfalls schmal, doch größer, hatte breitere Schultern und Harry sah seine Muskeln, als der Mann die Hand zum Gruß hob und ihn anlächelte – auch dieses Lächeln war so vollkommen anders, als das, welches er bei den Dursleys gewohnt war.
Jetzt sprach der Mann – Harry hatte vor lauter Sorge seinen Namen vergessen…
„Wir kannten deine Eltern, Harry. Sie haben uns gebeten, auf dich zu achten, falls sie oder dein Pate mal nicht für dich da sein sollte. 10 Jahre lang haben wir dich gesucht! Tut uns leid, dass es so lange gedauert hat…“
Er schaute ihn mit einer Mischung aus Mitleid, Sorge und Entschuldigung an – Oh ja, noch so eine Sache, die Harry bei en Durselys gelernt hatte, es war immer gut, zu erkennen, ob man Vernon und Dudley gerade aus dem Weg gehen sollte…
Aber das kümmerte ihn jetzt nicht. Er war überrascht, noch nie hatte sich in seinem Leben jemand dazu herabgelassen, sich bei ihm zu entschuldigen!
Als Harry nichts sagte, sprach der Mann weiter.
„Wenn du möchtest kannst du bei uns bleiben, Harry. Wir könne für dich sorgen…“
Er sagte immer noch nichts. Wartete immer noch auf das Aufwachen, dass Vernon die Wandschranktür einbrechen und ihn verprügeln würde.
„Ähm… also, du musst nicht mehr zu ihnen zurück, wenn du nicht willst. Wir… wir würden dich nicht schlagen… und so.“
Sichtlich nervös fuhr sich der dann durch das Haar und schaute hilfesuchend seine Schwester an.
„Sag doch bitte etwas, Harry!“
„Muss ich gleich wieder aufwachen?“, fragte Harry leise.
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Fast hätte Zolaire gelacht. Aber nur fast. Wie traurig! Das ein Junge in dem Alter eine normale Unterhaltung als schönen Traum empfand!
„Das ist kein Traum, Harry. Du kannst wirklich bleiben.“
Sie rückte näher an den Jungen heran. Stich mit einer Hand sanft über die seine. Plötzlich überrollte sie wieder dieser starke Drang, ihn zu beschützen, ihm eine… so etwas wie eine Mutter zu sein. Was mussten diese Dursleys für Menschen sein…
Zuerst zuckte Harry unter ihrer Berührung zusammen, dann reckte er sich ihr entgegen… wie eine Erfahrung, die er nie gehabt hatte.
„Ich darf bleiben?“
Offenbar hatte er sich entschlossen, den „Traum“ zu genießen…
„Natürlich darfst du.“
„Ich muss nicht zu ihnen zurück?“
„Nie wieder.“
„Und darf ich… darf ich dich… darf ich dich umarmen, Zolaire?“, fragte er schüchtern.
Wie schnell er seine Einstellung geändert hatte!
Statt einer Antwort beugte sie sich hinunter und umarmte ihn.
„Zoey. Nenn mich Zoey, sonst komm ich mir so alt vor!“, lachte sie.
Mindesten eine Minute lang hielt sie ihn einfach nur fest, und er wollte gar nicht mehr loslassen!
Aus den Augenwinkeln sah sie, dass Dylan halb Belustigt, halb eifersüchtig da stand und nicht wusste, was er machen sollte.
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So, das war's erst mal!
Ich hoffe, es hat euch allen gefallen...
Wie wär's mit einem Tausch? Ich lass euch Kekse da und ihr mir ein Review? xD
Lg, Mia
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