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von MagicSunny    erstellt: 25.12.2009    letztes Update: 31.12.2009    Geschichte, Drama / P16 Slash    (fertiggestellt)
Lurlinalien - Das Fest der Lurline

Anmerkung: Dies ist eine Geschichte rund um die Lurlinalien, zum Ende unserer Feiertage wird sie sicherlich noch nicht vollständig hochgeladen sein,
aber ich denke, dass die Weihnachtsstimmung nicht all zu schnell verfliegen wird. Wobei man sie mit Sicherheit auch lesen kann, wenn man nicht von
Plätzchen - und Tannebaumduft umgeben ist.

Hiermit wünsche ich Euch einfach "Fröhliche Weihnachten", auch wenn es schon 51 Minuten nach dem Heiligen Abend ist. ;-)))
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1.Kapitel


„Wohin wirst du heute gehen?“, fragte Glinda. Sie saß an einem filigran gearbeiteten runden Tisch, dessen einziges Standbein verschlungene, weiße, künstliche Äste zierten, und hielt eine Tasse aus feinstem gillikinischen Porzellan in ihren zarten Händen.

Im Schlafzimmer, dessen Tür hinter ihrem Rücken lag, hörte sie Fiyero in seine schweren Stiefel steigen; er zog den Reisverschluss geräuschvoll zu. Ihre Frage hatte er nicht gehört, denn sie war leise und resigniert gestellt worden, hatte sich kaum von ihren Lippen gelöst, als sie schon wieder verhallte.

Der Blick der blauen Augen verfolgte das sanfte Schneefallen vor dem Fenster. Am nächsten Morgen würden die Smaragdstadt und weitere Teile des Landes Oz mit einer dünnen, weißen Pulverschicht zugedeckt worden sein. Es war der erste Schnee in diesem Jahr. Passender hätte der Moment seines Fallens nicht kommen können! Sie schloss die Augen, während sich Fiyeros Schritte ihr näherten.

„Ich werde heute Abend nicht bei dir sein“, sagte er, und versuchte so viel Bedauern in seine Stimme zu legen, wie er konnte. So wie er es immer tat. Er legte ihr sanft eine Hand auf die bloße Schulter, denn sie trug ein Kleid ohne Träger. „Es tut mir leid, Glinda – mein Schatz.“ Sie hörte, wie das Schatz ihm schwerfällig über die Lippen kam und spürte abermals den gleichen, bekannten Schmerz in ihrer Brust.

„Das dachte ich mir schon“, erwiderte sie, ebenso leise wie sie vorhin ihre Frage gestellt hatte, doch dieses Mal war er ihr so nahe, dass er es hören konnte.

Und er hörte ihren Schmerz, so wie er es immer tat. „Es tut mir wirklich leid, ich wäre sehr gerne hier geblieben.“ Er griff mit seinen Armen von hinten nach ihren zarten Händen, die die Tasse bereits abgestellt hatten und nun in ihrem Schoß ruhten. Er umschloss sie in einem warmen Griff, währenddessen legte er sein Kinn auf ihre Schulter. Es hatte etwas Vertrautes, aber nichts Erregendes an sich, für keinen von beiden.

Diese Zeiten waren schon lange vorbei. „Es tut mir leid“, sagte er erneut. Es tat ihm letztendlich auch wirklich leid, aber er konnte nicht bei ihr bleiben, er wurde wie von einer unsichtbaren Macht von ihr fortgezogen und das schon seit Jahren. Sie waren keine Studenten mehr, sie waren erwachsen, und lebten im Palast des Zauberers. Sie war die beliebte Gute und er war der Gardehauptmann.

„Und ich wünschte, du würdest hier bleiben“, sagte sie nun. Dann wäre ich nicht so alleine, war sie versucht zu sagen, doch sie tat es nicht. Wie immer. Ihr Zusammenleben hatte sich in der vergangenen Zeit zu einer Art von Gewohnheit entwickelt, die sie so gut sie konnten mit Leben erfüllten, doch dass die Liebe vergangen war, wussten sie beide.

Sie mochten sich, sehr sogar, aber liebten! Nein, nicht so, wie man es von ihnen erwartete und nicht so, wie sie es allen vorspielten. Sie waren eher wie Bruder und Schwester, als wie zwei Liebende. Schliefen sie miteinander, dann nur, weil sie sich nach dem Sex sehnten! Es war kein schlechter Sex, aber er erfüllte keinen von beiden wirklich. Im Gegenteil, jedes Mal lagen sie noch Stunden wach und dachten an ihr Leben: Wie es war, wohin es sie geführt hatte und wie sie es gerne hätten. Einerseits, dass sie einander wirklich lieben und andererseits, dass sie sich ihrer wahren Liebe hingeben könnten. Es waren aussichtslose Träume und beide rannten ihnen hinterher, jeder auf seine eigene Art und Weise.

Fiyeros Weise bestand darin, dass er sie suchte. „Ich muss jetzt los“, sagte er, seufzte und entfernte sich von Glinda.

Als er die Tür erreicht hatte, drehte diese sich ruckartig zu ihm herum. „Fiyero!“ Sie erhob die Stimme, das erste Mal an diesem Tag! Er drehte sich wieder herum, sah sie fragend und abwartend an. „Fröhliche Lurlinalien“, sagte sie. „Vielleicht findest du sie heute, vielleicht wird sie heute ein Geschenk der Lurline sein.“

Er nickte ernst. „Vielleicht.“ Es verhallte, während er aus ihren gemeinsamen Gemächern hinaus und auf den Flur des Palastes trat und diesen anschließend eilig hinunter schritt.

TBC?
 
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