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von Miatierchen    erstellt: 25.12.2009    letztes Update: 21.08.2010    Geschichte, Allgemein / P16    (fertiggestellt)
Hey alle zusammen!

Ich habe schon so viele tolle FFs hier gelesen, da dachte ich mir, schreib’ ich doch auch mal eine!
Die Geschichte teilt sich in geplante 3 Teile auf und der 1. ist schon fertig…
Ich poste einmal in der Woche am Wochenende, falls sich etwas ändert, sag’ ich bescheid.

Ich verdiene mit der Story kein Geld (schön wärs) und die Charakters gehören J.K. Rowling - bis auf ein paar, die ich selbst erfunden habe, und die erkennt ihr daran, dass ihr sie nicht kennt xD

Zusammenfassung:

Alles ist anders als in Rowlings Büchern: Bevor Harry Potter den Brief nach Hogwarts erhalten kann, holen zwei Fremde den Jungen zu sich. Fern von den letzten Todessern, von denen viele noch immer den Idealen ihres alten Meisters folgen, und Dumbledore, der nicht immer so ist, wie es scheint, wächst Harry auf und bekommt eine neue Identität.

Doch dann ist seine Heimat in Gefahr und erlebt früher Abenteuer, als erwartet...

Ist Voldemort wirklich mausetot oder muss Harry die Prophezeing erfüllen? Wie verändert sich Harry? Welche Freunde findet er? Und geht er irgendwann doch auf eine Schule?
Das erfahrt ihr hier...

Warnings: Stellenweise Gewalt, OOC

Beta: Martina Mix - vielen dank!!! *durchknuddel*

Seid bitte nicht so streng mit mir, es ist mein erster Versuch…^^

Und jetzt viel Spaß mit dem ersten Kapitel!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


*Nachtkerze*



1.Verschlossene Türen



---------17. Juli 1991-------



Es war Samstag. Und Harry „freute sich“, gelinde gesagt, nie auf Samstage – da war er wohl der einzige Junge in seinem Alter. Und das hatte zwei Gründe:
Erstens: Sein Onkel, Vernon, hatte frei
Zweitens: Sein Cousin, Dudley, spielte mit seinen Freunden zu Hause

Wie jeden Morgen wachte Harry pünktlich auf um 6 Uhr auf – jahrelanges Training seines Gehirns, denn er hatte keinen Wecker.

Er deckte den Tisch, wischte das Wohnzimmer – hatte er gestern nicht mehr geschafft – aß eine Scheibe Brot mit einem Stück Butter, die im Kühlschrank auf ihn wartete. Bei all den Leckereien dort fragte man sich natürlich, warum er nur dieses Frühstück bekam. Nun, das hatte einen einfachen Grund: Das Zeug war für Dudley, um seinen ohnehin schon fetten Körper noch weiter zu mästen, für Harry selbst war es, so Vernon, zu schade.

Nach einer Katzenwäsche ging es mit dem Geld, das wie immer auf der Kommode lag – genau abgezählt, nie würde Vernon zulassen, dass er sich von dem übriggebliebenen Geld evtl. etwas kaufte! – erst einmal zum Bäcker. Der war eine Viertel Stunde entfernt und Harry hatte es schon lange aufgegeben, sich zu fragen, warum sein Onkel sich die Brötchen nicht liefern lassen konnte. Insgeheim wusste er natürlich die Antwort, doch er wollte sie nicht wahrhaben. Das war der einzige Grund, der ihm vom Abhauen anhielt: Nicht über sein Leben hier nachzudenken.

Für die Dursleys – seinen Onkel Vernon, dessen Sohn Dudley und seine Tante Petunia, die in Sachen Körperfülle so ziemlich das krasse Gegenteil der anderen Beiden war, genau wie Harry selbst – war er nichts weiter als ein… Sklave. Es schmerzte, dieses Wort zu gebrauchen, das Dudley vermutlich noch nicht mal kannte. Eigentlich waren Worte, die sich um Essen, Computerspiele und Harry-Ärgern drehten, die einzigen, die er kannte.

Harry fluchte innerlich, als er mit der Fußspitze an einem Gulli hängen blieb und das den Schmerz von gestern wieder aktivierte.

Ach ja, der Schmerz… Seine Verwandten machten sich einen Spaß daraus, ihn zu schlagen, wenn er eine der unzähligen Hausarbeiten nicht vollkommen korrekt erledigt hatte – also so ziemlich immer.
Erst gestern hatte Dudley an ihm und einem Seil seine neu kreierten, kaum lösbaren Knoten ausprobieren – eines der wenigen Dinge, die Dudley konnte, aber es erfüllte seinen Zweck – und hatte sich anschließend an Akupunktur versucht.

Wenn man also rechnen konnte – Harry konnte es, ganz im Gegensatz zu seinem Cousin, der bald zwölf wurde und damit ein Jahr älter als er selbst war– und Dudleys Gewicht plus Stärke plus Unsensibilität plus Schadenfreude zusammen addierte, konnte man sich vorstellen, wie Harry danach aussah.

Sein Onkel war nicht viel besser, eher stärker. Seine Tante bekam von all dem nichts mit, oder wollte es nicht. Allerdings wurde es, wenn sie mal nicht da war - was an Samstagen häufig der Fall war – noch schlimmer.

Manchmal brach Harry zusammen. Konnte einfach nicht mehr. Die Seelische Qual plus die Körperliche, manchmal wurde es zu Viel und er versteckte sich, bis er die Schutzmauer um seinen Geist erneuert hatte, um die folgende Bestrafung über sich ergehen lassen zu können.

Das Problem war, dass er dann immer neue Verstecke suchen musste. Einmal in der Gartenlaube, dann im Park, im Keller, und dann vor etwa drei Wochen auf dem Dachboden. Ja, das war bestimmt das interessanteste Versteck von allen gewesen…


Flashback

Harry rannte die Treppe hoch, in Vernon und Petunias Schlafzimmer und verriegelte die Tür hinter sich. Er konnte nicht darauf vertrauen, dass Dudley und seine Freunde um der Türe Willen draußen bleiben würden, demnächst würde Vernon wohl in ein Möbelhaus fahren müssen.

Panisch sah er sich um.
Er wusste, dass hier eine Luke war, die auf den Dachboden führte, doch wo war der Harken fürs Öffnen…

Er zuckte zusammen, als die Jungs gegen die Tür hämmerten und schaute sich um.
Da fiel sein Blick auf das Bett.
Und wirklich, da lag er.

Hastig holte er ihn hervor, balancierte ihn senkrecht in die Höhe und bekam endlich das Schloss an der hohen Decke zu fassen.

Als er die Luke geöffnet und die Leiter heruntergelassen hatte, betrat er die erste Sprosse.

Exakt in diesem Moment kam Andy, der hellste von Dudleys Freunden, auf die Idee, es zusammen zu versuchen.

WUMM!

Die Tür hielt stand, doch Harry trat bei dem Versuch, die Leiter so schnell wie möglich zu erklimmen, mehrmals fast daneben.

Oben angekommen holte er die Leiter hoch und schloss gerade die Luke, als die Jungs sich  zum fünften Mal gegen die Tür warfen und diese krachend zersplitterte.

„Da oben ist er!“, schrie Dudley, doch es war schon zu spät.
Harry schloss die Augen und beruhigte sich langsam. Er war in Sicherheit…
Er hatte den Harken und ohne den könnten die Jungs die Luke nicht öffnen.

Als er wieder aufschaute, sah er sich erst einmal um.
Der Dachboden war recht klein, mit einer nackten Glühbirne und dank der sechs Dachfenster erstaunlich hell.
Überall standen Kisten und Dudleys kaputte Spielzeuge herum, und Harry untersuchte sie neugierig, bis ihm eine schlichte dunkle Kiste ins Auge sprang.

Sie war nicht ganz geschlossen, und etwas Dunkles hing heraus Bei näherer Betrachtung stellte Harry fest, dass es  ein dunkelblauer Stoff war, mit silbernen Monden und Zeichen drauf. Merkwürdig! Solch einen Stoff hatte er noch nie gesehen!.

Er öffnete die Kiste. Das Stück Stoff war größer als er selbst, soweit er das beurteilen konnte, und es lagen noch zwei andere Dinge darin. Ein Foto und ein goldener Brief.
Harry überwand seine Scheu und nahm das Foto heraus.

Beinahe hätte er es fallen gelassen! Da war er drauf, mit seinen Eltern! Jedenfalls nahm er das an, denn der Mann sah ihm ziemlich ähnlich, und die Frau hatte seine Augen.
Harry blinzelte, als seine Augen feucht wurden. Seine Eltern! Nie hatte er sie gesehen, in diesem Haus gab es weder Fotos von ihnen, noch wurde über sie gesprochen. Die einzigen Dinge, die er wusste war, dass Petunia sie hasste, und dass sie bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren.
Und natürlich, dass er genauso freakig und hässlich und dumm war wie sie, aber das nahm er nicht ernst.

Lange schaute sch Harry da Foto an, dann nahm er den Umschlag in die Hand.
Es war schweres, teures Papier, und das Blatt, das er herausnahm, war mit weißen Lilien verziert.

Liebe Petunia

Ich weiß, dass wir seit ein paar Jahren nicht mehr so gut miteinander auskommen. Trotzdem bitte ich dich, dass du am wichtigsten Tag meines Lebens hier bist, denn du gehörst zur Familie. Du kannst Vernon gerne mitbringen! James würde sich freuen, dich zu sehen, genau wie Mum. Bitte, überleg es dir noch einmal.
In der Hoffnung auf dein Kommen
Lily

Harry stockte der Atem. Nie hatte ihn etwas so sehr an seine Mutter erinnert, wie dieses persönliche Schreiben!
Und dann traf es ihn so plötzlich wie nie zuvor. Er hatte keine Eltern mehr. Dieser Brief war das einzige, das er noch von ihnen hatte!
Was würde James wohl tun, wüsste er, wie es seinem Sohn erging? Würde Lily immer noch versuchen, sich mit Petunia zu versöhnen?

Mit der einen Hand strich er über den weichen, angenehmen Stoff und zog ihn heraus.
Es war eine Art… Umhang, so wie die Helden in Dudleys Filmen immer welche trugen. Er war sehr groß und weit, und er verlor sich in den Mustern und Zeichen darauf. Der Umhang übte eine merkwürdige Anziehungskraft auf ihn aus.
Probehalber legte er ihn um und fühlte sich einen Moment irgendwie kräftiger, hoffnungsvoller… und als er auf seinen Arm schaute schien es ihm plötzlich, als wäre dieser verschwunden! Doch nein, als er blinzelte, war alles normal, nur der weiche fließende Stoff des Umhangs strich über seine Hand.

Und da fasste Harry einen Entschluss. Er würde diese Dinge, die zweifellos seinen Eltern gehörten, mit in seinen Wandschrank nehmen, und als Andenken bewahren – offensichtlich wollten Petunia und Vernon sie eh nicht.

Er horchte an der Luke, doch offensichtlich hatten Dudley und seine Freunde es satt, dort unten zu warten, wo er doch früher oder später sowieso heraus kommen würde. Nun, sie hatten Recht. Mit dem Umhang konnte er nicht nach unten, sie würden ihn sehen, die Sachen würde er hier holen, wenn die Dursleys mal wieder nicht da waren. Seufzend machte er sich auf den Weg nach unten, auf eine schlimme Strafe gefasst.

Tatsächlich wurde er fast Ohnmächtig vor Schmerz, als Dudley und seinen Freunde ihm zeigten, dass es ein gewaltiger Fehler war, vor ihnen wegzulaufen.

Doch er hatte Glück. Bereits am nächsten Tag machte die ganze Familie Dursley einen Ausflug und zwischen den ganzen Arbeiten holte er den Umhang, den Brief und das Foto, und versteckte die Sachen unter seiner Matratze. Seit dem schlief er immer mit dem weichen Stoff in seinen Armen ein, doch er achtete darauf, dass niemand sonst ihn sah.

Flashback Ende



Seit Harry fünf Jahre alt war und lesen konnte hatte er nach Alternativen (noch so ein Wort, das vermutlich kein Kind in seinem Alter kannte) gesucht, doch keine gefunden. Er glaubte nicht, dass es in diesen so genannten Weisenhäusern besser war, und einfach abhauen konnte und wollte er sowieso nicht. Er kam immer wieder zurück, das wussten seine Verwandten. Ganz alleine in diesem großen Land währe er verloren, und bei den Durselys hatte er zwar wenig, aber immerhin etwas zu Essen, und außerdem ein Dach überm Kopf.

Die Ladentür klingelte, die Geschäftsführerin schaute auf, als Harry die kleine Bäckerei betrat und sich kurz an dem typischen Geruch erfreute.

„Guten Tag.“ Sagte er höflich. Ja, in der Öffentlich war er der perfekt erzogene Junge. Das lag aber weniger an Vernons Erziehungsmethoden, wie der glaubte, sondern an seiner Angst, und den Drohungen, wenn er sich irgendetwas anmerken ließ.

„Hallo, Kleiner.“
Das sagte sie jedes Mal. Weil Harry ihr seinen Namen nicht verraten durfte. Als sie, nachdem er fünf Monate in Folge jeden Samstag bei ihr Brötchen gekauft hatte, danach gefragt hatte, hatte er ihr erklärt, er solle fremden Leuten von seinen „Eltern“ nichts über sich erzählen. Plausible Erklärung… leider. Dennoch nahm er die Blicke jedes Mal wahr, wenn er den Laden verließ... mittlerweile sah er die Frage in ihrem Gesicht, doch er ging nie darauf ein. Außerdem durfte ein zehnjähriger Junge  - in zwei Wochen elfjährig - nicht so klug sein, das wusste er. Die Frage – was macht ein Kind  um halb 9 Uhr morgens alleine in einer Bäckerei, zudem eines, das man sonst nie in der Öffentlichkeit sah? – sah er ihr am Gesicht an.

„Acht Brötchen bitte.“
Vier für Vernon, dreifür Dudley, eins für Petunia… ein halbes für ihn, wenn Etwas übrig blieb.

Sie nannte den Preis. Und Harry, der schon die Hand halb ausgestreckt hatte, erstarrte. Sie waren teurer geworden?!

Fieberhaft überlegte er, was er nun tun sollte. Das Geld reichte nicht! Was sollte er tun? Wenn er nur sieben Brötchen mitbrachte, gab das gewaltigen Ärger! Aber was sonst?

„Ähm.. dann nur sieben bitte.“
Er versuchte, seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu lassen-  noch etwas, das er während seiner Zeit bei den Dursleys gelernt hatte – und mahlte sich aus, was sie mit ihm machen würden…

„Stimmt etwas nicht?“
„Doch!“, versicherte er schnell, bezahlte die Brötchen und steckte das Wechselgeld ein.

Auf dem Rückweg hielt Harry die Tüte eng an seine Körper geklemmt, um seinen ohnehin überlasteten und verletzten Arm zu schonen. Verdammt! Was jetzt?

Harry betete dass Vernon die Sache nicht auffiel und ging so schnell wie möglich zurück.

Das Geld steckte er erst einmal ein, sonst hätte er sich sofort verraten. Oben hörte er bereits die Dusche, Vernon würde jeden Moment runter kommen…
Er schnappte sich den Zettel, der als einziger die Pinnwand zierte, und den Petunia immer am Vorabend aufhängte. Dort waren seine Arbeiten aufgelistet, und er fing am Besten damit an…

Bis die ganze Familie Dursley unten eingetroffen war, hatte er bereits das Wohnzimmer abgestaubt.
Harry schloss die Augen und betete, dass es ihnen nicht auffiel…
zehn Minuten lang ging das auch gut.

„BURSCHE!“

Vernon kam ins Zimmer, mit hochrotem kopf, packte ihn an den Klamotten und schüttelte ihn heftig durch.

„WAS-“ Kleine zornige Augen fixierten ihn „-HAST DU MIT DEM BRÖTCHEN GEMACHT?!“ Spucketropfen flogen auf Harry, der die Zähne zusammenbiss, um nicht anfangen, zu weinen. Das würde alles nur noch schlimmer machen…

„ANTWORTE!“

„D-der Preis!“, stotterte Harry hastig, „er-“

„GENUG! Hab ich dir nicht klar ausgedrückt, dass ich keinen Diebstahl dulde?! Du dreckiger undankbare Nichtsnutz, hast von unserem hart verdienten Geld gekaufte Sachen gestohlen!“

Wäre die Situation nicht absolut unkomisch gewesen, hätte Harry sich verdutzt gefragt, ob Vernon je einen solch langen und komplizierten Satz gesprochen hatte.

„Ich habe doch gesagt, der Preis, er ist-“

„RUHE!“, donnerte Vernon.
„Hör zu, ich hab keine Lust auf deine Lügen! Glaub mir, wenn Petunia weg ist, wird das Folgen haben!“, zischte er ihm zu, ließ ihn dann fallen und verschwand in der Küche.

Zitternd setzte Harry seine Arbeit fort. Er hatte Glück, eine Schonfrist, denn Vernon fuhr Dudleys Freunde abholen und Petunia wegfahren. Doch als Harry den Flur gewienert hatte, kam er wieder.

„So, und jetzt zu dir!“ Wütend blitzte er Harry an und Dudleys Freunde schauten interessiert zu, wie Vernon Harry immer weiter gegen die Wand trieb. Es waren drei, Andy, Mathew und Lucas. Sie alle waren nicht minder brutal als Dudley und hatten ihn schon oft verprügelt…

„Ich hab dich gewarnt, Junge… jetzt bist du zu weit gegangen!“

WUMM

Seine Faust traf Harry an der Schulter und er kippte ächzend zur Seite.

WUMM

Die Wunde am Arm, von gestern, fing wieder an zu bluten.
Aus weiter Ferne hörte Harry, wie Dudley und seine Freunde Vernon anfeuerten, ihn anbettelten, mitmachen zu dürfen…
„Nein…“, flüsterte er, so schwach, dass er es selbst kaum hörte.

Doch er hatte Pech. Eine kleinere Faust traf ihn im Bauch, ein Fuß trat ihm brutal gegen sein Knie, eines in die Seite… es war eindeutig schlimmer als sonst, schlugen, bespuckten, traten ihn, dann kam Andys Ledergürtel zum Einsatz.
Als der ihn zum ersten Mal traf, glaubte Harry wirklich, gleich zu sterben. Das zweite Mal war noch schlimmer. Gemeinsam drehten sie ihn um, mit dem Kopf zur Kommode, zogen ihm seine Hosen runter und dann prasselten die Gürtelhiebe auf seinen bloßen Hintern. Unkontrolliert fing Harry zu weinen an, verzog sich so tief in sich, wie es nur möglich war…

Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, aber irgendwann war es vorbei. Leicht blutend ließen sie den zusammengesackten Harry im Flur liegen und gingen in die Küche, lachend und scherzend. Harry fragte sich, ob er unnormal war, weil er nicht so war, wie Dudley und seine Freunde…

Mühsam richtete er sich auf. War es unnormal, freakig, wie Vernon immer zu ihm sagte, wenn er sogar jetzt noch an den Berg an Aufgaben dachte, die er zu erledigen hatte? Ja? Aber wenn er es nicht tat, wurde es noch schlimmer, kaum möglich…

Harry biss sich die Lippe auf, bei dem Versuch, keinen Mucks von sich zu geben. Jede Bewegung schmerzte absurd, zerriss ihn innerlich, und er kroch halb zu seinem Schrank. Er musste… ja, was?

Er musste die Hausarbeit machen, sonst würde es noch mehr Prügel setzen. Ächzend stand er auf und machte weiter, jede Bewegung war eine Qual. Er bekam an diesem Tag nichts mehr zu Essen.

Am Abend um 12 Uhr, Petunia und Dursley schliefen schon, wollte er sich gerade erschöpft in den Wandschrank legen, als Vernon die Treppe hinunterpolterte.

„DIEB! WO IST DAS GELD?!“

Harry stolperte in seinen Schrank und schloss die Tür. Er wusste, dass er hier in der Falle saß, von innen konnte er ihn nicht zuschließen!
Verzweifelt suchte er etwas, womit er die Tür blockieren konnte, doch vergeblich. Er zitterte heftig, wusste, dass er eine weitere tracht Prügel nur mit Glück überleben würde. Verdammt! Harry kauerte sich in die letzte Ecke, fixierte die Tür und wartete auf seinen Onkel, während er sich verzweifelt wünschte, sie würde klemmen oder ähnliches, dass sie verschlossen blieb.

Er hörte Vernon im Flur, hörte wie er hektisch den Riegel betätigte, außer sich vor Zorn, und – die Tür nicht öffnete! Harry brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass sein Onkel die Tür nicht öffnen konnte, dass er in Sicherheit war!

„BENGEL, MACH DIE TÜR AUF ODER ZU KANNST WAS ERLEBEN!“

Harry zitterte, und betete, dass die Tür verschlossen blieb.
Etwa drei Minuten versuchte sein Onkel, die Tür zu öffnen, dann verschwand er mit einem „Morgen kannst du was erleben!“ nach oben.

Erst als er die leisen Schnarchgeräusche seines Onkels vernahm, entspannte sich Harry. Er konnte nicht mehr. Im nächsten Moment war er eingeschlafen, die Hände krampfhaft um den Umhang geklammert.

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Eure Mia
 
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